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  wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 02.04.2015 17:25
Hallo zusammen,
Meine Frau und ich versuchen nun schon seit Jahren ein Kind zu bekommen. Nach einigen Fehlgeburten, unzähligen Arztbesuchen, zwei vergeblichen Künstlichen Befruchtungen und einer Humangenetischer Untersuchung war klar, dass meine Frau mit ihren eigenen Eizellen keine Kinder bekommen kann. Also haben wir uns weiter informiert und uns für eine Eizellenspende entschieden, die ebenfalls ohne Ergebnis blieb. Während meine Frau die ganzen Prozeduren Tapfer und geduldig hingenommen und die Rückschläge bewundernswert Stark überwunden hat, ging es mir bei jeder Fehlgeburt und erfolglosen Künstlichen Befruchtungen schlechter und schlechter. Am Anfang war es nur eine Tiefe Traulichkeit, die sich nach der Freude und Hoffnung der Empfängnis durch die Aborte einstellte. Nach jedem erfolglosen Versuch dauerte diese Phase bei mir länger und zieht sich seit dem letzten mal bereits seit zwei Monaten hin, so dass ich schon fast von einer Depressiven Episode sprechen möchte. Und damit nähren wir uns auch langsam meinem Problem. Ich habe genug. Genug von der Gefühlsachterbahn und diesem Schwarzen Loch in das ich falle wenn es wider nicht klappt. Ich hab genug von Ärzten, Untersuchungen, Blutabnahmen, Medikamenten und Spritzen. Ich habe mit meiner Frau darüber gesprochen, dass es reicht. Dass ich kein Kind um diesen Preis will und lieber Kinderlos bleiben würde als diese Tortur weiter zu machen. Ich habe andere Worte benutzt aber der Sinn war der gleiche. Sie will aber weitermachen. Sie will ein Kind!
Bin ich einfach nur ein Weichei und Schwächling weil mich das alles so mitnimmt und mir die Kraft fehlt weiter zu machen? Sollte ich einfach Ja und Amen sagen und sie weitermachen lassen ohne auf mich zu achten? Sollte ich sie vielleicht gehen lassen (nicht das sie das will.) damit sie die Möglichkeit hat einen anderen zu finden mit dem sie ihren Wunsch erfüllen kann. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich ratlos.


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Michamaria
schrieb am 03.04.2015 23:16
Hallo Titus,

Ich würde vorschlagen dass ihr euch nochmal in Ruhe zusammensetzt und Optionen besprecht dies kann ja auch eine Adoption oder Pflegekinder sein.
Habt ihr denn Unterstützung psychologischer Art oder ein guter Freund mit dem du quatschen kannst?

Ich kann den unbedingten kinderwunsch nachvollziehen einerseits, hätte aber mit meinem Mann adoption oder Pflegekinder anvisiert wenn's nicht geklappt hätte.
Ich wünsche dir alles Gute.
Lg


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 04.04.2015 12:15
Hallo Michamaria

Danke für deine Antwort und Anregungen.

Am Reden liegt es nicht. Meine Frau und ich stehen im Dialog miteinander und schaffen es auch unsere Gespräche weitgehend in Ruhe, wenn auch teils sehr Emotional zu führen. Das Problem besteht darin, dass wir im Punkt der Kinderwunsch Behandlung auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, da ich mich „um entschieden“ habe. Als klar war, das bei der Eizellenentwicklung bei meiner Frau etwas Elementar schief läuft, so das alle eine mehr oder weniger ausgeprägte Triploidie aufweisen. (Trotz unauffälliger Humangenetischer Untersuchung und ohne das die Ärzte sagen können warum dem so ist.) haben wir uns auch eingehend mit Adoption und Pflegekinder auseinander gesetzt. Wir sind uns einig, wenn auch aus verschiedenen Gründen, das dies nicht unser Weg ist.

Eine Paarterapie haben wir bisher nicht in Anspruch genommen, wohl aber ein paar wenige gute Freunde ins Vertrauen gezogen die teilweise auch eine psychologische Ausbildung besitzen.

Das ist ja die Ironie an der Geschichte. Sie versteht durchaus, warum ich nicht weitermachen möchte, genauso wie ich es verstehe dass sie ihre Möglichkeiten ausschöpfen möchte. Der Unterschied ist wohl, das Sie daran glaubt das es noch klappen kann, wenn auch mit einer fremden Eizelle, ich aber nicht. Und ich wünschte mir so sehr ich könnte weiter daran glauben. Und ihre Hoffnung, ihren Glauben kaputt zu Argumentiren bringe ich einfach nicht übers Herz. So wie bisher weiter zu machen aber auch nicht.


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Osterhase5
schrieb am 04.04.2015 23:49
Vielleicht haben die Eizellen nur aufgrund der Stimuliererei eine fehlgesteuerte Chromosomenverteilumg!!!
Bei mir hat die Stimulation nur solche Eizellen hervorgebracht und man sagte mir, es läge an meinen Eizellen!!!
So war es aber nicht!!! Ich habe dann nach zahlreichen Versuchen , eine ICSI im natürlichen Zyklus gemacht, sprich die Eizelle wurde kurz vor Eisprung einfach punktiert und siehe da, endlich top Embryonen und sofort schwanger! Außerdem wurde ich dann auch so nochmal schwanger!!!
Inzwischen bin ich der Ansicht , dass die hohen Dosen an Hormonen nicht immer Gutes anrichten!!!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Frau nur Triploide Chromosomensätze produziert!!! Jede Eizelle müsste nach Punktion bereits zwei Vorkerne aufweisen, bevor die Samenzellen dazukommen! Das müsste das Labor bereits vorher im Mikroskop sehen und die Befruchtung könnte man sich dann sparen!!! Oder meintest Du eine Trisomie, sprich keine Triploidie?
Ich würde mal KB im natürlichen Zyklus versuchen, sprich KEINE Hormone!!! Ich glaube nicht, dass Deine Frau keine gesunden Eizellen produziert!!! Vielleicht wird sie auch schlecht stimuliert! Ein Praxiswechsel wäre vielleicht auch eine Option!?
Außerdem weiß man, dass die Eizellqualität mit jeder weiteren Stimu schlechter wird!!!! Die Ursache hierzu kennt man nicht! Mir hat das mein KIWU- Arzt so mitgeteilt ! Im natürlichen Zyklus hatte ich Traumembryonen...., das war mit den Hormonen nicht der Fall!
Gebt nicht auf ! Versuche während eines Versuches dich emotional zu distanzieren ...
Ich habe mich in München bei Dr. Noss behandeln lassen!


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  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 05.04.2015 01:07
Hallo Osterhase

Danke für deine Antwort und deine Gedanken.

Zu nächst einmal hast du Recht, ich meinte Trisomie nicht Triploidie. Aber an der Hormonbehandlung lag es bei meiner Frau nicht, weil wir schon vorher einige Fehlgeburten bei natürlicher Empfängnis erleben mussten. Bei den ersten Aborten wurden wir vertröstet. Das Übliche eben: Sie haben einfach Pech gehabt und so etwas. Bis dann nach dem dritten Mal bei dem Embryo eine Trisomie festgestellt wurde. Und bei dem nächsten und nächsten und nächsten... Alles verschiedene Chromosome, einmal der komplette Satz. Wir haben uns dann zur Künstlichen Befruchtung entschieden, da wir dort die Poolkörperanalyse nutzen konnten. Leider werden damit nur ein paar Trisomien ausgeschlossen, so dass die Befruchteten Eizellen die bei diesem Verfahren eingesetzt wurden zwar einnisteten aber sich keine weiter als bis zur 8 Woche weiterentwickelte. Die anderen hatten alle verschiedene Trisomieformen.


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Chorus
Status:
schrieb am 05.04.2015 14:34
Hallo Titus,

vielleicht ist deine Frau auch schon am Ende und versucht, nach außen hin die Tapfere zu spielen? Je nach Alter würde ich mal eine Auszeit nehmen. Wenn ihr schon um die Vierzig seid aber nicht zu lange.

Nochwas, wenn jemand Gefühle unterdrückt (in diesem Fall deine Frau) kommen sie bei anderen Personen in der Umgebung hoch, das ist ganz normal. Und so denke ich ist es bei euch, du trauerst alleine für euch zwei. Würde deine Frau die Trauer mehr zulassen, würde es dir wahrscheinlich besser gehen. Angewandte Psychologie eben.

Ein anderes Beispiel: In der Arbeit ist es stressig, Mitarbeiter 1 gibt sich betont locker, Mitarbeiter 2 ist dann total überfordert, weil er eben unbewusst den Stress vom anderen auf sich nimmt.

Vielleicht redest du mal darüber mit deiner Frau. Bin gespannt, was sie dazu meint, denn es kommt mir schon sehr seltsam vor, dass sie bei diesen Schicksalsschlägen so stark bleibt....


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 05.04.2015 15:54
Hallo Chorus

Danke für deine Antwort und deine Gedanken.

Eine ähnliche These hatte auch ein Freund von mir aufgestellt und wir hatten schon einige Gespräche in dem dieser Punkt thematisiert worden ist. Es ist jetzt nicht so, dass sie nicht darunter leiden würde das es bei uns nicht klappt. Sie ist nach jedem gescheiterten Versuch auch traurig, weint und hadert mit dem Schicksal. Aber sie brauchte bisher meist nicht mehr als ein zwei Woche, bevor sie sich wider gefangen hat und mit Plänen für den nächsten Versuch kommt. Das komische ist dabei, das es mir eigentlich erst mal nicht so schlecht geht wie ihr. Wahrscheinlich weil ich genug damit zu tun habe, sie zu halten und wieder aufzubauen. Erst wenn ich mir keine Sorgen mehr um sie mache und mein Beschützerinstinkt nachlässt, geht es bei mir richtig los.

Noch ein kleiner Zusatz dazu bezüglich des Rates von Osterhase mich bei weiteren Versuchen emotional zu distanzieren.

Das hat sich für mich als äußerst schwierig herausgestellt. Klar hab ich versucht mir nicht allzu viele Hoffnungen zu machen und mir klar vor Augen zu halten das es wieder schief gehen kann. Aber etwas kognitiv zu wissen und es Emotional zu empfinden ist eine schwere Aufgabe, an der ich, wie man vielleicht an meinem Anfangstext bemerkt, kläglich gescheitert bin. Obwohl es mir in der Öffentlichkeit und auf der Arbeit weitgehend gelingt eine Maske aufrecht zu erhalten, was gerade bei meiner Arbeit, (Ich bin Erzieher) teilweise echt hart ist. Haben mich Freunde schon darauf angesprochen das ich mich verändert hätte. Klar, wenn man gerade mitten in einer Trauerphase steckt, ist man nicht gerade der schönste Sonnenschein, aber diese Gespräche haben mir zu denken gegeben. Ich habe danach mehr darauf geachtet wie ich mich verhalte und festgestellt, das sie recht haben. Auch wenn ich meinen Humor noch nicht verloren habe muss ich sagen, das Ich sarkastischer und pessimistischer geworden bin und einen großen Teil meiner Lebensfreude verloren habe.

Andererseits hat sich auch meine Frau verändert. Sie ist härter und unnachgiebiger geworden, wo wir dann wider beim Unterdrücken von Gefühlen sind und du durchaus recht haben könntest, das ich zum Teil auch für meine Frau mittrauere. Ich werde das in unserem nächsten Gespräch auf jeden Fall nochmal Thematisieren.

Was eine Pause angeht, ist das ein sehr schwieriges Thema. Wenn ich nicht gesagt hätte, das ich keinen weiteren Versuch machen will, wären wir bereits mitten in der nächsten Behandlungsphase. Selbst jetzt wird sie mit jedem Tag der vergeht unruhiger. Sie versucht zwar mir Zeit zu geben, will aber dass ich mich möglichst bald entscheide. Und zwar dafür weiter zu machen. Während ich mit mir Hader hat sie bereits angefangen Vorbereitungen zu treffen, Schreibt mit Kliniken und überlegt sich wohin wir uns noch wenden könnten.


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Chorus
Status:
schrieb am 05.04.2015 18:31
Hallo Titus,

kann erst jetzt antworten, war auf einer Geburtstagsfeier.. Ja, das Thema ist schon schwierig. Es ist meistens so, dass ein Partner mehr will als der andere. Bei mir war es eher so, dass mein Mann und auch die Klinik gepusht haben.

Übrigens bin ich nebenberuflich Lehrerin (nur für 8 Stunden/Woche) und weiß, wie hart der Job ist, wenn man selber Probleme hat. Auch bei mir war es so, dass ich teilweise am Limit war, und sogar meine Schüler (!) mich darauf angesprochen haben, dass ich mich verändert habe. Eine Schülerin meinte, ich wäre deutlich strenger, ein anderer meinte, ich wäre früher fröhlicher gewesen. Das gab mir schon zu denken. Eine Freundin von mir meinte, sie mache sich Sorgen um mich. All diese Leute haben eigentlich keine Ahnung von meinen Behandlungen und merken doch die Veränderung.

Übrigens habe ich auch einen "normalen" Job und dort ist es eindeutig leichter für mich, wenn es mir mal schlecht geht. Es hängt also unmittelbar mit dem Beruf zusammen, ich habe ja den direkten Vergleich.

Wie auch immer, deine Frau ist möglicherweise auch einfach eine Verdrängungskünstlerin, irgendwann wird es auch bei ihr hoch kommen, da bin ich mir sicher. Vielleicht ist dir die Situation auch mehr bewusst, du bist vielleicht jemand, der viel reflektiert, schon von Beruf wegen. Zudem kommt, dass du als Mann vielleicht etwas hilflos bist, weil du nur mehr oder weniger zuschauen darfst und nicht aktiv was machen kannst.

Trotz allem, ich habe das dumpfe Gefühl, dass der Zusammenbruch bei ihr noch kommt. Das ist etwa wie bei Menschen mit Burnout, die haben auch vorher eine so unbändige Arbeitswut, und plötzlich brechen sie zusammen, habe ich schon öfters erlebt, bei Kollegen. Ich denke, deine Frau muss etwas vorsichtiger mit sich umgehen. SIE ist meiner Meinung nach gefährdeter als du, auch wenn es dir jetzt nicht so vorkommt. Aber ich denke, auch das hast du schon mitbekommen. Und es macht dir wiederum zu schaffen, dass sie es nicht versteht.

Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie alt ihr seid? Obwohl, bei Eizellenspenden spielt das Alter keine Rolle mehr, sagt man zumindest...


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Osterhase5
schrieb am 05.04.2015 20:42
Noch ein Ratschlag: vielleicht würde hochdosiertes Q10 deiner Freundin helfen! Hierzu braucht sie aber ein Rezept!!!
Vielleicht kann sie damit dem antriebskraftwerk jeder Zelle, auch der der Eizellen, den Mitochondrien , auf die Sprünge helfen!!! Denn diese sind essentielle Energielieferanten auch für die Reduktionsteilung / Reifeteilung der Eizellen!
Man weiß, dass die Kraft der Mitochondrien mit dem Alter nachläßt! Und damit vermutet man auch eine weitere Fehlerquelle bei der Chromosomenverteilung!
Man sollte es gut drei Monate nehmen....!
Alles Gute!


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 06.04.2015 00:08
Hallo Chorus

Danke für deine schnell Antwort.

Ja meine Arbeit macht die Sache auch nicht leichter. Während ich arbeite halten mich die Kids und Jugendlichen die ich betreue meistens genügend auf Trab, das ich im Hier und Jetzt sein muss und gar keine Zeit habe zu grübeln. Aber danach, wenn ich Feierabend habe kommt es manchmal hoch. Und tatsächlich ist es wirklich belastend bei den ganzen Terminen und Behandlungen nur als Händchenhalter und Samenspender zu fungieren. Spielt alles mit hinein.

Ob sie eine Verdrängungskünstlerin ist kann ich nicht sagen, aber sie kommt bisher besser klar. Sie hat mir vor kurzen gesagt, dass eine Aufgabe des Kinderwunsches für sie viel schlimmer wäre als weiter zu machen.

Du hast insofern recht, das ich mich bemühe ein reflektierter Mensch zu sein, aber ob ich klarer Durchblicke oder einfach nur negativer auf die Gesamtsituation schaue weis ich nicht. Ich muss mich daran halten was ich fühle.

Und damit komme ich zum Thema Zusammenbruch. Ich merke und weis das ich mich verdammt nah daran befinde. Meine Frau meint, das sie einen erleiden würde, wenn sie ihren Kinderwunsch aufgibt. Ob er auch dann kommt? Bestimmt wenn spätere Versuche auch scheitern sollten, das wann ist aber für jetzt unerheblich, weil ich derjenige bin der vorher schlapp macht.

Meine Frau wird 36 ich werde 38


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 06.04.2015 00:16
Danke für deinen gut gemeinten rat Osterhase.

Ich bin nicht sicher ob wir das nicht schon in der zweiten Künstlichen Befruchtung versucht haben. Aber ich habe es aufgeschrieben und werde es meiner Frau empfehlen.

Aber nicht jetzt.

Erst wenn ich meinen Konflikt klären konnte werde ich ihr etwas davon sagen. Alles andere ist so als wenn man Öl ins Feuer kippt.

Die frage die sie mir immer wider stellt, Verbal und Nonverbal ist; Können wir jetzt weiter machen? Und meine Antwort ist immer noch; nein, ich kann nicht mehr.


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Osterhase5
schrieb am 06.04.2015 09:07
Noch etwas liegt mir am Herzen! Ich möchte Dir dabei nicht zu nahe treten!!!
Könnte es denn nicht auch an deinen Spermien liegen! Auch, wenn deine genetische Untersuchung ohne Befund war, heißt das ja noch lange nicht, dass die Chromosomenfehlverteilung nicht auch von dir kommt! Auch die Spermien unterliegen einer komplizierten Reduktionsteilung, um befruchtungsfähige Spermien im Hoden zu erhalten!!! Sie müssen vom doppelten Chromosomensatz zum einfachen umgewandelt werden, genau das gleiche wie bei der Eizelle...!!!! Und hier kann vieles falsch laufen! Spermien werden diesbezüglich nicht untersucht , ganz schnell liegt es immer nur an den Frauen!!!! Die Repromedizin macht es sich hier immer sehr einfach!!!
Eine Samenspende, wenn dies für Euch vorstellbar wäre, könnte daher eine gute Alternative zu einer neuen Behandlung sein!!! Vielleicht würde deine Frau mit einem anderen Mann schon längst Kinder haben....!
Lass Dir das mal durch den Kopf gehen !!!! Ich glaube immer noch, dass deine Frau auch viele gute Eizellen hat!!!!


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Osterhase5
schrieb am 06.04.2015 09:41
Übrigens habe ich in meiner Kinderwunschzeit eine Frau kennengelernt , wo die Repromedizin alle Mißerfolge in den Behandlungen auf ihre Eizellen schoben; die ganzen Fehlgeburten , Nullbeftuchtungen in den Versuchen....!!!
Sie hat sich von ihrem Mann scheiden lassen, dessen medizinischen Parameter ja alle so super waren...!
Diesen Schritt der Trennung zu gehen, so sagt sie es heute, war ihr großes Glück!!!! Denn im Februar besuchte ich sie im Krankenhaus ! Sie bekam ihr drittes Kind und das mit 41 Jahren!!!! Alle Kinder sind natürlich entstanden!!!! So viel zu schlechter Eizellproduktion!!! Ich kann diese Aussagen nicht mehr hören ! Alles wird den Frauen zugeschoben , sorry!!!
Wenn Du nicht mehr magst und deine Frau wird auf natürlichem Wege auch schwanger , dann nimm ihr nicht die Zukunft auf Kinder !!!
Obig hast du geschrieben , dass die Polkörperdiagnostik bei den stimulierten Versuchen schlecht ausfiel! Aber , das ist für mich nicht repräsentativ , weil man eben weiß, dass die Hormongabe zu viel schrottigen Eizellen führt!!! Das hat mir selbst mein Kinderwunschzentrum erzählt! Vielleicht sind auch einige Fehlgeburten Deiner Frau, welche nicht untersucht wurden darauf zurückzuführen , dass ihr gewerblich nicht zusammenpasst!!!!
Ich wünsche Euch alles Gute, insbesondere Deiner Frau!


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  015Titus
schrieb am 06.04.2015 11:37
Liebe Osterhase,

Du bist mir nicht zu nahe getreten, sondern äußerst da etwas, was mir auch durch den Kopf geistert.

Die Untersuchungen bei mir beschränkten sich tatsächlich auf drei Spermiogramme, Blutanalysen wegen übertragbaren Krankheiten und der Humangenetische Untersuchung alles in Ordnung. Ich habe bei den Gesprächen immer wieder einmal nachgefragt, ob es auch an meinem Samen liegen könnte was von Seiten der Ärzteschafft immer wieder schnell vom Tisch gefegt wurde.

Insofern gebe ich dir Hundertprozentig recht das sich die Mediziner die Sache da zu einfach machen. Ich hoffe, dass du nicht denkst, dass ich meiner Frau irgendwelche Schuld anlaste, dem ist nicht so.

Deine Sätze:
„Vielleicht würde deine Frau mit einem anderen Mann schon längst Kinder haben....!“ und
„Sie hat sich von ihrem Mann scheiden lassen, dessen medizinischen Parameter ja alle so super waren...! Diesen Schritt der Trennung zu gehen, so sagt sie es heute, war ihr großes Glück!!!!“ und
"Wenn Du nicht mehr magst und deine Frau wird auf natürlichem Wege auch schwanger , dann nimm ihr nicht die Zukunft auf Kinder !!!"

Tuen mir im Moment ziemlich weh, helfen mir aber auch bei meinen Überlegungen und werden von mir berücksichtigt werden. Das Problem bei deinen Argumenten ist nur, das sie sich ja gar nicht trennen will. Sie will ein Kind mit mir.


  Re: wann ist genug einfach genug ?
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  Michamaria
schrieb am 06.04.2015 17:40
Lieber Titus,

Wenn es dir aktuell so schlecht geht dann müsst ihr erstmal pausieren.
Jeder von euch muss sich darüber klar werden ob der Partner bzw eure Beziehung oder der alleinige Kiwu im Vordergrund steht. Vor allem deine Frau muss sich darüber klar werden.
Bei dir ist die Frage ob es dir psychisch besser geht wenn ihr mit der Behandlung aufhört aber du weiter mit Kindern täglich zu tun hast-evtl ist eine Umorientierung beruflich auch das relevante.

Ich hoffe dass es dir bald besser geht.
Lg




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