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  schlechte Blutwerte, schlechter Stimulierer
   Traumgestalt
schrieb am 12.07.2018 10:16
Hallo,

ich bin 44 und nach zwei stillen Geburten wieder in KIWU-Behandlung. Problem: niedriger AMH (letzte Messung 0,22). Bei der ersten Stimu unter Puregon vor zwei Jahren waren es 4EZ (1 befruchtet, negativ), bei den letzten 3 Stimus (Meriofert, Puregon) im letzten halben Jahr auch immer 3-4 Follis, aber es hat sich immer ein Leitfolli gebildet und wir haben den dann springen lassen (ich bin immer auch normal schwanger geworden).

Nun wollte ich gern mal ein langes Protokoll versuchen, damit sich eben kein Leitfolli so früh bilden kann. Meine KIWU-Klinik hat aber Angst mich damit in den Wechsel zu katapultieren und empfahl vorab einen aktuellen Bluttest. Der war leider niederschmetternd.
FSH 32, LH 8,7, Prolaktin 10, Östradiol 47 Testosteron 0,10.

Ich habe immer regelmäßige Zyklen (ES ZT 15) und immer einen Eisprung (bin seit zwei Jahren auch fast in jedem Zyklus beim FA oder in der Klinik gewesen, also nicht nur mit LH Tests nachgewiesen). Keine Anzeichen für vorzeitigen Wechsel.

Hat jemand Erfahrung was man mit solchen Werten noch versuchen kann? Oder doch mal die Klinik wechseln?
Danke.


  Re: schlechte Blutwerte, schlechter Stimulierer
no avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 12.07.2018 20:34
Hallo,

bei einem solch hohen FSH-Wert ist eine Stimulation nahezu aussichtslos. Es kann sich ja durchaus noch bessern, aber aktuell wird eine Stimulation wenig bringen, bedauerlicherweise völlig unabhängig von der Klinik, in der Sie behandelt werden

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite


  Re: schlechte Blutwerte, schlechter Stimulierer
   Traumgestalt
schrieb am 13.07.2018 15:09
Danke.

Frage, wenn der FSH in den letzten Monaten dauerhaft so hoch gewesen wäre, hätten sich ja nach den letzten Stimus im Dezember, Feber und Mai gar keine Eizellen zeigen dürfen. So waren es mind. 3 mit einem Leitfolli.... (3 sah man auch bei meiner ersten IVF vor 2 Jahren und 4 wurden dann rausgeholt)
Wäre es sinnvoll den Wert weiter zu kontrollieren, ob es ein einmaliger Ausrutscher war und dann doch auf ein langes Protokoll zu wechseln?


  Re: schlechte Blutwerte, schlechter Stimulierer
   CaraHope
schrieb am 14.07.2018 15:28
Bei einem so hohen FSH macht wohl eine Stimu wirklich keinen Sinn mehr, will man dann doch mehrere gut ausgereifte Eizellen für eine ICSI oder IFV gewinnen. Allenfalls könnte man hier evtl. eine ICSI in einem nat. Zyklus probieren oder evtl. mit Clomifen etwas nachhelfen. Aber ob man hierbei noch eine intakte Eizelle findet, wenn die Auswahl/Anzahl gering ist? Altersbedingt ist das meiner Meinung nach wohl eher unwahrscheinlich, da wenig effektiv. Und ein langes Protokoll wird aus den genannten Gründen älteren Patientinnen nicht empfohlen, da dann die Eierstöcke mitunter komplett lahmgelegt werden und sich nichts mehr tut. Da würde ich mich deiner Kinderwunschpraxis anschließen. Die Frage ist auch, wie viele Antralfollikel zu Beginn überhaupt zu erkennen sind, gerade wenn der AMH gering ist.

Normalerweise checkt man aus eben den von dir genannten Gründen vor einer geplanten Stimu den FSH-Wert und bei einem solchen Wert wird dir wohl kaum eine Praxis noch zu einer Stimu raten. Und ja, ein erhöhter FSH-Wert kann durchaus ein Anzeichen für die beginnenden Wechseljahre sein. Ein Eisprung ist natürlich trotzdem noch möglich, auch kann der FSH im gewissen Rahmen wohl Schwankungen unterliegen. Wie diese Schwankungen in diesem Alter sich noch zum Positiven auswirken können, weiß ich allerdings nicht.

Dass eine Stimu bislang meist nur eine befruchtbare Eizelle erbrachte, ist meiner Meinung nach wohl leider die logische Folge aufgrund des Alters und damit auch des niederen AMH-Wertes und der Blutwerte. Alles schießt in den oder die Leitfollikel, der/die zu Beginn schon recht groß ist/sind. Und da man bei älteren Frauen, meist höher stimulieren muss, um das Eibläschenwachstum anzuregen, ziehen die Leitfollikel dann noch schneller davon etc. Es ist ein Teufelskreis und vermutlich ist die Qualität der Eizellen dann auch nicht so gut bzw. wird dadurch noch schlechter.

Das waren jetzt mal nur so meine Gedanken dazu und es tut mir leid, dass ich hier nicht mehr Hoffnung machen kann. Ich denke, dass man in dem Alter besser auf eine Stimu anspringen müsste, um hier noch wirkliche Chancen zu haben auf der anderen Seite der IVF-Statistik zu stehen. Und bei 45 Jahren ziehen die meisten Praxen dann ohnehin eine Grenze.

Liebe Grüße




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