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  Kryokonservierung=erhöhtes Risiko von Gendefekten?
no avatar    wuschel76
Status:
schrieb am 09.10.2017 22:39
Sehr geehrtes Team, hallo liebes Forum,

....meine Betreffzeile klingt etwas provokant, aber genau das behauptet ein mit mir verwandter Internist.

Leider aus aus meiner Sicht sehr aktuellem Anlass, da sich bei meinem jüngsten Sohn so eine 1:100.000 genetische Erkrankung andeutet. Im Zuge dessen schrieb mir heute besagter Internist ein Attest für die Stoffwechselambulanz und erwähnte im ersten Satz eben die Tatsache, dass das Kind aus einer Kryokonservierung entstand. Als ich nach der Relevanz für dieses Attest fragte, kam obige Behauptung. Man wisse, dass Kryokonservierung die Wahrscheinlichkeit von Schäden am Erbmaterial erhöhe....

Ich kann ihnen/euch leider nicht sagen, aus welchem Jahrzehnt er dieses Wissen hat (er ist schon etwas älter),denn weil ich etwas perplex und derzeit auch durch die Verdachtsdiagnose ziemlich neben der Spur bin, habe ich nicht weiter nachgehakt.

Ich hab etwas Derartiges noch nicht gelesen und weiß auch ganz bestimmt, dass ich immer wieder genau so gehandelt hätte, wie in der Vergangenheit geschehen.

Ganz liebe grüße in die große Runde und für alle gerade aktiven Paare....toi toi toi!


  Re: Kryokonservierung=erhöhtes Risiko von Gendefekten?
no avatar    Team Kinderwunsch-Seite
schrieb am 10.10.2017 09:24
Liebe Wuschel,

ganz grundsätzlich ist bei jeder Kinderwunschbehandlung das Risiko etwas erhöht gegenüber jenen, die ihr Kind normal zeugen können. Das liegt nicht an der Behandlung, sondern an anderen Faktoren (genetische Auffälligkeiten bei Männern mit sehr schlechtem Spermiogramm, Altersdurchschnitt der Frauen und so weiter). Das gilt dann natürlich auch für die Kryo. Aber nochmal: die erhöhten Risiken ergeben sich aus dem, was das paar bereits an Risiken mitbringt und nicht an der Behandlung selbst.

Die Aussage des Internisten kann ich also so nicht bestätigen und es gibt in der aktuellen Literatur auch keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team der Kinderwunsch-Seite


  Re: Kryokonservierung=erhöhtes Risiko von Gendefekten?
no avatar    wuschel76
Status:
schrieb am 10.10.2017 11:14
Hallo,

das ist eine sehr präzise und prompte Antwort auf diese Thematik und in etwa gingen meine Überlegungen auch in diese Richtung. Natürlich auch das nur als Laie.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Rückmeldung.

Allen eine schöne und vor allem positive Woche!


  Re: Kryokonservierung=erhöhtes Risiko von Gendefekten?
no avatar    Sweet Angel
Status:
schrieb am 10.10.2017 12:33
Mhh, also ich habe 3 Kryokinder. Sohn 1 hat einen Gendefekt und sohn 2 hat einen Gendefekt, allerdings sind diese gefunden gendefekte, vererbt und keine Neumutationen. Gendefekt 1 von mir (ich bin nur Träger) und Gendefekt 2 von meinem Mann. Es handelt sich um minimale microdeletionen, die man bis vor einigen Jahren noch garnicht gefunden hätte. Diese Microdeletionen hat man nur über einen spezielle Untersuchung herausfinden können, den Array Fishtest und damit dieser test gemacht wird, muss es auffälligkeiten geben, sonst zahlt die Kasse diese extrem teure Untersuchung nicht.

Mit dem einen Gendefekt lässt sich es dennoch normal leben, mit dem anderen gibt es größere Einschränkungen.

Es ist immer Fluch und segen zu gleich, solche speziellen Untersuchungen.Man findet immer mehr, aber wie sagte unser Humangenetiker. Den perfekten genetischen Menschen gibt es nicht, findet man keine Anomalie bei einem Menschen, hat man nicht richtig gesucht.

Bei uns haben diese gendefekte nichts mit den Kryoversuchen zu tun, das war bei uns einfach nur Pech, da sind zwei genetische Komponenten zusammengeprallt, die etwas chaos verursacht haben, aber hätte iches vorher gewusst, hätte ich dennoch Kinder haben wollen. Unsere Gendefekte sind nicht lebensmindernd oder gar gefährlich und besonders einschränkend im Alltag, der eine ist höchstens etwas lästig.

Bis vor drei Jahren wusste ich nichteinmal das ich Träger eines gendefektes bin und mein Mann wusste es bis vor 4 Wochen auch nicht. Bie uns liegt die vererbarkeit bei 50%, also schon einer unserer eltern haben dieses Gen in sich gehabt.




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