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  Azoospermie wegen Hodenhochstand als Kind*baseball*
   Sonne1234
schrieb am 12.02.2018 18:00
Hallöchennn,
ich habe bisher auch immer nur mitgelesen...
Jetzt bin ich aber richtig am Boden zerstört und brauche Unterstützung. Ich brauche eure Erfahrungen. Ich brauche irgendetwas .. was mich aufmuntert :(.

Mein Mann(28) und ich(24), wir sind seit 3 Jahren verheiratet. Waren vorher 6 Jahre zusammen.
Seit genau 2 Jahren wünschen wir uns auch ein Kind.

Wir haben es ca. 1 1/2 Jahre probiert... und probiert.. und jedes mal hat es nicht funktioniert.

Bis ich dann mal meinen Mann überredet habe uns ,,abchecken" zu lassen.
Ich werdet lachen... aber ich habe gespürt das irgendetwas nicht stimmt... nur habe die ganze Zeit gedacht es würde an mir liegen... keine Sekunde habe ich mal verschwendet darüber nachzu denken, dass es bei ihm liegen würde.

Ich war bei meiner Frauenärztin und habe ihr alles erklärt... Sie hat mich untersucht.. alle Tests gemacht und mich zu der KiWu geschickt.

Vor dem KiWu Termin sollte mein Mann aber erstmal Sperma abgeben.

Unseren Termin in der KiWu (Köln Bayenthal):

Ich wollte eigentlich nur hören.. das alles bei uns gut ist... und es einfach nicht klappt weil wir uns zu sehr darauf fixiert hatten...
aber dann der Schock...

Der Arzt fing an zu erzählen... Er sagte mir das meine Werte alle sehr gut wären.. besser als der Durchschnitt und bla blaaa... mir fiel ein Stein vom Herzen.. aber es ging leider noch weiter....da kam noch ein ABER!!!... er sagte: aber bei Ihrem Mann sieht es anders aus...bei dem Spermiogram das ein paar Tage vorher abgegeben wurde,wurde keine einzige Spermie gefunden.
Leider muss ich Ihnen sagen das sie beide auf natürlichem Wege keine Kinder haben werden!
Dieser Satz.. dieser verdammte Satz.. der geht mir nicht aus dem Kopf...
Der Arzt redete noch weiter und erzählte was nun gemacht werden muss/kann/soll.... aber alles ging an uns vorbei... alles..mein Mann war schockiert.. und das einzigste was ich noch gerade so mitbekommen habe war, wir sollen uns beim Urologen nochmal vorstellen.(wir haben es uns sooo sehr gewünscht, ein Leben ohne Kind? Was sollen wir damit ? Hat das ganze dann noch überhaupt noch einen Sinn? Diese Leere, diese Stille zuhause... leider fällt das ganze noch mehr auf... seitdem wir uns damit beschäftigen... )

Unser Termin beim Urologen
Klar, wir konnten uns nicht damit abfinden.. aber wir haben sofort einen Termin gemacht beim Urologen... 2. SG: wieder keine Spermien gefunden.
Also hieß es jetzt: Azoospermie.. der Grund könnte evtl. sein das mein Mann als Kind (5Jahre)
einen Hodenhochstand hatte, der bds. operiert wurde.
Was ist das ? Noch nie gehört:) Mittlerweile sind wir schon fast Spezis geworden..
Man hat uns zu einer Tese geraten.Uns wurde die Uni Bonn empfohlen. Wir machten einen Termin.

Unser Termin in Bonn für die Tese
Es war die reinste Katastrophe :(
Mein Mann wurde operiert.. wir sollten schon um 6:00 Uhr da sein.. dafür sind wir schon um 4:30Uhr aufgestanden weil wir selbst in Köln wohnen..und als er in den OP-Saal gefahren wurde hatten wir 7:00 Uhr. Um 8:30 habe ich dann nach ihm gefragt... ob er schon wach sei ?..
und mir wurde eiskalt gesagt... es hat noch nicht einmal angefangen... hallooooo?! Deshalb haben wir also kaum geschlafen.. um bis 8:30 auf die OP zu warten.. ich war sooo sauer... ob das so gut sei für die Spermien Qualität dieser ganze Stress, Müdigkeit, Aufregung?

Naja dann kam er endlich raus.. ich fragte den ersten Arzt der mir über den Weg lief.. wie die Op nun ausging. Er fragte mich was denn bei ihm gemacht wurden ist... auf meine Antort: Tese..
guckte er mich mit großen Augen an und fragte mich: was ist das denn?
Na toll und dort haben wir uns operieren lassen :(
Najaaa
später wurde uns nur gesagt das die Tese erfolglos ausging.. und wir waren am Boden zerstört...
das ganze ist jetzt eine Woche her...
ich kann einfach nicht mehr.. ich weiß nicht weiter....immer so tun als wäre nichts, um meinen Schatz nicht traurig zu machen.. aber wer hilft mir ? Wer kann mir helfen?
Ich gehe unter.. ich habe mich die ganze Woche krank schreiben lassen.... ich weiss nicht weiter!!!
Ich brauche dringend Hilfe sonst werde ich noch verrückt.
Wir haben jetzt erst im März den Termin in der KiWu. Da wird uns hoffentlich irgendetwas gesagt oder geraten was wir nun tun sollen.. ich komme auf die ganze Situation nicht mehr klar.

Ist einer von euch vielleicht.. auch in meiner Situation? Kann mir jemand was dazu sagen?
Was machen wir nun? Fremdsperma kommt aufkeinenfall in Frage.. weder für meinen Mann noch für mich.
Und an Adoption möchte ich im Moment noch gar nicht dran denken:(

Was kann noch gemacht werden? Wo können wir noch hin gehen?

eure Sonne die nicht mehr aufgeht:(


  Re: Azoospermie wegen Hodenhochstand als Kind*baseball*
   pinksweety05
schrieb am 12.02.2018 18:35
Hallo liebe Sonne, ich kann es sehr gut nachempfinden wie es Euch gerade geht. Wir haben die Diagnose Azospermie 2010 erfahren nach einer TESE in der Klinik. Ich war schon stimuliert für die ICSI und sollte zur Punktion am gleichen Tag. 1 Stunde vor der Punktion meiner Eizellen haben wir erfahren, dass absolut nichts gefunden wurde bei der TESE.
Wir hatten das Gefühl, dass uns jemand den Boden unter den Füßen wegzieht und wir einfach nur in ein tiefes Loch fallen. Wir sind wochenlang wie betäubt durchs Haus geschlichen.
Ich kann Euch nur empfehlen Euch Zeitbfür Euch zu nehmen. Sprecht über Eure Gefühle und Ängste, dass muss raus. tut Euch was Gutes und fährt z.B in den Urlaub, besinnt Euch auf Euch 2.

Wir wussten von Beginn an, dass es schwierig werden könnte, da mein Mann bereits bei fast jedem Urologen war, zusätzlich in der Uniklinik und im genetischen Institut. Man könnte uns nicht sagen warum mein Mann Azospermie hat, Ursache unbekannt.

Wir haben ziemlich schnell Plan B eingeläutet und uns für Spendersamen entschieden. Ich hatte nach der Punktion 10Eizellen eingefroren. Leider hat es nicht geklappt und die nächsten 2 Versuche auch nicht( aber das hatte andere Gründe). Letztendlich haben wir uns dazu entschieden meinen Körper nicht mehr weiter mit Hormonen zu stressen und haben uns für eine Adoptiom entschieden. Das war die beste Entscheidung!
Unser Sohn passt wie der Deckel auf den Topf zu uns und wir sind megahappy. Heute sagen wir zum Glück hat es nicht geklappt, sonst wäre unser Sohn nicht bei uns. Er hat auf uns gewartet. Manchmal geht das Schicksal eigenartige Wege...aber ich glaube dass alles irgendwie einen Sinn hat, auch wenn man es nicht gleich versteht.
Eine Adoption ist kein Spaziergang und bringt ganz andere Hürden mit sich und diese Entscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Nehmt Euch Zeit, Ihr seid noch jung.
Ich wünsche Euch alles Gute und viel Kraft auf Eurem Weg


  Re: Azoospermie wegen Hodenhochstand als Kind*baseball*
   Mischki
Status:
schrieb am 12.02.2018 19:20
Hallo liebe Sonne,

Erstmal tut mir es wirklich leid, was ihr durchmacht, ich kann es komplett nachvollziehen, weil Es mir ganz Genau sot geht wie dir seit 1 Woche.
Guck mal im Forum unter meinem Beitrag Kinderwunsch nach Hodenkrebs (ist von vor ca 1 Woche). Da stehen ein paar Infos.

Ich bin auch noch so neu in dem Thema, aber ich kann zumindestens empfehlen, euch beim Andrologen vorzustellen und die Hormonwerte checken zu lassen, außerdem gibt es die Chance auf eine Mikro-Tese. Ich habe in dem Forum hier von einem Dr. aus Hamburg gehört, der Spezialist sein soll, meine KiWu Klinik meinte, dass es auch ein in Gießen und München gibt. Da musst du dich mal durch googeln. Es ist vllt eine kleine Hoffnung, wenn du diese noch nicht aufgeben möchtest.

Ein Hodenhochstand der nicht vor dem 1. Lebensjahr behoben wird, habe ich mal gelesen, KANN zu Azoospermie führen. .

Wir persönlich stellen uns ansonsten auf den Gedanken Spendersamen ein..

Ich wünsche euch ganz viel Kraft!


  Re: Azoospermie wegen Hodenhochstand als Kind*baseball*
   Alpenglühen
schrieb am 12.02.2018 20:02
Hallo,

normalerweise lese ich auch nur still mit - aber jetzt möchte ich gerne antworten. Wir waren vor wenigen Jahren exakt in der gleichen Situation wie ihr - erst ganz normal probiert, dann nach und nach alles abgeklärt. Heraus kam das gleiche Ergebnis wie bei euch, auch die Ursache ist dieselbe (beidseitiger Hodenhochstand, viel zu spät operiert). Der einzige Unterschied war, dass ich eigentlich von Anfang unserer Beziehung an (bzw. seitdem ich von der Vorgeschichte wusste) aufgrund meines Berufs im medizinischen Bereich eine entsprechende Vermutung hatte (zumindest, dass es schwierig werden könnte). Daher hatten wir relativ früh mit dem "Üben" begonnen - um im Zweifelsfall jedenfalls nicht auch noch altersbedingten Zeitstress zu haben. Ich glaube, dass euer junges Alter auch bei euch ein großer Vorteil ist!! Man kann auf jeden Fall alles in Ruhe entscheiden, ggf. auch echt nochmal ein Jahr ins Land ziehen lassen, bevor man eine Entscheidung trifft.
Wir haben uns letztlich mit zwei negativen Spermiogrammen und der negativen Tese zufrieden gegeben (wenn man das in dem Moment so sagen kann - natürlich war es trotz Vorahnung ein Schock und wir haben Wochen und Monate immer wieder darüber geredet.)
Etwa ein Jahr (das uns sehr gut getan hat und das wir für die Entscheidungsfindung gut gebrauchen konnten) nach der Diagnose haben wir dann die erste Insemination mit Spendersamen machen lassen - nach der zweiten war ich schon schwanger und heraus kam unser wunderbarer, quirliger kleiner Junge, der das beste ist, was uns je passiert ist. In einigen Monaten bekommt er ein kleines Geschwisterchen, das ebenfalls bereits im zweiten Versuch entstand. Ich habe die Inseminationen als kaum belastend empfunden, weil außer einer Spritze zur Auslösung des Eisprunges keine Hormone oder anderen Eingriffe/Behandlungen nötig waren.
Natürlich trägt man mit der Entscheidung für Kinder, die mit Hilfe einer Samenspende entstanden, eine große Verantwortung. Wir werden unsere Kinder möglichst früh darüber aufklären und ich hoffe, dass unsere stabile, liebevolle Familie diese Besonderheit mittragen kann und niemand darunter leiden wird.
Wenn du noch Fragen hast, sag gerne Bescheid! Ansonsten kann man in dem Moment wirklich nur alles erstmal sacken lassen -sich immer wieder in den Arm nehmen, immer reden, wenn man das Bedürfnis dazu hat und sich die Zeit nehmen, die jeder von euch braucht.
Alles Gute!


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  Re: Azoospermie wegen Hodenhochstand als Kind*baseball*
   lothi
Status:
schrieb am 13.02.2018 17:50
Hallo Sonne!

Wir waren vor 2 Jahren fast in der gleichen Situation wie ihr! Zuerst haben wir es auch so probiert leider keine Schwangerschaft! Irgendwann ist mein Mann zum Urologen und das Ergebnis war wie bei euch! Keine Spermien! Leider stellt sich bei uns sehr schnell an Hand der Blutwerte raus das ein Schaden im Hoden ist!
Wie sehen bei euch die Blutwerte aus? Wenn der Fsh Wert erhöht ist handelt es sich meistens um einen Schaden im Hoden!
Danach wurde nochmal ein Spermiogram gemacht mit dem gleichen Ergebnis!
Danach sind wir zu Dr. Schwarzer nach München! Nach einer Hormontherapie konnten dann bei einer Mikrotese genügend Spermien gefunden werden!
Es gibt auch in Hamburg eine Speziallisten!
Lasst euch Zeit und sammelt wieder etwas Kraft zum weiter kämpfen!
Vlg lothi


  Re: Azoospermie wegen Hodenhochstand als Kind*baseball*
   filinka
schrieb am 14.02.2018 16:26
Liebe Sonne,

es tut mir leid, dass ihr das erleben müsst. Aber ihr seid nicht alleine. Meinem Mann und mir geht es ganz genauso. Wir haben ein Jahr lang probiert schwanger zu werden mit all dem Stress der da irgendwann mit dazugehört ( Ovulationstests... usw...). Völlig fertig haben wir uns dann bei unserer Gyn und bei einem Urologen vorgestellt. Und dann der Schock: Azoospermie. Danach sind Wochen und Monate an Gentests, Hormontests und Warten auf einen TESE-Termin vergangen. Letzte Woche hatte mein Mann dann die TESE bei Prof. Schulze in Hamburg. Leider mit negativem Ergebnis....

Bei meinem Mann sind die Hormonwerte alle in Ordnung. "Schuld" ist ein seltener Gendeffekt.

Vielleicht könnt ihr eure Befunde mal zu Prof. Schulze schicken mit der Frage nach einer Zweitmeinung. Vielleicht kann er euch sagen, ob eine weitere TESE sinnvoll ist.

Wir hatten bereits vorher bepsrochen, dass wir dann mit Spendersamen unsere Familie gründen.

Wenn ihr psychologische Beratung braucht gibt es psychosoziale Kinderwunschberaterinnen in Deutschland. Bei so einer Beratung geht es, soweit ich das verstanden habe, nicht darum euch zu irgendwas zu überreden, sondern die Möglichkeiten und Alternativen einer Familiengründung oder auch ein Leben ohne Kinder zu beleuchten und zu schauen was für euch in Frage kommt.

Es gitb auch Bücher von Petra Thorn diesbezüglich.

Ich wünsche dir alles Gute und dass ihr euren Weg findet
Solino




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