Probiotika können Allergien teilweise vorbeugen


Lebende Organismen in der Nahrung, bei Yoghurt durchaus erwünscht. Probiotika sind Lebensmittel, die lebensfähig Mikroorganismen enthalten. Sie sind toll für die Gesundheit – behaupten zumindest die Hersteller solcher Produkte. Befürworter behaupten, dass diese Organismen die Darmflora und damit das Immunsystem stärken. Andere haben Schwierigkeiten zu glauben, dass die Mikroorganismen nicht sämtlich in der Magensäure kläglich verenden.

Wie gut sind probiotische Lebensmittel wirklich?

Zumindest den möglichen Nutzen für Babys haben sich norwegische Wissenschaftler unter die Lupe genommen. Randi Bertelsen und Kollegen untersuchten anhand der Daten der Norwegian Mother and Child Cohort Study, ob Probiotika Allergien abwehren können; sie achteten dabei speziell auf Asthma, atopische Dermatitis und Rhinokonjunktivitis, oder vereinfacht: Asthma, Ekzem und Heuschnupfen. Im Unterschied zu bisherigen Studien zu diesem Thema wurden hier nicht nur Schwangere und Kinder untersucht, die schon einschlägig mit Allergien vorbelastet waren.

Ihre Erkenntnis? Wenn die Mutter während der Schwangerschaft Probiotika zu sich nimmt, kann sie damait das Auftreten von Allergien beim Kind vermeiden. Wie so oft bei wissenschaftlichen Studien ist das Ergebnis aber nicht ganz so deutlich.

Im Rahmen der Studie wurden die Mütter von über 40.000 Kindern zu Allergiesymptomen ihrer Kinder befragt. Die Kinder der „Probiotika-Mütter“ hatten dabei einen leichten Vorteil gegenüber den anderen Kindern – allerdings nur bei Ekzem (im Alter von sechs Monaten, nicht aber im Alter von 18 Monaten) und Heuschnupfen (zwischen dem 18. und 36. Lebensmonat). Ebenfalls unverändert blieb das Erscheinen von Asthmasymptomen im Alter von 36 Monaten.
Es ist also ein kleiner Vorteil erkennbar, der aber in den meisten Fällen wohl nicht von Dauer ist. Trotzdem scheinen die Ergebnisse darauf hinzudeuten, dass Probiotika dabei helfen, Allergien bei Kindern zumindest teilweise zu vermeiden.

Die Zusammenfassung der Daten finden Sie hier.

Bild: Jules


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