Die Kinderwunsch-Seite
Home Theorie News Zentren Bücher Interaktiv FAQ Links Forum


Persönliches
Willkommen!
Gast
Benutzername:

Passwort:


amicella Network
 
Forum Funktionen
 
 

Interaktives
 
Service
 
  uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Voegelchen_
schrieb am 10.07.2018 07:25
Liebe Alle, liebes Team,

ich habe nach einer Gebärmutterbiopsie gestern das Ergebnis erhalten, dass meine uterinen Killerzellen erhöht sind (500 pro mm²). Keine Plasmazellen. Für mich ist nun die Frage: was nun. Mein KiwuZ hält nichts von immunologischen Diagnostiken, ich erwarte, dass sie das Ganze abwiegeln. Im Klinikum, in welches die Biopsie eingeschickt worden war, wird mir evtl. einer der dortigen Professoren einen Behandlungstipp bzw. eine Einschätzung geben. Ich habe dort per E-Mail angefragt, nachdem eine der Diagnostikerinnen meinte, ich könne ruhig hinschreiben. Aber eine Empfehlung erhalte ich eben nur eventuell - daher hier mein Post.

"Killerzellen erhöht" - was bedeutet das konkret? Könnten meine 2 FG damit zusammenhängen (MA in 9. SSW, früher Abgang in 5. SSW, insgesamt 7 ICSI-Zyklen, davon zwei ohne TF wg. vorzeitiger Luteinisierung) - oder ist das doch eher das statistische Pech meiner Altersgruppe (bin 40 Jahre alt, Eizellenausbeute grundsätzlich mager, aber Befruchtungsraten von bis zu 100%)? Niemand wird mir das final beantworten können, ich weiß. Aber ist die Zahl von 500 uKZ / mm² schon "fatal"?

Zweite Frage: Ich wollte gerne auch mein Blut bei Reichel-Fentz untersuchen lassen. Habe nun die Röhrchen erhalten. Bekanntermaßen dauert das ganze Prozedere bis zu einem halben Jahr. Brauche ich das aber jetzt überhaupt noch, wo doch die Killerzellen schon uterin gemessen sind?

Ich stecke überdies in einem psychologischen Dilemma, denn ich wäre so oder so kaum bereit, jetzt noch 4-6 Monate auszusetzen, bis die R-F-Ergebnisse da wären. Würde es in den nächsten Monaten nicht klappen, erwäge ich eine Eizellspende. Insofern würde das partnerimmunologische Problem wegfallen. Aber die Killerzellen wären ja auch bei einem Embryo aus fremden Eizellen ein Problem, nicht wahr? Sind bei den R-F-Analysen sonst noch Untersuchungen dabei, die ich mitnehmen sollte?

Wäre total dankbar für Tipps und Einschätzungen, weiß gerade überhaupt nicht mehr weiter und bin relativ konfus. Die zwei FG stecken mir, obwohl ein ganzes bzw. ein halbes Jahr her, noch tief in den Knochen, und ich wäre am Boden zerstört, wenn es wieder passieren würde. Gleichzeitig kann ich eben nicht abwarten und stecke auch schon wieder im nächsten Stimu-Zyklus (Antagonistenprotokoll). Was nun? Direkt auf eigene Faust Intralipid und Cortison o.ä. im Kiwuz vorschlagen? Würde das für diesen Zyklus überhaupt noch Sinn machen (bin Zyklustag 9)? Und wenn nicht, würde ich also besser die Eier erst mal einfrieren lassen?


Geknickte Grüße
Vögelchen


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Ohhappyday
schrieb am 10.07.2018 09:45
Hallo Vögelchen,

bezüglich RF kann ich dir nichts sagen.
Jedoch zu den Killerzellen. Ich habe auch massiv erhöhte KZ. Meine Klinik hätte das auch nicht empfohlen, jedoch bin ich froh es gemacht zu haben. Meine Konzentration ist bei über 1000!
Ich nehme, hab das zuvor aber auch schon auf eigenen Wunsch gemacht, Intralipid 2 wöchentlich ab positivem Test. Ich hatte auch eine FG in der 12. Woche letztes Jahr, allerdings hatte ich da auch Intralipid genommen.
Es ist wohl erwiesen dass Intralipid die Kinderzimmer eindämmt und lahmlegt.
Wenn deine Kiwu davon nichts hält würde ich die Praxis wechseln. Killerzellen zu checken ist ja beim Kinderwunsch schon fast Standard.
Wenn sie sich dagegen stellen wirst du wohl das Problem haben dass dir keiner die Infusionen verabreicht.
Ich würde das mal klären.
Lass dich nicht abwimmeln, es ist dein Recht das checken zu lassen und wenn da was auffällig ist muss man doch da ne Therapie befürworten.

Alles Gute!


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   CaraHope
schrieb am 10.07.2018 15:56
Von RF hielt meine Praxis auch nichts, aber die Gebärmutterbiopsie macht Sinn und dann sollte natürlich auch therapiert werden. Es hieß, dass es eben gerade dort sinnvoll sei zu testen, wo es letztendlich auch um die Einnistung geht. Und da sollten einfach optimale Bedignungen geschaffen werden. Intralipid ist z.B. noch keine wissenschaftlich fundierte Therapie, aber eben oft sehr wirkungsvoll, falls erforderlich. Und ehrlich: Eine Klinik die sich dagegen so völlig sperrt, würde ich wechseln. Ich habe allein hier im Forum schon oft gelesen, dass es dann eben doch auf einmal geklappt hat. Evtl. sollte man dazu mal eine interne Umfrage starten ;). Bei mir war es zumindest auch so, dass es nicht (allein) am Alter gelegen hatte. Ich brauchte wg. der Killerzellen und erhöhter Entzündungswerte (evtl. vorhanden, da ich zuvor eine MA hatte), erst eine Antibiose und Intralipid. Danach ließ ich wieder transferieren und zwar auf einmal wieder erfolgreich: zuerst zwar nur biochemisch, aber dann erfolgreich.

Ob deine Fehlgeburten damit irgendwie zusammenhängen, kann dir natürlich keiner sagen. Vermutlich lag es eher am Alter, v.a. da es ja zumindest eine Einnistung gegeben hatte und die Abortquote ja ohnehin recht hoch ist. Ich würde Eizellen sammeln und nach einer auf den Befund abgestimmten Therapie (z.B. mit Intralipid) alle in die verlängerte Blastokultur stecken (nur mit Embryoscop wg. der Schonung) und dann die zwei besten transferieren lassen.

Ich bin mittlerweile total davon überzeugt, dass es wichtig ist, eine Top-Klinik mit einem sehr guten Labor zu haben, mit Punktionen auch am Wochenende und Embryoscop, sowie von einem Arzt betreut zu werden, der bei älteren Frauen nicht pauschal alles auf das Alter schiebt, sondern diagnostisch etwas veranlasst und auch die Therapie und die Stimu gut auf die Blutwerte etc. abstimmt. Sonst wird es für ältere Patientinnen echt schwer. Ich wage hier sogar vielelicht etwas dreist zu behaupten, dass die Schwangerschaftsraten nach IVF/ICSI bei älteren Patientinnen vermutlich um einiges besser wären, würde man diese Frauen besser bzw. angepasster behandeln.

Viel Erfolg und nicht unterkriegen lassen! Man ist leider tatsächlich gezwungen, sehr viel selbst zu hinterfragen und einzufordern.


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   CaraHope
schrieb am 10.07.2018 16:19
Nachtrag: Ja, die Killerzellen, wären natürlich auch bei einer Eizellenspende ein Problem. Mit 40/41 Jahren schon eine Eizellenspende in Erwägung zu ziehen, finde ich persönlich und in eurem Fall eigentlich noch etwas verfrüht. Zur Verbesserung bzw. Unterstützung der Eizellenqualität würde ich hier die Forum-Tipps lesen und nach Möglichkeiten das eine oder andere anleiern (falls noch nicht geschehen) und - wie oben bereits geschrieben - auf keinen Fall allein wg. R.F. pausieren.


  Werbung
  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   CaraHope
schrieb am 10.07.2018 16:32
Sorry, nochmals ein Nachtrag: Befruchtete Eizellen einzufrieren ist echt kein Problem. Bei mir wachten auch alle brav wieder auf und haben sich danach gut weiterentwickelt ;).


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Voegelchen_
schrieb am 10.07.2018 22:05
Liebe Ohappyday und liebe CaraHope,

erst mal vielen lieben Dank für Eure Antworten! Die helfen mir schon mal ein gutes Stück weiter., um mich zu ordnen.

An meinem Kiwuz gibt’s Sachen, die ich ganz toll finde: Ärzte auf Fortbildungen, supergute Organisation, nette Mitarbeiter, eigenes Labor, Embryoscope, nur 15 min Fahrtweg *schwester* Weniger gut: Keine PU am WE, konservative Verfahren, immer Schema F ohne Variation. Ein Wechsel würde mir insgesamt schwerfallen – aber ich ziehe das mal in Erwägung, abhängig vom morgigen Gespräch (so denn eines stattfindet, die US-„Slots“ betragen immer nur 5 min).

Cara, eine Blastokultur lehne ich für mich persönlich eher ab: Ich habe immer nur 1-4 EZ, und da möchte ich jeder eine optimale Chance geben. Ich habe Angst, eine zu verlieren, die sich vielleicht in der Gebärmutter wohler gefühlt hätte als in der Petryschale. Bei Blastos hat man, soweit ich das überblicke, immer das Risiko, Embryonen, die im Mittelfeld liegen, aber grundsätzlich Potenzial haben, zu verlieren.

Was die Eizellqualität angeht, habe ich schon alles probiert bzw. futtere Ergänzungsmittel wie andere abends ihre NicNacs. Insofern kann ich da nichts mehr reißen.

Bezüglich des Abwartens in puncto Eizellspende muss ich sagen, dass ich während dieses intensiven Kiwu-Jahres – gefühlt – um 10 Jahre gealtert bin. Ist wohl die geballte Lebenserfahrung – aber ich möchte diese ganze Prozedere eben nicht noch unbegrenzt weitermachen. Nach 10 Frischversuchen gebe ich diesen Plan A vermutlich auf.

Übrigens: Geht das, befruchtete Eizellen einfrieren zu lassen, auch wenn ich schon vorher weiß, dass ich in der Klinik dann keinen Transfer mehr will? Greift da nicht das Embryonenschutzgesetz? Und wie bekäme ich meine gefrorenen Zellen bloß von A nach B…? Oh weh. Mal schauen, was der US-Termin morgen ergibt.

Eine Zusatzfrage habe ich noch: Ich habe gelesen, dass die Präsenz von Killerzellen in der Gebärmutter an sich noch nicht das Problem ist, sondern vielmehr ihre Aktivität. Bei jenen Frauen mit aktiven Kinderzimmer führen sie dann eben auch zu Problemen. Weiß da jemand was Genaueres? Ich kann das ja jetzt nicht mehr nachträglich bestimmen lassen, aber interessieren würde es mich schon.

Herzliche Grüße
Vögelchen


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   IchDuErSieEs
schrieb am 10.07.2018 22:09
Hallo,
du kannst natürlich jetzt mit Intralipid und Cortison probieren (vor Transfer)- hat meine ich z.b. blackmoon so gemacht und wurde schwanger. Andererseits wenn es nicht klappt würdest du dir dann ggf Vorwürfe machen dass du mit dem Transfer nicht noch gewartet hast und Intralipid öfter genommen hättest etc? Das musst du für dich entscheiden.
Bei RF kommt es drauf an was du testen lassen möchtest: der NK Assay z.b. würde innerhalb weniger Tage da sein. Was für Impulse (Therapien etc) erhoffst du dir von RF ? Oder was möchtest fu ausschliesen?

Edit: klar kannst du nach der PU sagen dasa du die EZ alle einfrieren lassen möchtest. Machen hier viele z.b. weil die Hormonwerte nicht passen, OHHS etc..
Ja wg Aktivität der Killerzellen: stimmt schon, relativ wenige killerzellen die aber recht aktiv sind können die Implantation behindern..soweit ich aber weiß misst man diese Aktivität mit dem NK assay über das Blut, von Biopsie hab ich noch nichts gelesen/gehört..als Medi nimmt man da ggf IVIGs die hier eher auf die Aktivität gehen.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.07.18 22:15 von IchDuErSieEs.


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Voegelchen_
schrieb am 11.07.2018 13:08
So, Termin gehabt. Wie erwartet möchte mein Kiwuz auf den Befund nicht weiter reagieren. Begründung: Es gebe keine Studien, die die Vorteile von Intralipid zweifelsfrei belegen. Da aber ggf. Nebenwirkungen bis hin zum Tod (sic!) eintreten können, ist das keine Therapie, die sie auf Wunsch des Patienten anbieten. Anders z. B. bei Embryoglue, dessen Wirksamkeit auch umstritten ist, zu dem es aber keinerlei Nebenwirkungen gibt.

Mir stünde aber frei, privat zu tun, was ich möchte, und es fiel auch der Hinweis auf eine in Frage kommende Arztpraxis. Ich also direkt mit fliegenden Fahnen dorthin, um vorzusprechen. (Denn Nebenwirkungen etc. nimmt man beim Kiwu alle Nase lang in Kauf, dann halt auch eine Fettvergiftung). Und siehe da: Eigentlich geht es nicht so kurzfristig, aber aufgrund des Befundes und der anstehenden PU habe ich morgen meine erste Infusion *elefant*

Verwendet wird allerdings nicht Intralipid, sondern eine Omega-3-Fettsäuren-Emulsion, eine kleine Ampulle, die binnen 10 Minuten eingeflößt ist, namens Omegaven. Mit besserer Absorption etc. als Intralipid, besser verträglich etc., muss nicht noch vom Körper umgewandelt werden (wurde mir gesagt). Ein Info-Bogen erklärt, dass vor allem DHA und EPA drin stecken. Kurioserweise habe ich vor ein, zwei Wochen mit ebensolchen Omega-3-Kapseln angefangen, so dass ich zufälligerweise schon perfekt vorbereitet bin *lollollol*

Der Zeitpunkt ist kein Problem, die erste Infusion soll 2-4 Tage vor PU stattfinden, die zweite 2-4 Tage vor TF. Ich liege total im Fenster. Nun muss nur noch ein Embryo daher. Der US war wenig vielversprechend: Der Leitfolli ist Freitag evtl. noch nicht optimal reif, Montag ggf. schon drüber. Mal schauen, was die Laborwerte sagen. Ich wünschte, ich hätte das lange Protokoll oder ein Kiwuz mit WE-Dienst.... Aber gut, es wird schon werden.

Zu RF: Ich habe die Blutdiagnostik im Blindflug angesteuert, also ohne zu wissen, was ich eigentlich will. Ich wollte nur mal alles Mögliche checken lassen. Nun würden für uns durchaus erhebliche Kosten im vierstelligen Bereich anfallen, wenn wir alles prüfen lassen. Insofern stehen wir vor der Frage, ob da irgendwas bei ist, was wir wirklich brauchen und nicht nur fürs gute Gefühl oder für die Nerven. Aber das ist von außen natürlich schlecht zu beurteilen....

Das einzige, was ich nicht will, ist, irgendwann zu sagen: Hätte ich doch damals xyz gemacht. Das tue ich jetzt schon oft genug und will mir mehr davon für die Zukunft ersparen *winkewinke* Also werde ich fürs gute Gefühl doch mal lieber alles ankreuzen!

Freue mich über weitere Antworten, aber erst mal danke!


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   CaraHope
schrieb am 11.07.2018 13:14
Schön, dass du diese Möglichkeiten dann doch hast :). Eine Praxis mit Punktionen auch am Wochenende ist - gerade bei älteren Patientinnen und wenigen Eizellen - enorm wichtig, ebenso ein Top-Labor! Ich würde da wechseln und wirklich nachdenken, ob das Sammeln von Eizellen nicht eine Lösung wäre und auch dann mit verlängerter Kultur und Embryoskop arbeiten und vor einem ersten Transfer dann die Therapie beginnen. Alles Gute!


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Ohhappyday
schrieb am 11.07.2018 13:54
gut wenn du eine Lösung gefunden hast.
Trotzdem verstehe ich die Kiwu nicht. Was ist das dramatische an Intralipid? Fettvergiftung???
Es sind 8ml auf 250ml NaCl. Also die Konzentration ist ja schon sehr gering.
Nun gut...
Ich würde mir trotzdem überlegen die Klink zu wechseln, scheinbar gibt es ja dort noch andere Punkte die im Argen liegen.
Ich wünsch dir viel Glück .
Liebe Grüße von Happy :)

Zitat
Voegelchen_
So, Termin gehabt. Wie erwartet möchte mein Kiwuz auf den Befund nicht weiter reagieren. Begründung: Es gebe keine Studien, die die Vorteile von Intralipid zweifelsfrei belegen. Da aber ggf. Nebenwirkungen bis hin zum Tod (sic!) eintreten können, ist das keine Therapie, die sie auf Wunsch des Patienten anbieten. Anders z. B. bei Embryoglue, dessen Wirksamkeit auch umstritten ist, zu dem es aber keinerlei Nebenwirkungen gibt.

Mir stünde aber frei, privat zu tun, was ich möchte, und es fiel auch der Hinweis auf eine in Frage kommende Arztpraxis. Ich also direkt mit fliegenden Fahnen dorthin, um vorzusprechen. (Denn Nebenwirkungen etc. nimmt man beim Kiwu alle Nase lang in Kauf, dann halt auch eine Fettvergiftung). Und siehe da: Eigentlich geht es nicht so kurzfristig, aber aufgrund des Befundes und der anstehenden PU habe ich morgen meine erste Infusion *elefant*

Verwendet wird allerdings nicht Intralipid, sondern eine Omega-3-Fettsäuren-Emulsion, eine kleine Ampulle, die binnen 10 Minuten eingeflößt ist, namens Omegaven. Mit besserer Absorption etc. als Intralipid, besser verträglich etc., muss nicht noch vom Körper umgewandelt werden (wurde mir gesagt). Ein Info-Bogen erklärt, dass vor allem DHA und EPA drin stecken. Kurioserweise habe ich vor ein, zwei Wochen mit ebensolchen Omega-3-Kapseln angefangen, so dass ich zufälligerweise schon perfekt vorbereitet bin *lollollol*

Der Zeitpunkt ist kein Problem, die erste Infusion soll 2-4 Tage vor PU stattfinden, die zweite 2-4 Tage vor TF. Ich liege total im Fenster. Nun muss nur noch ein Embryo daher. Der US war wenig vielversprechend: Der Leitfolli ist Freitag evtl. noch nicht optimal reif, Montag ggf. schon drüber. Mal schauen, was die Laborwerte sagen. Ich wünschte, ich hätte das lange Protokoll oder ein Kiwuz mit WE-Dienst.... Aber gut, es wird schon werden.

Zu RF: Ich habe die Blutdiagnostik im Blindflug angesteuert, also ohne zu wissen, was ich eigentlich will. Ich wollte nur mal alles Mögliche checken lassen. Nun würden für uns durchaus erhebliche Kosten im vierstelligen Bereich anfallen, wenn wir alles prüfen lassen. Insofern stehen wir vor der Frage, ob da irgendwas bei ist, was wir wirklich brauchen und nicht nur fürs gute Gefühl oder für die Nerven. Aber das ist von außen natürlich schlecht zu beurteilen....

Das einzige, was ich nicht will, ist, irgendwann zu sagen: Hätte ich doch damals xyz gemacht. Das tue ich jetzt schon oft genug und will mir mehr davon für die Zukunft ersparen *winkewinke* Also werde ich fürs gute Gefühl doch mal lieber alles ankreuzen!

Freue mich über weitere Antworten, aber erst mal danke!



  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   IchDuErSieEs
schrieb am 11.07.2018 14:23
Hi,
gut dass du eine Praxis gefunden hast die dich unterstützen.
Zum Thema Intralipid/Omegaven lass ich dir mal diesen Link da:
[www.klein-putz.net]

Die Kiwu ist ja auch :( wieviele schwere Nebenwirkungen gab es denn in der Kiwu-Ebene bisher (ganz Dtl, Europa, Welt)? (würde mich ernsthaft interessieren ob es hier Statistiken dazu gibt - aber ich vermute dass die Daten fehlen da ja Intralipid im Bereich KIwu eigentlich off label use ist und wahrscheinlich auch keine richtige Statistik geführt wird..) Viele Nebenwirkungen von denen berichtet wird kommen wohl von dem höherdosierten Intralipid bzw. öfteren Einsatz beim Thema andere Immu-Erkrankung, Transplantation etc meine ich. In der Kiwu gibt man doch weniger.

Meine Kiwu hält von der Immu-Geschichte auch nicht so viel, sagt aber wenn ich Grano oder Intralipid haben möchte würden sie mich da unterstützen. IVIGs (wenn ich es richtig verstanden habe) würden sie mir jedoch nicht geben.


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Voegelchen_
schrieb am 11.07.2018 15:21
Danke, den Link habe ich beim nachgoogeln von omegaven auch gefunden, fand ich sehr interessant!

Ja, die Nebenwirkungen. Bin erstaunt, was man so alles irgendwann in Kauf nimmt - aber man "wächst" in diese ganze Geschichte ja auch so rein, dass die eigene Schmerzgrenze immer niedriger wird.

Manchmal denke ich, dass man ganz schnell ICSI-süchtig werden kann: Je mehr man schon investiert hat, umso geringer ist die Einsicht da, aufzuhören. "Das kann ja nicht alles umsonst sein", und "irgendwann MUSS es ja klappen".

Wünsche uns allen gutes, aber gesundes und ausgewogenes Durchhalten!


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Ohhappyday
schrieb am 11.07.2018 15:32
ich verstehe immer noch nicht was denn so schlimm am Intralipid ist?
Ich nehme es seit 1 Jahr immer wieder und hatte noch nie irgendwas und wie schon geschrieben wurde...kann man nirgends was finden wo jemals was schiefgelaufen sein sollte.

Dir auch alles Gute :)


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   blackmoon
Status:
schrieb am 11.07.2018 16:20
Hallo zusammen,

nun hab ich´s auch mal geschnallt *ichwarsnicht*
Ich habe ebenfalls massiv erhöhte Killerzellen in der Gebärmutter und habe meine erste Intralipid-Infusion direkt nach Transfer bekommen. Das hat offensichtlich ausgereicht, denn in meinem gesamten Leben, was 11 Jahre KiWu einschließt, hatte ich noch nie eine Einnistung in der Gebärmutter und nun entbinde ich bald... Ich weiß dass hier oft über den Zeitpunkt der Gabe diskutiert wird, behaupte aber mal, dass das nicht soooo eng gesehen werden muss. Intralipid deaktiviert die Killerzellen für Wochen und das geht sehr schnell, also reicht wohl locker der Tag des TFs, nur bei Blasto-TF würde ich vielleicht etwas früher anfangen.
Ich kenne Intralipid auch als "Medikament" zur parenteralen Ernährung. Es wird schon immer empfohlen, es sehr langsam zu infundieren. Dazu muss man sagen, dass es ja eine Fettemulsion ist, die eventuell tatsächlich Nebenwirkungen haben kann. Wenn man mal von allergischen Reaktionen (die auf sojabasierte Medikamente wie z.B. auch das Narkosemedikament "Propofol" extrem selten sind) und der Venenreizungen, die es eigentlich auch nur dann gibt, wenn die Infusion deutlich zu schnell läuft oder es quasi ohne Unterbrechungen also eben zur Ernährung gibt, absieht, so steht da noch die Fettembolie im Raum. Lässt sich auch ganz leicht erklären: ist einer Luftembolie nicht unähnlich und man muss dafür schlagartig Luft bzw. Intralipid in die Vene drücken und davon nicht wenig. Aber man ist da ja schon immer übervorsichtig. Sicher ist sicher, denn solche Embolien sind in den meisten Fällen tödlich. Aber man braucht zum Beispiel einige Mililiter Luft bzw. Intralipid auf einen Schlag, also eine Spritze voll die man direkt in die Vene jagt (und ich spreche nicht von einer kleinen 2 oder 5 ml Spritze) - das macht ja kein Mensch... Dennoch ist man lieber übervorsichtig. Jeder der schon mal eine Infusion bekommen hat, weiss, wie immer nach den Luftblasen geschaut wird und die sind am Ende winzig. Es ist also wirklich nur Übervorsichtigkeit und das Problem ist vermutlich eher, dass es ein Off-Label-Use ist und wenn etwas passiert, wie eine hochgradige allergische Reaktion, so muss man den Sinn der Infusion ja erklären können.
Ich hoffe das war jetzt nicht allzu verwirrend. *lol*
Abschließend kann ich auch aus eigener Erfahrung sagen, dass es Ärzte gibt, die Befürworter von Intralipid und Co. sind und andere ganz und gar nicht, da Erfolge bisher statistisch nicht offiziell belegt sind. Andererseits verstehe ich nicht, warum man diese Untersuchung macht, dann aber das entsprechende Medikament zur Abhilfe nicht verabreicht... Daher würde ich auch raten, die Klinik zu wechseln. In meiner Klinik war ich die 4. Frau in Folge die wegen erhöhter NK Intralipid erhalten hat und schwanger wurde - vielleicht nur Zufall, vielleicht auch nicht ;-)

Drücke Dir von Herzen die Daumen für einen positiven Ausgang dieses Versuchs *dd*

Ganz liebe Grüße bm *winke*


  Re: uterine Killerzellen: was nun? Zusätzl. R-F?
   Voegelchen_
schrieb am 11.07.2018 17:26
Liebe blackmoon,

Glückwunsch erst mal!
Die Biopsie war meine eigene Idee. Ich wollte eigentlich nach der MA mit Ausschabung im letzten Jahr sehen, ob in der GM noch alles in Ordnung ist. Ich hatte irgendwie ein geändertes Körpergefühl dort. Und wenn schon eine Gebärmutterspiegelung, so dachte ich, könnte man ein Scratching und eine Biopsie ja noch "mitnehmen". Ich hatte diesbezüglich hier auch mal was gepostet. Jedenfalls ging nichts davon auf mein Kiwuz zurück; für meine Ärzte ist halt immer das Alter im Vordergrund (und das mag ja auch richtig sein). Aber ich wollte für mich sicher sein, dass nicht noch ein anderes, zusätzliches Hindernis im Raum steht.
Mein Kiwuz war über meine "Eigendiagnostiken" informiert, aber wir haben im Vorfeld nicht über den Fall "was wäre, wenn..." gesprochen, d.h.: was passiert z. B. im Falle eines Killerzellen-Befundes. Aber die Lösung, die wir gefunden haben (ich kümmere mich auf eigene Faust um eine Therapie), ist für mich völlig in Ordnung.
Insofern sehe ich jetzt keinen Grund für einen Klinikwechsel; nur das Antagonistenprotokoll würde ich dort nicht noch mal machen (ich habe meine Eier offenbar in Rekordzeit angebrütet und habe Freitag eine spontan-PU mit ungewissem Ausgang).

Herzliche Grüße! Vögelchen




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | Chat | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2018