Normwerte für das Spermiogramm (WHO 2010)

Normwerte Spermiogramm WHO 2010
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Autor: Dr. Elmar Breitbach - Zuletzt bearbeitet am: 23. Apr 2019 @ 23:20 Literatur und Quellennachweise

Normwerte der wichtigsten Parameter bei der Spermienuntersuchung. Spermiogramm gemäß den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO-Kriterien 2010)

Volumen 1,5 ml oder mehr
ph 7,2-8,0
Spermien-Konzentration 15 Mio/ml oder mehr
Gesamt-Spermien-Zahl 39 Mio pro Ejakulat oder mehr
Motilität (Beweglichkeit) Mindestens 32% vorwärtsbewegliche Spermien. Es wird nicht mehr (wie vor 2010) zwischen schnell und langsam vorwärtsbeweglichen Spermien unterschieden (sog. WHO a und WHO b).
Morphologie 4 % oder mehr mit normaler Form
Anteil der lebenden Spermien 58 % oder mehr vitaler Zellen, die keinen Farbstoff im Eosin-Test aufnehmen
Leukozyten weniger als 1 Mio/ml
MAR-Test weniger als 50 % Spermien mit adhärenten Partikeln
Verflüssigungszeit 30 Minuten, max. 1 Stunde
Geruch Kastanienblütenartig

Eine vollständige Version des neuen WHO-Handbuchs zum Selbstnachlesen gibt es hier als PDF-Datei1)World Health Organization (Ed.). (2012). WHO Laborhandbuch: zur Untersuchung und Aufarbeitung des menschlichen Ejakulates. Springer-Verlag.

Video: Spermien unter dem Mikroskop

Auf diesem Video kann man einige sehr gut bewegliche Spermien in typischer „Schwimmtechnik“ erkennen.

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Video-Link: https://youtube.com/watch?v=k49auTOnUNw

Weitere Infos zum Thema

2)Gottardo, F., & Kliesch, S. (2011). Ejakulatdiagnostik. Der Urologe50(1), 101-108.3)Kliesch, S., & Cooper, T. G. (2008). Die Ejakulatdiagnostik. Der Urologe47(12), 1548-1554.4)Ludwig Bispink, Elmar Breitbach, und Norbert Schlote
Praktische Fertilitätsdiagnostik – Uni-Med, Bremen (2011)

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Literatur - Quellen   [ + ]

1. World Health Organization (Ed.). (2012). WHO Laborhandbuch: zur Untersuchung und Aufarbeitung des menschlichen Ejakulates. Springer-Verlag.
2. Gottardo, F., & Kliesch, S. (2011). Ejakulatdiagnostik. Der Urologe50(1), 101-108.
3. Kliesch, S., & Cooper, T. G. (2008). Die Ejakulatdiagnostik. Der Urologe47(12), 1548-1554.
4. Ludwig Bispink, Elmar Breitbach, und Norbert Schlote
Praktische Fertilitätsdiagnostik – Uni-Med, Bremen (2011)