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  Abschied
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   Susanne aus S.
schrieb am 27.07.2004 08:45
Jetzt ist es vorbei, endlich vorbei, oder soll ich sagen
warum vorbei.
Nach 13. Jahren Kinderwunsch, und 3 jahre Intensiven Versuchen,
6 Punktionen, einer Fehlgeburt, vorbei.

Unsere 100% Schwangerschaft war beim Test negativ.
Wir haben so gehofft, alles gewünscht, gebetet und
na ja. Bei uns soll es halt nicht sein.
Jeder andere Frau wäre bei meinen Voraussetzungen wahrscheinlich hundertmal schwanger geworden.
Tja, ich weiß nicht was ich verbrochen habe, aber ich muß
mein leben jetzt ohne kind leben.

Es zerbricht alles in mir und jede hoffnung ist weg. Wir haben
die letzten zwei Versuche selber gezahlt, sind ins Ausland und
wurden jedesmal enttäuscht.
Die Ärzte verstehen es nicht, wie können wir es den Verstehen.

Wir können nicht mehr und sind selber so verzweifelt.

Wie kann man ohne Kind weiterleben, wenn ich nach vorne blicke, sehe ich nur eine große Leere. ich wünschte mir mal nicht so leben zu müssen, wie die anderen, jetzt wäre ich froh ich könnte so leben.
zwei kinder, stress mit dem mann, sorgen wie es in der schule klappt.

mein leben ohne kind, ich weiß es nicht. mein job, ich mag ihn nicht mehr, habe ihn nur solange ausgehalten wie ich den kinderwunsch hatte. irgendwann gehts ja mal in den mutterschutz.
mein geplantes abendstudium, abgesagt, beides ging ja nicht.
meine kollegen, die verabscheue ich mehr wie ich sagen kann.
meine familie, meine schwester mit ihren drei kinder, kann es überhaupt nicht verstehen, wo es jetzt zeugnisse gibt.
Die tips für ihre Kindererziehung, einschl. der nachhilfe der
Freizeit bekommt sie von mir.
mein bruder, der mich doch nur ausnutzt, wenn das geld bei ihm wieder mal nicht langt.
meine schwiegermutter die trinkt und nur meinen schwager im sinn hat. der hat es ja ach so schwer.
mein schwager, der großschwätzer der mein er wäre der beste,
meine schwägerin die nimmersatz sich nur das geld grallt.

mein mann, der mit allen mittel versucht, mir diesen wunsch zu erfüllen. der trotzallem mich liebt, stolz auf mich ist, auf das ich ohne hilfe aufgebaut habe.

es ist vorbei ich habe viel verloren und nichts gewonnen.

Tschüß


  Re: Abschied
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   Claudia
schrieb am 27.07.2004 09:40
Ein Kind kann nie ein Ersatz für alles andere sein, was im Leben
nicht so läuft. Wenn Dir Dein Job nicht gefällt, die Kollegen nicht
ok sind dann such' Dir etwas anderes. Wenn Deine Familie so abscheulich ist, dann reduziere den Kontakt usw.......
Aber es kann doch nicht Dein Ernst sein, dass sich durch ein Kind
alles ändern würde??? Die Zufriedenheit und das Glück wohnt in
einem selbst und wie ich bei Dir herauslesen konnte, hast Du eine
glückliche Partnerschaft und das ist sehr viel. Alles Liebe C.


  Re: Abschied
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   Leidgenossin
schrieb am 27.07.2004 16:43
Hallo Susanne,

ich bin in einer aehnlichen Situation wie Du. Wir haben ALLES versucht, um schwanger zu werden. Wir haben viel Geld bezahlt, mal ganz von den seelischen Wunden abgesehen. Wir haben 4 Icsi Versuche hinter uns und 1,5 Jahre Akupunktur und chinesische Mittelchen. Es hat alles nichts genutzt. Und ich kann ehrlich gesagt auch nicht mehr kaempfen.
Ich bin total erschoepft von den letzten 6 Jahren Kinderwunsch. Sex nach Vorschrift (immer schoen auf den Eisprung achten!! und nicht nach der Lust) das ewige Zittern, Bibbern, ob ich vielleicht nun doch endlich schwanger sein koennte. Dann immer wieder die Enttaeuschung wenn die Periode kam.

Ich weiss genau, was in Dir vorgeht.

Und auch ich habe meinen Job nur ausgehalten, weil ich wusste, ach, irgendwann geht es ab in den Muttschschaftsurlaub und dann ist diese Zeit im Buero mit dem aetzenden Job vorbei.....

Susanne, ich glaube ich habe etwas aus den letzten 6 Jahren gelernt und versuche es ganz langsam umzusetzen. Und meine Gedanken moechte ich dir gerne mitteilen, da sie auch dir weiterhelfen koennen.

Also, das Warten auf das Kind hat mir folgendes gezeigt:
Achte mehr auf dich und das, was du wirklich willst. Pass mehr auf dich auf. Ich habe angefangen 4 statt 5 Tage zu arbeiten, habe gesuender gelebt, meine Ernaehrung umgestellt und es ging mir besser. Ich habe das alles nur gemacht, um ein Kind zu bekommen.

Tja, das Kind ist ausgeblieben, aber ich muss sagen, dass ICH MIR geholfen habe, naemlich gelernt habe, mich um meinetwillen zu kuemmern und das zu machen, was mir gut tut.

Das heisst nun auch, dass ich sehe, dass mir mein Job absolut nichts mehr gibt und ich dieses Gefuehl in mir habe, in eine komplett andere Richtigung zu gehen. Ich habe ein Helfersyndrom und moechte anderen helfen, d.h. ich bin total sozial. In meinem alten Job zaehlte das ueberhaupt nicht.

Ich will unbedingt aus meinem alten Job raus, auch wenn es bedeutet, dass ich evtl. eine neue Lehre oder sonst was mache und wieder bei 0 anfange (und das mit 38)

ABER ICH MUSS MEINEM LEBEN EINEN SINN GEBEN, AUCH OHNE KIND. ALSO TUE GENAU DASS, WAS DU GERNE MACHEN WILLST ODER SCHON IMMER TUN WOLLTEST. FANGE DEIN STUDIUM AN, MACHE SPORT ODER SONST WAS. TUE DAS, WAS DIR UND DEINEM MANN GUT TUT. FINDET NEUE GEMEINSAME HOBBIES, VERBRINGT INTENSIVE ZEIT MITEINANDER. Wir haben uebrigens auch ein Haustier adoptiert, das uns sehr viel gibt. Auch das ist eine neue Aufgabe.

Wahrscheinlich ist das alles hier etwas chaotisch geschrieben.

Ich kann mir auch nur ein Leben sehr schwer ohne eigene Kinder vorstellen und es zerreist mir immer noch das Herz, wenn ich daran denke. Aber ich weiss, ich muss es akzeptieren, dass wir keine Kinder bekommen koennen. Meine Schwaegerin bekommt bald ein Baby und ich freue mich darauf, Tante zu werden.

Vielleicht ist es auch keine schlechte Idee, dich psychologisch betreuen zu lassen. Das kann Dir bzw. Euch helfen, den neuen Weg zu finden.

Ich hoffe, auch Du wirst den neuen Weg finden. Es braucht Zeit und Kraft und manchmal auch ein wenig Mut. Aber vor allen Dingen braucht es Hoffnung, wieder ein gutes Leben fuehren zu koennen.

Das Leben geht leider nicht immer nach Plan, das habe ich schmerzlich gelernt. Aber sei froh und gluecklich, einen lieben Mann zu haben. Bussi Ihr koennt und muesst Euch gegenseitig Kraft geben. Gespraeche helfen auch.

Auch fuer Euch wird das Leben wieder lebenswert, es geht halt nicht von heute auf morgen, aber kleine Schrittchen nach vorne bringen Euch ganz langsam wieder auf den Weg gluecklich zu sein.

Habe Mut und schaue in Dich hinein. Mache das, was du schon immer tun wolltest und ein Kind bzw. Schwangerschaft dich daran gehindert haette.

Glaubt an die Zukunft!!! Sie haelt noch viele schoene Dinge fuer Euch bereit.

Viele Gruesse
Ami

streichel


  Re: Abschied
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   MaMo (MM)
schrieb am 27.07.2004 21:32
Hallo Susanne,

gut dass Du den Frust mal rauslässt. Hat mich irgendwie an meine Verwandtschaft erinnert. Besonders die Beschreibung Deiner Schwägerin. Habe auch so eine. Familie war ihr völlig egal. Wurde nach 3 Monaten mit ihrem neuen Freund gewollt schwanger und sorgte für das ersehnte 1.Enkelkind in der Familie. Keinerlei Rücksicht während der Schwangerschaft in ihrem Verhalten uns gegenüber obwohl sie von unserer Kinderlosigkeit informiert war. Frage mich heute ob meine Schwiegereltern überhaupt ein Leben vor "Julchen" hatten. Wenn mir das alles zu viel wird ziehe ich mich zurück und mit meiner Schwägerin habe ich nur den allernötigsten Kontakt.
Habe während den lezten Jahren gelernt was mir gut tut und was nicht und denke heute öfters an mich.
Du schreibst von Deiner guten Beziehung zu Deinem Mann. Das haben viele nicht. Das ist viel wert.
Auch ich habe in den letzten Jahren viel verloren aber auch viel gewonnen.....jede Menge Erfahrung und auch gute Freunde die mir beigestanden haben.
Liebe Grüße MM


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  Re: Abschied
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   Mariella78
schrieb am 28.07.2004 00:02
  Re: Abschied
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   Marie VR
schrieb am 28.07.2004 00:14
Liebe MM!
Ich kann verstehen was Du für einen Frust hast,aber ganz ehrlich gesagt, kann Deine Schwägerin was für Euren Kinderwunsch???
Es mag Menschen geben,die nicht so sind wie wir selber,aber es wäre auch schlimm wenn alle so denken und fühlen würden wie wir!Es wäre also falsch diesen Menschen zu verurteilen nur weil er Empfängnissvoller ist,als man selbst!
Klar Du kannst leider nicht wissen,wie es ist wenn man ein Kind bekommt.Damit meine ich die Freude darüber.Genauso Oma und Opa und die anderen Menschen in der Umgebung dieser gewordenen Mutter.Meinst Du wirklich,das diese Menschen in dem Moment daran denken oder vielleicht auch nicht wissen,das ihr es so schwer habt?!?Würdest Du Dich nur weil Deine Freundin nicht schwanger werden könnte,Dich denn garnicht über Dein eigenes Kind freuen???Oder es unterdrücken und das meine ich völlig unterdrücken nur weil Sie damit nicht umgehen kann.Ich kenne diese Personen nicht,aber dennoch muß ich an die Situationen denken in denen Du auf diese Personen triffst und Ihnen wahrscheinlich zu Unrecht tust.Oder meinst Du nicht auch????Vielleicht bist Du einfach zu verkrampft an die Sache heran gegangen.....

Lieben Gruß Marie


  Re: Abschied
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   gelöschter User
schrieb am 28.07.2004 07:51
Weißt du, wenn du schreibst, dass es selbst für die Ärzte unerklärlich ist, dass es nicht klappt .... hast du mal daran gedacht, dass es auch an deiner momentanen Situation liegen kann?
Das hört sich alles ziemlich stressig an.
Ich denke man darf den Psychischen Einfluss auf 's Schwangerwerden nicht unterschätzen.
Ich war in einer ähnlichen Situation. Das war wie ein Strudel: Ich hatte mich total unter Druck gesetzt...

Auch im Job war es ähnlich wie bei dir. Ich dachte auch immer: "Na, dann gehe ich eben dann in Erziehungsurlaub..." Aber dazu musste ich halt erst mal schwanger werden... und geanu das klappte nicht... in meiner Sch...-Job-Situation!
Dann habe ich die Notbremse gezogen:
Halbe Stelle, Versetzungsantrag, auch mal ne freche Antwort auf Fragen wie: "Was ? Ihr habt noch immer kein Kind? Wollt ihr denn nicht oder klappt 's nich'? Braucht ihr Nachhilfe?"
Dann ließ man mich in Ruhe!
Ich denke du musst dringend etwas für DICH tun. Gut dass du so einen lieben Mann hast!
Übrigens: Ich kenne einige, bei denen es "einfach so" mit der Schwangerschaft geklappt hat, nachdem sie schon ganz und gar mit dem Kinderwunsch abgeschlossen hatten.
Eine Bekannt hatte wirklich ALLES versucht und schließlich mit 42J. ein Kind adoptiert - mit 43 war sie schwanger. Und weißt du, was sie jetzt immer sagt? "Ja, damals war dann der Druck weg!"

Alles, alles Gute!
May


  Re: Abschied
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   Nora Yael
schrieb am 28.07.2004 13:08
Was Du über Dein Umfeld schreibst hört sich für mich so an als ob Du zwar immer Verständniss für Dich erwartest aber wenig Verständniss für andere hast. Wenn Du den Blick auf Dein Umfeld mal etwas verändern würdest würde sich da auch etwas Stress abbauen.


  Re: Abschied
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   mariposa
schrieb am 03.08.2004 09:41
Hallo Susanne,
nichts ist vorbei, jetzt geht es erst richtig los, mit Dir und Deinem Mann. Du hast jetzt alle Freiheit der Welt, Dass Du keine Kinder kriegst ist sch..., das kenne ich, aber Du darfst auf Dich achten. Wenn Du etwas nicht willst, dann tu es nicht mehr,
Ein Kind hätte Dir all diese nervigen Nebensächlichkeiten doch nicht weggeräumt. Schwiegermutter, Schwager etc. hättest Du immer noch gehabt.
Du und Dein Mann, ihr gestaltet Eure Zukunft, so wie das die bucklige Verwandtschaft auch tun sollte.
Jetzt musst Du mit einem Schicksalsschlag fertig werden, wie die anderen aus Deiner Familie mit ihrem Schicksal fertig werden müssen und jetzt nimm Dir dafür den Raum und die zeit.
Schau nach vorne, da ist kein großes Loch, da gibt es vieles zu entdecken, auf das Du mit Kind nie gestoßen wärst .....
Bei mir liegt es zehn Jahre hinter mir, ich bin durch das große Loch, war echt nicht so schlimm, wie ich dachte, manchmal warte ich noch drauf, dass der große Hammer kommt, aber bis jetzt war er noch nicht da.
Genieße Dein Leben jetzt, Du hast nur das eine.
Mariposa


  Re: Abschied
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   nele29
schrieb am 07.08.2004 15:33
Ich kann Dich so gut verstehen. Bei mir ist ähnlich.
Versuche mehr auf Dich zu achten. Du bist einzigartig und
bist es wert das es Dir gut geht. Es wird immer gute und schlechte Phasen geben. Das ist ok Du darfst auch depremiert sein und auch lustig und glücklich. Lerne dich kennen ändere was Du ändern willst und was Du ändern kannst. Wenn der Job Dich nervt such Dir was anderes. Warte nicht auf etwas, was nicht in Deiner Macht steht. Es hört sich gut an oder! Das schwierigste ist die Umsetzung. Lass dir Zeit vielleicht dauert es Jahre gib Dir die Zeit und lass Dir von niemanden, wirklich niemanden sagen, wann Du was verkraftet haben mußt und wann es Dir wieder besser gehen muß.

Ganz liebe Grüße und viel Kraft
Nicole


  Re: Abschied
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   Kerstin P.
schrieb am 10.08.2004 08:15
Hallo Susanne !
Esmuß nicht alles vorbei sein.Ich befinde mich noch in Behandlung. Wir werden nicht mehr als drei Versuche machen. Sollte keiner klappen werden wir uns um eine Auslandsadoption bemühen. Die Chancen sind nicht schlecht. Wir können uns ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen. Wir wissen aber, daß wir ein fremdes Kind genauso lieben können. Ich habe ein Patenkind in Brasilien. Ich habe Giseli auch schon besucht und wir verstehen uns sehr gut.
Ich habe die Straßenkinder in Rio gesehen ( auch Babys ). Dabei habe ich mir gedacht, vieleicht soll es ja kein leibliches KInd bei uns sein. Vielleicht sind wir dazu bestimmt einem Kind ein zuhause zu geben. Ich hoffe aber noch, daß wir auch bei unseren Versuchen Glück haben. Sollte es so sein; werden wir vielleicht später noch ein Kind adoptieren.
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute!
Liebe Grüße Kerstin




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