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  Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Aliana
schrieb am 21.07.2013 09:27
Hallo Ihr Lieben,

das ist mein erster Eintrag. Ich gehörte vorher zu den stillen Lesern, weil ich nicht wusste, was ich sagen sollte und vor allem wie.
Mein Mann und ich versuchen seit 4 Jahren ein Kind zu bekommen. Letztes Jahr im Mai war ich dann schwanger, mein Wunder 2012, ich war überglücklich, in der 9 Wo habe ich jedoch dann erfahren, dass das Herz nicht schlägt und ich zur Ausschabung muss. Ich war am Boden zerstört, aber irgendwann habe ich dann positiv gedacht. Ich war einmal schwanger geworden und dann würde ich es auch wieder werden. Aber bis jetzt hat es nicht mehr geklappt, auch nicht durch Unterstützung im Kinderwunschzentrum. Wir haben dann letzten Monat aufgegeben...
Und jetzt werde ich ständig damit konfrontiert. In der Osteopathie Praxis, in der ich arbeite kommen sehr viele Mütter mit Ihren Kindern oder schwangere Frauen und ständig wird über Schwangerschaft und Kinder gesprochen. Meine Schwester ist jetzt auch schwanger und in der Familie ist nur noch die Schwangerschaft Thema. Dabei achtet keiner darauf, dass mich manche Worte vielleicht verletzen können. Ich kann Ihre Freude verstehen und freue mich selbst sehr für meine Schwester. Aber ich finde es hart, dass jeder sich so verhält, als wäre nie etwas gewesen. sie haben mir so auch ganz einfach gesagt:" Sie ist jetzt in der 9.Woche und da kann man schon das Herz schlagen sehen." So als wüsste ich das nicht und als hätten sie vergessen, dass bei meinem Kind damals das Herz nicht geschlagen hat. Eine gute Freundin von mir, der ich das alles offen erzählt hatte, während wir versucht haben schwanger zu werden und die weiß, dass ich erst letzten Monat beim Kinderwunschzentrum aufgehört habe, hat mich letzten so im Gespräch gefragt, ob ich jetzt die Pille zu nehmen. Selbst mein Mann kam es gar nicht in den Sinn, dass es mich manchmal noch traurig macht oder dass es jetzt für mich schwer ist, dass meine Schwester schwanger ist. Für ihn ist das Thema erledigt.
Ich versteh das alles nicht. Erst konnte niemand meine Trauer verstehen, weil jeder gesagt hat: "Mach dir keine Sorgen... Das klappt auf jeden Fall... Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht klappt..." usw. und jetzt tut jeder so, als wäre das Thema schon lange abgeschlossen. Immer wenn ich darüber sprechen wollte, wurde ich nur aufgeheitert, entweder mit " Ihr bekommt bestimmt Kinder, da bin ich sicher" oder "Ein Leben ohne Kinder ist doch auch schön". Nur durch die Entscheidung aufzuhören und zu akzeptieren, dass es nicht klappt, sind ja nicht von jetzt auf gleich alle Gefühle, die damit verbunden waren, weg.
Ich zieh mich mehr und mehr zurück, weil ich einfach das Gefühl habe meine Freunde und Familie sind da echt taktlos und streuen immer wieder Salz in die Wunde und gehen davon aus, dass es mir nicht mehr ausmacht, weil wir uns ja entschieden haben, aufzuhören.
Ich wünsche mir so sehr jemand zum reden, ich fühle mich von Anfang an mit dem Thema sehr allein und unverstanden traurig
Geht es manchen von Euch auch so? Was kann ich tun?


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Ann84
Status:
schrieb am 21.07.2013 11:37
Liebe Aliana,
streichel es ist gut das du geschrieben hast. Mit deinen Gefühlen und Gedanken bist du nicht alleine. Den meisten in diesem Forum geht es ähnlich und ich kann dich sehr gut verstehen.
Das Freunde und Familie dich nicht verstehen ist wahrscheinlich "normal". Sie stecken nicht in deiner Situation, sie empfinden nicht die gleiche Trauer und wissen vermutlich auch nicht wie sie damit "richtig" umgehen sollen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einen nur die Menschen verstehen, die das gleiche durchleben/durchlebt haben. Sätze wie "Das wird schon klappen" kenn ich allzugut. Sie tun weh, weil man eigentlich weiß das es wahrscheinlich nicht klappen wird und man damit leben muss.
Eine Schwangerschaft in der Familie habe ich auch vor kurzer Zeit erleben und weiß deshalb genau wie du dich fühlst. Alle freuen sich, es ist Gesprächsthema Nr. 1 und einen selber stimt es nur traurig obwohl man sich freuen sollte. Selbst nach der Geburt und jetzt (die kleine ist 6 Mon.) ist es immer wieder traurig sie zu sehen, obwohl sie echt ein kleiner Sonnenschein ist.
Und zu deinem Mann. Ich könnte es mir vorstellen, dass er genauso trauert wie du. Mein Mann hat Anfangs auch keine Trauer gezeigt. Wir haben darüber gesprochen und er hat gemeint, das er sich zusammengerissen hat, weil er mich trösten wollte, er der starke sein musste, weil es mir schlecht ging. Mittlerweile zeigt er auch seine Trauer. Es ist nicht einfach, aber dann darf ich die starke sein und ihn trösten.

Schreib ruhig deine Gedanken und Gefühle. Es ist wichtig für die Trauerarbeit nicht alles bei sich zu behalten und es tut gut zu erfahren das es anderen genau so geht, das man verstanden wird.......

Ich wünsche dir alles Gute

Die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden aber sie werden kleinerwinken


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Gilly
Status:
schrieb am 21.07.2013 14:37
Hallo Aliana,

ich weiß nur all zu gut, wie du dich fühlst. Schau mal mein Profil an.
20 Jahre Kinderwunsch, der Schmerz, die Gefühle sind bis heute nicht weg.
Klar, sie werden schwächer, aber es gibt bei mir bis heute Tage, an denen es ganz schlimm ist.
Auch mein Mann reagiert ähnlich deinem. Allerdings hat mein Mann schon einen Sohn.
Wir haben jetzt ein Pflegekind, mit dem Wissen, daß er bald wieder zu seiner Mutter zurückkehrt.
Das zerreißt einen faßt und dann im Hintergrund das Wissen, nie selbst einem Kind das Leben schenken zu können, während ander ihre Kinder wie Müll entsorgen und wenn sie aus dem Gröbsten raus sind, dann darf der Zwerg wieder als Angebeobjekt herhalten.
Die Familien vieler Kinderwünschis reagieren ähnlich. Erst letztens sagte meine Mutter wieder zu mir: "Ich dachte immernoch, das klappt schon irgendwie bei euch. Mir war nicht bewußt, wie schwer das für und bei euch ist, denn ich konnte ja Kinder bekommen." Ja sie wissen es wirklich nicht und in all ihrer Freude auf den Nachwuchs der anderen Kinder, "vergessen" sie deinen Schmerz, dein Leid.

Laß dir Zeit zu trauern. Das ist wichtig. Aber gib acht, daß du nicht drin versumpfst. Notfalls hol dir Hilfe. Es gibt einige von uns hier im Forum, die psych. Betreuung in Anspruch nehmen.
Und vielleicht seid ihr irgendwann so weit, neue Zukunftspläne zu schmieden, gemeinsam.
Die gehen dann vielleicht mit Kindern in Form von Tagespflege, Pflegschaft oder Adoption weiter, oder gestalten sich ohne Kinder weiter. Wichtig ist, sich Zeit zu lassen.

Viel Kraft für die nächste Zeit.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.13 14:38 von Gilly.


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   morales itza
schrieb am 23.07.2013 11:24
ich drück di ganz feste


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  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
avatar    MissLuna73
Status:
schrieb am 23.07.2013 18:47
Liebe Aliana,

wie die anderen schon geschrieben haben, bist du mit deiner Erfahrung nicht allein. Leider ist es so, dass Aussenstehende nicht nachempfinden können, wie es dir/uns geht. In ihrem Unvermögen sagen sie dann Dinge, die einen aufmuntern oder trösten sollen, obwohl das Gegenteil der Fall ist. Meine Mutter hat am Anfang unserer KiWu-Karriere einmal gesagt: Dann soll es halt nicht sein. Sie hat es auf ihre Art gut gemeint, ich hasse diesen Satz. Damals habe ich ihr gesagt, dass sie gut reden hat, da sie schließlich ein Kind hat (mich). Für den Moment war es komisch für mich, ihr das so krass zu sagen, aber es hat geholfen. Sie hat sich mit dem Thema beschäftigt und unter ihren Kollegen auch Fälle erfahren, wo es auch nicht allein geklappt hat. Das hat sie sensibel für das Thema gemacht.
Auf Arbeit ist es schwieriger. Alle meine Kolleginnen wissen Bescheid. Mit der Zeit habe ich aber das Gefühl bekommen, dass sie mich aus der Runde der möglichen Schwangerschaftsanwärterinnen ausgeschlossen haben. Dann wurde auch noch eine Kollegin schwanger, das war hart, hätte ich nie gedacht, dass mir das soviel ausmacht.
Was die Männer angeht: meiner macht auch alles mit sich allein aus. Dennoch war es zuerst seine Entscheidung, keine weitere ICSI zu machen. Meine Traurigkeit nach dem Negativ hat ihn wohl nachhaltig getroffen. In unserem Lebensbericht zum Adoptionsantrag hat er dann auch geschrieben, dass er neidisch auf Paare mit Kindern ist. Das hat er mir gegenüber nie gesagt. Ich weiß also durch solche Dinge, wie nah ihm alles geht.

Trotz all' der negativen Erfahrungen bin ich als Mensch innerlich gewachsen. Ich habe Frauen kennengelernt, die ich sonst nie kennen würde und das wäre schade. Trotzdem kommt die Trauer um das nie geborene eigene Kind immer wieder mal hoch und das lasse ich dann zu. Auch jetzt musste ich wieder mal weinen, aber es ist okay.

Liebe Grüße
Luna


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Aliana
schrieb am 23.07.2013 23:28
Hallo ihr Lieben,

ich danke euch von Herzen für eure lieben Worte, die Umarmungen und Eure Offenheit. Es hat mir sehr geholfen, zu spüren, dass ich damit nicht allein bin und das es Frauen gibt, die die gleichen Gefühle erleben wie ich: Ich danke euch, dass ihr eure Erfahrungen mit mir geteilt habe. Ich wünsche euch von Herzen alles gute und dass ihr trotz allem glücklich seid und viele wunderbare Dinge erleben werdet. Ich habe in den letzten Tagen gelernt, dass es doch hilft die Dinge auszusprechen. Ich habe hier im Forum so liebe Unterstützung erlebt und gespürt, dass ich nicht allein bin.
Und ich habe meinen Freundinnen eine Email geschrieben, in der ich offen gesagt habe, wie es mir geht und was ich fühle. Ich dachte vorher, die wissen ja, dass es schwer ist. Ich bin davon ausgegangen, wenn sie wissen, dass es bei und mit dem Kinderwunsch nicht geklappt haben, wissen sie auch wie traurig uns das macht und würde etwas sagen oder Mitgefühl zeigen. Jetzt hab ich erkannt, dass sie es nicht automatisch nachempfinden können. Nachdem ich ihnen mitgeteilt habe, was in mir vorgeht. Haben sie sich sofort bei mir gemeldet, mir ihr Mitgefühl gezeigt und dass sie für mich da sind. Und jeder hat geschaut, wann er Zeit hat, um für mich dazu sein. Ich glaube, ich muss es einfach aussprechen. und auch wenn mal die Familie in ihrer Freude taktlos ist und es mich verletzt, dann muss ich den Mut haben, es zu sagen. Ich kann mich ja freuen und trotzdem auch traurig sein. Wenn ich nichts sage, dann wissen die anderen nicht, was in mir vorgeht.
Ich danke euch. Danke, dass ihr, obwohl ihr mich nicht kennt für mich da seid und eure Gefühle mit mir teilt. Fühlt euch umarmt.


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Aliana
schrieb am 23.07.2013 23:31
Hier noch ein Text, den ich geschrieben habe, als ich mir den Schmerz nach der Fehlgeburt von der Seele geschrieben habe. Ich möchte ihn gern mit euch teilen...

„Ein Teil von mir“
Ich habe das Gefühl, es ist jemand gestorben, den ich über alles liebte, der aber für niemand anderen existiert hat. Da ist eine große Leere. Es hat ein Loch, eine schmerzliche Wunde in mir hinterlassen, doch in der Welt da draußen hat es nie existiert. Verborgen in mir ist der Schmerz, die Trauer, der Verlust, wo vorher noch versteckt vor der Welt das Leben, die Freude seinen Platz gefunden hatten.
Wie kann man etwas so vermissen, was nicht existiert hat, solche Trauer um jemanden empfinden, der nie da war?
Weil er eben da war. Weil ich ihn gespürt und mit jedem Atemzug geliebt habe. Weil er mir näher war als jeder andere. Weil er bei mir war, als ich morgens aufgestanden bin und auch als ich mich abends wieder schlafen gelegt habe. Weil er mich überallhin begleitet hat, immer wieder in meinen Gedanken und in meinen Gefühlen war. Weil ich noch nie solch eine tiefe Liebe und Verbundenheit, solch eine Nähe wie diese gespürt habe.
Keiner kann diesen Verlust nachempfinden, außer er hat ihn selbst erlebt. Du warst ein Teil von mir, ein Stück meines Herzens, das nun fehlt und ich glaube eine Narbe wird immer zurückbleiben. Du hast existiert, auch wenn dich andere noch nicht sehen konnten. Ich habe dich gespürt, dicht unter meinem Herzen warst du da und ich habe dich geliebt. Ich lasse dich ziehen, lass dich nun gehen, doch wenn ich hinauf zu den Sternen blicke, denk ich an dich.
Kaum ein Wort des Trostes oder der Hoffnung kann diesen Schmerz lindern, diese Trauer löschen. Kein Verständnis, keine demütige Einsicht kann den Verlust von jetzt auf gleich weg wischen. Es braucht Zeit, es braucht Ruhe, Tränen der Trauer und des Loslassens. Es ist nicht schwach, darüber zu weinen, nicht pessimistisch sich Zeit zu lassen, um zurückzublicken. Es ist jemand gestorben und er war ein Teil von mir.


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Ann84
Status:
schrieb am 25.07.2013 16:30
Habe deinen Text gelesen. Musste weinen.

Auch wenn es bei mir zu keiner Einnistung kam, fühlt es sich so an. Wir hatten 5 Krümmelchen..... Auch wenn sie nur kurz bei mir waren fühlt es sich an als wäre sie gestorben....... sehr treurig

Danke, das du solche intimen Gedanken, Gefühle geteilt hast.


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
no avatar
   G a b i
schrieb am 26.07.2013 09:07
Ist denn ein Mensch erst ein Mensch, wenn er auf der Welt ist? Nehmt doch mal den katholischen (weiß nicht, wie es sonst ist) Gedanken - ab Verschmelzung von Eizelle und Samen ist der Mensch ein Mensch. Ob er sich nun einnistet oder nicht. Und ob nun eine befruchtete Eizelle sich nicht einnistet, nach der Einnistung abgestoßen wird oder sie das Auftauen nicht übersteht - es war ein Mensch, wenn auch noch so klein. Und darum dürfen wir auch trauern, egal, zu welchem Zeitpunkt es passiert ist!!!


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Aliana
schrieb am 27.07.2013 12:06
Es ist sehr schön hier die Gefühle mit euch zu teilen, ich fühle mich gar nicht mehr damit allein smile
In den letzten Tagen hat sich viel bei mir verändert. Ich habe hier mit Euch so schönen kontakt gehabt, ich habe mit meinen Freunden ganz offen darüber gesprochen, ich habe alle Gefühle zu gelassen und viel geweint. Und gestern war ich bei meiner Schwester zu Besuch, habe mit ihr ihre ersten Ultraschallbilder geschaut und ihr kleines Bäuchlein gestreichelt und ich konnte mich plötzlich richtig freuen. Auch wenn wir keine Kinder haben, so werde ich jetzt Tante und es kommt ein Kind in unsere Familie und ich kann daran teilhaben. Das hat mich sehr glücklich gemacht smile
Ich weiß, es wird auch wieder Tage geben, an denen ich traurig sein werde, weil wir kein eigenes Kind haben. Aber ich finde es toll, dass ich mich jetzt richtig darüber freuen kann, Tante zu werden. Das hätte ich nicht gedacht. Ich sehe es jetzt anders: vorher war da der Schmerz, weil sie ein Kind haben werden und uns dieses Glück verwehrt ist und jetzt freue ich mich, dass da ein Baby kommt, an dessen Leben ich auch teilhaben kann smile Ich weiß nicht, ob ihr das versteht.

Fühlt euch umarmt, Danke für eure lieben Worte. Ich schicke Euch ein wenig Trost und mein Mitgefühl. Ich glaube, ein Leben ist dann ein Leben, wenn man es spürt, wenn man das Gefühl hat, da ist etwas entstanden oder man hat etwas verloren. (Ich glaube auch, dass deine 5 Krümmelchen da waren und es tut mir leid für dich.)


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   judy1306
Status:
schrieb am 30.07.2013 18:32
Liebe Alina,
Du sprichst mir aus der Seele...
Bei uns hat es bisher auch nicht geklappt , ich habe eine FG hinter mir (2006,auch Anfang 9.SSW) und in der Zwischenzeit wurde mein Bruder zum 2.Mal Papa. Die "Idee" war eigentlich, ihm nach seinem ersten Sohn, der Ende 2003 geboren wurde, "nachzuziehen" - aber wie gesagt: hat leider nicht geklappt.
Umso schlimmer war es dann, als sie 2007 verkündet haben, daß sie wieder Nachwuchs kriegen.
Ich hab sooo geheult, als ich es erfahren habe - aber inzwischen (die kinder sind jetzt 5 und 9) bin ich so dankbar, daß ich Tante von so zwei wunderbaren Kindern sein darf!
Wir fahren 1x im Jahr alle zusammen ans Meer und verbringen auch sonst sehr viel Zeit zusammen.
Die Kinder lieben mich und meinen Mann, weil wir jeden Quatsch mit ihnen machen.Sie wollen auch andauernd bei uns übernachten - was will man mehr!
Ich wünsche Dir eine wunderschöne Zeit mit Deiner Nichte / oder Neffe. Geniesse es!!!
....aber es ist einfach nicht zu begreifen, warum es sovielen Menschen, die es sich so sehr wünschen, nicht ergönnt ist, Kinder zu haben....Ich kann ganz gut damit leben - aber hin und wieder bin ich sehr, sehr traurig - und das wird sich bestimmt auch nie ändern!!!

Alles Gute und viele Gruesse, Judy


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
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   Aliana
schrieb am 04.08.2013 19:31
Liebe Judy,

Danke für deine Antwort. Ich hatte eben Tränen in den Augen. Ich weiß gar nicht, ob vor Rührung oder Freude oder Trauer. Wahrscheinlich alles zusammen. Es hört sich wirklich schön an, wie es für dich ist Tante zu sein und was für einen schönen Kontakt ihr zu den beiden habt. Und da freue ich mich selbst auch schon sehr drauf. Ich kann aber auch nachfühlen, warum es dich dennoch immer wieder mal sehr sehr traurig macht...
Danke für deine lieben Worte. Das hat mir sehr geholfen. Fühl dich umarmt.


  Re: Ich fühle mich damit so allein traurig
no avatar
   IO08
Status:
schrieb am 05.09.2013 04:24
Liebe Alina,

ich habe deine und die Beiträge der anderen hier gelesen und kann mich so gut hinein fühlen. Zur Zeit kann ich kaum schlafen. Der Gedanke, dass ich nie Kinder haben werde zerreißt mich innerlich und alles um einen macht es einem so schwer. Ich habe vorgestern auf das Baby einer Freundin geschaut, die vor über zwei Jahren gleichzeitig mit mir anfangen wollte den Kinderwunsch zu leben. Bei ihr hatte es sofort geklappt. In der Zwischenzeit sind so viele andere schwanger geworden und ich stehe immer nur daneben, soll mich mitfreuen und es zerreißt mich innerlich. Vorgestern, als ich mit ihrem Sohn am Weg war, haben mich dann einige Leute, die ich vom Hundeplatz kenne, angesprochen, das könne jetzt aber nicht meines sein, denn das hätte man ja gesehen. Ich bin auch einer Großfamilie begegnet, die ich entfernt kenne. Da meinte die Tochter - ihre Familie könne nicht aussterben. Zwei Minuten später mein Nachbar sieht mich mit dem Sohn meiner Freundin - ja, ich würde schon üben auf ein Kind aufzupassen...Gestern habe ich eine andere gute Freundin in der Klinik besucht. Sie hat ihr erstes Baby bekommen und weiß Bescheid. Sie hat sich sehr gefreut, aber neben ihr lag eine etwas ältere Frau nach einem Kaiserschnitt und ich hab mich gefragt, ob sie wohl eine künstliche Befruchtung hatte oder einfach so schwanger wurde...Ich merke immer wieder, dass ich nicht weiß, wie ich mit dieser Trauer in mir umgehen soll. Und ich habe Angst, dass ich mein Glück, das ich eigentlich auch habe zerstöre mit all der Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit in mir. Ich versuche mir immer einzureden - heuer ist einfach nicht dein Jahr. Und das ist es wirklich nicht. Neben den zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen ist so viel passiert, dass ich schon längst über meine Grenzen hinaus bin...Ich weiß nicht, was helfen kann. Ich bin neu hier in diesem Forum, aber was sind denn deine oder eure Strategien, wenn es überhaupt so etwas gibt? Ich weiß einfach nicht, wie ich mit alledem umgehen soll...
Ich stelle dieselbe Frage wie du: Was kann ich tun???




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