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  Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Nuori
schrieb am 22.01.2015 19:48
Hallo,
so nun ist es soweit, ich setze mich endgültig mit dem Geschwisterwunsch auseinander.
Wir haben unseren Sohn (siehe Profil) nach langer Kiwuzeit, vielen Jahren mit vielen Tränen bekommen. Ein Geschwisterchen hätte ich mir sehr für ihn gewünscht. Aber nun habe ich mich entschieden, es wird keine weiteren Versuche mehr geben. Ich kann nicht mehr, ich will auch nicht mehr. Aber es tut so weh und ich habe auch Angst, dass ich nicht glücklich mit dieser Entscheidung sein kann.
Wer ist auch in einer ähnlichen Situation, hat schon damit abgeschlossen oder ist dabei? Wie geht es euch mit der Entscheidung? Wirds besser, irgendwann?
Ich hab so Angst, dass ich das nicht packe, weil der Wunsch ja noch da ist und ich das Gefühl habe er wird es auch immer bleiben. Jedes Baby im Bekannten- und Freundeskreis ist ein Stich ins Herz.... traurig

lg winkewinke
und danke fürs lesen


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  pingu1
schrieb am 23.01.2015 12:02
Hallo Nouri,

ich kann Dich nur allzugut verstehen. Fühl Dich erst mal gedrückt. Auch mir fällt es unheimlich schwer, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Mein Kopf sagt nach 9 (!) FGs in Folge "hör endlich auf und genieße Dein gesundes Kind", aber mein Bauch und Herz fühlen einfach anders. Aber ich bin körperlich und psychisch völlig am Ende. Leider lässt mir mein Alter (bin 42) keine Auszeit mehr, um alles in Ruhe anzugehen. So finde ich mich nach und nach mit der Situation ab, auch wenn es schwer fällt...

LG
Pingu


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Hamamelis71*
schrieb am 24.01.2015 16:26
Mein Sohn ist mittlerweile 6 und ich bin 42. Für meinen Mann war nach der endlich erfolgreichen 2. ICSI der Kinderwunsch abgeschlossen. Ich genieße mein Einzelkind und mittlerweile werden im Bekanntenkreis kaum noch Babys geboren. Dann denkt man auch nicht, was wäre wenn. Das wird dann einfacher.

Mein Mann ist viel unterwegs und ich bin viel alleine mit allem. Mein Sohn hat etliche Spielkameraden im gleichen Alter in der Nachbarschaft und hat noch nie nach einem Geschwisterchen gefragt. Wenn er sieht, wie sich seine Freunde mit den Geschwistern streiten, ist er froh, dass er zu Hause seine Ruhe hat. Ihm ist auch nie langweilig, zumal es hier immer Spielkameraden gibt.

Wir können glücklich sein, dass es nach all den Jahren des Wartens überhaupt geklappt hat. Und ich versuche nicht daran zu denken, was wäre wenn. Denn unser Weg zum Kind klappt halt nicht ohne ärztliche Hilfe. Ich denke immer an die Vorteile eines Einzelkindes, denn alles andere wäre in unserer Situation extrem unrealistisch.

LG Hamamelis


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Nuori
schrieb am 24.01.2015 19:23
danke für eure Beiträge, habe euch eine PN geschrieben

lg


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  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
avatar  Hideaways
schrieb am 26.01.2015 10:41
Hallo Ihr Lieben,
heute habe ich genau den Wunsch verspürt hier mal wieder nach langer Zeit zu lesen und schreiben.
Ich wünschte mir so sehr, dass ich so denken kann wie hamamelis71*.
Eigentlich hat sie Recht aber mein Herz sagt was anderes.
Mein Sohn ist mittlerweile 7 und ich 44.
Ich weine momentan jeden Tag obwohl wir einen sooooooo tollen Jungen haben.
Kinder sind einfach das schönste und tollste auf der Welt.
Irgendwie kommt der Schmerz immer wieder hoch.
Ich fühle mich auch noch nicht wirklich zu alt.
Was tun?
LG an euch


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Nuori
schrieb am 27.01.2015 19:08
hallo, winkewinke
ja es ist nicht leicht, ich habe auch noch einen weiten Weg vor mir, positiv zu denken. Ich werd jetzt auch versuchen auch die positiven Dinge zu sehen und hoffen, dass es irgendwie verkraftbar ist.
Ich kann dich gut verstehen streichel

lg


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Sue1283
schrieb am 05.02.2015 20:57
Hallo Nuori, ich bin zufällig auf dieses Abschiedsforum gestoßen und bin auch normalerweise nur eine stille Leserin. Ich fühle mit dir und weiß, wie schwer das ist den 2. Kinderwunsch abzuschließen. In meinem Fall stirbt die Hoffnung zuletzt. Ich habe nach der Geburt meiner Tochter die Gebärmutter entfernt bekommen. 9 Stunden hatten Ärzte versucht meine Gebärmutter zu retten. Letztendlich hatte ich so viel Blut verloren (mein HB Gehalt war unter 5) dass man nur noch lebenserhaltene Maßnahmen ergreifen musste. Ich war 2 Tage auf Intensiv und konnte meine Tochter nicht mal richtig kennenlernen. Für mich war die Geburt sehr traumatisch und ich leide heute noch darunter. Wir haben uns so sehr ein Geschwisterchen gewünscht. Ich denke jeden Tag daran... Ich bin oft im Netz und erkundige mich über Möglichkeiten. Leider gibt es für uns nur die Leihmutterschaft. Man liest darüber einiges aber habe auch manchmal das Gefühl, dass in manchen Foren viel Werbung für bestimmte Kliniken gemacht werden. Ich hoffe dass du irgendwann damit abschließen kannst.


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  *Pippilotta
Status:
schrieb am 12.02.2015 09:23
mir gings doch genau so liebe Nuori!! Leider... fühl dich mal fest gedrückt! - du.. was ich fragen wollte.. WORAN liegt es bei euch? An dir? An ihm? Hat er schlechte Spermien? Wenn ja.. dann könntest du nicht auch einfach unverhütet bleiben? Vielleicht klappt es ja trotzdem irgendwann.. ich gebe in der Hinsicht auch nicht wirklich auf.. aber Versuche gibts bei uns keine mehr.. da gehts mir wie dir.. ICH KANN UND WILL das nicht mehr! Wenn du noch Fragen hast.. gerne per PN...


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Nuori
schrieb am 13.02.2015 19:52
Hallo Sue,
danke für deinen Beitrag, da hast du aber viel hinter dir streichel
Es tut mir leid, dass es so gegangen ist. ich wünsch dir auch viel Glück und vielleicht findet ihr eine Möglichkeit.

@ Goschibär, hab dir ne PN geschrieben.


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Arim
schrieb am 15.01.2016 16:05
Hallo zusammen,

Ich habe auch abgeschlossen mit dem geschwisterkind und bin gerade nach der 3. FG erleichtert.
Eigentlich hatten wir Ende 2014 nach der 2. FG schon abgeschlossen, aber dann bin ich letztes Jahr einfach so schwanger geworden.
Wir haben eine gesunde Tochter, die jetzt 6 Jahre ist. Ich bin schon 38 und mein Mann 42.
Unsere Tochter kam wegen Pco mit hormonstimulation. Zwei Jahre später das gleiche - aber FG in der 9. ssw.
Das Jahr darauf eine überstimulation und danach EUG und überstimulation. Op mit bauchschnitt. Danach war ich fertig.
Aber 2013 neuer mut und 2 ivf's gemacht - erfolglos.
2014 die 3. ivf - überstimulation , kryo von 11 Embryonen ( warten 23 Eizellen). 2. kryo erfolgreich, aber wieder FG in 9. ssw und wieder im Dezember, gleiche Zeit. Restlichen 5 Embryonen weggeschmissen, abgeschlossen. Schilddrüse, Gerinnung, als untersucht - nix. Segeln angefangen, einfach gelebt und dann wieder Ende 2015 einfach so schwanger geworden, aber wieder missen abortion in der 7. ssw, wieder kurz vor Weihnachten.
Jetzt möchte ich, dass mein Mann sich sterilisieren lässt. Wir wissen einfach nicht die Ursache. Es gibt keine familiäre Disposition, aber die Angst ist zu groß und wir fühlen uns zu alt. Habe einfach Zuviel durchgemacht. 5 Jahre und 4 Schwangerschaften. Sportlich und berufliche eine Katastrophe. Jetzt will ich leben und genießen.

Das Leben hat was anderes mit uns vor. Und dieses Mal trifft es mich so hart, weil ich schon andere Pläne hatte.
Wir bekommen nun einen Hund, den sich meine Tochter schon lange wünscht.

Ich glaube, das ist das einzige, was hilft, loszulassen. Es gibt auch einen anderen Sinn im Leben, als nur Kinder in die Welt zu setzen.

Liebe Grüße an euch alle.
Arim


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
avatar  joos
Status:
schrieb am 15.01.2016 23:14
Hallo zusammen,

Wir sind gerade in der wahrscheinlich letzten icsi- Stimulation und ich schwanke jeden Tag zwischen : ich mache solange weiter bis wir ein geschwisterchen haben und es hat doch alles kein Sinn, sollen wir nicht aufhören.

Auf der einen Seite erhoffe ich mir den Tag wo ich sagen kann es ist Schluss und ich kann damit leben. Endlich keine Tabletten mehr, arztbesuche etc. einfach glücklich sein mit dem was wir erleben und begleiten dürfen. Einfach wieder Leben!! Ich habe Angst durch die ganze KIWU- Zeit unsere Maus zu verpassen und ihr nicht gerecht zuwerden.

Und auf der anderen Seite habe ich Angst davor das die kleine alleine bleibt wenn Andere Kinder abends ihre Geschwister haben zum Spielen, hat sie niemanden. aber der altersabstand macht mir die größte Sorge wenn es jemals noch klappt dauert es halt immer noch 10 Monate.

Jede Schwangere um mich herum ob erst, 2.,3. etc. gebärende macht mich traurig und ich kann mich nicht für sie freuen sondern denke immer nur warum sie alle und wir nicht?
Auf der Arbeit bin ich jeden Arbeitstag mit Babys und frischen Müttern umgeben, auch ist unser Team sehr jung und deshalb immer wieder ss.

Ich habe mir nun professionelle Hilfe geholt und hoffe mit ihr einen Absprung zu schaffen der für uns alle stimmt!


  Re: Abschied vom Geschwisterwunsch
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  Sandragr
schrieb am 26.01.2016 18:34
Hallo,

bei mir heißt es nun auch ab heute endgültig Abschied nehmen vom Geschwisterkind. Fühle mich gerade noch richtig leer und schwer zu gleich. Dachte nach der Geburt meiner kleinen Tochter eigentlich, dass mein Leben endlich nach den vielen Jahren KIWU endlich perfekt ist, aber seit 2 Jahren quälte mich immer mehr der Wunsch nach einem Geschwisterkind. Die 2 ICSI´s danach endenten nach meiner kleinen Prinzessin immer negativ. Mit hoher Überzeugungskraft konnte ich meinen Mann gerade nochmal überzeugen einen letzten Versuch zu wagen. Er möchte endlich mit dem Kinderthema abschießen und möchte "normal " weiterleben. Immerhin ist es auch für uns eine ziemlich hohe finanzielle Belastung, da ich nur noch seit meiner Tochter halbtags arbeite und wir ja schon seit vielen Versuchen Selbstzahler sind. Meine große Hoffnung war dieser letzter Versuch, wo ich mir auch fast sicher war, dass es diesmal klappt. Es war alles perfekt bis jetzt. Heute früh kam dann spontan der Gedanke einen Schwangerschaftstest zu machen PU+12. Ich war mir soooooo sicher, dass er positiv ist. Ich dachte ich fühlte die Schwangerschaft in meinem Bauch. Es war einfach ein Gefühl. Und dann das "negativ". Kein Hauch einer 2. Linie. alles Blütenweiß. Ich dachte, dass Schicksal wäre auf meiner Seite. Ich träumte nur noch von einem Baby. Jetzt ist alles vorbei. Mein Mann macht definitiv nicht mehr mit bei einer weiteren ICSI. Das wars jetzt endgültig. Es tut soooo Weh. Dabei habe ich doch eine wünderschöne und gesunde kleine Prinzessin. Sie gibt mir auch Kraft, es tut aber trotzdem weh und ich kann mir irgendwie trotzdem noch nicht vorstellen, dass ich einfach kein Baby mehr im Arm halten soll. Weiß gerade gar nicht, wie ich mit meinen Emotionen umgehen soll. Dabei bin ich doch nicht die Einzigste. Und was ist mit den Frauen, die gar kein Kind bekommen konnten und abschließen mussten. Ich hätte nie gedacht, dass ich nach meinem Kind trotzdem nochmal in so eine große Trauer falle.
Es gibt doch soviele Paare, die ein Kind haben, warum kann ich mich damit einfach nicht abfinden. Es quält mich jetzt schon zwei Jahre. Wird es mich jetzt auch noch die nächsten Jahre quälen, und wenn ja wielange soll es gehen? Warum kann ich einfach nicht abschließen? Am Donnerstag ist dann ncoh der Bluttest. Für mich ist es aber schon vorbei. Man hätte jetzt schon längst was sehen müssen. Bei meiner Tochter war es damals ja auch schon ersichtlich.

Liebe Grüße
Sandra




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