ASS gegen Präeklampsie, weniger Teenagerschwangerschaften.


Aspirin soll bestimmte Schwangerschaftskomplikationen verhindern helfen.

ASS gegen Präeklampsie

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) kann der gefürchteten Schwangerschaftskomplikation Präeklampsie vorbeugen. Jillian Henderson vom Kaiser Permanente Center for Health Research in Portland hat mehrere entsprechende Studien ausgewertet. Es zeigt sich, dass das Risiko einer Präeklampsie, die Häufigkeit von Wachstumsstörungen des ungeborenen Kindes und die Zahl der Frühgeburten um jeweils bis zu 5 Prozentpunkte gesenkt werden kann. Das Risiko von Nebenwirkungen war dabei gering.

Die typischen Symptome einer Präeklampsie sind Bluthochdruck, die Bildung von Ödemen und das Ausscheiden von Proteinen mit dem Urin. Weitere Anzeichen können Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sein.

Bekannte Risikofaktoren sind Diabetes mellitus, Übergewicht, Nierenkrankheiten, bestehender Bluthochdruck und auch Mehrlingsschwangerschaften. Wie genau die Krankheit entsteht, und was die Ursachen sind, steht nicht fest. Was allerdings feststeht: Ohne medizinische Betreuung kann das Leben der Mutter und des Kindes in Gefahr sein.
Die U.S. Preventive Services Task Force (eine Gruppe von Medizinern, die sich der vorbeugenden Medizin verschrieben hat) empfiehlt, dass Frauen, deren Risiko für Präeklampsie als hoch eingeschätzt wird, in Absprache mit ihrem Arzt ASS in niedrigen Dosen einnehmen.

USA: Weniger Schwangerschaften bei Minderjährigen

pregnancy photoDie Vereinigten Staaten von Amerika genießen einen sehr zweifelhaften Ruhm: Die USA haben von allen Industrieländern die höchste Rate an Schwangerschaften bei Minderjährigen. Immerhin sank die Zahl aber in den letzten zwanzig Jahren beachtlich, wie die Washington Post berichtet. 1991 kam es zu 84,1 Geburten auf 1.000 Teenager (im Alter von 15 bis 19 Jahren), 2012 waren es nur noch 29,4 Geburten.

Die Gesundheitsbehörde CDC (Center for Disease Control and Prevention) macht aber darauf aufmerksam, dass immerhin ein Viertel dieser Geburten auf Teenager im Alter von 15 bis 17 Jahren entfällt.
Das ist deswegen besorgniserregend, weil Teenagerschwangerschaften in den allermeisten Fällen dazu führen, dass die junge Mutter die Schule abbricht, keine Ausbildung machen kann und so in finanzielle, soziale, und emotionale Not gerät.
In den USA wird auch besonders deutlich, wie stark die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei einer Minderjährigen vom sozialen (und damit finanziellen) Status bestimmt ist: Bei Latinas, amerikanische Ureinwohnerinnen und Schwarzen ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft im Teenageralter deutlich höher als bei Weißen oder Asiatinnen.

Weniger Ratsuchende in Sachsen-Anhalt

Wie ärzteblatt.de berichtet, haben in Sachsen-Anhalt 2013 weniger Menschen als in den vorhergehenden Jahren um Rat bei den Schwangerschaftsberatungen gesucht. 2013 haben nach Zahlen des Landes¬verwaltungsamtes rund 24.400 Frauen und 5.300 Männer die Angebote der Schwangerschaftsberatungsstellen genutzt. 2009 wurden noch über 33.000 Menschen beraten.
Den größten Anteil machten Frauen im Alter zwischen 20 und 25 Jahren aus; aber auch 1.000 Minderjährige wurden beraten.
Außer eventuellen Schwangerschaftsabbrüchen wurden auch andere Themen im Bereich Sexualität und Familienplanung besprochen. Die häufigsten Probleme der Hilfesuchenden sind finanzieller Art, aber auch psychische und gesundheitliche Belastungen und Probleme in der Partnerschaft und im Beruf sind Gründe für die Beratung.
Eine Liste der Schwangerschaftsberatungsstellen in den Bundesländern gibt es bei familienplanung.de

Fotos: katya_alagich


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