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  Wie mit Menstruation umgehen?
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  RoteBeete
schrieb am 20.02.2018 14:55
Hallo ihr Lieben,

Wie geht ihr jeden Monat damit um, dass die Tage kommen?

Egal wie gut ich mich den Rest der Zeit halte, das zieht mich immer extrem runter. Erschwerend ist für mich, dass mein Mann und ich ja theoretisch auch natürlich schwanger werden könnten (Eileiter offen, Eisprung regelmässig und das SG nicht sooo schlecht, dass es unmöglich wäre) und ich daher auch in den Behandlungspausen hoffe. Wir probieren es seit 6 Jahren...

Ich mache Yoga und liebe es, aber da ist das Frauenbecken hin und wieder Thema und was für Kräfte man dadurch hat. Sehr hilfreich für die Mütter im Kurs, und für andere, die annehmen, dass sie eine ganz normale Fruchtbarkeit haben. Mir tun die Übungen auch gut, aber...ja..Was tun wenn man diese Kräfte definitiv nicht hat? Als einen reinigenden Prozess kann ich es nicht sehen und vor allem ist es medizinisch totaler Schwachsinn.

Ratlose RoteBeete


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Wolfsbabe
schrieb am 22.02.2018 15:41
Hi Rote Beete,

bei mir ist es heute mal wieder so weit... Ich habe einen sehr regelmäßigen Zyklus und kann mich daher wenigstens auf dieses Ereignis einstellen.
Bei uns liegt OAT3 vor und inzwischen habe ich keine Hoffnung mehr, dass es noch klappt. Insofern ist es okay, wenn ich meine Tage kriege. Alles andere wäre auch unrealistisch.

Bei dir sieht die Sache natürlich anders aus. Yoga mache ich übrigens auch, aber einfach nur so, Zeit für ein wenig Bewegung ohne den ganzen Hokospokus drumherum. Außerdem gehe ich neuerdings joggen.

Man wird eben jeden Monat damit konfrontiert, das tut weh. Heute habe ich mir vergegenwärtigt, dass das gerade Zyklus Nr. 42 war. Das ist schon schlimm. Mir hilft es, das ganze Thema zu verdrängen und mich auf die schönen Dinge in meinem Leben zu konzentrieren.

Alles Liebe
Wolfsbabe


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  RoteBeete
schrieb am 22.02.2018 15:56
Liebe Wolfsbabe,

Danke für deinen Beitrag! Ich kann mich auch immer darauf einstellen, da mein Zyklus wie ein Uhrwerk ist...Verdrängung ist im Moment auch meine Methode. Ich habe schon an die 70 Zyklen seit dem Beginn des Kinderwunsches.

Gestern habe ich erfahren, dass die Schwester meines Mannes schwanger ist. Das hat mir wieder komplett den Boden unter den Füssen weggerissen, obwohl ich dachte, dass ich schon abgehärtet wäre. Die Art und Weise wie ich es erfahren habe, hat dazu beigetragen.
Der Schmerz ist im Moment unerträglich. Und ich frage mich, wie es sein wird wenn ich in das Gesicht des Kleinen blicke, wenn er auf der Welt ist und Züge meines Mannes darin erkenne (er und seine Schwester sind sich sehr ähnlich) und eine Vorstellung davon erhalte, wie unser Kind hätte aussehen können.

Bin ein Häufchen Elend gerade.


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Wolfsbabe
schrieb am 23.02.2018 07:54
Ach Mensch... sei ganz fest gedrückt! Ich weiß, wie du dich fühlst!
Dass die Schwester meines Mannes ein Kind bekommen hat, habe ich vor anderthalb Jahren erlebt. Das Kind wurde geboren, kurz nachdem wir das Negativ unserer 1. ICSI bekommen hatten. Ich habe zwei Tage lang geheult und mich zu einer Familienfeier, die kurz darauf stattfand, sozusagen krank gemeldet. Ich hätte es nicht gekonnt. Mein "Vorteil" ist/war, dass das Verhältnis zur Schwester nicht besonders ist und wir kaum Kontakt haben. Ich war auch nicht beim ersten Geburtstag des Kindes. Übrigens sehen sich mein Mann und seine Schwester auch sehr ähnlich - das Kind kommt allerdings voll nach seinem Vater. LOL Also keine Panik!
Wie ist dein Verhältnis zur Schwester? Kannst du mit ihr darüber reden und deinen Gefühlen freien Lauf lassen?

Man ist so hilflos. Ganz ohne Hoffnung leben möchte ich nicht, trotzdem kann ich im Moment nicht glauben, dass es noch klappt. Die ICSIs haben ja auch bloß nicht geklappt. Im Sommer machen wir den nächsten Versuch und ich frage mich die ganze Zeit, was dann anders werden soll... Und sehe das nächste Negativ auf mich zukommen.
Wie wird es bei euch weitergehen?

Alles Liebe
Wolfsbabe


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  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  RoteBeete
schrieb am 23.02.2018 12:54
Danke! Es tut gut zu wissen, dass auch andere bei Neffen/Nichten sich erst mal sch... fühlen.

Ich habe kein sonderliches Verhältnis zu meiner Schwägerin. Aber das Problem ist, dass ich mit meinen Schwiegereltern Tür an Tür (selbes Haus) wohne, und dort ist sie oft zu Besuch. Das war mir vorher egal, aber so werde ich "gezwungen" sie zu sehen, auch wenn ich das nicht will.
Ich habe offen mit der Familie meines Mannes über unsere Situation gesprochen, aber nach dieser Ankündigung der Schwangerschaft sehe ich, dass sie überhaupt nichts begriffen hatten. Das schmerzt mich fast mehr als die Tatsache, dass meine Schwägerin schwanger ist.

Wieviele Versuche hattet ihr? Bei uns waren es 4 negativs. Wir machen noch weiter, weil wir noch welche eingefroren haben. Habe gesehen, dass du eine Frage wegen Granozyte gestellt hast. Ich habe mich dagegen entschieden, das ist mir zu heftig.

Bei mir wird jetzt ein Experiment durchgeführt: etwas ähnliches wie ERA um das Einnistungsfenster zu untersuchen, aber nicht ERA. Kann dir gerne mehr Infos per PN zukommen lassen.

Liebe Grüsse!


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Nordlicht_84
Status:
schrieb am 23.02.2018 14:45
Hi Rote Beete und Wolfsbabe,

ich kann mich Eurer Meinung nur anschliessen. Auch ich kann die Uhr nach meiner Periode stellen. Innerhalb der letzten 8 Monate kam es tatsächlich zwei oder drei Male vor, dass sie sich um zwei Tage verspätet hat. Da war ich dann fast schon wütend und hab gedacht, ob mein Körper mich ver....... will Ich wars nicht
Man kann dieses jeden-Monat-dran-erinnert-werden eben leider nicht abstellen. Ein eindeutiger Vorteil, den die Männer haben.

Ich mache es zur Zeit wie Wolfsbabe: versuchen sich auf das Schöne im eigenen Leben zu fokussieren.
Z. B. können mein Mann und ich am Wochenende ausschlafen oder so oft und so lange gemeinsam zum Sport gehen, wie wir möchten.
Das hilft manchmal..aber natürlich auch nicht immer.


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Wolfsbabe
schrieb am 23.02.2018 17:07
Ja, die liebe Familie. Du kannst sie nicht ändern. Schwierig ist es natürlich, wenn man sich so oft sehen muss wie du es beschreibst.
Vielleicht ändert sich eines Tages eure Wohnsituation noch mal, wer weiß, alles ist möglich.
Was ich aber trotz allem ganz wichtig finde, und da muss ich auch immer wieder an mir arbeiten: Man darf nicht verbittern. Schaff dir schönen Momente und freue dich über das, was du hast. Heute ist Freitag, Wochenende, genießt die gemeinsame Zeit. Vielleicht hast du auch ein Hobby, das dir Ablenkung verschafft?

Wir hatten bisher 5 Transfers (3x ICSI, 2x Kryo). Mal sehen, wann und wie es weitergeht. Mit dem Granozyte, man liest es so oft und ich überlege, ob es einen Versuch wert wäre oder auch bloß wieder einen Schuss in den Ofen ist.
Ja, schick mir mal Infos zu dem Experiment. Hab schon einiges mitgemacht. LOL


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Chorus
Status:
schrieb am 03.03.2018 17:16
Interessantes Thema, offensichtlich bist du da nicht die einzige. Die Mens ist momentan der einzige Zeitpunkt, der mich noch hin und wieder unterzieht. Und ich habe auch eine "nach der Uhr zu stellende Periode....". Gestern gerade wieder. Der Vorteil ist allerdings, dass man sich mental etwas einstellen kann. Ich trage die Regel inzwischen schon vorher schon in den Jahreskalender ein und bin dann mit Hygieneartikeln versorgt, an dem besagten Tag.

Gestern war ganz, ganz schlimm für mich, weil ich gerade die Regel hatte UND meine Katzen kastriert werdnen mussten. Als Kinderlose wünscht man ihnen das eigentlich nicht, und da sind bei mir schon danach ein paar Tränchen geflossen, auch mein Mann war sichtlich fertig... Als ich mit meiner Kollegin über Kastration redete (sie hat 3 Katzen), fand sie das alles ganz, ganz harmlos. Klar, sie hat 2 Kinder, dachte ich, die denkt vermutlich da gar nicht so darüber nach...

Zu den Yogakursen, ja, das hört sich nervig an. Bei den Yogakursen bei denen ich war, sind inzwischen meistens 2-5 Männer, es werden immer mehr. Vermutlich wäre es besser für dich, du würdest in einen gemischten Kurs gehen, falls es das bei euch gibt.

Und die lieben Schwangerschaften. Wird wohl ein Thema bis zum Rest meines Lebens sein. Aber: die Kinder der anderen werden auch älter, und irgendwann werden sie auch "kinderlos" sein, wenn die Kinderchen ausziehen. Kommt halt später, aber es kommt....


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Wolfsbabe
schrieb am 05.03.2018 07:40
Hi Chorus,

wann hast du beschlossen mit den Versuchen aufzuhören? Wann war klar, das war's...???

Liebe Grüße
Wolfsbabe


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  RoteBeete
schrieb am 06.03.2018 18:58
Ja, das mit der Kastration der Katzen verstehe ich. Meinen Hund haben wir nicht kastrieren lassen und hoffen es auch nicht tun zu müssen...

Bei mir geht es darum, dass ich meinen eigenen spirituellen Weg brauche um mit der Menstruation fertig zu werden. Neulich habe ich gelesen, dass das Menstruationsblut früher für Menstruation, Geburt UND Fehlgeburt stand. Also nicht nur für den guten Ausgang. Das hat mir schon ein bißchen geholfen.

Ich möchte mich nicht als ein Fehler der Natur fühlen.


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Chorus
Status:
schrieb am 07.03.2018 09:25
@Wolfsbabe: hm, es war so, eigentlich hatte ich nach 3 IVFs, einer Kryo und einer Mini-OP (5mm Zyste entfernt) die Nase voll, war aber immer noch fast täglich traurig wegen meiner Kinderlosigkeit. Da hatte ich fast ein Jahr nichts mehr in die Richtung gemacht, in einer Zeit, in der es vielleicht noch geklappt hätte (mit 40). Aber ich mochte meine Kiwu-Klinik nicht soo gerne, bzw. einen Arzt dort nicht so. Sonst war es eh okay, aber die Fahrt, der Aufwand, die Energie etc.. es war wirklich hart.

Wie gesagt, ich hatte fast ein Jahr Pause, und da ging es mir - trotz Trauerphasen - trotzdem etwas besser als zuvor. Ich hörte auch in dieser Zeit von 2 FGs in meinem Bekanntenkreis und war dann heilfroh, mir wenigstens darüber keine Gedanken zu machen. Beruflich ging es wie durch Zauberhand auch besser, ich hab ja 2 Berufe und in beiden Berufen hat sich etwas Entscheidendes verbessert (in der Schule hatte ich endlich eine super-nette Klasse und im "normalen" Beruf hatten wir endlich mehr Mitarbeiter).

Dann aber wollte ich es nochmal wissen, dachte, wenn es mir wieder mental gut geht, könnte ich eine EZS versuchen. Die Eizellenspende war so eine Sache, da wollte mein Mann zuerst nicht mitmachen, dann aber doch, das allereste Mal musste ich aber alles alleine organisieren. Es war auch ein ziemlicher Aufwand, und ziemlich viel Geld, und als ich dann hörte, es gäbe von der Spenderin nur 5 brauchbare Eizellen (die alle gottseidank befruchtbar waren), dachte ich eh schon, das war es. Und es war auch so, irgendwie habe ich da schon innerlich abgeschlossen.

Und wurde dann beim Einsetzen der besseren 2 EZ nicht schwanger (die Spenderin war erst 23!). Den nächsten Versuch mit den restlichen EZ machte ich im Sommer, nur, um sie nicht "wegwerfen" zu müssen. Wieder nichts, aber wie gesagt, das war mir dann fast schon klar, und ich war innerlich schon etwas - naja - abgestumpft. Da habe ich schon zuvor abgeschlossen.

Ich muss dazu sagen, ich habe schon sehr aktiv auch daran gearbeitet, dass ich das Thema irgendwie anders sehe. Hab mir Listen gemacht, was gut ist, wenn ich nicht schwanger bin bzw. kein Kind habe. Hab viel im Forum gelesen und geschrieben. Hab viele lange Spaziergänge gemacht, ganz allein. Hab einen Jahreskalender bei mir hängen, in den ich immer schöne Termine eintrage, Dinge, die wir vor haben, Theater-, Ball-, Kinobesuche, Feiern usw... Außerdem bin ich in einer Gitarrengruppe und beim Mantrasingen, gehe ins Fitnesscenter und gelegentlich mal zum Wellness.

Und die zwei Kätzchen haben mir jetzt auch viel, ja am allermeisten gegeben. Da sie jede Nacht bei uns im Bett kuscheln, hat es schon was von Kindern, auch, wenn ich früher total gegen so was gewesen bin. Sie kommen so am ehesten an Kinder hin, ich bin für sie da, füttere sie, spiele mit ihnen, streichle sie. Das war einfach noch das Tüpfchen auf dem i, diese Kätzchen. Seit dem geht es super, es gibt diese Traurigkeit einfach so gut wie gar nicht mehr. Sie halten mich auf Trab, und ich glaube, ich brauche es, bei jemanden meine fürsorgliche Seite auszuleben.

Generell habe ich vielleicht darauf geachtet, mir auch (anderes) Gutes in mein Leben zu holen, wenn das mit dem Kind schon nicht klappt. Sich nicht völlig den negativen Gefühlen hingeben, sondern sich da selber rauszuziehen, sich selber an der Hand zu nehmen und zu sagen: komm, jetzt machen wir mal was Schönes, jetzt spiele ich ein Stückchen auf der Gitarre und singe dazu, oder jetzt ziehe ich meine Jacke an, gehe raus und spaziere ein Stücke, oder ich gehe ins Fitnesscenter usw.... Auch unter Leute zu gehen, auch, wenn es nicht immer leicht ist.

@rotebeete: Gut dass mich jemand versteht mit der Kastration. Inzwischen sind die zwei wieder wie vorher, rangeln und spielen als wäre da keine Wunde da. Bei uns in Ö ist ja Kastration seit letztem Jahr bei Katzen Vorschrift, außerdem sind sie ein Geschwisterpaar, es hätte also Inzucht geben können, das ist ja zusätzlich noch ein Problem. So konnte ich mich dann doch trösten, aber es war echt hart.

Übrigens war meine Mens diesmal für meine Verhältnisse recht kurz, nur 3 Tage statt der üblichen 5-7 Tage (manchmal dauerte sie sogar noch länger!). Das war mal wirklich angenehm! Dann käme ich besser klar...


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Chorus
Status:
schrieb am 08.03.2018 09:47
Nochmal zur Mens, irgendwie glaub ich, hierzulande wird sie nicht ganz so ernst genommen. Es gibt Länder, in denen Frauen bis zu 1-3 Tage nicht arbeiten gehen müssen, wenn sie die Regel haben, vor allem im asiatischen Raum. Wenn ich daran denke, wie doof es manchmal für mich ist, ich bin ja z.T. im Verkauf und unterrichte auch nebenbei an der Schule.

Zumindest die ersten zwei Tage würde ich am liebsten zumindest in WC-Nähe verbringen. Ich weiß nicht, wie das andere Frauen machen, aber meine Kollegin ist genauso, wenn nicht schlimmer - sie leidet sogar unter ziemlichen Schmerzen im Gegensatz zu mir - wurde auch untersucht, aber da ist anscheinend nichts...

Mir kommt noch ein Gedanke, so ganz generell. Was wäre, wenn dein Becken doch diese Kräfte hätte? Schließlich versetzt ja der Glaube Berge... Immerhin sagst du ja, bei euch ist es theoretisch möglich - bei uns ja auch, nur kommt zu unserer Theorie inzwischen mein fortgeschrittenes Alter. Aber du bist ja noch jung. Vielleicht heißt deine Traurigkeit ja auch, dass du eben noch nicht abschließen sollst. Weil da noch was geht. Verstehe mich nicht falsch, bitte. Vielleicht kann ich inzwischen auch leichter abschließen, weil es eben altersmäßig bei mir schon grenzwertig ist. Ich weiß noch wie arg in Erklärungsnot meine Mutter gekommen ist damals, als sie mit fast 43 einen Jungen bekommen hat. Aber das waren die 90er, und da war noch nicht viel mit künstlicher Befruchtung, wenigstens ist da niemand von sowas ausgegangen. Eher von schlechter Verhütung.....


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Susanna80
Status:
schrieb am 08.03.2018 21:24
Hallo RoteBete,
mir geht es auch ähnlich wie dir. Ich habe zwar unregelmäßige Zyklen, aber sie sind kurz und ich habe immer einen Eisprung. Mein Mann hat ein tolles SG und ich war auch ein Mal (nach der Geburt unserer Tochter) natürlich schwanger. Seitdem kann ich auch nicht aufhören, drauf zu hoffen... ich habe hier einen Schwangerschaftstest liegen, den ich sofort machen möchte, wenn ich einen Tag drüber bin. Nun war ich aber seit der MA in der 11 Woche nicht mehr einen einzigen Tag drüber Arschtritt

Ein reinigender Prozess ist es für mich auch nicht. Ich leide schon immer während der ersten 3 Tage unter starken Kopfschmerzen. In dieser Zeit möchte ich mich am liebsten in einem dunklen Zimmer einschließen statt arbeiten zu gehen. Zu meiner letzten Menstruation heulte sich meine Nachbarin bei mir über ihre schwangere 17 jährige Tochter aus.

RoteBete, es ist zu früh, den Kopf in den Sand zu stecken!

Gruß
Susanna


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.03.18 21:37 von Sanna80.


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  RoteBeete
schrieb am 10.03.2018 12:53
@Chorus: Stimmt, die Mens wird nicht ernst genommen. Sehr viele Frauen nehmen dann doch die Pille und damit fällt die Blutung deutlich schwächer aus.
Ja, also ich glaube du verstehst was ich meine ohne esoterisch zu sein. Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich ein großes Augenmerk auf den Körper und Gefühle legen muss. Und obwohl ich sehr rational bin, ist es für mich eine Tatsache, dass der Körper sein eigene Intelligenz hat. Die Gefühle sind nun mal im Körper lokalisiert, es ist nicht mein Gehirn, dass z.B. wütend ist. Das Gehirn sieht die Tatsachen, aber das Gefühl dazu ist ihm wurscht. Mein Kopf hilft mir meine Kreativität zu bearbeiten und sie in die richtige Form zu bringen, aber Kreativität entspringt nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Bauch. Ich habe noch nie einen Mann gefragt woher bei ihm die Kreativität kommt, das sollte ich mal tun...

Es gibt Frauen, die werden mit künstlicher Befruchtung nicht schwanger obwohl sie gesund sind. Ich meine es zu wissen, dass es bewiesen ist und in deinem Fall würde es auch zutreffen, dass viele komplett gesunde Spenderinnen im perfekten Reproduktionsalter unter Stimulation "schlechtere" Eizellen produzieren als es natürlich zu erwarten wäre.

Ab 36 wird jede dritte Frau spontan nicht mehr schwanger. Bleiben 2/3 bei denen es immer noch problemlos geht, aber sind deshalb die anderen, die nicht mehr können nicht normal? Ich glaube nicht. Vielleicht hat es bei dir deshalb nicht mehr geklappt.
Oder es liegt doch an der Kombination der Partner. Habe eine angeheiratete Tante, die wurde 10 Jahre mit ihrem Mann trotz künstlicher Befruchtung nicht schwanger. Mit dem neuen Partner hat sie das erste Kind spontan mit 40 empfangen, das zweite mit 42. Alles Mist und hilft uns allen hier nicht weiter.

Man kann also subfertil sein, ja, aber komplett unfruchtbar ist man wahrscheinlich nur wenn man ohne Reproduktionsorgane ist. Wir denken es sei nicht normal, wenn ein Paar keine Kinder hat. Aber nicht jede Beziehung bringt Kinder hervor, das war wahrscheinlich schon immer so! Es ist gar nicht so lange her, da hat man im Dorf "einfach" mit jemandem anderen geschlafen. Solche Ratschläge hat meine Oma in ihrer frühen Jugend heimlich von erwachsenen Frauen bekommen - falls es später mal nicht klappen sollte.

Wir wollen aber monogam leben.

@Susanna: Du hast schon einen sehr weiten Weg hinter dir. Danke dir für deine Worte! So ab dem 3. gescheiterten Versuch wird es unlustig. Und dabei denkt man das schon beim 1. Versuch. Eigentlich ein Wahnsinn was wir Frauen für Kräfte mobilisieren können. Alles Gute für die nächste ICSI!


  Re: Wie mit Menstruation umgehen?
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  Chorus
Status:
schrieb am 11.03.2018 17:30
@roteBeete. Eben. Genau dieser Fall wie bei deiner Tante schwirrt mir im Kopf rum. Hätte es mit einem anderen Mann geklappt? Tatsache ist, bei uns in der Verwandtschaft - zumindest im mütterlichen Teil - gab es mehr als genug Frauen mit 36+ die schwanger wurden. Und nicht nur das, sie wurden auch mit 40, 42,44 und 46 (!)schwanger. Das ist schon sehr schräg, finde ich, dass es dann bei mir nicht geklappt hat? Oder muss irgendwer die Ausnahme sein????

Deshalb glaub ich eher an die Kombi-Variante. Bzw. der Bruder meines Mannes hat auch nur ein einziges Kind aus einer langjährigen Beziehung. Die er schon mit Anfang 20 kennenlernte. Wir bezweifeln beide stark, dass er ein Einzelkind wollte. Aber kann alles nur Zufall sein. Meine Schwester jedenfalls, die im Gegensatz zu mir auch noch raucht, hat ihren Sohn mit 39 bekommen. Und ist jetzt ja auch wieder mit 41 schwanger geworden, allerdings FG.

Aber wie gesagt kann auch sein, dass mit mir was nicht stimmt. Meine Intuition hat aber immer gelautet, dass da bei mir alles irgendwie in Ordnung ist. Keine Ahnung wieso. Ist auch der erste Gedanke bei anderen.

Und vielleicht, RoteBeete, ist das bei dir eben auch so. Eine kleine innere Stimme, die sagt, he, vielleicht liegt es ja doch nicht an mir. Vielleicht hätte es mit einem anderen geklappt. Aber wie gesagt wir wollen monogam bleiben.

Manchmal denke ich auch, wir sind uns zu ähnlich. Also mein Mann und ich. Obwohl wir aus ganz anderen Regionen kommen, weit entfernt, haben manche schon gefragt, ob wir verwandt sind. Wir schauen uns um die Augenpartie ziemlich ähnlich. Augen und Augenbrauen. Aber jetzt nur etwas, nicht extrem. Könnte aber was sein, keine Ahnung....




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