Sport und Vitamin C – gut für Schwangere und Baby


Je besser die körperlichen Vorgänge erforscht werden, die zur Schwangerschaft gehören, desto besser werden zwangsläufig auch die Faktoren erkannt, die die Gesundheit der Schwangeren und des ungeborenen Kindes gefährden. Nicht immer ist genau bekannt, wie genau bestimmte Umstände sich auf die Schwangerschaft auswirken. Trotzdem wird sicherheitshalber vor bestimmten Nahrungsmitteln oder Aktivitäten gewarnt – natürlich auch hier bei uns.

Das Ziel darf allerdings nicht sein, schwangere Frauen in Panik zu versetzen, oder Frauen generell Angst vor der Schwangerschaft zu machen. In den allermeisten Fällen verlaufen Schwangerschaften ziemlich problemlos, trotz morgendlicher Übelkeit, Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen und geschwollener Füße.

Im Zuge der oben genannten Forschungen stellt sich zum Glück auch immer wieder heraus, dass schwangere Frauen viel dafür tun können, die Schwangerschaft für alle Beteiligten „besser“ zu machen. Sie können ihre eigene Gesundheit fördern und die des Kindes – oft sozusagen in einem Aufwaschen –, sich auf die Entbindung vorbereiten und ihrem Kind einen guten Start ins Leben bereiten.

Vitamin C ist gut für die Lunge

Vitamin C wird von manchen Leuten als eine Art Allheilmittel und Jungbrunnen gehandelt. Das scheint so pauschal nicht aufrechterhalten zu sein, wie der Spiegel kürzlich berichtete. Eine uneingeschränkte Verwendung des Vitamins ist also nicht ratsam, aber eine US-amerikanische klinische Studie hat jetzt ergeben, dass Vitamin C die Entwicklung einer gesunden Lungenfunktion fördert. Das Interessante dabei: Das wurde bei Kindern festgestellt, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchten. Die Kinder schwangerer Raucherinnen, die während der Schwangerschaft Vitamin C einnahmen, hatten sowohl nach der Geburt als auch ein Jahr später eine deutlich besser Lungenfunktion als die Kinder von Raucherinnen, die das Placebo bekamen.

Sport ist gut für das Babyherz

Die Zeiten, in denen schwangere Frauen monatelang im stillen Kämmerlein sitzen mussten, sind zum Glück vorbei. Inzwischen ist bekannt, dass Bewegung von Vorteil für die Schwangere und ihr Kind ist.

Eine (allerdings kleine) Studie zu dem Thema wurde Ende April bei der Konferenz „Experimental Biology“ in San Diego vorgestellt. Die Ergebnisse deuten laut Discover Magazine darauf hin, dass es nicht nur für die Mutter gut ist, wenn sie während der Schwangerschaft regelmäßig (hier: drei Mal pro Woche) Sport treibt, sondern auch für das Kind, vor allem für die Entwicklung des Herzens.

Linda May, Autorin der Studie, hat schon früher die Auswirkung von Sport auf Schwangere und deren Kinder untersucht. Meist ging es dabei aber um der Ausgangszustand der Frau, also die Fitness vor der Schwangerschaft. Anhand ihrer Ergebnisse geht sie nun davon aus, dass Sport während der Schwangerschaft einen noch größeren Einfluss auf die Gesundheit des Kindes hat. Die so von der Mutter antrainierten Vorteile für das Baby halten auch nach der Geburt noch an – womöglich sogar bis ins sechste Lebensjahr.

Eine Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining scheint laut May besonders günstig für die mütterliche und kindliche Gesundheit zu sein.


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