Obamacare, Paracetamol und junge Mütter


Dieses Wochenende bescherte uns ein paar interessante Kurznachrichten

Entwicklungsländer: Jedes 5. Mädchen vor 18. Geburtstag schwanger

Am 30. Oktober hat der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA) den Weltbevölkerungsbericht 2013 veröffentlicht. Dieses Jahr konzentriert sich der Bericht hauptsächlich auf die Lage von Mädchen in den Entwicklungsländern.

Jedes 5. Mädchen in den Entwicklungsländern (das entspricht über 7 Millionen Mädchen) wird noch vor dem 18. Geburtstag schwanger und muss sich mit der Schwangerschaft, mit dem Leben als Mutter und mit dem Ende der eigenen Kindheit auseinandersetzen. Die Auswirkungen auf ihre Gesundheit, ihre Erziehung und ihre Fähigkeit, sich den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen sind ebenso unmittelbar wie langfristig.
Untrennbar mit diesem Thema verknüpft sind Armut, generelle Benachteiligung und Geringschätzung von Frauen, sexuelle Gewalt und fehlender Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Geburtenkontrolle. Jeder Versuch, die Lage der Frauen und Mädchen in den Entwicklungsländern zu verbessern, muss an all diesen Stellen gleichzeitig ansetzen.

Weltbevölkerungsbericht 2013 auf der UNFPA-Website (pdf-Download; englisch)

Wir haben die Zeitung erst noch für Sie gelesen, bevor wir Schiffchen daraus gemacht haben. Bild: Wilhelmine Wulff  / pixelio.de
Wir haben die Zeitung erst noch für Sie gelesen, bevor wir Schiffchen daraus gemacht haben.
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Paracetamol in der Schwangerschaft

Paracetamol ist ein beliebtes Medikament, das häufig gegen Schmerzen und Fieber eingesetzt wird. Norwegische Wissenschaftler der Universität haben unter Leitung von Hedvig Nordeng jetzt untersucht, ob der Wirkstoff auch während der Schwangerschaft unbedenklich ist.

Aufgrund der Studie mit knapp 3000 Frauen und ihren Kindern ziehen die Forscher den Schluss, dass Paracetamol, während der Schwangerschaft über mindestens 28 Tage hinweg eingenommen, zu Verzögerungen in der sprachlichen und motorischen Entwicklung der Kinder führen kann. Zudem waren die Kinder im Alter von drei Jahren häufiger hyperaktiv und verhaltensauffällig.

Zusammenfassung der Studie im International Journal of Epidemiology (englisch).

Obamacare: Mehr Sicherheit für Schwangere

Im Rahmen des Umbaus der Krankenversicherung in den USA kommt es für Frauen zu teilweise drastischen Verbesserungen. Für uns sind dabei viele Änderungen nur deswegen schockierend, weil uns klar wird, wie hinterwäldlerisch die Verhältnisse vorher waren.

Laut einem Bericht in der Washington Post mussten Frauen vorher oft mehr für die Krankenversicherung zahlen, obwohl noch nicht einmal die medizinische Betreuung während Schwangerschaft, bei und nach der Geburt inbegriffen war. Manche Frauen waren zwar krankenversichert, mussten zu ihrem Entsetzen bei einer unerwarteten Schwangerschaft aber feststellen, dass ihre Krankenversicherung die entsprechende Betreuung nicht bezahlte. Wollte eine Frau in einem solchen Fall die Versicherung wechseln, konnte es durchaus sein, dass die andere Versicherung sie ablehnte, weil die Schwangerschaft als „Vorerkrankung“ galt.


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