Mönchspfeffer

Mönchspfeffer (agnus castus) zur Zyklusregulierung

Autor: Dr. Elmar Breitbach - Zuletzt bearbeitet am: 3. Okt 2013 @ 14:49 Literatur und Quellennachweise

Der Mönchspfeffer, auch Keuschlamm genannt, hat seinen Namen aus dem Mittelalter. Dort wurden die Beeren des bis zu 5 Meter hohen Strauches von den Mönchen zur Dämpfung sexueller Begierden genutzt. Das heutige Anwendungsgebiet ist die Regulierung des weiblichen Zyklus und die Behandlung des prämenstruellen Syndroms. Eine Regulierung des Zyklus setzt jedoch voraus, dass dieser zumindest halbwegs regelmäßig ist. Bei sehr langen blutungsfreien Intervallen muss man davon ausgehen, dass dem schwerwiegendere hormonelle Ursachen zugrunde liegen, die mit anderen Methoden behandelt werden müssen.

Mönchspfeffer
Der Mönchspfeffer ist auch Sicht der etablierten Medizin ein Wirksames Mittel gegen Zyklusunregelmäßigkeiten.

Durch Absenken des Prolaktinspiegels wird eine Behandlung des PMS (Spannungsgefühl in den Brüsten, Gereiztheit, depressive Verstimmungen vor der Regel, zu starke Monatsblutungen) möglich, da diesen Symptomen oft ein erhöhter Prolaktinspiegel zugrunde liegt.

In den „Keuschlammfrüchten“ enthaltene Wirkstoffe aus der Gruppe der Iridiode und der Diterpene senken effektiv den Spiegel des Hormons Prolaktin. Die Beschwerden beim PMS, von denen jede neunte Frau regelmäßig betroffen ist, werden häufig gar nicht oder mit schmerz- und krampflösenden Mitteln lediglich symptomatisch behandelt. Der gezielte, kurmäßige Einsatz von Mönchspfefferextrakten, stellt eine gut verträgliche ursächliche Behandlungsmethode dar, deren eindrucksvolle Erfolge in vielen klinischen Studien belegt sind.

Da der Mönchspfeffer auch die Bildung der Gelbkörperhormone fördert, werden die entsprechenden Arzneimittel mit z.T. belegbaren Erfolgen auch bei Unfruchtbarkeit infolge von Gelbkörperinsuffizienz oder erhöhten Prolaktinspiegeln versucht. Die Anwendung erfolgt durchgehend (1. und 2. Zyklushälfte) mit industriell hergestellten und daher standardisierten Dosierungen (z. B. Agnucaston).

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