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  Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   Kleine_Inderin
schrieb am 15.05.2018 14:54
Hallo ihr Lieben,

ich hatte vor Kurzem hier berichtet, dass bei mir im Rahmen einer Bauchspiegelung ein beidseitiger gebärmutternaher Eileiterverschluss festgestellt wurde, der laut operierendem Arzt nicht zu beheben sei. Er meinte ohne IVF bestünde keine Chance auf eine Schwangerschaft.

Darauf hin hatte ich einen anderen Arzt, der auch Refertilisierungen durchführt, um seine Meinung gebeten. Er bot mir an in einer weiteren Bauchspiegelung nochmal zu schauen, ob man die Eileiter nicht doch durchgängig bekommt, weil sonst laut OP-Bericht alles gut aussah.

Gestern wurde der Eingriff nun durchgeführt und siehe da: Der linke Eileiter war direkt durchgängig und auch der rechte konnte ohne größeren Aufwand rekanalisiert werden, so dass beide Eileiter jetzt durchgängig sind. Der Arzt sagte gerade noch zu mir, dass die Chancen auf eine Schwangerschaft in den nächsten Monaten (nach Durchspülung) besonders gut sind und wir uns nicht zurückhalten sollen, so bald ich mich wieder fit genug fühle.

Es lohnt sich bei dieser Diagnose auf jeden Fall eine zweite Meinung von einem erfahrenen Arzt einzuholen, wie auch vom KinderwunschTeam hier empfohlen.

LG


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   larissa5
schrieb am 15.05.2018 15:02
Ich freu mich für dich! Dann könnt ihr es ja bald krachen lassen *lollollol*
Ich ärgere mich auch immer wieder über fehldiagniosen von ärzten. Eine zweite meinung zahlt sich immer uas. Insb bei so wichtigen themen!


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
no avatar    Luzie***
schrieb am 15.05.2018 16:14
Hallo,

ich möchte nur darauf hinweisen, dass es sich mitnichten um eine Fehldiagnose handeln muss. Die Eileiter können bei der Übreprüfung "verkrankpfen" und erscheinen dann nicht durchgängig. Das ist wohl auch nicht unbedingt so selten. Dem Arzt ist in diesem Fall kein Fehlverhalten vorzuwerfen.
Das soll natürlich niemanden davon abhalten ggf. eine Zweitmeinung einzuholen.

Alles Gute für die Versuche "auf normalem Weg",

Luzie


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
no avatar    Küstenkind
Status:
schrieb am 15.05.2018 16:17
Hallöchen ich lese das hier grade,
mal eine Frage dazu, wie entstehen denn verschlossene Eileiter? *ohnmacht*

Wünsche Dir viel Erfolg bei der Kinderplanung & drück alle Daumen *dd* *dd* das es recht bald auf normalem Weg klappt


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  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   MariaRia
schrieb am 15.05.2018 16:23
@Küstenkind: Infektionen mit Chlamydien, Endometriose, eine Eileiterschwangerschaft, vorangegangene OPs, sehr selten durch Ausschabungen (wie ich heute vom Forendoc gelernt habe)
Gibt aber auch Fälle, wo die Eileiter von Natur aus verwachsen/verkrüppelt sind.

Wiedereröffnen immer problematisch. Kommt natürlich drauf an wo der Verschluß ist (proximal etc).
Weil auch wenn man es wiedereröffnen kann, so sind die Flimmerhärchen, die das befruchtete Ei transportieren oft defekt und das Ganze hat nichts gebracht.

Lies Dich doch mal hier im Theorieteil ein. Da lernst Du sehr viel über die Grundlagen der Fruchtbarkeit!

Alles Gute, Maria


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.18 16:33 von MariaRia.


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   Kleine_Inderin
schrieb am 15.05.2018 16:30
Hallo Luzie,

aber wenn das so ist, sollte der Arzt das meiner Meinung nach auch wissen. Ich habe ihn ja gefragt, ob diese Diagnose endgültig ist oder ob es noch irgendeine Hoffnung gibt. Dies hat er ganz deutlich vereint und gesagt nur ein künstliche Befruchtung käme noch in Frage. Einen Eileitdrverschluss am oberen Ende meinte er könne man öffnen, aber in meinem Fall nicht.

Der Arzt heute meinte, dass der andere Arzt wahrscheinlich nicht genügend Druck aufbauen konnte, weil der Muttermund ziemlich weich ist und er das nicht beachtet hat. Er sagt mir heute auch, dass er nach dem ersten OP-Bericht ziemlich sicher war, dass die Diagnose nicht stimmt, sonst hätte er mir den Eingriff auch nicht nochmal zugemutet.


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   blackmoon
Status:
schrieb am 15.05.2018 16:31
Hallo zusammen,

freut mich sehr für Dich kleineInderin, dass Deine Eileiter doch durchgängig sind. Allerdings möchte ich Luzie zustimmen. Ich habe dies auch schon gesehen und man muss dann auch bedenken, wie winzig, dünn und v.a. dünnwandig ein Eileiter ist. Soll wirklich jemand mit Gewalt durchspülen und damit das Risiko eingehen, dass er platzt ? Daher ist es natürlich nicht verkehrt eine Zweitmeinung einzuholen. Es kann eben passieren, dass bei der einen Untersuchung etwas anders läuft, als bei der anderen. Ein Glück ist es so gelaufen und ich wünsche Dir, dass es auf normalem Weg klappt *dd*

Es gibt sehr viele verschiedene Gründe, warum ein Eileiter verschlossen sein kann. Entzündungen, Verklebungen oder wie in meinem Fall Vernarbung durch eine Eileiterschwangerschaft z.B. Ist bei mir so auch gesichert, da mein linker Eileiter frei ist. Dennoch haben wir 4 TFs gebraucht bis zur Schwangerschaft...

Ganz liebe Grüße bm *winke*


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   Kleine_Inderin
schrieb am 15.05.2018 16:40
Ja bm, ich bin ja auch froh und hoffe, dass es bald nochmal klappt. Der Arzt macht das ja nicht mit Absicht, aber soviel wie ihr sollte er doch auch wissen, oder?

Ich bin jetzt mal guter Dinge, denn der Arzt sagte ja heute, dass er findet, dass jetzt alles sehr gut aussieht für seinen Geschmack. *huepfen*


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.18 16:42 von Kleine_Inderin.


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
   Kleine_Inderin
schrieb am 15.05.2018 16:46
Was ja noch dazu kommt war, dass der Arzt sagte, ich bräuchte mir um Verhütumg keine Sorgen mehr machen. Stell dir mal vor, ich hätte mit dem Kinderwunsch abgeschlossen und mich darauf verlassen!


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.05.18 16:48 von Kleine_Inderin.


  Re: Fehldiagnose: Beidseitiger Eileiterverschluss
no avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 15.05.2018 17:00
Ich möchte diesen Beitrag mit dem gleichen Kommentar versehen, wie den ersten:

Zitat
Team Kinderwunsch-Seite
ich würde sogar die Diagnose als solche in Frage stellen, was der zweite Arzt ja auch andeutet. Ich verweise mal auf unseren Theorie-Teil - hier zu finden
Zitat

Aussagekraft
Wie eingangs bereits erwähnt, bietet die Bauchspiegelung den umfassensten Eindruck über die weiblichen Organe und deren Funktionsfähigkeit. Bei den Eileitern wird nicht nur die Durchgängigkeit, sondern auch die Beweglichkeit geprüft und eine ganze Reihe von pathologischen Veränderungen ist nur mit dieser Technik erkennbar. Jedoch ist im Hinblick auf die Eileiterüberprüfung festzustellen, dass die Ergebnisse auch mit dieser aufwendigen Technik nicht immer zuverlässig sind.

Durch Muskelkontraktionen oder Ventileffekte kann es passieren, dass der Farbstoff die Eileiter nicht passieren kann, obwohl diese eigentlich durchgängig sind und funktionstüchtig. Sind die Eileiter frei von Verwachsungen und sehen auch sonst unauffällig aus und tritt der Farbstoff dennoch nicht ein, dann muss man die Diagnose „verschlossene Eileiter“ zumindest mit großer Vorsicht stellen. Noch besser ist es, die Durchgängigkeit zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal mit einer Ultraschalluntersuchung zu überprüfen, um nicht z. B. fälschlicherweise eine Reagenzglasbefruchtung durchzuführen, welche eigentlich nicht notwendig ist

Eine Kontrolle des Befundes ist daher auf jeden Fall anzuraten.





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