Ärger in der Schwangerschaft oder: „Die Hölle sind die anderen“


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Die Schwangerschaft verändert vieles, auch einen selbst. Aber allzu oft leider auch die Personen im Umfeld. UNd nicht immer passt das zusammen.

Es sind im Leben eines Menschen immer die Ausnahmesituationen, die ein sehr verdichtetes Bild der eigenen Persönlichkeit erlauben – wie geht man mit Todesfällen, dem Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung etc. um? Das trifft auch auf die Schwangerschaft zu, die aber immerhin in den meisten Fällen sehr viel erfreulicher ist. Genauso interessant ist es aber auch, wie das andere Menschen mit einem umgehen, wenn man sich in einer solchen nicht-alltäglichen Lage befindet.

Ein aktueller Beitrag auf T-Online listet zehn Dinge auf, „die Schwangere ihren Männern nicht verzeihen“. Darunter auch: „Die Süßigkeiten aufessen“ oder „Fotos während der Geburt machen“.

Ganz abgesehen davon, dass fünf dieser zehn Punkte die Geburt und das Kind betreffen, und die Punkte 11 („Auf die Schwangerschaft reduziert werden“), 12 („Mit Uralt-Klischees belästig zu werden“) und 13 („Ständige unerwünschte Ratschläge“) ist eines klar: Die Probleme ließen sich mit ein paar klaren Worten vermeiden, bzw. das nervige Verhalten ließe sich zumindest zurückschrauben.

Nicht rumheulen, klare Ansagen machen!

Natürlich ist schwangeren Frauen klar, dass ihre Partner, ihre Familie und Freunde nicht wissen können, wenn irgendetwas mehr nervt als vor der Schwangerschaft. Andererseits wird alles noch ärgerlicher, wenn jede Reaktion einfach mit „Ach, das sind die Hormone!“ abgetan wird. Ja, die Hormone sorgen unter Umständen dafür, dass eine Frau weint, wenn der Partner ihre Schokolade aufgegessen hat. Möglicherweise könnte sich aber auch der Schokoladendieb mal Gedanken darüber machen, ob sein dauernder Mundraub nicht auch schon vor der Schwangerschaft nicht gerade auf Begeisterung stieß, und die schwangere Partnerin jetzt einfach keine Lust mehr hat, ihm jedes kindische Verhalten zu verzeihen.
Um größere Dramen zu vermeiden, reichen schon wenige, einfache Regeln. Eine gilt für die Schwangere: Reden! Nicht einfach hoffen, dass die anderen mit ihren blöden Kommentaren oder dem Antatschen aufhören, sondern sie darum bitten (beim ersten Mal höflich, danach durchaus auch nachdrücklicher).

Für alle anderen: Bitte schwangere Frauen so behandeln, als seien sie mündige Erwachsene, im Zweifelsfall den Mund halten, und in jedem Fall die Hände bei sich behalten.

Foto von bobcat rock


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