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  neuling
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   jonni
schrieb am 04.04.2005 10:26
hallo allerseits,
ich bin ganz neu im forum und bin begeistert,dass es sowas gibt,und ich hab mir schon viele beiträge durchgelesen und bin so erstaunt,dass soviele ähnliche situationen sind.....
wir haben 2 icsi versuche hinter uns,jedesmal musste mein mann operiert werden um die samen zu holen,null erfolg,eigentlich wollten wir eine 3. versuch machen,aber unser inneres sagt nein( allein schon wegen der operation-da gabs schon komplikationan),und so haben wir begonnen uns von dem kinderwunsch zu verabschieden,es geht leider nicht von heut auf morgen,............ich seh die geschichte immer so,oder ich hab ein bild vor augen,wenn du einen stein ins wasser wirfst und dann zieht dieser stein so kreise die immer weiter werden,es ist nicht nur die eine situation da,dass man keine kinder bekommen kann,sondern diese geschichte greift in sämtlich lebensbereich ein,freunde ,familie, job, freizeit, auch religion bzw spiritualität,es ist als müsste man sein ganzes leben umkrempeln,und alle alten muster und philosophien,was das leben betrifft über bord werfen oder zumindest überprüfen.......ein klitzekleines beispiel,weihnachten feierten seit wir verheiratet sind ( 5 Jahre) bei den schwiegereltern,und dachten das sei vorübergehend bis eigene kinder da sind,dann feiern wir den 24. zu hause, "so wie`s sich gehört",seit einigen jahren wird mir schon 2 wochen vorher übel bei dem gedanken zu den schhwiegereltern feiern zu gehen,quasi als kind( das verhältnis zu den schwiegereltern ist nicht gerade unverkrampft),und dann dachte ich mir ich will das nicht mehr so haben,.........bis ich letztes jahr zu weihnachten psychisch total down war,und nun haben mein mann und ich beschlossen diesem tag eine neue für unsere situation passende bedeutung zu geben,diesen tag so zu feiern wie wir es wollen( wir sind schon beim umgestalten,und ich bin gespannt wies wird)....( mein nächstes projekt wird der muttertag)........ich baue darauf dass wir allgemein lernen können ,mit der kinderlosigkeit zu leben,ich erwarte gar nicht ,dass ich mal da steh und sag "oh gott bin ich glücklich ohne kinder",aber ich möchte mal sagen können "ja ich habe einen weg gefunden,mir mein leben trotzdem schön zu gestalten,und die krisenzeiten kann ich akzeptieren.....wir sind gerade dabei sämtliche lebensbereiche zu überdenken,und mir gehts allein schon gut dabei,wenn wir darüber reden oder uns kritisch mit den dingen auseinandersetzten,das geht bis zur glaubensfrage...( ich meine der satz "gehet hin und vermehret euch"stimmt auch nicht mehr so ganz............
lg jonni


  Re: neuling
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   sturzpueppi
schrieb am 04.04.2005 15:54
liebe jonni,
in unserem Freundeskreis gibt es mehrere Paare, die wir wir von einem Leben mit Kindern ausgegangen sind, und von denen die meisten wie wir ganz oder schrittchenweise aufgegeben haben, diesem "Traum" hinterherzujagen. Man zieht um, damit man - wenn die Kinderchen denn da sind - Platz hat, einen Garten zum Spielen, und und und. Nach Jahren voller netter Übungen (ähem...) tut sich dann nichts. Weihnachten krabbelt noch immer kein Krawurschtl unterm Baum rum, Ostern werden keine Nester gebaut, Muttertag ist auch hinfällig, die zerbrechlichen Teile können immer noch im Regal unten stehen, es klebt nirgendwo Schokolade am Vorhang oder auf dem Sofa, wir müssen weder Windeln kaufen noch Kinderspielzeug, noch brauchen wir einen Kombi für den Kinderwagen. Niemand drückt planlos auf der Fernbedienung herum, spielt die Schlumpfenhitparade morgens um sieben oder springt putzemunter am Sonntag frühmorgens durch die Gegend...
So ist das Leben. Für uns ist einfach eine andere Bestimmung vorgesehen. Ich finde die klassischen Familienfeiertage auch immer übel, inbesondere, weil meine lieben Geschwister und Schwager sehr vermehrungsfreuig sind (12 Nichten und Neffen...).
Man muss einfach das Beste draus machen: viel mehr Zeit für den Partner, für Hobbies, kein "ich würde ja gern, aber wegen der Kinder kann ich nicht...", man muss nicht in der Hauptferienzeit Urlaub nehmen - der Kinder wegen.
Wir sollten öfter an die positiven Dinge denken. Es gibt unheimlich viele Eltern, die immer wieder betonen, was sie alles hätten, täten, könnten, wenn keine Kinder da wären.


  Re: neuling
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   marie30
schrieb am 04.04.2005 21:36
Hi jonni,
ich glaube das Hauptproblem ist die Umwelt. Ständig muß man sich rechtfertigen, warum, wieso, weshalb. Das ist für mich das schlimmste. Ich habe Hoffnung, das ich irgendwann schwanger werde
aber manchmal sind da natürlich auch die Gedanken, was, wenn es nicht klappt. Es ist verdammt schwierig, seine Wertvorstellungen vom Leben über den Haufen zu rennen. Das einzige, was für mich tröstlich ist, ist die Tatsache, daß es mir wirklich noch viel schlechter gehen könnte. Ich meine, ich könnte unheilbar krank sein, oder mein Mann hätte mich verlassen.....
Mein Kind könnte schwerbehindert sein.....
Man, was für eine Verantwortung bleibt einem erspart. Man hat nur Sorge für sich selbst zu tragen. Es gibt ne Menge Probleme- mit Kindern und wer weiß für was es gut ist.
Ich habe mir einen schönen Garten angelegt, und der gibt mit unendlich Kraft. Wir haben einen süssen Hund, der mich auf Trab halt und die Zeit heilt Wunden. Nach jedem Tal der Tränen kommt auch irgendwie die Sonne. Der Faktor Zeit ist das beste Mittel.
viele Grüsse marie


  Umwelt
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   jonni
schrieb am 05.04.2005 17:26
.....oja,die umwelt ist ein eigenes thema,unsere familie,und unsere besten freunde wissen bescheid,im job kann ich es nicht sagen,ich trau mich nicht drüber-sind lauter männer-.und die fragen hin und wieder......wir haben uns ja gefragt,warum wollen wir ein kind,und ich bin draufgekommen,"ja weils halt sich so ghört",ich bin selbst in einer kinderreichen familie aufgewachsen und dachte -das sei normal-jetzt frag ich mich-ist es einfach ein gesellschaftliches bild-ein fortbestand der family,oder ist es genetisch,ein urtrieb?,ich habe seit der heirat immer alles so vorbereiten wollen auf kinder,also das heisst,häuschen mit garten,sicheren job,kontakte zur family,und das bröckelt jetzt alles,und jetzt setze ich auf einmal andere aspekte in den mittelpunkt,und sehe,dass ich da einige brücken abbrechen muss,das ist "anstrengend",und tut weh,weils immer im gesichtpunkt ist-wennste kinder hast,dann passt eh alles-(was ja eigentlich nicht stimmt).......
lg jonni




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