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  Abschied tut weh
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  Gast_79
schrieb am 24.02.2014 15:07
Hallo!

Ich bin nicht kinderlos, muss aber dennoch vom Kinderwunsch weiterer Kinder mich trennen, da mein Mann keine Kinder mehr möchte. Ich kann körperlich, aber rein praktisch trotzdem nicht. Das schmerzt. Und ich hoffe, dass es irgendwann einfach doch noch klappt. Andererseits wäre das eine enorme Belastung für die Ehe.
Vom Verstand her versteh ich ihn, mein Gefühl arbeitet dagegen. Wie macht ihr das? Wie schafft ihr es nicht mehr nach Babys etc. Zu schauen. Ich gehe traurig an der Krabbelgruppe vorbei und weiß, hierhin gehe ich nie wieder. Das ist vorbei.😭

Was kann denn diese Lücke schließen? Ein Hobby, Tier?? Neuer Job? Gerade da ich weiß, wovon ich mich verabschiede, fällt es mir unfassbar schwer.😥

Wie macht ihr das?


  Re: Abschied tut weh
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  lütte79
schrieb am 24.02.2014 18:20
Dann erfreu dich doch bitte an deinem Kind, an deiner Familie. Auch wenn es sich für dich sehr einfach anhört, aber das was du hast ist etwas worum dich sehr viele Frauen beneiden - ein Kind!
Sehr viele im Abschiedsforum sind kinderLOS. Erfreu dich an dein Glück ein Kind haben zu dürfen! Genieß die Zeit mit deiner Familie.
Sorry, einen anderen Rat hab ich nicht. Ich habe keine Kinder und daher klingt es für mich immer und immer wieder sehr verwirrend, wenn Frauen sich nicht freuen können, dass ihnen ein Kind geschenkt wurde.


  Re: Abschied tut weh
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  Gast_79
schrieb am 24.02.2014 19:05
Deinen Beitrag finde ich nicht angemessen. Ich habe sehr sorgfältig durchgelesen, wer in welchem Forum Posten darf und das offene Abschiedsforum ist ausdrücklich auch für unerfüllten Geschwisterkindwunsch!!

Ich freue mich sehr, dass ich Mutter bin. Das macht mich sogar extrem glücklich und demütig. Ich genieße das sehr. Aber gerade weil ich das so so genieße, macht es mich traurig, dass mir ein weiteres Mal verwehrt bleibt. Auch das ist ein Abschied nehmen und macht traurig.

Ich möchte keinen Wettstreit entfachen, wessen Kinderwunsch schlimmer ist, oder nicht. Es tut einfach weh und ich möchte damit ernst genommen werden.


  Re: Abschied tut weh
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  Hamamelis71*
schrieb am 24.02.2014 21:00
Hallo,

bei uns wird es auch bei einem Kind bleiben - auch bei uns ist der Mann derjenige, der kein weiteres Kind mehr möchte.

Es hat einige Jahre und dann noch 2 Icsis gedauert, bis ich mit meinem Sohn (jetzt 5) schwanger war. Mein Mann ist beruflich sehr viel unterwegs und ich bin sehr viel alleine. Mit einem weiteren Kind wäre ich dann statt mit einem Kind mit zwei Kindern alleine gewesen. Gerade die ersten 2-3 Jahre war mein Kind ständig krank (mehrfach Lungenentzündung, schwere Bronchitis usw.) und mein Mann war tagelang verreist und ich mit dem kranken Kind alleine. Ich war manchmal extrem froh, dass ich liebe Nachbarn habe, die für mich eingekauft haben usw. Vor 3 Jahren habe ich mir einen neuen Job gesucht, den ich mit Kind gut vereinbaren kann, der mir Spaß macht bei einem familienfreundlichen Arbeitgeber.

Mittlerweile bin ich Anfang 40, die Kinder meiner gleichaltrigen Freundinnen sind mittlerweile groß und meine langjährigen Freundinnen genießen mein kuschliges Kindergartenkind, das noch nicht in der Pubertät ist. Als meine Freundinnen ihre Kinder bekamen, habe ich einen guten, aber zeitintensiven Job gehabt und geahnt, dass der Kinderwunsch für uns schwierig werden könnte. Damals war ich immer ein sehr beliebter Babysitter, der auch gerne mal mehrere Kinder betreut hat (und hinterher froh war, am nächsten Tag wieder zur Arbeit zu gehen).

Nun bekommen Kindergartenmütter Babys und ich passe immer mal wieder auf die Babys auf, wenn Termine mit dem Geschwisterkind anstehen. Für mich ist es vielleicht die Flucht nach vorn indem ich mich dieser Thematik aussetze.

In der Nachbarschaft wohnen viele Familien mit gleichaltrigen Kindern, die auch alle "nur" ein Kind haben - aus verschiedenen Gründen. Oft ist es auch ein interessanter Job, der vom Geschwisterkind ablenkt oder auch gesundheitliche Einschränkungen oder Kinderwunschbehandlung.

Mein Sohn hat schon sehr früh gesagt, wenn er von anderen gefragt wurde, dass er keine Geschwister möchte. Allerdings braucht er sehr viel Zeit für sich und kann sich sehr gut alleine beschäftigen. Und falls er Kinder treffen möchte, sind hier in der Nachbarschaft genug.

Natürlich habe ich auch Momente, wo ich denke, hätten wir vielleicht doch noch mal Icsi-Versuche gestartet. Aber eine Garantie auf ein Kind hätte es ja nicht gegeben. Nach wie vielen Versuchen hört man dann auf? Eine Bekannte ist jetzt in dieser Situation - ein Versuch nach dem nächsten für das Geschwisterkind. Mittlerweile leidet darunter sogar ihre Ehe.

Ich versuche für mich das Beste aus dieser Situation zu machen. Ich genieße mein Kind und bin froh und dankbar, dass ich ein Kind bekommen habe (es hätte ja auch anders ausgehen können). Ich habe auch mittlerweile einige Bekannte und auch eine gute Freundin von mir, die keine Kinder haben und für die musste das Leben nach dem Kinderwunsch auch weitergehen. Es ging halt anders weiter, als geplant, aber es ging weiter. Und bei meinen langjährigen Freundinnen gehen die Kinder jetzt auch nach und nach aus dem Haus und sie müssen sich neu orientieren.

Ich denke, die Jahre sind hart, in denen das komplette Umfeld Kinder bekommt und ich denke auch, nach ein paar Jahren gewöhnt man sich auch daran. Und man muss sich immer vor Augen halten, was man doch für ein riesiges Glück hatte, wenigstens ein Kind zu bekommen. Vermutlich konnte ich Dir nicht viel weiterhelfen, aber Du fragtest ja, wie andere damit umgehen!

Liebe Grüße,

Hamamelis


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  Re: Abschied tut weh
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  charlotte12345
schrieb am 25.02.2014 10:07
Aber mir konntest Du etwas weiterhelfen, danke für Deinen Beitrag smile Hab mich in vielen Punkten wiedergefunden.

Ich hätte auch gerne noch ein weiteres Kind gehabt. Aber ich sehe auch das riesengroße Glück, das wir haben mit einem gesunden Kind. Mehrere Kinder haben nicht nur Vorteile. Man muss sich dauernd aufteilen, es ist stressig, man kann das Gefühl entwickeln, nicht allen gerecht werden zu können. Und die Herausforderung ,sich einen Sinn, Hobbies, Beruf usw. zu suchen, verschiebt sich durch ein Geschwisterkind nur um wenige Jahre, auch das Geschwisterkind wird schnell groß. Es ist nicht die Aufgabe von einem Kind, der Sinn im Leben seiner Eltern zu sein.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.14 09:14 von charlotte12345.


  Re: Abschied tut weh
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  Gast_79
schrieb am 25.02.2014 18:50
Danke für Eure tollen, lieben Antworten!!!


Ja, Ihr habt Recht. Unsere Kinder sind nicht dafür da, unserem Leben Sinn zu geben. Aber glücklich machen sie schon sehr. Und organisatorisch etc. Bin ich so gut aufgestellt, dass ich locker noch ein Kind mehr neben Job, Hobbies Lieben und versorgen könnte. Das macht es mir auch echt schwer das Thema zu begraben. Es gibt ein paar rationale Gründe (Kosten, ...), aber es wäre alles machbar.

Heute hatte ich ein 9 Wochen altes Baby auf dem Arm. Das war sooooo schön. Ach ja. zwinker

Wie kann man das Gefühl überzeugen, dass es vorbei ist?


  Re: Abschied tut weh
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  Nicole1978-ICSI
schrieb am 25.02.2014 22:16
Hallo,

mir geht es genauso. Ich kann allerdings nur per ICSI schwanger werden. Auch ich bin über meinen Sohn (7,5 Monate) sehr glücklich, trauere aber gleichzeitig um seinen früh verstorbenen Zwilling (8.SSW) und auch um die Kinder, die ich so nicht bekommen kann.
Wenn mich jemand ahnungslos fragt, wann denn das Geschwisterchen kommt, könnte ich aus dem Stand weinen. Oft passiert es mir beim Spazierengehen, wenn ich Mütter sehe, die einen Kinderwagen schieben UND wieder schwanger sind.

Mein Kinderwunsch ist nach der erfolgreichen Schwangerschaft stärker als zuvor, zumindest anders. Und nicht, weil ich undankbar bin.

Gegen den ersten Entscheid wollen wir es jetzt doch nochmal mit der Kinderwunschbehandlung versuchen. Ich habe noch keine Ahnung, wie oft, wie teuer es wird, da wir jetzt Selbstzahler sind. Erstmal muss ich abstillen und mit der Praxis wieder das Prozedere klären. Das macht mir Angst.

Hier habe ich reingeschaut, weil ich dachte, ich würde mich verabschieden müssen. Vielleicht muss ich das demnächst.

Ich werde auch mehr oder weniger alleinerziehend sein, da mein Mann eine hohe Querschnittlähmung hat und sich zumindest um einen Säugling nicht kümmern kann (spazieren gehen, hochnehmen etc.). Aber mit dem Kleinen klappt es ziemlich gut.

Der Abschied von einem Geschwister ist genauso hart, wie der Abschied vom Kind allgemein. Das hätte ich vorher nicht gedacht. Daher kann ich einige Beiträge gut verstehen, auch wenn es ungerecht ist.

Liebe Grüße!


  Re: Abschied tut weh
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  Gast_79
schrieb am 26.02.2014 16:13
Liebe Nicole,

Ich wünsche Dir von Herzen, dass es bei Euch klappt. Ich Freu mich, dass ihr weiter macht und drücke Euch alle Daumen der Welt!!!

Mir ist heute etwas kodderig. Obwohl nichts sein kann, löst das Kopfkino aus. Ach ja, Schwangersein, Kinder kriegen,.... .Schon toll irgendwie.

LG


  Re: Abschied tut weh
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  Juley
schrieb am 03.03.2014 10:55
Hallo,
nach der Geburt meines Sohnes (jetzt fünf Jahre alt) war mein Wunsch nach einem 2. Kind besonders groß. Eigentlich wollte mein Mann kein Geschwisterkind mehr, da er bereits 2 fast erwachsene Kinder aus einer Ex-Beziehung hat. Dennoch konnte ich ihn irgendwann überreden und hat sich zähneknirschend auf ein weiteres Üben eingelassen. Daraufhin folgten zwei FGs innerhalb von 2 Jahren. In diesen hab ich irgendwie eine innerliche Veränderung durchgemacht- nicht unbedingt wegen der FGs, sondern einfach, da ich wieder 2 Jahre älter wurde. Bei der letzten FG war ich 42 und irgendwie hat es da bei mir "klick" gemacht. Und das, obwohl noch gute Chancen auf ein gesundes Kind bestanden. Ich fühlte mich plötzlich zu ALT..zwischen den ganzen frischbebackenen Neu-Mamas, die im Schnitt 10 Jahre jünger waren als ich fühlte ich mich einfach irgendwie deplatziert. Und das, obwohl ich äußerlich und überhaupt durchaus mit denen "mithalten" kann...zwinker Innerlich wollte ich nicht mehr- wollte ich mich plötzlich mehr auf die Beziehung konzentireren, und auf meinen Sohn (natürlich der tollste auf der Welt) sowieso. GANZ PLÖZLICH brauchte ich dieses Krabbelgruppen-Baby-Schwangersein-Gefühl nicht mehr. Irgendwann ist es sowieso vorbei- warum nicht schon jetzt? Ganz schnell schickte ich meinen Mann zum Sterilisieren (das war eh sein Wunsch)...bereut haben wir es bis heute nie. Werde dieses Jahr 44 Jahre.
Dieser Wunsch geht vorbei- auch bei Dir, ganz sicher! Und es fühlt sich toll an!
Liebe Grüße
Juley


  Re: Abschied tut weh
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  Lina29
schrieb am 05.03.2014 10:05
Wie wäre es denn mit einem Hund. Der gibt Liebe, freut sich immer wenn du kommst und überhaupt strahlen die Hunde sehr viel positive Energie.
Natürlich müsste man auch sehr viel Zeit für einen Hund haben aber das wäre eine gute Option wenn dein Mann keine weiteren Kinder möchte


  Re: Abschied tut weh
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  Gast_79
schrieb am 06.03.2014 13:07
Liebe Juley, liebe Lina,

Vielen Dank für eure Beiträge!! Leider bin ich kein Tierfan, aber die Idee ist schon gut. Mir macht es total Hoffnung, dass Juley schreibt, dass der Wunsch irgendwann weniger wurde. Das hoffe ich soooooo sehr. Ich glaube, damit Tu ich meinem Mann und mir den größten Gefallen. Das wünsche ich mir wirklich von Herzen. Es wäre so viel einfacher damit für mich! Danke für Eure Worte!!! Es macht Mut!!

LG


  Re: Abschied tut weh
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  Milia149
Status:
schrieb am 18.04.2014 15:19
Hallo,


ich habe 2 beste Kinder der Welt und trotzdem haben wir uns sehr noch ein Kind gewünscht. Wir können auf normalen Weg nicht schwangr werden und haben es jetzt probiert bis quasi kurz vor die Pleite. Jetzt ist leider Schluss und ich bin nicht mehr schwanger geworden. Mir/uns fällt es auch schwer.
Ich erfreue mich an mein tollen Kindern und bin froh über das Wunder der Technik, die uns das ermöglicht hat, aber trotzdem bin ich traurig. Wir haben es uns nicht nur beide sehr gewünscht sondern auch fest dran geglaubt das es klappen wird. Jetzt ist die Lücke gefühlt umso größer. Und wenn ich daran denke bald die ganzen Babysachen zu verkaufen kommen mir die Tränen.

Kann es also gut nachfühlen.
Einen Tipp habe ich nicht, ist bei uns noch ganz frisch, unsere Hoffnung ist erst vor 10-14 Tagen ca gestorben.
Ich denke das einzige was hilft ist ablenken und die Zeit. Ich werde versuchen endlich etwas abzunehmen, und einige Projekte die lange auf Halde liegen wieder anzukurbeln. Freue mich über meine Kinder und versuch möglichst selten darüber nachzudenken.

Alles Gute


  Re: Abschied tut weh
avatar  Glückskind :-)
Status:
schrieb am 25.04.2014 21:22
Liebe Milia,

Ich habe gerade deine Visitenkarte gelesen und möchte mich für das Angebot des Austausches über Trisomie21 bedanken. Ich komme gerne darauf zurück und werde dir eine persönliche Nachricht schreiben. Nun ruft aber erst einmal das Bettchen. Bei uns ist's ne Stunde später. Vielleicht bis morgen.

Und für dich jetzt Krone richten, Bauch rein, Brust raus und auf alles freuen, was kommen mag. Manchmal hilft es auch, mal so zu tun als ob alles gut ist, dann fühlt man es irgendwann tatsächlich! Tataaa, der nächste Sommer ist dein Bikini-Sommer. Runderneuert, etwas leichter an Kilo und schwerer an Erfahrung!

Toi, toi, toi!


  Re: Abschied tut weh
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  tinkara2512
Status:
schrieb am 19.05.2014 22:31
Hallo ihr Lieben,

ich hab selbst einen Sohn und wünsche mir ein zweites leibliches Kind, hab diese Hoffnung aber auch noch nicht aufgegeben. Warum ich eigentlich schreibe ist folgendes, ich bin Sozialarbeiterin und arbeite in einer Mutter-Kind-Einrichtung. Immer wieder werden Kinder, auch Säuglinge vom Jugendamt in Obhut genommen und müssen in Pflegefamilien untergebracht werden. Vielleicht gibt es welche unter euch, die sich mit dieser Möglichkeit bisher nicht befasst haben, dann könnte es sich lohnen. Damit lässt sich natürlich nicht der Wunsch von einem leiblichen Kind erfüllen, aber gerade bei dem Wunsch nach Geschwisterkindern könnte es doch eine Idee sein zu sagen, ich habe das Glück schon einmal erlebt, ich kann mich an meinem eigenen und auch an einem 'anderen' Kind erfreuen. Ich sehe einfach in der Berufspraxis, dass es so viele wunderbare Würmer gibt, die auf liebevolle Eltern warten....

Liebe grüße und wünsch euch allen das Beste smile)




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