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  TESE nicht erfolgreich, was nun?
   Kiwu22
schrieb am 04.12.2018 19:09
Hallo,

mein Partner und ich (beide 38) versuchen seit einem Jahr schwanger zu werden.

Bei mir ist soweit alles in Ordnung. Mein Partner hat ein Spermiorgramm gemacht. Leider wurde nichts gefunden.
Obwohl seine Werte im Normalbereich sind. Anschließend wurde eine Tese gemacht.
Leider das gleiche Ergebnis. Ein Teil der Proben wurden noch zur microtechnischen Untersuchung in ein Labor geschickt. Wurde auch nichts gefunden.
Im Bericht steht folgendes:
Spermatogenesearrest auf der Stufe der Spermatozyten I. Ordnung. Keine fokal ausreifende Restspermatogenese. Kein Anhalt von Malignität oder Entzündung.

Unser Arzt hat gemeint. Die erste Stufe für die Spermien ist da. Aber die entwickeln sich nicht weiter.
Die einzige Möglichkeit die wir haben um ein Kind zu bekommen, ist eine Samenspende, meint der Arzt.


Gibt es Medikamente (Hormone) für diesen Fall?? Vielleicht kann uns jemand einen Rat geben.

Wäre sehr dankbar dafür. smile

Viele Grüße
Kiwu22


  Re: TESE nicht erfolgreich, was nun?
   kittiwakes
schrieb am 04.12.2018 22:06
Mein Mann hatte letzte Woche auch eine negative TESE. Wir sind am Boden zerstört. Wir wurden auch angewiesen, Spendersamen zu verwenden. Von meiner Online-Recherche gibt es nicht viel, was getan werden kann. Aber, Ihr Mann könnte einige Dinge ausprobieren müssen, nur um psychologisch mit allem fertig zu werden. Er könnte Akupunktur oder Nahrungsergänzungsmittel wie FertilAid ausprobieren. Ich glaube nicht, dass irgendetwas davon funktioniert, aber es wird deinem Mann helfen, sich zu fühlen, als hätte er es versucht. Mein Mann wird das auch tun, und ich denke, es ist wichtig, dass er es versucht. Aber wir werden auch Spendersamen untersuchen. Ich bin 39, also bleibt nicht viel Zeit zum Trauern. Ich empfehle euch beiden auf jeden Fall, einen Therapeuten zu finden, der euch hilft, von diesem unfairen Ergebnis zu heilen.


  Re: TESE nicht erfolgreich, was nun?
no avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 04.12.2018 23:07
Liebe Kiwu 22,

natürlich sollte man - wenn nicht bereits erfolgt - eine ausführliche andrologische Diagnostik durchführen lassen. Leider findet an da nur selten etwas, was eine Behandlung ermöglicht, aber man sollte es zumindest probieren, um keine Optionen zu übersehen. Aber in der Tat ist es eher selten, dass die üblichen Empfehlungen zur Verbesserung der Spermienqualität in einer solche Situation wirklich etwas bringen. Was man machen kann, steht hier in einem Artikel zusammengefasst. [www.wunschkinder.net]

Mit freundlichen Grüßenj

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite


  Re: TESE nicht erfolgreich, was nun?
no avatar    La esperanza**
Status:
schrieb am 05.12.2018 12:07
Lasst euch doch mal fürs HI Forum hier freischalten.
Ich denke da bekommt ihr wertvollere Tipps und Erfahrungen smile


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  Re: TESE nicht erfolgreich, was nun?
   Line288
schrieb am 05.12.2018 14:07
Hallo Kiwu,

Auch wir hatten eine negative TESE. Allerdings mit dem Befund SeriCell Only Syndrom. Dort sind keinerlei Spermien zu finden. Noch nicht einmal Vorstufen.
Wo habt ihr die TESE machen lassen? Wir sind nach langen Recherchen extra von Nürnberg nach Hamburg gefahren, um die TESE bei Prof. Schulze (auch bekannt als Hodenpapst smile ) machen zu lassen. Er konnte in unserem Fall zwar auch nichts machen, aber ich kenne ein paar Fälle in denen er trotz vorheriger negativen TESE noch etwas machen konnte.
Man kann ihm auch erst nur alle Befunde schicken und er gibt dann eine Einschätzung ab. Er persönlich hält nichts von einer Hormonbehandlung beim Mann, aber wir waren auch bei Prof. Schwarzer in München und er hätte es mit ich glaube Clomifen im Vorfeld zur OP bei meinem Mann versucht (der Vorschlag kam vor der TESE nach den 3 negativen Spermiogrammen)

Ich weiß genau wie du dich gerade fühlst. Für mich ist der Tag der TESE der bisher immer noch der schlimmste in meinem Leben, und obwohl wir uns für Spendersamenbehandlung entschieden haben, bin ich immer noch unendlich traurig.
Allerdings ist der Gedanke, dass das Kind, dass hoffentlich bald mal zu uns kommen wird und nicht genetisch mit meinem Mann verbunden ist, momentan komplett in Vergessenheit geraten, so sehr wünschen wir uns, dass ein Versuch endlich mal positiv ausgeht ( wir hatten 2 H-IUI, 1 H-ICSI und eine Kyro jeweils mit 2 Blastos und das alles ohne Erfolg) und wir sind momentan einfach nur durch die negativen Versuche on top zur negativen TESE belastet. Es gibt aber auch viele Paar bei denen eine H-IUI schnell zum Erfolg führt.


  Re: TESE nicht erfolgreich, was nun?
   Dini83
Status:
schrieb am 06.12.2018 14:13
Hallo,

ich kann mich Kiwu nur anschließen. Wir sind zu Prof. Dr. Schulze ins FCH gegangen. Er ist uns tatsächlich auch bekannt als "Hodenpapst". Bei meinem Mann hat es auch geklappt und dann schließlich auch mit der SSchaft (siehe Status) smile
Zudem waren wir dann auch bei Dr. Fischer in Behandlung. Super eingespieltes Team die Beiden. Kann ich nur empfehlen..

Drücke euch die Daumen.
Viele Grüße
Dini


  Re: TESE nicht erfolgreich, was nun?
   Belalo
schrieb am 08.12.2018 08:37
Hey guten Morgen,
ich möchte dir unsere Kiwu-Geschichte erzählen, vielleicht hilft das ja ein bisschen.

Mein Mann hat wahrscheinlich aufgrund eines Gendefektes Azoospermie (Robertson Tramslokation).
Bei einer Micro-Tese wurden ganz wenige Spermien gefunden und wir waren soooo glücklich darüber.
Im Anschluss daran folgten 4 ICSIs (eine wurde abgebrochen). Ich hatte immer so ca. 12 reife Eizellen und leider hatten wir jedes Mal nur eine befruchtete Eizelle. Die Eizellen wurden natürlich jedes Mal transferiert, aber das gewünschte Ergebnis blieb aus. Die schlechte Befruchtungsrate ist laut der Uni-Klinik, in der wir waren, bei Tese-Kandidaten nicht unüblich.
Die Behandlungen habe ich als absolut schrecklich empfunden, ich musste sehr viele Medikamente nehmen, hatte oft starke Schmerzen und psychisch war es sowieso die Hölle.
Mein Mann hat irgendwann gesagt, das jetzt Schluss ist, er konnte sich das ganze nicht mehr mit ansehen, außerdem ist das Tese-Material nahezu verbraucht.

Mir ist es sehr schwer gefallen mich mit dem Gedanken der Samenspende auseinander zu setzen, aber mein Mann war nicht mehr bereit sich weiter ansehen zu müssen wie ich die ICSIs durchstehe.
Jedenfalls sind wir dann tatsächlich zu einem Arzt gewechselt, der die Spendersamenbehandlungen durchführt und dort hat es im ersten Anlauf mit einer IUI (fast ohne Medikamente) geklappt.
Ich konnte es gar nicht glauben, endlich war das Glück mit uns, nach all den Jahren. Ich bin inzwischen im 7. Monat schwanger und wir freuen uns riesig auf das Kind. Echt Wahnsinn :-D.
Natürlich bleibt ein kleiner Beigeschmack, aber ich glaube und hoffe, dass dieser nach der Geburt verflogen ist.

Ich drücke dir die Daumen für euren weiteren Weg. Fühle dich gedrückt, in dieser schweren Zeit.

LG Belalo




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