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  Mutmachen
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   Starmum
schrieb am 20.10.2020 22:22
Liebe Mädels, vor Jahren habe ich hier geschrieben als ich in der verzweifelten Situation war und 3 Fehlgeburten hatte. 2014 wurde ich wieder schwanger und alles schien gut zu sein. Das Herz schlug über den dritten Monat hinaus und ich war glücklich mit 40 doch noch Mama werden zu dürfen. Dann geschah das unfassbare. In der 18 Woche starb mein Dohn wieder einmal ohne das ich etwas gespürt hatte. Die schlimmsten Stunden meines Lebens folgten und ich musste das kleine tote Kind gebären. Mit diesem Ereignis schlug ich das Buch zu und hörte auf zu hoffen und mich mit meinem.Leben zu revanchieren ohne Kind. Es gelang mir nach 9 Monaten voller Trauer aufzustehen und zu leben. 2017 im Alter von 42 Jahren kaufte ich mit meinem Mann einen kleinen Bungalow zum Altwerden. Nicht ausgerichtet für eine Familie. Den Kaufvertrag unterschrieben wir im November 2016 und danach ging es mir immer nicht gut. Ständig war ich müde und kraftlos. Meine Regel blieb aus. Ich tippte auf Wechseljahre und Krebs. Ging nicht zum Arzt weil ich dachte bevor ich ins Krankenhaus gehe dann erstmal umziehen. Dann zogen wir im Februar 2017 um und Ende Mörz wollte ich dann zum Arzt aber ich hatte solche Angst vor der Diagnose. Meine Gynokologin sagte ich sei schwanger und fragte wollten sie das ? Nein natürlich nicht mit fast 43 Jahren.sie untersuchte mich und mein kleines Mädchen war bereits im 5. Monat und topfit geboren ist sie im August für mich ist sie ein Geschenk Gottes und ein Wunder. Seitdem glaube ich an das Schicksal und die Bestimmung. An manchen Dingen können wir nichts ändern. Sie liegen nicht in unseren Händen und es gibt Wunder. Und eines weiss ich jetzt. Das leben ist immer lebenswert ob mit Kind oder ohne.


  Re: Mutmachen
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   Chorus
Status:
schrieb am 22.10.2020 20:19
Dies ist eigentlich ein Abschiedsforum. Obwohl deine Geschichte tragisch war - nicht immer gibt es ein "Happy End". Mit 42 Jahren schwanger zu werden ist nicht so ungewöhnlich (meine Mutter hat auch mit 43 einen gesunden Sohn zur Welt gebracht) aber eben nicht mehr so häufig. Dass das Leben sowieso lebenswert ist, ist klar, das wäre ja ad absurdum geführt wenn man nur reproduziert "nützlich" wäre...


  Re: Mutmachen
avatar    Juna30
Status:
schrieb am 27.10.2020 00:34
Zitat
Starmum
Das leben ist immer lebenswert ob mit Kind oder ohne.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Erkenntnis mit Kind deutlich leichter ist. Ohne die gesunden Geburten nach meinen FG und meinen verstorbenen Töchtern hätte ich diese Erkenntnis vielleicht nie gehabt.


  Re: Mutmachen
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   Merle_77
schrieb am 28.10.2020 05:46
Zitat
Juna30
Zitat
Starmum
Das leben ist immer lebenswert ob mit Kind oder ohne.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Erkenntnis mit Kind deutlich leichter ist. Ohne die gesunden Geburten nach meinen FG und meinen verstorbenen Töchtern hätte ich diese Erkenntnis vielleicht nie gehabt.

@Juna: Ich kann meine Situation nicht mit deiner vergleichen, da eine späte Fehlgeburt mir zum Glück erspart blieb. Meine mit vielen, vielen ICSIs erkämpften SSen endeten alle sehr früh. Trotzdem hat sich die Erkenntnis, dass das Leben auch ohne Kinder lebenswert ist, irgendwann klammheimlich durch die Hintertür in meinen Kopf geschlichen. Ich denke mal, das ist ein Selbstschutz der Psyche.

@Starmum: Ich glaube, den meisten kinderlosen Frauen kannst du mit deinem Happy End keinen "Mut machen". Wenn eine Frau mit Kind kinderlosen Frauen etwas von "Schicksal" oder "Bestimmung" erzählt, kommt eher der Gedanke auf, "Ist das ernst gemeint?"
Wie Chorus schon geschrieben hat: Das hier ist ein Abschiedsforum...


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  Re: Mutmachen
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   Heroine
schrieb am 11.01.2021 15:15
Ich war beim Frauenarzt zur Routine und Vorsorge.
Habe mal wieder einen neuen FA ausprobiert.
Natürlich fasse ich meine Vorgeschichte zusammen, das ganze Verwirrspiel an Diagnostik und Niemalsschwangerschaft, liste die Spezialisten und Medikamente auf als wenn ich Telefonbuch und Pharmazeutin auch bin, nebenbei.

Am Ende der Behandlung wollte er mir auch Mut machen,
erzählte von einer Patientin, die partnerlos war und quasi auf ihren letzten Metern 43-jährig erst Partner, dann Sohn fand.
Ich musste dem FA spiegeln, dass diese Mutmache gegenüber jemandem wie mir nicht hilfreich sei, da ich seit langer Zeit einen Mann habe und liebe und da wir - quasi austherapiert - einen Weg zum Loslassen von diesen lang gehegten Hoffnungen, nicht zum Mut schöpfen, benötigen.
Ich befürchte, ich war zu sehr betroffen, um einen freundlichen Ton zu wählen, dennoch hoffe ich, hat der FA etwas bemerkt.
- So auch Du, Starmum.




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