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  Therapie?
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  jasa83
schrieb am 01.11.2013 17:28
Hallo!

Hat einer von Euch eine Therapie gemacht oder Erfahrungen damit?

Ich weiß zur zeit nicht wie ich aus dem tiefen schwarzen Loch der Traurigkeit wieder heraus komme.

Meine körperlichen Schmerzen (Bandscheiben Vorfall) verbessern es nicht.

Gestern hat meine Schwester ein Baby bekommen und ich freue mich tierisch für sie und für meine Eltern das sie jetzt Oma und Opa sind. Ich freu mich auch aber gleichzeitig bin ich so traurig und muss mich den ganzen Tag zusammen reißen nicht zu weinen.

Es kommen noch so viele Kinder und ich freue mich auch aber ich weiß nicht wie ich jemals nicht mehr soooo traurig bin.

Gruß

Jasa


  Re: Therapie?
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  chocolat
Status:
schrieb am 01.11.2013 18:32
Hallo Jasa,

erstmal möchte ich dich fest drücken - du machst ja zur Zeit ganz schön was durch, das ist ja echt heftig..

Durch die körperlichen Schmerzen sinkt natürlich auch deine Toleranzschwelle. Sie kosten dir schon so viel Kraft, dass ich mir vorstellen kann, dass du nicht mehr viel anderes aushalten kannst.
Umso toller finde ich es, dass du dich sogar für deine Schwester freuen kannst! Das bewundere ich total. Und die Gefühle, dass du auch traurig darüber bist, sind ganz normal! Du wirst dadurch ja unmittelbar mit deinem eigenen Schmerz und der Tatsache konfrontiert, dass du das (wahrscheinlich) so nie erleben wirst. Das tut weh und hat nichts mit Neid oder Missgunst zu tun.
Ich hoffe, du hast kein schlechtes Gewissen deswegen. Am besten wäre natürlich, du könntest mit deiner Schwester, vielleicht sogar mit deinen Eltern, über deine gemischten Gefühle reden. Wenn du es ihr erklärst, wird sie dich verstehen. Und ich denke, das würde dich erleichtern.
Und irgendwann hoffe ich, kannst du dich auch darüber, dass du Tante bist und an deinem kleinen Neffen oder deiner kleinen Nichte freuen.

Zu deiner Frage mit der Therapie: Grundsätzlich halte ich es für normal, dass du traurig bist. Aber wenn du nicht mehr raus kommst aus dieser Traurigkeit, finde ich eine Therapie immer sinnvoll. Wenn der Husten nicht besser wird, gehe ich ja auch mal zum Arzt. Wenn die Seele immer weiter leidet, sind Gespräche sicher hilfreich.
Dazu kommt, dass der Rücken ja auch so eine Stelle ist, auf die sich psychischer Stress legen kann. Womöglich ist der Bandscheibenvorfall auch eine Reaktion auf deine seelischen Schmerzen. Ich kann mir da gut einen Zusammenhang vorstellen.

Deshalb würde dir eine Therapie bestimmt guttun. Ich weiß nur von uns, dass die Wartezeiten bei guten Therapeuten ziemlich lang sein können. Vielleicht gibt es bei euch ja auch Gesprächsangebote (z.B. bei sozialen Einrichtungen), wo du dich kurzfristig hinwenden kannst.

Ich wünsch dir in jedem Fall viel Kraft.

Liebe Grüße
choco


  Re: Therapie?
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  Zappy
Status:
schrieb am 02.11.2013 12:22
Liebe Jasa,

gib dir doch Zeit! Du bekommst z.Zt gerade die volle Breitseite ab, da sind deine Gefühle ganz normal! Dazu gehört auch das Gefühl niemals mehr glücklich sein zu können und viele Tränen...

Als ich vor fast genau drei Jahren die Nachricht erhalten habe "aus Versehen" und völlig ungeplant Tante zu werden hab ich tagelang nur geheult, gezweifelt, geflucht und mein Leben mehr als schwarz gesehen.

Es war ein harter und steiniger Weg, aber mittlerweile bin ich stolze und glückliche Tante! Ich habe auch erst mit der Zeit gelernt mich mit allen Freundinnen und Verwandten die schwanger wurden und ein Baby bekamen zu freuen. Die Nachrichten über Schwangerschaften tun mir nicht mehr weh.

Glaub mir, die Zeit heilt die Wunden nicht aber sie macht sie wesentlich unempfindlicher! Ich wollte damals auch dringend eine Therapie anfangen, ich dachte ich schaffs nicht allein. Ich stand auf diversen Wartelisten, es ist nie was draus geworden. Mitunter auch weil ich irgendwann nicht mehr so die Notwendigkeit gesehen habe. Bei meinem Mann ist das anders, er ist in Behandlung und hat alle paar Monate einen Gesprächstermin.
Jeder Mensch ist da anders, ich möchte dir damit auch nur sagen daß es gewisse Situationen und damit verbundenen Gefühle gibt die nicht immer und ewig so bleiben!

Fühl dich feste gedrückt!knuddel


  Re: Therapie?
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  kada249
schrieb am 02.11.2013 15:07
hallo meine Liebe,
ich kann dich sehr gut verstehen, bei unserer vorletzten ICSI, die negeativ war wurde zeitgleich eine sehr enge freundin schwanger (ungeplant) ... dieses negativ und die gleichzeitige Schwangerschaft meiner freundin haben mich auch völlig aus der Bahn geworfen.
ich hatte dann auch von mir selber gesagt, das ich gerne mal mit einem therapeuten kontakt aufnehmen möchte. meine damalige Frauenärztin hielt das für unnötig ! aber nach langem "Betteln" bekam ich ne Überweisung. allerdings erstmal einen guten Therapeuten zu finden. (gerade wenn man nicht in ner großen stadt wohnt) war echt schwer von den Wartezeiten gar nicht zu sprechen. ich hatte mich dann auf ne warteliste setzen lassen und ca nach 5 monaten dann der 1. termin. nun mache ich seit ca einem halben Jahr eine begleitende Therapie. vor und während der ICSI und auch nach dem negativ und vorallem jetzt hilft mir dass sehr.
ich bin froh diesesn Weg gegangen zu sein.
mir wurde nun auch so ne Art Kur angeboten - 6 wochen. aber das möchte ich nicht, denn dann hocke ich irgendwo und mein Mann alleine zu hause




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