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  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
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schrieb am 07.11.2017 11:58
@Hammamelis,

ja in einem Chor war ich ja schon mehrere Jahre (deshalb mein Name hier9, aber da der Chorleiter dann in Pension ging, hat er sich aufgelöst. Danach hab ich es mit einem anderen Chor versucht, bin ca. 3x gegangen, aber es hat mir überhaupt nicht gefallen. Aus mehreren Gründen. Dann habe ich angefangen, Gitarrenstunden zu nehmen und habe da inzwischen mit 2 anderen Frauen Gruppenstunde. Aber auch hier: vor und nach der Stunde wird immer nur über ihre Kinder gequatscht, wir haben uns auch schon zum Üben getroffen und da war das Thema auch ihre Kinder *seufz* und erst nach etwa 30 min haben wir dann gespielt.


Was macht ihr denn genau für einen Sport in der Sportgruppe? Oder ist der immer unterschiedlich? Irgendwie hat mich dieses Thema neugierig gemacht, sowas will ich auch... Gehe öfter mal ins Fitnesscenter, aber meistens alleine oder mit meinem Mann, hin und wieder auch mit meiner Mutter. Vielleicht wäre das in einer Gruppe ganz gut...


  Re: hört das denn nie auf
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  Hamamelis71*
schrieb am 07.11.2017 14:32
wir machen Fitness- und Funktionsgymnastik.

ich würde an Deiner Stelle einfach mal in einem größeren Sportverein ein paar Kurse ausprobieren (Pilates, Rückenfitness, Jazz Dance usw.), dann merkst Du, wie die Gruppendynamik so ist.

Oder Du organisierst selber mal eine Freizeitgruppe mit Frauen, die Dir sympathisch sind. Dann kann man mal gemeinsam Walken, ins Theater gehen usw. Wenn Euer Ort nicht so riesig ist, dann gibt es evtl Frauen, die jemanden zum Walken suchen (und die keine Kinder haben oder froh sind, wenn sie mal nicht übers Kind reden müssen). Manchmal muss man Leute einfach ansprechen. Ich walke mittlerweile mit verschiedenen Bekannten hier aus dem Ort und wir reden immer über unterschiedliche Sachen


  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
Status:
schrieb am 08.11.2017 09:51
Ja Hamamelis, das sind gute Ansätze. Im Moment gehe ich halt hin und wieder in die Kurse die vom Fitnesscenter auch angeboten werden, z.B. Yoga und Pilates. Manchmal tausche ich mich danach locker mit den anderen aus. IIch muss halt jetzt mal echt die Augen offen halten. Momentan geht es mir eh wieder besser, ich bekomme ja in 3 Wochen die Kätzchen und zumindest habe ich mich mal letzte Woche wieder mit meiner Freundin getroffen (und gestern war Gitarrenstunde). An Aktivitäten mangelt es mir eh nicht, irgendwie halt nur an Freundinnen, irgendwie das erste Mal in meinem Leben nach 40 Jahren, sehr seltsam, ich hab früher mindestens einmal täglich mit einer Freundin telefoniert und mit 2-3 mal pro Woche mit Freunden getroffen - allerdings war ich auch lange Single.


  Re: hört das denn nie auf
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  julchenjochen
schrieb am 13.11.2017 16:24
Hallo Chorus,

nach langem bin ich mal wieder im Forum unterwegs. Dein Beitrag hat mich so sehr an meinen eigenen erinnert, den ich letztes Jahr im Mai ins endgültige Abschiedsforum gestellt habe. Es ging um das Thema, dass meine Freundin mit 43 Oma wurde. So viel zu dem Thema: das hört nie auf. Man glaubt alle sind durch, und dann geht es an anderer Stelle weiter.

Ich habe mit dieser Freundin eine Zäsur gemacht, da sie allen ernstes zu mir sagte, ich solle ihr doch helfen ihr Enkelkind zu erziehen. Da bin ich bestimmt die Falsche!!!

Und: nein, es hört nie auf, dass Frauen über ihre Kinder sprechen. Nie, nie, nie! Ich wohne am Rand des Ruhrgebiets, leider in einer Neubausiedlung. Das ist nicht richtig Land, aber auch nicht richtig Stadt. Und es geht nur über dieses Thema. Da muss eine Frau mit erwachsenen Kinder nur Kinderschuhe in Kleinkindgröße stehen sehen, da gerät sie total aus dem Häuschen. Hilfe, für mich sind es einfach kleine Schuhe.

Ich habe keine Ahnung, wie man sich hier ein dickes Fell anschaffen kann, Chorus. Wie geht es dir inzwischen? Es sind ja wieder ein paar Tage vergangen, seit du es erfahren hast. Hast du dich etwas gefangen? Wie gehst du weiter damit um?

Beste Grüße sendet dir Jule


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  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
Status:
schrieb am 14.11.2017 09:03
@julchenjochen:

ja an deinen Beitrag dort kann ich mich noch erinnern! Hab mir schon öfters gedacht, dass theoretisch meine fast gleichaltrige Arbeitskollegin bald Oma werden könnte, weil ihre zwei Kinder inzwischen erwachsen sind. Immerhin lebt ihre Tochter schon mit ihrem Freund zusammen, also alles ist möglich.

Bei der Arbeit muss ich mir übrigens auch Enkelgeschichten von meinem Kollegen (männlich) anhören, über seinem Arbeitsplatz prangt ein riesiges Bild von ihm, und er hat ihn auch schon öfters besucht. Übrigens nicht so der Typ Enkel, auf den ich neidisch bin, er ist doch sehr rebellisch und verzogen, wie sein Opa auch...

Wie auch immer, ich kann mir vorstellen, dass du keine Lust hattest, das Enkelkind einer Freundin zu erziehen. Finde ich auch wirklich einen unmöglichen Vorschlag, selbst wenn du keinen unerfüllten Kinderwunsch hättest. Man hilft ja öfter mal kurzfristig in einer Freundschaft, mal ausnahmsweise babysitten oder beim Umzug helfen oder so, aber alles andere finde ich grenzwertig, oder anders ausgedrückt, ein Ausnützen der Freundschaft! Immerhin bekommen ja normalerweise Leute Geld für so was, und es ist deine Freizeit, die du auch anders verbringen könntest.

Tja, wie es mir selber geht, hm, ich denke ich habe mein Tief wieder etwas überwunden. In zwei Wochen ziehen ja zwei ganz junge Kätzchen bei uns ein, und wir haben schon einiges für sie gekauft. Ich denke jeden Tag an sie, sie waren wirklich so süß - wir haben sie ja schon live gesehen, und müssen nur warten, bis sie alt genug sind. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie ein guter Ersatz sind.

Ja bei uns ist es auch nicht richtig Land und nicht richtig Stadt. Und wir liegen direkt zwischen zwei Städten, allerdings eher kleiner Städten, nichts desto trotz ist schon mal hin und wieder was los.

Inzwischen kann ich langsam mit anderen über die Schwangerschaft meiner Schwester reden, weiß inzwischen schon den Entbindungstermin usw. Sie hat inwischen das Problem, dass ihre Ältere schon jetzt ganz schön eifersüchtig auf das zukünftige Baby ist (hat schon gemeint, ob wohl Mama sie noch mag, wenn das Baby da ist). Naja, ich sehe es inzwischen so, sie muss sich halt mit anderen Problemen rumschlagen, und so oft sehe ich sie ja nicht, weil sie weiter weg wohnt.

Finde es toll, dass du dich hier nochmal gemeldet hast. Ins endgültige Abschiedsforum schreibe ich kaum mehr was, weil da einfach recht wenige Benutzerinnen sind.Wenn du magst kannst du mir mal eine PN schreiben! (Gilt für alle hier!!!) liebe Grüße


  Re: hört das denn nie auf
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  julchenjochen
schrieb am 14.11.2017 18:09
Hi Chorus,

dass ich damals die Freundschaft zu dieser Freundin (ich kannte sie jetzt nicht so sehr lang) gekündigt habe, war im Nachhinein die beste Sache. Danke Sebastian, falls du das liest, du hast mir ganz deutlich geschrieben, dass ich doch besser "Schluss machen" soll, bevor mich das alles kaputt macht. Ich selbst hätte wahrscheinlich gar nicht so krass durchgegriffen, wenn ich nicht diesen Impuls bekommen hätte. Ich hätte mich jedes Mal gequält, wenn ich wieder die schwangere Tochter, dann das Baby, den ersten Zahn, den ersten Schritt, etc. mitbekommen hätte. So bin ich in den Augen meiner Freundin wahrscheinlich die Böse, die sie im Stich gelassen hat, aber das ist mir echt egal. Ich bin ganz stolz: gerade wo ich das schreibe, merke ich, dass ich doch schon den Ansatz eines dicken Falls habe. LOL

Die Katzen werden dich bestimmt ganz schön auf Trab halten. Finde ich gut. Würde ich ein Haustier wählen, so würde ich allerdings einen Hund wählen, ganz einfach, weil ein Hund - genau wie ein Kind - bei einem Spaziergang eine tolle Möglichkeit ist, in Kontakt zu treten. Übrigens habe ich mich neulich über meine Mutter aufgeregt: sie meinte, immer mehr Leute würden sich Hunde anschaffen, v.a. die, die keine Kinder haben. Ob das denn ein Ersatz wäre. Ich bin sehr sauer Hoffe du bekommst nie solche Sprüche zu hören.

Ich bin übrigens seit ca. 1 Jahr beim Firmensport. Ich weiß ja nicht wo du arbeitest, und ob da so etwas angeboten wird. Da sind auf jeden Fall viele Kollegen, und wir sprechen seltsamerweise so gut wie überhaupt nicht über die Arbeit, aber über unsere sportlichen Aktivitäten. Wir haben uns sogar mal am Wochenende zum Wandern getroffen. Das Gute ist: Mütter + Väter mit kleinen Kindern haben gar nicht die Zeit daran teilzunehmen. So sind wir hauptsächlich kinderlose. Das Thema haben wir allerdings nie berührt, die Geschichten der einzelnen Kollegen kenne ich nicht. Aber das ist auch egal. Wir freuen uns einfach, dass wir zusammen Sport machen und Spaß haben. Vielleicht bietet sich dir auch so etwas.

Ich finde es auch schade, dass ich endgültigen Abschiedsforum so wenig los ist. Allerdings muss ich mich auch an meiner eigenen Nase fassen. So oft bin ich dort ja auch nicht unterwegs. Vielleicht sind wir dort alle schon ein kleines Schrittchen weiter und schauen mehr nach vorn?

Schönen Abend noch und bis bald.

Jule


  Re: hört das denn nie auf
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  Hamamelis71*
schrieb am 14.11.2017 19:42
Neubausiedlung ist natürlich oft heftig! viele Familien mit Kindern. Wobei hier einige kinderlose (ältere) Paare gebaut haben oder auch Familien mit älteren Kindern. Aber prinzipiell kann man in einer Neubausiedlung dem Thema Kinder sehr schlecht aus dem Weg gehen.

Solche Sportgruppen oder Freizeitgruppen mit gemischtem Publikum sind echt super. Nervig finde ich es, wenn ich bei irgendwelchen Leuten irgendwelche Bilder von mir total unbekannten Kindern ansehen soll/muss. Das hat mich schon immer nicht interessiert, egal ob eigenes Kind oder nicht.

Am Wochenende war ich mit meiner langjährigen Freundin (kinderlos) auf einer Studentenparty (wir waren tatsächlich nicht die ältesten), da wir zufällig beide das Geburtstagskind gut kennen. Irgendwann kamen wir im Laufe das Abends mal ins Plaudern und da hat sie mir erzählt, warum sie mit gewissen Leuten (verständlicherweise) den Kontakt auf das Nötigste eingeschränkt hat. Bei uns fühlte sie sich immer willkommen und wertgeschätzt, da es bei uns auch viele andere Themen gab und wir uns immer auch sehr für ihre Sachen interessiert haben. Außerdem haben wir einen sehr gemischten Bekannten- und Freundeskreis, da ist das Thema Kinder nicht dauernd präsent, vor allem wenn wir Besuch von allein lebenden kinderlosen Freunden meines Mannes bekommen.

Viel hängt ja wirklich vom Umfeld ab. Wenn ich mit meiner Sportgruppe z. B. ins Theater gehe und wir sitzen danach in einer Kneipe, dann haben wir immer so viel zu erzählen, da sind Kinder eigentlich sehr selten Thema. Ehrlich gesagt weiß ich eigentlich nicht, wer von diesen Frauen Kinder hat. Das liegt aber auch daran, dass unsere Übungsleiterin sehr viele unterschiedliche Interessen hat, die sie mit uns teilt und die Gruppe sehr gemischt ist.


  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
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schrieb am 15.11.2017 13:35
@julchenjochen:

Gut dass du diese Trennung geschafft hast. Wäre ganz schön einseitig vom Einsatz her geworden. Ich hatte auch mal eine enge Freundschaft die aber von Aufwand meinerseits viel mehr war, sprich es war deutlich mehr Geben meinerseits. Jetzt wo es ihr besser geht und mir schlechter, herrscht plötzlich rechte Funkstille, das ist schon auffällig, hat sie bei anderen auch so gemacht, weiß ich zufällig. Deshalb denke ich, dass das wohl in diese Richtung gegangen wäre bei dir.

Hund geht bei mir leider nicht, wegen Wohnung im 1. Stock. Wir hätten schon ein bißchen mit dem Gedanken gespielt, aber niemand von uns ist halt täglich permanent zuhause, ich kann öfters am Mittag oder Vormittag, aber prinzipiell wäre es wohl für einen Hund sehr schlimm, fast jeden Nachmittag und auch mehrere Vormittage alleine, außerdem haben wir beide Erfahrung mit Katzen (ich hatte mal als Kind eine Katze und mein Mann bei seiner Ex) und beide so gut wie keine Erfahrung mit Hunden (meine Oma hatte mal einen Schäfer, aber das ist schon alles). Und wir fahren richtig gerne in den Urlaub, einmal im Jahr so ca. 2-3 Wochen am Stück im Sommer und zusätzlich noch so 2 Kurzurlaube. Da wäre der Hund dann richtig arm. Also wurden es dann doch Katzen.

Und bei Katzen muss man sich auch eher keine Sprüche bzgl. Kinder anhören, weil das ja nur Leute wissen, die direkt zu uns kommen oder denen es wir sagen. Und ja, um ehrlich zu sein, ist es ja dann ein wenig ein Kind-Ersatz, muss ich ganz klar sagen.

Firmensport geht bei uns eher weniger, mit 5 Mitarbeitern, wovon ich einen auch noch nicht zusätzlich am Abend sehen will, der ist mir so schon genug. So ca. 3x im Jahr gehen wir da gemeinsam essen, und in der Schule, in der ich ein paar Stunden unterrichten (derzeit nur 6 Stunden) gibt es auch hin und wieder Veranstaltungen. Aber die fallen halt oft in meine andere Arbeitszeit. Wie gesagt mach ich schon hin und wieder mal was mit Freunden (demnächst wieder Geburtstagsparty) aber da gibt es halt fast nur genau ein Thema, wobei sie sogar selber sagen, sie wollen mal was anderes aber es läuft immer wieder darauf hinaus........


  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
Status:
schrieb am 15.11.2017 13:40
@Hamamelis71:

Ja das würde mir auch gefallen, eine Party wie zu Studentenzeiten, das wär wieder mal was. Es ist ja durchaus so, dass sich nicht 100% der Themen um Kinder drehen. Witzigerweise ist es genau bei der Freundin, die schon 3 Jungs hat, zumindest zeitweise anders. Sie hat sich trotz der Jungs selbständig gemacht (allerdings schon nicht alleine) und hat wirklich diverse andere Themen. Aber die Jungs sind alle schulpflichtig.

Ach ja, hab übrigens beschlossen selber wieder mehr Abende mit Freundinnen zu organisieren. Vielleicht echt mal Theater oder so, hab da ganz spannende Sachen gelesen (in unserer Nähe gibt es z..B. einen Escape-Room, das würde ich auch mal gerne ausprobieren).


  Re: hört das denn nie auf
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  julchenjochen
schrieb am 16.11.2017 16:24
Ich habe da noch so einen Gedanken zum Thema "hört das denn nie auf":

ein Freund von uns ist geschieden, und hat wegen seiner Ex keinen Kontakt mehr zum Kind. Er leidet sehr darunter. Nun hat er eine neue Freundin, die gut 10 Jahre jünger ist als er. Er ist wieder glücklich. Nun redet seine Freundin schon darüber, wie es mal sein wird, wenn sie dann ein "Mäuschen" haben. Ich würde es ihm wirklich von Herzen wünschen, dass er ein neues Kind hat, aber gleichzeitig fürchte ich schon total den Moment, an dem mir die Schwangerschaft verkündet wird und das ganze Trara wieder von vorne losgeht: Probleme in der Schwangerschaft, wo wird entbunden, anschließende Stillprobleme, welche Kita.... Momentan ist es halt so unkompliziert - sie sind ein kinderloses Paar, er Mitte 40, ich kann mich sehr gut über alles mit ihm unterhalten, aber bald wird es wieder kippen, und ich werde wieder außen vor sein, da das Kind im Mittelpunkt aller Themen stehen wird.

Männer haben da echt noch mal eine Chance, egal wie alt sie sind...

Und für uns hört es eben nie auf.

Viele Grüße von Jule


  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
Status:
schrieb am 19.11.2017 20:33
Ja. Jule, es ist so. Es hört nie auf. Man kann es nicht ändern, ich kann mich nur selber ändern. Vor ein paar Tagen hat die Schwester meiner Schwägerin ihr Kind bekommen und ich hab schon ihren Mann getroffen - er ist mein Kollege... hab gratulieren "dürfen" -


Du kannst jetzt schon annehmen, dass dein Kollege gleich mal Papa wird, bei einer 30jährigen Freundin stehen im Normalfall die Chancen ja ziemlich hoch, dass sie innerhalb eines Jahres schwanger wird. Er selber ist ja schon erwiesenermaßen zeugungsfähig. Ich schicke dir mal jetzt schon ganz viel Kraft, dass du das dann gegebenenfalls gut aushältst. Mich rettet momentan die Aussicht auf unsere Kätzchen und die Tatsache, dass im Moment vielleicht doch noch ein Kind des Guten zuviel wäre für mich.

Je älter ich werde desto weniger scheint es jetzt noch wirklich passend. Passend für ein 1. Kind, nicht für ein 3. Kind oder so... Trotzdem bleibt ein echt schaler Beigeschmack so hin und wieder....


  Re: hört das denn nie auf
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  Heroine
schrieb am 22.11.2017 21:08
Liebe Chorus,

ich wollte mich auch gemeldet haben, sorry dass es recht spät wurde.

Tut mir Leid, dass es Dich wieder voll erwischt hat! Freut mich aber auch zu sehen, dass es doch bald wieder durchgestanden und ausgesprochen war.

Ich habe das Gefühl, je mehr man alles akzeptieren lernt, wie es halt ist, desto weniger Störemotionen kommen auf.
Stecke Deine Energie in die Sachen, die Du beeinflussen kannst.

Je mehr ich mich selbst nicht ernst nehme, desto mehr kann ich alles um mich herum genießen, ihnen Glück gönnen, Leid mittragen etc. Ist sicherlich nicht jedermanns Quark, aber meiner ist es geworden, durch die Verabeitung dieser Schmerzen. Spiritueller Quark halt.

Ich drück' DIch lieb! H


  Re: hört das denn nie auf
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  Chorus
Status:
schrieb am 23.11.2017 13:39
Am US bei der Untersuchung war beim Embryo meiner Schwester kein Herzschlag mehr zu hören. Ich leide mit ihr, erst nächste Woche kann eine Ausschabung erfolgen (wegen Medikamenten, die sie momentan nimmt).

Es ist schon schwer genug für sie, und mittlerweile habe ich mich ja schon mit dem Gedanken angefreundet, dass es eben jetzt so sein wird und ich wieder eine süße Nichte/einen süßen Neffen haben werde (sie hat schon einen Jungen und ein Mädchen)

Andererseit wäre ich froh gewesen, ich hätte einfach in der frühen Zeit nichts davon erfahren, so hätte ich mir 2x einen ziemlichen Schock erspart.

Grundsätzlich Heroine hast du schon recht, man soll sich auf das eigene Leben konzentrieren. Und es ist ja nicht gerade umbedingt so, dass ich die bin, bei der da nichts abgeht. Schon alleine beruflich bin ich eh gut gefordert - und damit meine ich inhaltsmäßig, nicht undingt bzgl. der Anzahl der Arbeitsstunden. Und dann sind da noch meine Hobbies. Und die bald wohl anwesenden Katzen. Die Geburtstagsparty, die ich am Wochenende vorbereite. Und. Und.

Aber ich kann das halt einfach nicht ausblenden, weil ich ja auch nicht irgendwo in der Einöde lebe, sondern meine Eltern wohnen in der Nähe, hin und wieder muss ich auch meinen nach wie vor bettlägrigen Vater pflegen usw. Fühle mich schon noch als Teil dieses Lebens, das geht auch mit Meditation nicht weg. Und zumindest bei anderen ist eben eine Schwangerschaft ein Thema. Auch wenn es dann von der Tochter schon das 3.Kind wäre, ist es immer noch etwas spannend, natürlich, und immer noch sehr traurig, wenn es nicht klappt


  Re: hört das denn nie auf
avatar  Lucy0803
Status:
schrieb am 24.11.2017 10:07
Liebe Chorus,

Ich habe zwar ein Kind, da ich es aber – lt. KiWu-Arzt – quasi in der letzte Sekunde bekommen habe (vorzeitige WJ + Endo) kann ich nachvollziehen, wie du dich (zumindest bei SS-Nachrichten) fühlst.
Mir hat es früher immer den Boden unter den Füssen weggezogen, aber so dermaßen… traurig Ich mochte teilweise nicht mehr in den Garten gehen, aus „Angst“ vor vorbeifahrenden Kinderwägen, wenn du verstehst…. Ich könnte endlos darüber schreiben…
Da es den meisten hier im Forum so geht, sind diese Gefühle wohl normal und du solltest kein schlechtes Gewissen haben.

Dass du dich in der Kleinstadt irgendwie ausgeschlossen fühlst, kann ich verstehen.
Auch hier (Kleinstadt in OÖ) ist es so, dass es soviele Veranstaltungen für Familien gibt, wo man als kinderloses Paar, hart ausgedrückt, irgendwie fehl am Platz ist, zumindest bekommt man als Kinderlose dieses Gefühl vermittelt, auch wenn es ja von Paaren mit Kind(ern) nicht beabsichtigt ist, das zu tun.
Du hast ja schon gute Tipps für Freizeitaktivitäten bekommen. Da würde ich an deiner Stelle einiges umsetzen.

Aber auf einen Punkt möchte ich doch noch eingehen (allgemein, nicht nur auf dich bezogen):
Es ist sicher so, dass viele Paare (v.a Frauen?) viel von ihren Kindern sprechen. Ich nehme an, das sind eher Frauen, die problemlos ss geworden sind, denn die wissen nunmal nicht, wie man sich als Kinderlose dabei fühlt.
Jedoch nehmen Kinder eben im Alltag eines Paares einen zentralen Punkt ein. Sie sind ein wesentlicher Aspekt des Paares, sei es nun ein Positiver (Liebe, Freude…) als auch ein Negativer (Stress durch Betreuung/Berufstätigkeit, Krankheiten…). Da ist es fast unumgänglich, zumindest manchmal ETWAS über die Kinder zu sprechen.
Nur als Bsp.: In meinem Yogakurs habe ich eine ganz liebe Frau kennengelernt. 45 und kinderlos.
Bei dieser Konstellation spreche ich grundsätzlich nicht über meinen Sohn, weil die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ihre Kinderlosigkeit ungewollt ist.
Nun, vor 2 Wochen war ich nicht im Kurs. Sie hat mich gefragt, wo ich denn gewesen wäre und ob ich denn den Abend lieber auf der Couch verbracht hätte, ich faules Stück smile Ich habe daraufhin wahrheitsgemäß geantwortet, mein Sohn war krank.
Ich hoffe wirklich, sie wirft mir nun insgeheim nicht vor, ich wäre wie ein Elefant im Porzellanladen und spreche nur von meinem Kind.

Nur so am Rande: Steht eigentlich im Raum, es irgendwann noch einmal mit EZS oder EMS zu versuchen?


Viel Freude mit euren 2 Fellnasen, wünsche ich dir! Wir haben damals in der KiWu-Zeit auch 2 kleine Racker bekommen und sie haben mir über viele negative Stunden hinweggeholfen. Außerdem sorgen sie auch für ziemlich gute Ablenkung LOL




@Jule:
Ich finde diesen Beitrag unmöglich.
Denkst du, ein NEUES Kind, würde bei deinem Bekannten sein ALTES Kind vergessen lassen??

Eine Freundin lag bei der Geburt ihres Kindes mit einer Frau im Zimmer, die tagelang geweint hat. Sie hat auch entbunden und 2 Jahre zuvor ihr 5-jähriges Kind durch Leukämie verloren.
Meine Freundin meinte zu mir, sie könne echt nicht verstehen, warum sie denn noch darüber weint, denn nun hätte sie ja wieder ein Kind...
So sehr ich meine Freundin mag, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Gottseidank ist sie noch einmal auf ihre Aussagen zurückgekommen, als ihr Sohn ein paar Jahre alt war und hat alles revidiert.

Dein Bekannter wird nie mehr wirklich von Neuem beginnen können! Zumindest solange nicht, bis er wieder stabilen Kontakt zu seinem „alten“ Kind hat, ganz egal wieviele „neue“ Kinder dazukommen!! traurig


Zitat
julchenjochen
Ich habe da noch so einen Gedanken zum Thema "hört das denn nie auf":

ein Freund von uns ist geschieden, und hat wegen seiner Ex keinen Kontakt mehr zum Kind. Er leidet sehr darunter. Nun hat er eine neue Freundin, die gut 10 Jahre jünger ist als er. Er ist wieder glücklich. Nun redet seine Freundin schon darüber, wie es mal sein wird, wenn sie dann ein "Mäuschen" haben. Ich würde es ihm wirklich von Herzen wünschen, dass er ein neues Kind hat, aber gleichzeitig fürchte ich schon total den Moment, an dem mir die Schwangerschaft verkündet wird und das ganze Trara wieder von vorne losgeht: Probleme in der Schwangerschaft, wo wird entbunden, anschließende Stillprobleme, welche Kita.... Momentan ist es halt so unkompliziert - sie sind ein kinderloses Paar, er Mitte 40, ich kann mich sehr gut über alles mit ihm unterhalten, aber bald wird es wieder kippen, und ich werde wieder außen vor sein, da das Kind im Mittelpunkt aller Themen stehen wird.

Männer haben da echt noch mal eine Chance, egal wie alt sie sind...

Und für uns hört es eben nie auf.

Viele Grüße von Jule



  Re: hört das denn nie auf
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 25.11.2017 22:12
@Lucy, ja wir haben ja schon erfolglose EZS hinter uns...und EMS stand nie im Raum, weil die Spermien meines Mannes ja noch ganz okay sind, zwar ist das SG nicht gerade super, aber es hat sogar zur IVF gereicht, und in unserer Klinik wurden so etwa 80% ICSI gemacht. Mein Mann will nicht mehr unbedingt mehr was davon hören, und ganz ehrlich, mir ist es auch langsam zuviel geworden, die Geheimhalterei, schnell schnell wegfliegen, sich eine Geschichte ausdenken, und die Medis, die Spritzen (nicht so viele, zum Glück) und vor auch das Geld, sind halt doch jedes mal mehrere 1000 Euros, und für nichts und wieder nichts (wenn ich hier immer lese dass sich manche über die 200,- für Kryos beschschweren und sie dann verwerfen....) wir sind eh schon ein Stück ärmer, und trotzdem erfolglos.... nein, es ist zu viel, einfach zu viel.... wäre nicht zuviel, wenn es klappen würde, aber da gibt es ja keine Garantie etc...

Niemand sagt was, wenn Frauen über ihre Kinder sprechen, wenn sie ein Problem damit haben oder etwas besonderes ansteht. Ehrlich gesagt würde ich das auch machen und ich rede auch gerne von meinen Nichten/Neffen. Aber z.B. die 2 Frauen aus meiner Gitarrenstunde wissen, dass ich kein Kind habe und fangen trotzdem sehr oft von recht belanglosen Dingen ihrer Kinder an. DAS habe ich damit gemeint. Das schließt mich definitiv aus und zwar wirklich gemein, finde ich. Ob ihre Tochter heute die Mathe-Hausübung nicht gemacht hat oder nicht, ist doch wirklich so was von irrelevant, muss ich nicht wirklich wissen... Finde es gut, dass du wenigstens etwas aufmerksamer gegenüber kinderlosen Frauen bist!

Bezüglich vom Kommentar von Julchenjochen glaube ich dass es eher darum geht, dass seine Freundin halt ein Kind mit ihm will und sie dadurch halt wieder ein kinderloses Paar verlieren wird. Niemals wird das ein Ersatz sein, aber sein erstes Kind ist ja immer noch da und nicht gestorben und er wird wohl immer noch die Möglichkeit haben, um ein Besuchsrecht zu kämpfen, das ihm ja wohl zusteht (? kenn mich da nicht so aus???).

Morgen ist noch unsere kleine Geburtstagsparty, und nächstes Wochenende ist dann der Einzug der Katzen geplant. Ja, ich schätze auch dass sie mich ablenken. Momentan ist es doppelt so schlimm für mich, weil es meiner Schwester ja auch nicht sonderlich gut geht.




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