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  Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   Püppchen
schrieb am 01.05.2005 16:39
Hallo,ich war bisher nur im Kinderwunsch-Forum, aber ich glaube jetzt muß ich mich langsam mit dem Thema Abschied beschäftigen.Ich bin 36 Jahre alt, habe bereits 4 IVF, 5 Krytotransfers und eine Fehlgeburt hinter mir. Es hat gleich bei der ersten IVF geklappt ( Ende -Fehlgeburt ) und seither nicht mehr.
Ich bin total am Ende und weiß nicht mehr weiter.Ich leide unter starken Kreislaufbeschwerden und akuter Atemnot-es mußte bereits zweimal der Notarzt gerufen werden.
Mein Mann und meine Freundin raten mir eine Pause zu machen oder noch besser mir Gedanken zu machen mein Leben oder Kinder zu gestalten.
Ich möchte aber unbedingt ein Kind und kann mir ein Leben ohne nicht vorstellen.Vielleicht hat jemand von Euch einen Rat wie ihr damit umgeht oder ???? ich weiß auf jeden Fall nicht weiter !!!!!!!! sehr treurig
Würde mich über Antworten freuen Püppchen


  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   jonni
schrieb am 01.05.2005 17:30
hallo püppchen,
du bist mit deinen gefühlen hier im forum nicht allein,und ich hoffe du fühlst dich hier gut aufgehoben, streichel,mir gings damals auch voll mies,bei uns war nach 2 versuchen schon schluss,ich wills nicht nochmals durchmachen, diese ganzen scheiss!hormone,und es hat sogar probleme bei der operation meines mannes gegeben (tese),und das abschiednehmen ist sehr schwer, es geht nicht so von heut auf morgen,sich ein leben ohne kind vorzustellen, es ist ein prozess-ein richtiger trauerprozess,bei mir hat dieser gedanke ein jahr gedauert-ich wollte damals eine pause einlegen,-ist gut ,wenn du eine pause machst ,wenn du gesundheitliche probleme hast, je mehr abstand,desto eher öffnest du dich ev für neue perspektiven,klingt geschwollen,aber bei mir hat die pausenzeit neue überlegungen gebracht,....
lg jonni


  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   jonni
schrieb am 01.05.2005 18:08
hallo püppchen,ich wollte noch was zu dieser pause sagen....
ich hab mir damals bewusst eine pause gegönnt,und sagte mir -ok,ein paar monate,dann war wieder diese zeit vorbei,und wieder sagte ich mir,nein es ist zu früh,und so gings dahin,und immer mehr gestaltete ich mir innerlich gedanken über ein leben ohne kind,....oder besser gesagt machte ich diese trauer und diese abschiednehmen(auch unbewusst) durch,also meine bewusste pause endete in einem abschiedsprozess,wennste mich damals gefragt hätteset-,wirst du dann nach der pause von ein paar monaten wieder einen versuch starten hätt ich gesagt-na sicher-jetzt bin ich bei einem nein gelangt und versuch die neue tür zu einem kinderlosen leben zu öffnen,.....also das war mein weg,eine bewusste pause,....die auch nur ein pause hätte sein können,aber es war dann was anderes,............
lg jonni


  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   Püppchen
schrieb am 01.05.2005 18:41
Hallo jonni, vielen Dank für Deine Antworten.
Ich hatte schon mehrere Zwangspausen
-Fehlgeburt- 3 Monate Pause
-Myom entfernen - 3 Monate Pause
-Zysten - 4 Monate Pause
Doch ich habe trotz allem weiter gemacht und mein Körper muß glaube ich noch viel aushalten bevor ich sagen kann, jetzt ist genug. Mir machen all diese " Krankheiten" nichts aus. Auch das ich schon zweimal im Krankenhaus war wegen Hyperventilieren und Bewußtlosigkeit.
Woher weiß man ,dass man aufhören sollte, wenn man es doch gar nicht will und lieber alles auf sich nimmt?
Wie geht es weiter , was passiert noch ???
Warum müssen wir uns diese Fragen stellen und andere bekommen Kinder am laufenden Band ?????
Grüße von Püppchen


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  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   jonni
schrieb am 02.05.2005 18:32
hallo püppchen
oja ,diese frage -warum müssen wir uns solche fragen stellen,und andere nicht,die kenn ich nur zu gut.........,wir haben uns damals für eine adop interessiert,und haben so ein seminar besucht,wo sie uns mitteilten,wir sollen uns doch mal fragen wieso wir ein kind wollen,und ich dachte-he seid ihr noch bei trost?-andere kriegen kinder ungewollt,und leben so gut damit,die haben sich doch auch nicht solch blöde fragen gestellt,.........mittlerweile erkenne ich es an,DASS es nun mal so ist,DASS ich mir diese fragen stelle,antworten hab ich nur bedingt,aber ich kanns akzeptieren,dass ich in dieser situation bin(was nicht heisst dass ich damit so recht klar komme)...tatsache ist,DASS es so ist,......ich finde es beeindruckend und erschreckend zugleich,dass du deine eigenen körperlichen signale so hinnimmst,....ich könnte das nicht,ich find ,ich hab schon so einen gewissen psychischen schaden abbekommen von dem ganzen zeugs,und immer hoffen,und dann wieder so entäuscht werden,......ich wills nicht mehr ertragen,..ich war damals bei einer psychotherapeutin,gemeinsam mit meinem mann-die war in der selben praxis wie der gyn- frauenarzt ,urologe,und psychologin hatten diese spezielle praxisgemeinschaft,und ich ging damals beim gyn raus,schaute mit meinem mann beim uro rein,und hatten dann einen termin bei der psyho,war eine" super" nachmittagsbeschäftigung...........aber die paar sitzungen bei der psychologin haben mir geholfen,sehr geholfen...............vielleicht denkst du mal darüber nach,wenn du solch körperliche beschwerden hast,dass du dir vielleicht psychologischen rat suchst?
lg jonni


  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   puppipup
schrieb am 03.05.2005 20:22
Hallo Püppchen,
wir sind ja fast Namensvettern und Deine Gedanken kommen mir auch ganz verwandt vor.

Ich habe nur eine ICSI hinter mir, aber die hat zu einem 6wöchigen Krankenhausaufenthalt geführt, bei dem ich zum Schluss eine Blutvergiftung hatte, wodurch meine Zwillinge gestorben sind. Danach wollte ich erst ganz schnell weiteremachen, mein Gynäkologe hat mir dann gesagt, ich solle mal darüber nachdenken, was passiert ist, und erst ganz langsam habe ich zulassen können, überhaupt zu reflektieren, was ich in diesen Wochen erlebt habe. Danach war ich erst mal in einem Stadium, in dem ich immer nur gedacht habe, dass es eigentlich eine Anmassung ist, auf diesem Weg unbedingt ein leibliches Kind bekommen zu wollen, es würden schliesslich genug Kinder auf dieser Welt sein, die schon geboren sind, und ein Zuhause suchen (was ich jetzt nicht mehr anmassend finde, wir Menschen sind eben komisch gestrickt). Sah mich dann schon als Adoptivmutter eines ganzen Dorfes von Kindern, ha, ha. Dann kam eine Phase, in der ich gedacht habe, ach was, ich kann auch ohne Kind glücklich sein und bin halt ne coole Berufstätige und Ehefrau (solche gibts ja auch!). Abscheu vor den für IVF/ICSI notwendigen Eingriffen und gynäkologischen Untersuchungen habe ich seitdem ohnehin. Seit zwei Jahren denke ich morgens und abends (und wenn Zeit ist zwischendurch) über dieses Thema nach, gucke regelmässig in Adoptionsforen, in KIWU-Foren und auch hier im Abschiedsforum und lasse so auf mich wirken, was das emotional so bei mir auslöst. Letzten Oktober habe ich mich wieder in einem KIWU-Zentrum vorgestellt, wollte mal wissen, wie ich das finde, danach war ich über mehrere Tage so aus dem Konzept mit Schlaflosigkeit und allem möglichen, dass mir klar war, dass das nicht der richtige Zeitpunkt für einen neuen Versuch ist. Habe dann beschlossen, dass ich eben so lange mit einer Entscheidung warte, bis ich damit mit mir weitestgehend im Reinen bin. Und bin über das Warten und Sondieren in alle Richtungen auch innerlich etaws ruhiger geworden, auch wenn mir meine Nerven innerlich immer noch mal durchgehen. Ich mache mich durchaus mit dem Gedanken vertraut, dass es bei uns vielleicht nie klappen wird und sehe das wie eine Krankheit, die einem ja als Schicksalsschlag nun mal begegnen kann und bei anderen eine Krebserkranung oder ein Unfall ist. Hilft nichts, da zu fragen, warum, ist einfach so. Bleibt uns dann nichts anderes, als damit fertig zu werden und uns unsere Zeit auf dieser Welt trotzdem gut zu stricken. Klar geworden ist mir aber in den zwei Jahren jetzt schliesslich auch ganz eindeutig, dass ich schon irgendwie ein Kind grossziehen will, auch, wenn ich von meinem Wunsch, ein leibliches Kind zu bekommen, dann Abschied nehmen muss. Das ist aber eine ganz persönliche Sache und für viele bestimmt auch nicht der richtige Weg.

So, jetzt habe ich eine riesigen Erguss losgelassen.

Was ich glaube ist, dass Du
1. Dir Zeit geben musst, innerlich alles zu verarbeiten, das braucht Zeit, Du hast viel Kummer zu verarbeiten, einen Daueroptimismus finde ich persönlich eher merkwürdig; Dir Zeit zu geben heisst meiner Meinung aber nicht, dass Du in dem Thema tatenlos bleiben musst
2. Es meiner Meinung nach auch egal ist, ob Du schon 36 Jahre bist (ich kenn die Statistiken, aber ich kenne auch genügend Leute, die mit 38 oder später nach IVF/ICSI schwanger geworden sind)
3. wir ein leibliches Kind, egal ob 26, 28, 34 oder 38 Jahre alt, nicht erzwingen können (wie man auch die Gesundheit nicht erzwingen kann) und
4. deswegen Gedanken darüber, ob Du dann lieber ohne Kind bleiben möchtest oder eins adoptieren willst, meiner Meinung nach nicht verkehrt sind.
Bleib gut zu Dir und sei geduldig mit Dir (und Deiner Umwelt!)
Manchen kann ein Psychologe in solchen schweren Situationen wirklich gut helfen.

Ich hoffe, meine Zeilen können Dich ein bisschen trösten, ich fühle mit Dir!
Puppipup


  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   cora*31
schrieb am 05.05.2005 22:51
Hallo Püppchen!
Bitte lass den Kopf nicht hängen. Du bist erst 36 Jahre alt und hast also noch etwas Zeit, Dir Deinen sehnlichsten Wunsch zu erfüllen.
Ich kann Dich sehr gut verstehen, ich konnte mir ein Leben ohne Kind auch nicht vorstellen. Nach 2 IVFs, 3 ICSIs, 2 Kryos, einer ehlgeburt (beim 2. Versuch), bin ich bei dem 6. Versuch endlich mit Zwillingen schwanger geworden. Leider wollten meine Söhne viel zu früh auf die Welt und starben wenige Minuten nach der Geburt in meinen Armen. Das darauffolgende Jahr brauch ich Dir glaub ich nicht zu schildern. Erst da merkte ich, daß ich an meiner Grenze angekommen bin und hab mich gefragt, was ich da eigentlich mit meinem Körper mache. Warum will ich unbedingt mit Biegen und brechen ein leibliches Kind, wenn es auf dieser Welt so unendlich viele Kinder schon gibt, die keine Eltern haben. In dieser Zeit der Trauer hab ich mein Herz für eine Auslandsadoption geöffnet (da spielt das Alter erst nach 45 eine Rolle). Wir haben uns für ein indisches Kind über eine Agentur entschieden, aber in dieser Wartezeit (unsere Papiere waren schon alle in Indien) bin ich im Urlaub auf normalem Weg schwanger geworden. Unsere Tochter Nele ist jetzt 9 Monate alt, aber ich wünsche mir so sehr noch ein indisches Geschwisterchen für sie. Liebes Püppchen, egal für welchen Weg Du Dich entscheidest, kämpfe dafür, es lohnt sich tausendfach. Wenn auch nicht für eine Adoption, vielleicht für eine weitere künstliche Befruchtung mit viel höheren Chancen z.B. in Österreich???
Ich wünsche Dir alles Gute
Cora


  Re: Ist es jetzt vorbei ????!!!
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   Marie-Luise
schrieb am 06.05.2005 01:41
Hallo Püppchen,

ich kann dich so gut verstehen!!! Auch ich kann mich mit meinen bereits 43 Jahren immer noch nicht damit abfinden, dass ich wohl nie ein Kind haben werde. Denn dieses Schicksal ist dann leider nicht das erste, was ich lernen muss zu akzeptieren.
Mein erstes einschneidendes Erlebnis hatte ich 1989 im Alter von 27 Jahren. Ich erkrankte am sog. Morbus Hodkgin, einer bösartigen Lymphknotenveränderung. Zu dieser Zeit war ich bereits vier Jahre mit meinem jetzigen Mann zusammen und wir hatten so normale Pläne wie heiraten und Familie. Das trat nun alles in den Hintergrund, denn ich musste und wollte erst mal gesund werden. Nach drei Monaten täglicher Bestrahlung haben mir die Ärzte geraten, mindestens 5-7 Jahre mit einer Schwangerschaft zu warten, da ein neuer Ausbruch dieser Krankheit in diesem Zeitraum lt. Statistik relativ hoch ist. Glücklicherweise hat sich dieser Krebs bei mir nie wiederholt und nach 10 Jahren galt ich als geheilt. Mit mitte dreißig haben wir dann natürlich erst unsere Familienplanung in Angriff nehmen können. Als ich dann nach über einem Jahr immer noch nicht schwanger wurde, haben wir uns an die Reproduktionsmediziner gewandt. Angefangen haben wir mit Nach fünf erfolglosen Meine letzte Denn erst bei diesem sechsten Versuch, bei dem in einer anderen Praxis unter Vollnarkose mein Muttermund geweitet werden musste, hat mich der dort behandelnde Arzt erst mal auf das große Risiko aufmerksam gemacht, dass man mir ohne Weitung des Muttermundes die Gebärmutter hätte verletzen können, so dass sie letztendlich hätte entfernt werden müssen. Trotz aller gesundheitlicher Gefahren und Bedenken meines Mannes, verspüre ich zwischenzeitlich immer wieder den Wunsch, es noch ein letztes Mal zu versuchen. Doch bei dem Wunsch ist es bis heute geblieben...... Seit September 2000 stehen wir außerdem noch als Adoptionsbewerber bei unseren zuständigen Jugendamt auf der Warteliste. Da wir uns jedoch erst mit ende dreißig beworben haben, sind die Chancen auch hier gleich null. Ich glaube , ich werde innerlich nie richtig "Abschied" nehmen können. Jedesmal, wenn ich eine schwangere Frau sehe oder von einer Bekannten oder Arbeitskollegin höre, die schwanger geworden sind, reißt bei mir die Wunde immer wieder auf . Dann geht es mir einen Tag lang schlecht und dann raffe ich mich wieder zu neuen Taten auf. Liebe Grüße Marie-Luise




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