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  Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   0711ette
schrieb am 26.11.2017 09:33
Hallo zusammen,

ich lese schon eine ganze Weile mit, aber poste zum ersten Mal und will mir mal meine Probleme von der Seele schreiben, in der Hoffnung hier den ein oder anderen guten Hinweis
zu bekommen oder auch einfach nur mal Verständnis. Denn ich spreche außer mit meinem Freund mit niemanden darüber.

Vor etwas über einem Jahr habe ich die Pille abgesetzt und seitdem versuchen wir schwanger zu werden.
Mein Zyklus war zu kurz und mein Eisprung schon immer sehr früh. Seit einem halben Jahr nehme ich deshalb Mönchspfeffer
und das ganze hat sich ein bisschen verbessert. Dank Ovus weiß ich, dass ich jeden Monat einen Eisprung habe.

ABER: Es klappt trotzdem nicht. Unser Timing ist eigentlich immer gut. Wir sind beide fit, Nichtraucher... Ich bin 31 Jahre alt, mein Freund ist 35.
Ich weiß, ein Jahr ist noch nicht so lange und manche hier haben eine seeehr viel längere Kinderwunschgeschichte, aber das erste Mal "Jubiläum" zu feiern, war ein sch*** Gefühl.

Naja, meine Ärztin will der Frage nun beim nächsten Termin auf den Grund gehen und mich eingehend untersuchen und als nächstes wäre dann mein Freund dran.

Mein Problem ist, ich bin jetzt schon mit den Nerven am Ende.
Das eine führt zum anderen: Ich bin sehr gestresst ständig, auch oft wenn ich objektiv keinen Grund dafür habe. So, dass ich den Stress auch körperlich fühle. Oder aber, es ist genau andersrum: Ich bin so gestresst, weil meine Hormone das verursachen? Oft wache ich nachts auf und fühle mich "wie unter Strom" und habe richtige Adrenalinschübe. Mir laufen die Tränen manchmal schon los, wenn mir nur eine Gabel auf den Boden fällt und für meinen Freund bin ich ein wandelndes Pulverfass. Ich war immer eine starke Persönlichkeit, ich habe Führungsverantwortung im Job und kann gar nicht genau sagen, wann es angefangen hat, dass meine Nerven so schwach wurden.

Da kann mir wohl nur meine Ärztin helfen, aber vielleicht kennt jemand dieses Problem?


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   stubbornstar
schrieb am 26.11.2017 11:15
Ich würde mal die Schilddrüsenwerte testen lassen. Kann man auch beim Hausarzt machen lassen.


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   0711ette
schrieb am 26.11.2017 12:44
Danke für den Tipp. Ich werde meine Ärztin mal darauf ansprechen.


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   Chorus
Status:
schrieb am 27.11.2017 11:51
Möglicherweise sind die Hormone nicht mehr ganz im Gleichgewicht wegen des Mönchspeffers. I

ch schätze mal die Aktion mit dem Mönchspfeffer war Eigenregie? Das verändert natürlich den Zyklus bei vielen Frauen.

Die Frauenärztin wird eh dem Ganzen auf den Grund gehen, Hormonwerte werden eigentlich immer abgecheckt bei Kinderwunsch.

Also bei mir war es mal schon angenehm, mit jemand anderem als meinem Mann über die Kiwu-Geschichte zu reden, meine Frauenärztin war da schon sehr verständnisvoll. Bei mir war es dann irgendwann so, dass ich oft geheult habe, so ohne Ende, auch manchmal in der Nacht.

Die Adrenalinschübe kannte ich aber nicht so, aber ich bin wohl vom Typ her anders, eher nicht so dominant. Ich habe eine Freundin, die eine recht starke Führungspersönlichkeit ist, war sie immer schon, und bei der wurde ein erhöhter Testosteronspiegel festgestellt. Wurde dann behandelt und mittlerweile hat sie aber 3 Kinder, alle natürlich bekommen. Hormonwerte lassen sich ja relativ leicht regulieren, ist keine große Sache. Übrigens ist sie jetzt Ihre eigene Chefin, hat ein Unternehmen gegründet.

Eine andere Möglichkeit ist wie schon geschrieben wurde, dass es mit der Schilddrüse zu tun hat, der TSH-Wert wird aber bei einem Hormonspiegel automatisch gemacht, zumindest war es bei mir so (ich hätte es gar nicht gewusst, hätte ich dann nicht doch die Auswertung für die Kinderwunschklinik gebraucht, da stand dann auch TSH-Wert oben, meine FÄ hat ihn gar nicht erwähnt weil er wohl im Referenzbereich war).

Ach ja, und zu dem einen Jahr: also mittlerweile bin ich der Meinung, dass etwas nicht stimmt, wenn man es wirklich drauf anlegt und es über ein Jahr dauert. Auch bei über 35jährigen. Ich kenne jetzt wirklich schon einige Frauen, bei denen es quasi sofort mit Ende 30 geklappt hat. Meine Freundin wurde mit dem ersten Kind mit 39,5 Jahren schwanger, im 1. ÜZ. Und solche Geschichten sind keine Seltenheit.

Trotzdem solltest du die Nerven bewahren, denn mit 31 kann man noch wirklich viel machen und hat noch ausreichend Zeit, Gründe zu finden und Behandlungen auszuprobieren. Du solltest das jetzt auf jeden Fall als Chance sehen, dass dir da geholfen wird! Bei manchen Frauen liegt es ja nur an einer Kleinigkeit (irgendein Vitaminmangel oder was weiß ich).

Ansonsten, was man eh immer sagt: Yoga, Autogenes Training, Chi Gong, Tai Chi oder sonst was machen (ich persönlich singe gerne Mantren)


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  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
no avatar    Kirschblüte89
Status:
schrieb am 27.11.2017 14:08
Hallo,

ich bin ganz bei den Vorschreiberinnen, möchte nur folgendes einwerfen:

Wenn du dich nun untersuchungstechnisch "auf den Kopf" stellen lässt, dann bitte auch das Spermiogramm des Partners prüfen lassen.

Es bringt nichts an der Frau rumzudoktern und evtl. Hormone zu geben, wenn man gar nicht weiß, ob es evtl. an einem schlechten Spermiogramm liegt.
Also ab in die Kinderwunschklinik. Ich denke nach einem Jahr ist das legitim.

Ich selbst habe PCO und hatte keine Eisprünge. Mit Gabe von Clomifen und einer Auslösespritze konnte das ganze "reguliert" werden. Wirklich keine große Sache.
Hätte uns aber dennoch nichts gebracht, weil das Spermiogramm meines Mannes nur für ICSI reicht.

Ansonsten kann ich dir sagen: man wächst da rein. Als wir endlich die vollständige Ursache für unsere Kinderlosigkeit wussten und auch die Gewissheit hatten, dass es vermutlich nur mit künstlicher Befruchtung klappt, war es zwar schwer, aber ein Stück Druck war dennoch weg. Ich habe aufgehört jeden Monat aufs neue zu hoffen, dass es natürlich klappt. Ich wusste, dass es eine medizinische Behandlung für uns gibt.

Ich wünschr dir alles gute und dass es doch so klappt und ihr um Behandlungen drum rum kommt.


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   Chorus
Status:
schrieb am 29.11.2017 09:46
Ja, Kirschblüte, du sprichst mir aus der Seele. Aber bei uns ist das sowieso Standard, dass auch gleich nach dem SG des Mannes gefragt wird. Wenn nicht, ist die Frauenärztin unseriös!

Trotz allem stimmt ja wirklich was mit der TE nicht, ich meine natürlich nur hormontechnisch... der viel zu frühe Eisprung, und die komischen Anspannungen in der Nacht deuten schon auf irgendein Ungleichgewicht hin, finde ich. Das ist sicher nicht nur rein psychisch. I

ch selber leide ja dann und wann unter Durchschlafstörungen, da kann ich mich gut einfühlen, aber der Unterschied ist, dass ich deswegen nachts nicht unter Strom stehe, wie beschrieben, sondern eher Gedanken wälze (oder schlichtweg mich irgendwie einfach wach fühle, ohne dass was ansteht...). Das hatte ich aber auch schon vor dem Kinderwunsch hin und wieder, fing als junge Erwachsene an, nur in der Studentenzeit konnte man den Schlaf dann schneller nachholen, jetzt bei der Arbeit bin ich dann halt entsprechend müde, und das nervt dann. Kann mir schon vorstellen, dass das wirklich nicht so einfach ist, wenn man auch noch in verantwortlicher Führungsposition ist.


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   0711ette
schrieb am 29.11.2017 10:43
Danke dir für die Antwort und den Zuspruch. :)
Den Mönchspfeffer hat mir meine Frauenärztin verschrieben. Sie meinte, damit wurde schon vielen Frauen geholfen. Ich merke schon, dass er bei mir einiges ausgelöst hat, meine Haut wurde auch extrem schlechter. Das Ziel wurde aber ja erreicht. Mein Eisprung hat sich etwas nach hinten verschoben.

Nachdem ich heute Nacht komplett schweißgebadet und zitternd aufgewacht bin, habe ich mir einen neuen Termin in drei Wochen geben lassen und hoffe, dass wir dann schon weiter kommen.


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   0711ette
schrieb am 29.11.2017 10:49
Liebe Kirschblüte,

auch dir vielen Dank für den positiven Zuspruch. Es tut wirklich gut, sich zu dem Thema einmal auszutauschen.

Mein Freund wäre in der Tat als nächstes dran, da macht er auch alles mit. Ich warte jetzt mal den nächsten Termin bei meiner
Frauenärztin ab und entscheide dann, wie wir weiter vorgehen.
Du hast schon Recht. Wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt, muss man die Zeit nicht verplempern.
Ich weiß ja nicht, wie lange der Weg noch ist, der da auf uns zukommt.


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   0711ette
schrieb am 30.11.2017 12:24
Hallo EduardKai,
danke für deine Anwort. Johanneskraut bringt leider meinen Zyklus komplett durcheinander. Habe ich schon mal probiert... LG zurück


  Re: Stress im Körper. Noch am Anfang schon am Ende
   Ana85
Status:
schrieb am 22.01.2018 12:10
Hallo :),
ich bin noch ganz neu im Forum. Mein Partner und ich versuchen seit 1 1/2 Jahr Schwanger zu werden. Bisher erfolglos.
Ich habe auch mit Mönchspfeffer angefangen, was leider nicht gereicht hat. Nach ein paar Monaten hat meine Frauenärztin PCO diagnostiziert und uns an die Kinderwunschklinik überwiesen.Wo wir aktuell noch erfolglos in Behandlung sind.
Ich kann gut nachvollziehen wie es dir geht. Mir geht es ähnlich. Das ganze stresst mich so, dass ich es auch körperlich merke. Und jeden Monat das erneute hoffen und dann die Enttäuschung, wenn es wieder nicht geklappt hat. Ich hoffe auf einen netten Austausch im Forum.

Liebe Grüße
Ana




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