Ovulationsblutung, Zwischenblutung und Einnistungsblutung

blutungstypen
© clipdealer.com Es gibt unterschiedliche Blutungen im weiblichen Zyklus

Normalerweise tritt einmal im Monat eine Blutung ein und das – wenn keine Schwangerschaft oder Zyklusunregelmäßigkeiten bestehen – mit einer gewissen Regelmäßigkeit, weshalb man die Menstruationsblutung eben auch Regelblutung nennt. Es gibt jedoch auch andere Ursachen für Blutungen, die wir hier einmal ausführlich auseinanderdröseln wollen.

Menstruationsblutung (=Monatsblutung)

Dazu führen wir uns noch einmal den Ablauf des normalen weiblichen Zyklus vor Augen, wie er auch hier beschrieben wird. In den ersten Tagen nach Eintritt der Menstruation reifen im Eierstock Eibläschen (Follikel) heran. Zunächst mehrere, bis dann einer – der „Leitfollikel – sich durchsetzt und sich zu einem reifen Eibläschen entwickelt. In der Zyklusmitte verlässt die Eizelle den Follikel (= Eisprung) und aus der verbliebenen Follikelhülle bildet sich der Gelbkörper, der das Gelbkörperhormon bildet.
Ovulationsblutung, Zwischenblutung und Einnistungsblutung

Der heranreifende Follikel bildet in den ersten zwei Wochen des Zyklus zunehmend Östrogene, welche die Schleimhaut in der Gebärmutter aufbauen. Nach dem Eisprung bildet wirkt dann Gelbkörperhormon auf die Gebärmutterschleimhaut und bereitet diese auf die mögliche Einnistung eines Embryos vor. Nistet sich jedoch keine befruchtete Eizelle ein, dann verliert der Gelbkörper an Aktivität. Die dadurch abfallenden Blutspiegel des Gelbkörperhormons lösen dann die erneute Regelblutung aus.

Blutungstyp: Die Blutung dauert meist 3-5 Tage, manchmal auch bis zu einer Woche. Die Stärke ist ansteigend und wieder abfallend. Das Blut gerinnt üblicherweise nicht und enthält oft Schleimhautstückchen.

Prämenstruelles Spotting

Dieser Fachbegriff beschreibt meist schwache Schmierblutungen unmittelbar vor Beginn der Regelblutung. Gelegentlich gehen sie auch in diese über. In der oberen Grafik wären das also z. B. die Tage 26-28.

Blutungstyp: Die Blutungen sind meist schwach und auch nicht durchgehend, sondern nur immer mal wieder auftretend.

Ursachen:Bei manchen Frauen ist es Bestandteil der normalen Monatsblutung und kündigt sich mit dem Spotting an. Meist handelt es sich also um eine Normvariante des Blutungsbeginns. Wichtig zu wissen: Definitionsgemäß gehört das prämenstruelle Spotting noch nicht zur Monatsblutung. Die Menstruation beginnt erst mit dem ersten Tag der stärkeren und anhaltenden Blutung. Beginnt die Blutung bereits mehr 1-3 Tage vor der Menstruation, dann kann dies auch ein Hinweis für eine Gelbkörperschwäche sein.

Schmierblutung in der zweiten Zyklushälfte

Auch diese werden oft „Spotting“ genannt und der Blutungstyp ist wie beim prämenstruellen Spotting. Also nicht durchgehend und eher schwach. Diese sind (wenn es keine Einnistungsblutung ist – s. u.) oft ein Zeichen für einen Mangel an Gelbkörperhormonen.

Das Gelbkörperhormon wandelt die Gebärmutterschleimhaut um, um eine Einnistung zu ermöglichen. Das Hormon erhält die Schleimhaut so lange aufrecht und stabil und wenn es zur Schwangerschaft kommt, auch noch lange darüber hinaus. Deswegen kann ein Mangel an Progesteron auch zu Blutungen führen. Meist schwach und in/ab der Mitte der zweiten Zyklushälfte (also ca. ab Tag 20-21, aber ein festes Schema gibt es da nicht).

Einnistungsblutung

Sehr schwer davon zu unterscheiden, da Zeitpunkt und Charakter der Blutung ähnlich sein können, ist die Einnistungsblutung. Diese Blutung steht in direktem zeitlichen Zusammenhang mit der Ankunft des Embryos in der Gebärmutter – meist 5-6 Tage nach dem Eisprung.

Vorher wandert die befruchtete Eizelle noch einige Tage durch den Eileiter bevor sie dann schließlich die Gebärmutter erreicht. Bei dem Einnistungsprozess dringt der Embryo in die Gebärmutterschleimhaut ein und setzt sich dort schließlich fest. Dieser Vorgang wird auch Nidation genannt. Bei diesem Vorgang werden regelmäßig kleine Blutgefäße eröffnet, dies führt jedoch nur in den seltensten Fällen zu einer Nidationsblutung, bei der Blutung nach außen tritt, denn die freigesetzten Blutmengen sind üblicherweise zu gering, um den Weg in die Scheide zu finden. Wenn doch, dann sind die Mengen gering und die Blutung kurz

Ob es die Einnistungsblutung überhaupt gibt und was davon wissenschaftlich belegbar ist, finden Sie in einem anderen Artikel, der in unseren News erschien: Einnistungsblutung: Gibt es sie und wenn ja, was sagt sie aus?

Ovulationsblutung

http://www.die-menstruationsbeauftragte.de/tag/ovulationsblutung/

1 Definition

Die Ovulationsblutung ist eine Zwischenblutung im Zyklus der Frau, die im Zeitraum der Ovulationauftreten kann.

2 Ursache

Die Ursache der Ovulationsblutung ist nicht vollständig geklärt. Vermutet wird, dass ein schnelles Absinken der Östrogenkonzentration nach dem präovulatorischen Maximum dazu führt, dass die Konzentration kurzzeitig nicht ausreicht, um die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut vollständig aufrechtzuerhalten.

3 Vorkommen

Ovulationsblutungen treten nicht bei jeder Frau und nicht in jedem Zyklus auf. Das Ausmaß der Blutung kann stark variieren und von einer leichten, rötlichen Verfärbung des Zervixschleims bis hin zu menstruationsähnlichen Blutungen reichen.

Im Vergleich zu vielen anderen Zwischenblutungen ist eine Ovulationsblutung nicht pathologisch.

Zuletzt bearbeitet am: 22. Mrz 2018 @ 09:55