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  Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
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  Anna_81
schrieb am 22.10.2014 17:40
Hallo,

ich bin zwar schon einige Zeit registriertes Mitglied, habe aber bisher nur ab und zu ins Forum geschaut. Dieses ist mein erster Beitrag und ich möchte zum einen ein freundliches "Hallo" in die Runde rufen und euch zum anderen etwas fragen.

Und zwar würde ich gerne wissen, ob hier jemand unterwegs ist, der auf eine (weitere) KiWu-Behandlung verzichtet, obwohl sie erfolgsversprechend scheint.

Bei uns ist es folgendermaßen: 2011 habe ich die Pille abgesetzt. Als nach 1½ Jahren nichts passiert war, gingen wir zu KiWu-Sprechstunde. Dort kam heraus, dass mein Zyklus nicht 100%ig rundläuft, aber auch nicht grottig ist; außerdem nehme ich jetzt wegen Hashimoto-Verdacht L-Thyroxin ein. Das Spermiogramm meines Mannes ist in Ordnung. So lief es bei uns auf eine hormonelle Stimulation hinaus (5 Durchgänge). Das einzige, was sich tat, war, dass mein Zyklus für einige Zeit regelmäßiger wurde. Mit Nebenwirkungen hatte ich kein Problem, das Spritzen und die Terminkoordination waren nur etwas lästig.
Was uns beide aber wirklich belastete, waren der Kalendersex und das Warten und Bangen und die Enttäuschung jeden Monat. Das sind Belastungen, die ja hier jede kennt. Die hat man auch ohne Behandlung.
Im Sommer wurde eine Bauchspiegelung durchgeführt, bei der man eine leichte Endometriose feststellte und behandelte. Die Empfehlung lautet jetzt, vielleicht noch zwei Stimulationen durchzuführen und dann ggf. eine IVF.

Naja, jetzt komme ich langsam zum Punktsmile
Wir sind beide nicht mehr sonderlich motiviert, die Behandlung weiterzuführen. Irgendwie haben wir genug. Es ist nicht so, dass wir kein Kind mehr möchten. Aber wir könnten uns auch ein erfülltes Leben ohne Kind vorstellen. Vielleicht mit einem Hund ("Fellkind", wie Freunde von uns unken). Es wäre so schön, nicht mehr warten zu müssen. Manchmal denke ich, ich sollte die Pille wieder nehmen, dann fällt das hoffnungsvolle Warten weg und es ist endlich eine Entscheidung gefallen.
Und will ich eigentlich ein Kind wirklich des Kindes wegen? Oder will ich es aus Bockigkeit, weil es bei uns nicht klappt, bei den meisten anderen aber schon?
Andererseits: werden wir es nicht irgendwann bereuen, nicht alles versucht zu haben? Wir wollten so gerne 2 oder 3 Kinder. Oder wollen? Sollten wir nicht zumindest noch die Stimulationen durchziehen? Weil es die Möglichkeit gibt?
Ich bin hin- und hergerissen!

Vielleicht gibt es ja jemanden hier, der sich relativ früh vom Kinderwunsch verabschiedet hat? Natürlich freue ich mich auch über Nachrichten von allen anderen! Hoffentlich schrieb ich nicht zu wirr.


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
no avatar
  Chorus
Status:
schrieb am 24.10.2014 10:30
Wer nicht wagt, gewinnt nicht.

Natürlich ist einen IVF kein Zuckerschlecken, aber ich habe jetzt 2 hinter mir (neg.) und lebe immer noch smile

Wenn es dein Herzenswunsch ist, ist es wert, ein Opfer zu bringen. Fight for your dreams!!


PS in unserer KiWU ist ein Arzt ganz massiv gegen solche Methoden (GVnP) etc, weil er einfach findet, dass es die Frauen total auspowert, obwohl die Erfolgquote recht gering ist. Die Erfolgsquote von IVF ist etwa 3x so hoch, natürlich auch der Aufwand, aber du willst doch Nägel mit Köpfen machen...


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
avatar  MissLuna73
Status:
schrieb am 24.10.2014 13:55
Hallo Anna,

mein Mann und ich haben uns bereits nach einer ICSI für einen anderen Weg entschieden. Es waren finanzielle Gründe und auch mein Alter spielte eine Rolle. Aber hauptsächlich hatten wir keinen wirklichen Glauben daran, dass es klappen könnte. Und jetzt sind wir glücklich, wie es ist.

Vielleicht legt ihr erstmal eine Pause ein. Hört in euch rein, was ihr beide wirklich möchtet. Möglicherweise willst du nach ein, zwei Zyklen Pause wieder durchstarten? Oder auch nicht? Nehmt euch die Zeit, in Ruhe zu überlegen. Das ist mein Rat für euch.

LG
Luna


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
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  gelöschter User
schrieb am 28.10.2014 15:52
Hallo,

diese Überlegungen kenne ich auch:

Zitat
Anna_81
Und will ich eigentlich ein Kind wirklich des Kindes wegen? Oder will ich es aus Bockigkeit, weil es bei uns nicht klappt, bei den meisten anderen aber schon?
Andererseits: werden wir es nicht irgendwann bereuen, nicht alles versucht zu haben? Wir wollten so gerne 2 oder 3 Kinder. Oder wollen? Sollten wir nicht zumindest noch die Stimulationen durchziehen? Weil es die Möglichkeit gibt?
Ich bin hin- und hergerissen!

Ich stecke gerade mitten in unserem (angedachten) letzten Versuch. Bin ein besonders schwerer Fall, bekomme recht heftige Medikamente zusätzlich zur "normalen" Belastung bei künstlicher Befruchtung. Mein Arzt ist langsam ein bisschen ratlos. Weil ich immer Top-Embryonen habe macht er mir Hoffnung, wahrscheinlich zu Recht.
Aber ich merke sehr, wie das alles an mir zehrt, an der Gesundheit, der Partnerschaft, dem Job, der Freizeit, den Ersparnissen...
Falls es diesmal wieder nix werden sollte (noch bete ich für einen positiven Ausgang) werden wir auch damit aufhören, trotz noch vorhandenen Chancen.

Wir "tarnen" das Aufhören im Ernstfall als längere Behandlungspause und wollen dann versuchen es einfach bleiben zu lassen.
Auch wenn ich innerlich weiß, dass es ein Abschied für immer wäre und ich es auch schreiben kann, so kann ich es doch irgendwie nicht hören zwinker

Vielleicht täte dir das auch gut, so eine längere Pause? IVF, ICSI usw sind so krass, dass man einfach zu 100% dahinter stehen muss um die Kraft dafür aufzubringen

Liebe Grüße und alles Gute

PS: Ich bin sogar U30... shit happens zwinker


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.10.14 15:56 von Evani.


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  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
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  G a b i
schrieb am 28.10.2014 21:45
Hallo Anna,

andere Geschichte - gleiches Ende. Ich bin 30, wurde 6x auf natürlichem Wege schwanger und hatte 6 Fehlgeburten. Es klappt nicht. Es läuft immer gleich ab, aber die Ärzte finden die Ursache nicht. Tja, vielleicht muss ich nur lange genug durchhalten und immer wieder schwanger werden und irgendwann geht's gut. Vielleicht geht es aber auch nie gut. Genau vor dieser Entscheidung steht ihr auch. Nur dass es um die kB geht - vielleicht klappt es, vielleicht aber auch nie. Wann ist Schluss? Jetzt schon oder erst nach 10 Jahren? Vielleicht kommt es auch nicht so weit, weil es dann doch klappt?
Wir wünschen uns auch nichts mehr als Kinder, wir wollten immer 5 haben. Ein Leben ohne Kinder unvorstellbar. Aber es ist eben, wie es ist. Unsere Beziehung ist uns wichtiger.... Und unsere Lebenszeit, denn die verschenken wir, wenn wir die nächsten 15 Jahre so weitermachen!
Manchmal glaube ich, dass es schwieriger ist, wenn man jünger ist. Wenn es nur noch 5 Jahre sind, dann kann man sagen gut, dann macht man es und probiert alles. Aber wenn es um 10-15 Jahre geht, dann ist das einfach ne andere Hausnummer..... Ich will damit nicht sagen, es sei generell schwieriger, wenn man jünger ist. Aber die Entscheidung, ob man weitermacht oder nicht bezieht sich einfach auf eine andere Dauer....
Wir denken jetzt sogar über Sterilisation nach. Denn noch weitere 15 Jahre ständige Fehlgeburten halten weder unsere Psychen noch mein Körper durch. Wer weiß, vielleicht würde es irgendwann klappen. Vielleicht sind wir dann aber auch so kaputt, dass wir unser Glück nicht mehr genießen können?
Entscheidet so, wie es für euch richtig ist!!! Nur für euch!!!


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
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  gelöschter User
schrieb am 29.10.2014 07:07
Wow, mein Hut ab ich weiß gar nicht, wie man 6 Fehlgeburten wegstecken kann. Ich knabbere sehr an meinen zwei. traurig

Zitat
G a b i
Wann ist Schluss? Jetzt schon oder erst nach 10 Jahren? Vielleicht kommt es auch nicht so weit, weil es dann doch klappt?
Wir wünschen uns auch nichts mehr als Kinder, wir wollten immer 5 haben. Ein Leben ohne Kinder unvorstellbar. Aber es ist eben, wie es ist. Unsere Beziehung ist uns wichtiger.... Und unsere Lebenszeit, denn die verschenken wir, wenn wir die nächsten 15 Jahre so weitermachen!
Wir denken jetzt sogar über Sterilisation nach. Denn noch weitere 15 Jahre ständige Fehlgeburten halten weder unsere Psychen noch mein Körper durch.

Genau das denke ich mir auch oft. Vor allem die etwas älteren Mädels im Forum sind teilweise so energisch und pushen sich mit Durchhalteparolen. Verständlich, es muss schrecklich sein wenn man schon zu Beginn weiß, dass der Zeitraum für Versuche begrenzt ist.
Aber genau diese Begrenzung fehlt mir auch so sehr wie euch. Es sind nicht noch ein paar Jahre Durchziehen und dann Schluss sondern mindestens 15, vielleicht auch 20 Jahre.
Vom Arzt und dem Umfeld hört man ständig "ach, Sie sind doch noch so jung". Aber mal ehrlich, wer kann, wer soll das alles so lange ertragen. Teilweise ist die Rede von 11 ICSIs bis Frauen schwanger wurden.
Mit den Medikamenten die ich zusätzlich bekomme (versauen das Blut) bin ich beim 11. Versuch vielleicht schon unter der Erde. Nach der letzten ICSI hab ich teilweise weiße Haare und Besenreiser bekommen sehr treurig
Jede Frau ist anders, klar. Aber es ist so viel Lebenszeit und Lebensqualität die verloren geht....
So kann es nicht weitergehen...


Schön, dass ihr in dieses Forum reingeschaut habt, ich fand es dann doch ein wenig einsam hier winkewinke


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
no avatar
  G a b i
schrieb am 29.10.2014 08:03
@Evani: Du sprichst mir aus der Seele...... Und ob jetzt nun erfolglose ICSI/IVF oder Fehlgeburt nach natürlicher Schwangerschaft ist für den Körper auch egal. Die einen stecken es mit links weg, bei den anderen leidet der Körper total daran.
Dieses "Sie sind doch noch so jung" kann ich ja auch nicht ab! Was bringt mir das? Wenn ich dann 15 Jahre lang Fehlgeburten haben kann und nicht nur 5? Es ist oft, als glaubten die Ärzte tatsächlich, alle jungen Frauen müssten ganz selbstverständlich Kinder kriegen können. Und da ist es schwer, sich dagegen zu stellen!
Ich will nicht mehr alles nur nach dem Kinderwunsch planen! Nächstes Jahr wollen wir mit Jugendlichen ne Tour machen. Im Herbst. Jetzt ist zur Debatte, ob es doch vor einer Sterilisation eben noch einen letzten Versuch unter bestmöglichen Bedingungen gibt. Tja, die tolle Tour, auf die wir uns riesig freuen oder der KiWu? Wir haben uns für die Tour entschieden.... Wir können's auch danach noch versuchen.... Dabei hatten wir uns eigentlich das nächste Jahr als Art Frist gesetzt. Danach das Thema endlich abschließen und wieder leben. "Nur noch" auf ein Adoptivkind dann warten (wenn die Eignungsprüfung dann mal durch ist..). Aber was soll's. Unser Leben geht jetzt vor! Und ich will nicht irgendwann mit Kind, aber total kaputt und alleinerziehend da sitzen.....
Nur wollen das viele nicht verstehen und glauben, uns könne dann der Wunsch wohl nicht wichtig genug sein? Da müssen wir stark genug sein und gegen ankämpfen und uns immer wieder sagen, dass es nicht stimmt und die nur keine Ahnung haben, wie es in uns aussieht....

PS: Ich schau hier selten ins Forum, weil's hier tendenziell nur um's Weitermachen und nicht Aufhören geht......


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
avatar  Grasgruen
schrieb am 01.11.2014 04:25
Oh Anna, ich kann dich so gut verstehen...!!! Mir geht es ganz genauso.

Ich bin total hin- und hergerissen. Einen Tag denke ich "Ich lasse das jetzt. Ich habe keine Lust/Kraft mehr. Wir sind auch zu zweit ein starkes Team und haben ein wunderschönes Leben", den anderen Tag denke ich, dass ich auf keinen Fall ohne Kind sein möchte und es später bereuen werde, wenn ich nicht ALLES versucht habe. Ich bin ganz sicher: Irgendwann wird der Zeiger ganz deutlich in eine Richtung ausschlagen und dann werde ich mit den Behandlungen aufhören.

Ich finde es erleichternd, deinen Beitrag hier zu lesen. Es ist überhaupt nicht wirr. Ich verstehe dich total.
Manchmal habe ich mir schon Gedanken gemacht habe, ob ich (wegen meiner ambivalenten Gefühle) vielleicht "unnormal" bin oder gar eine schlechte Mutter abgeben würde.

Noch bin ich nicht an dem Punkt, hinzuschmeißen. Aber ich fühle, dass ich den Kinderwunschweg nicht ewig gehen werde. Nicht so lang, wie einige es hier in diesem Forum getan haben. Dazu nimmt mich das alles zu sehr in Beschlag. Organisatorisch. Finanziell. Und vor allem emotional. Irgendwann wird der Punkt erreicht sein, an dem ich weiß: "Ich will nicht mehr." Und genauso wird es bei dir auch sein, denke ich.

Das Leben hat viel zu viel zu bieten, als dass ich jahrelang nur unter Druck leben möchte. Es heißt, man soll das Leben TROTZ bzw. MIT dem Kinderwunsch genießen und es nicht an sich vorbeiziehen lassen. Aber das gelingt mir irgendwie nicht. Ich finde das alles sehr nervenaufreibend. Auch meine Partnerschaft hat in den letzten zwei Jahren etwas gelitten. Die Leichtigkeit ist verflogen. Vieles dreht sich um das Thema Kinderwunsch. Zwischen den Behandlungen gibt es oft Sex nach Plan, denn meine Zeit läuft davon. Das stumpft auch irgendwann ab. Die Kinderwunschzeit kann enger zusammenschweißen. Aber man muss auch sehr auf sich aufpassen.

Wir waren heute bei einer Besprechung in der Kiwu und anschließend noch beim Bäcker nebenan ne heiße Schokolade trinken. Schräg gegenbüber saß ein Pärchen und unterhielt sich. Sie eine total Hübsche. Und dann fängt sie plötzlich an zu weinen. Und er nimmt sie in den Arm und tröstet sie. Und ich wusste genau, die kommen auch gerade aus der Praxis. Sie tat mir so leid... ;-( Und dann hatte ich den Gedanken, dass ich das nächste Mal dort sitze und heule.

Das finde ich am belastendsten: Dieses ewige Auf und Ab zwischen Hoffnung und Enttäuschung. Letztendlich ist die Kinderwunschzeit doch ein permanenter Stress. Vielleicht mit Pausen. Aber trotzdem Stress. Wie lange hält eine gute Partnerschaft das aus? Wie lange halte ich das aus? Letztendlich ist mir mein Glück und mein wundervoller Mann viel wichtiger als irgendwann eventuell mal ein Kind zu haben. zwinker

Ich habe mir vorgenommen, auf jeden Fall die drei krankenkassenunterstützten ICSI-Versuche zu machen und dann neu zu gucken. Dann habe ich es zumindest versucht.

Stress dich nicht mit der Entscheidung. Sie läuft dir nicht weg.

Sei ganz lieb gegrüßt!
winkewinke


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.11.14 04:43 von Grasgruen.


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
no avatar
  J2310
Status:
schrieb am 11.11.2014 13:42
Hallo Anna,

mir geht es ähnlich wie dir. Wenn 81 dein Geburtsjahr ist, sind wir auch noch ungefähr gleich alt.
Wir versuchen es jetzt auch sei 1,5 Jahren und haben gerade die Diagnose OAT III erhalten. Bei mir ist alles in Ordnung, außer einer leichten Schilddrüsenunterfuntkion, die jetzt aber eingestellt ist. Also werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach ICSI Kandidaten werden.
Erst einmal war es niederschmetternd, aber es muss ja irgendwie weitergehen.

Ich sehe das genauso wie du und bin völlig hin- und hergerissen. Einerseits will ich keine ICSI, weil ich wahnsinnige Angst vor der körperlichen und seelischen Belastung habe, andererseits habe ich Angst, dass ich mir später Vorwürfe mache, nicht alles versucht zu haben. Auf natürlichem Wege sind unsere Chancen leider nur minimal, wie ein Sechser im Lotto.
'Fellkinder' haben wir schon drei, das reicht erst einmal.
Habt ihr euch mal über Adoption unterhalten, wäre das vielleicht ein Thema?
Außerdem lese ich aus deinem Beitrag heraus, dass es nicht ganz hoffnungslos ist, dass es auf natürlichem Wege klappen wird. Ich kann verstehen, dass ihr keine Geduld mehr habt und endlich 'normal' weiterleben wollt, aber es könnte doch irgendwann funktionieren. Ich würde die Pille nicht nehmen und versuchen, einfach normal weiterzuleben. Vielleicht passiert es irgendwann einfach so. Ich weiß, das ist schwierig, aber doch vielleicht besser als der Stress durch die Behandlung.

Ich glaube, dass jeder für sich selbst entscheiden sollte, wie weit er geht. Ein frühes Beenden der Behandlung darf keiner verurteilen, auch wenn viele wahrscheinlich alles versuchen würden. Das lese ich hier auch immer wieder.
Außerdem haben wir doch noch Zeit. Wenn die Entscheidung in zwei / drei Jahren anders aussieht, kann man immer noch mit der Behandlung weitermachen.

Ich wünsche dir viel Kraft.


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
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  Iffi_m
schrieb am 30.01.2015 21:30
Ich bin in einer "konfortableren" Situation, da ich einen gesunden kleinen Jungen habe - 3.5. Jedoch wünschen wir uns seit bald 2 Jahren nichts sehnlicher als ein Geschwisterchen. Und wer in der gleichen Lage ist weiss, das Thema wird nicht einfacher nur weil man schon eines hat... Der Kleine war total ungeplant - einmal nicht aufgepasst!!!! Und nun heissts dass bei meinem Mann nicht mehr sehr viel zu holen ist. Wir haben schon Inseminationen hinter uns. Für uns stellt sich die Frage nach IVF. Ich weiss nicht ob wir diesen nächsten Schritt machen sollen oder nicht? Hoffnung / Enttäuschung / Hoffnung ... das nagt jetzt schon stark. Sollen wir dies wirklich weiterziehen? Ich weiss es nicht. Verbeissen wir uns noch stärker weil es nicht klappt???... Sollen wir das Leben nicht einfach so geniessen wie es jetzt ist und die langsam zurückkehrenden Freiheiten (da der Kleine älter wird) nutzen??? Ich stehe vor dieser Entscheidung und kann mich zu keiner Lösung durchringen.... Was ich sicherlich weiss, ich werde noch 1-2 Inseminationen versuchen, ob ich dann allenfalls weiter gehen würde - diesen Entscheid muss ich fällen, doch ich weiss nicht wie... Ich kann dir daher nachfühlen...

Grüsse
Iffi


  Re: Alle Möglichkeiten ausschöpfen?
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  claudimaus1982
schrieb am 05.07.2015 13:11
Hi,

ich hatte es auch mit GVnP, Zyklusmonitoring, Clomifen,....probiert. Alles ohne Erfolg, das einzige Resultat: Tränen, Tränen, Tränen und ganz viel Frust (auf meinen Körper, der nicht funktionieren will, auf meine wirklich liebe Gyn, die natürlich nix für konnte, aber einer musste ja Schuld sein, auf meine Arbeit, die mich sicher zu seh stresste,......).
Als wir dann in die KiWu gewechselt sind, hat man mir direkt zur IVF geraten und nicht wie von mir gedacht zu einer Stimu mit Spritzen und dann GVnP. Ich war total enttäuscht, da ich mir das so nicht vorgestellt hatte, aber der KiWu-Dok meinte auch, dass abgesehen davon, dass die Erfolgsquoten in meinem Fall mit IVF/ ICSI viel höher wären, er mir auch gerne die ständigen neuen Enttäuschungen ersparen würde. Und irgendwie hat er Recht....auch wenn es diesen Zyklus mit der 1. ICSI vielleicht nicht klappen wird, weiß ich zumindest, dass mein Körper doch zu mehr in der Lage ist und der Frust im US, dass wieder nix gewachsen ist (so zB unter Clomifen), blieb mir erspart. Ich habe das erste Mal das Gefühl, dass ich wie jede Frau schwanger werden könnte.....
Allerdings ist die IVF/ICSI auch kein Zuckerschlecken, daher kann ich jedem nur empfehlen sich ein Päuschen zu gönnen, zu sammeln, entspannen und wenn man dann wirklich weiß, dass man es will, den Schritt zu gehen. Wir waren vor Stimustart noch im Urlaub und das hat sehr viel gebracht; es gab Tage, da habe ich nicht 1x an die IVF gedacht.

Ich wünsche dir ganz viel Glück wie auch immer du /ihr euch entscheidet.




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