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  Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  Brienchen_99
Status:
schrieb am 15.12.2013 14:43
Hallo,
ich versuche seit 13 Jahren Mutter zu werden. Die ersten Jahre versucht man es ja optimistisch und lässt sich Zeit bis man merkt, dass es nicht so läuft wie bei anderen Paaren.Nach vielen Jahren des Hoffens einer Scheidung und nun wieder 3 erfolglosen Versuchen mit meinem neuen Mann, denke ich über das Aufhören nach. Ich meine das ist ja auch alles sehr belastend für die Beziehung. Es gibt ja irgendwie auch kein anderes Thema mehr. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören?
Wie ringt man sich zu einer endgültigen Entscheidung durch. Werde ich das dann in zehn Jahren bereuen ? Und später immer denken,ach hättest du nur noch ein paar Versuche durchgehalten hätte sich dein Traum noch erfüllt? Wie habt ihr euch entschieden? Kann mir einer einen Rat geben?


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  tette
schrieb am 15.12.2013 16:37
Hallo!
Ich finde die Entscheidung auch sehr schwierig und man dreht sich ständig mit seinen Überlegungen im Kreis.
Vielleicht könntest Du auch mit Deinem KIWU-Arzt darüber sprechen. Dieser wird Dich über Deine Chancen beraten können. Im Augenblick bin ich psychisch sehr ausgepowert von den bisherigen KIWU-Behandlungen. In der letzten Woche wollte ich gar nicht mehr weiter machen. Mir bekommen die Medikamente nicht. Reagiere auf der einen Seite sehr melancholisch auf der anderen Seite sehr gereizt auf die Einnahme von Utrogest. Heute denke ich mir, vielleicht sollte man doch weiterkämpfen? Mir geht es wie Dir. Ich habe keine Zeit mehr und habe Angst, wenn ich jetzt aufhöre, dass ich mir später Vorwürfe mache.


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  Brienchen_99
Status:
schrieb am 15.12.2013 20:20
Hallo Tette,

als wir bei der jetzigen Klinik mit der Behandlung angefangen haben, war der Schock gerade noch frisch, dass mein jetziger Mann auch schlechtes Sperma hat. Das hab ich die Ärztin auch gleich spüren lassen glaub ich. Ich bin glaub ich von Anfang an eher gereitzt in die Behandlung gegangen und meine Ärztin weiß, dass ich keine unzähligen Versuche mehr will und kann. Mit dem Utrogest geht es mir genauso wie dir. Einmal hab ich mich voll mit meinem Chef angelegt. und mein armer Mann muß dann auch immer einiges aushalten. Ach ich weiß auch nicht. Manchmal denke ich , ich kann nicht mehr.... Aber ich glaub ich kann nch nicht aufhören....


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  tette
schrieb am 16.12.2013 19:00
-


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.08.14 03:21 von tette.


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  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  Brienchen_99
Status:
schrieb am 16.12.2013 19:21
Hey tette,

ja gibts, Lutinus. Hatte ich auch einmal. Im Gegensatz zu Utrogest, ist Lutinus auch zum vaginalen Gebrauch zugelassen, ist aber 3 x1 große Tablette und dann auch nur halb so stark.Ich schätze mal das will meine Ärztin mir jetzt nicht mehr aufschreiben wegen der FG. Ich kann mich aber auch nicht mehr genau erinnern, ob ich da erträglicher drauf war. Ich glaube es hat auch was mit der Einstellung zu tun. Wenn man so wie ich extrem sauer auf sein Schicksal ist,ist man glaub ich auch mit allem empfindlicher.... Ich kann es einfach nach all den Jahren noch immer nicht glauben und nicht akzeptieren....
Morgen geh ich zum obligatorischen Buttest um mir dann Nachmittags wieder anzuhören:" leider negativ, setzen Sie alle Medikamente ab und stellen sie sich mit der nächsten Regelblutung wieder vor"......Ätzend!!
Ich weiß ja durch die ganzen neg. Pipi-Tests dass negativ ist, aber ich trau mich auch nicht den BT abzusagen....
Ein Elend....


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  Auch_anonym
schrieb am 17.12.2013 11:44
Zitat
Brienchen_99
Hey tette,

ja gibts, Lutinus. Hatte ich auch einmal. Im Gegensatz zu Utrogest, ist Lutinus auch zum vaginalen Gebrauch zugelassen, ist aber 3 x1 große Tablette und dann auch nur halb so stark.Ich schätze mal das will meine Ärztin mir jetzt nicht mehr aufschreiben wegen der FG. Ich kann mich aber auch nicht mehr genau erinnern, ob ich da erträglicher drauf war. Ich glaube es hat auch was mit der Einstellung zu tun. Wenn man so wie ich extrem sauer auf sein Schicksal ist,ist man glaub ich auch mit allem empfindlicher.... Ich kann es einfach nach all den Jahren noch immer nicht glauben und nicht akzeptieren....
Morgen geh ich zum obligatorischen Buttest um mir dann Nachmittags wieder anzuhören:" leider negativ, setzen Sie alle Medikamente ab und stellen sie sich mit der nächsten Regelblutung wieder vor"......Ätzend!!
Ich weiß ja durch die ganzen neg. Pipi-Tests dass negativ ist, aber ich trau mich auch nicht den BT abzusagen....
Ein Elend....

Du hast utrogest geschluckt?? Ich weiß, es steht auf der Packung, dass es oral anzuwenden sei, aber mein KiWu-Ärztin hat mir damals gesagt, ich solle es auf keinen Fall schlucken sondern vaginal einsetzen. Nebenwirkungen hatte ich keine.


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
avatar  Friesin
Status:
schrieb am 18.12.2013 20:02
Hallo Bienchen,

ich hätte auch nie gedacht mal mit den Behandlungen aufzuhören. Ich war wie im Hamsterrad, immer den nächsten Versuch hintendran (3 IUI, 2 ICSI und 1 Kryo in einem Jahr Gute Nacht). Dann lange Pause weil nix mehr ging.... Vor dem letzten Versuch im letzten Jahr dachte ich auch, ich mache danach noch 2 Versuche wenn es nicht klappen sollte. Doch es kam anders: ich spürte ganz deutlich, das ich den Weg der Behandlungen nicht mehr gehen möchte, die 3. ICSI ging bis an meine Grenzen und wohl auch darüber hinaus. Lang habe ich die Entscheidung endgültig aufzuhören vor mir hergeschoben eben aus genau diesem Grund:

Zitat

Werde ich das dann in zehn Jahren bereuen ? Und später immer denken,ach hättest du nur noch ein paar Versuche durchgehalten hätte sich dein Traum noch erfüllt?

Jetzt weiß ich, ich habe alles getan, was mir möglich war. Meine Grenze ist erreicht und das ist es, was mich zum Aufhören bewegt hat und mich meinen Frieden mit den nicht mehr geplanten Behandlungen machen lässt. Ich kann und mag nicht mehr.....

Was mir auch dabei hilft ist eben das "jetzt". Ich kann jetzt nicht mehr und dieses Wissen werde ich in die Zukunft mitnehmen. Von daher glaube ich nicht, das ich mir in 10, 20 oder 40 Jahren Vorwürfe machen werde. Eben weil ich jetzt nicht mehr kann und ich lebe nunmal auch im Jetzt und nicht erst in 10 Jahren.

Jede Frau hat andere Grenzen, finde deine heraus und dann wirst du wissen was zu tun ist. Es ist ein Findungsprozess, der nicht mal eben von heut auf morgen geht. Ich habe vom Abstand nehmen bis zum Beginn des Abschied nehmens 3,5 Jahre gebraucht, im endgültigen Abschied stecke ich jetzt drin.

Alles Gute für Dich und Deinen Weg, wie immer der aussehen mag.

Zu Utrogest: ich hatte keine Stimmungsschwankungen dadurch und habs auch vaginal genommen


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  sonnensuche
schrieb am 28.12.2013 15:50
Wow ihr habt ja schon ganz schön was durchgemacht! Ich kann gut verstehen, wenn man dann irgendwann genervt ist und einfach nicht mehr weiß was man machen soll. So ganz mitreden kann ich dabei nicht, da ich nie soweit gegangen bin. Das Größte war die Eileiterdurchspülung wo ich vor SChmerzen ohnmächtig geworden bin und die Einnahme von Gelbkörperpräparaten etc...geholfen hat es nicht- klar sonst wäre ich ja nicht hier.
Ist es vielleicht ein wenig so, wie beim Lottospielen? : EINMAL spiele ich noch vielleicht klappt es DANN!!!!! Und man hofft und hofft?
Ich für mich habe erkannt, dass es für uns vielleicht einfach nicht sein soll. Wer weiß was sich die Natur dabei gedacht hat, wer weiß warum es ist, ich glaube oft an das Schicksal und denke für mich: Es hat schon seinen Sinn und DAS ist eben UNSER Paket was WIR zu tragen haben. Andere mit Kindern haben irgend ein anderes...man sagt ja auch: Jeder bekommt das Paket was er tragen kann.
Ja ist nicht jedermanns Gedanke aber ich fands für mich sehr tröstlich. Und manchmal wenn ich so einen Hänger habe wie neulich, dann beruhigt mich der Gedanke.
Das Leben hat soviele Wege für uns vorgesehen und das mit Kind ist nur einer von vielen....vielleicht müssen wir uns mehr an den Nebenstraßen und auf den anderen Hauptstraßen umsehen...manchmal sieht man durch Umwege ja ganz tolle Gegenden und macht ganz neue Erfahrungen?

Ich wünsche Euch fürs neue Jahr, dass ihr alle EUREN neuen Weg findet- ich wünsche Euch den Mut euch umzusehen und die Kraft neue Sachen auszuprobieren. Ich wünsche euch die Erfüllung in einer anderen Aufgabe und die Zufriedenheit das Leben dann so anzunehmen wie es für Euch vorgesehen war und ist.
Kinderlosigkeit ist eine Laune der Natur aber die Natur macht nie Dinge ohne Grund.....vertrauen wir drauf.
Liebe

Herzlichste optimistischste Grüße
Sonnensuche


  Re: Wann ist die Zeit Abschied zu nehmen?
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  smilla 71
schrieb am 03.01.2014 22:46
@Sonnensuche:das hast Du sehr schön geschrieben und ich bewunder Dich für Deine Einstellung.Ich wünsche Mir sehr,dass ich bald wieder die Kraft habe,neue Wege zu beschreiten,im Moment ist das noch unvorstellbar.
L.G.Smilla




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