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  krise
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   emme
schrieb am 11.07.2004 11:45
Hallo!
ich war schon öfter hier aber meist auf den anderen seiten und dann imer mehr auf dieser. nach vielen jahren der versuche mit und ohne kinderwunschklinik ist nun alles vorbei. ich weiß wirklich nicht wie ich damit klar kommen soll? warum nicht?lebensinn? was ist das? wofür?


  Re: krise
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   Muriel
schrieb am 12.07.2004 20:52
Liebe Emme,
Ich nehme Dich in Gedanken fest in meine Arme und drücke und halte Dich ganz fest. Und kann dir sagen, dass ich sehr mit Dir mit fühle. Ich weiß genau.. es tut so weh, es ist unsäglich ungerecht,.. und warum und wofür...? Naja, da bin ich leider wirklich die ganz falsche für. Da gibt es ein paar Klügere unter uns. Ich hoffe, sie schreibe Dir noch.
Du hast mein mitfühlen, meine Arme - naja, eben per Computer..
Muriel


  Re: krise
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   Kenya
schrieb am 16.07.2004 23:00

Hallo Emme,

ich bin in der gleichen Situation wie Du und mir zerreißt es das Herz, denn ich habe auch so viel Liebe zu geben und möchte so gerne diese wahre, echte und unerschütterliche Liebe eines (meines) Kindes erfahren. Ich möchte nciht allein sein im Alter, sondern umringt von Enkeln usw. langer Tisch mit vielen lustigen Familienmitgliedern. Diese ganzen schönen Träume.... ich hab sie auch. Aber soll ich Dir was sagen? Vor lauter Träumerei und Eifer vergesse ich mein Leben hier & jetzt, heute und meinen Mann. Ich bin im Begriff mein Leben zu verlieren, weil ich so in meinem Leid lebe und in der Angst was mit mir passiert, wenn ich kinderlos bleibe. Ich habe mich in den letzten 12 Monaten von meinem Mann entfernt, hab ihn nicht mehr so wahr genommen wie er's verdient hat. Hab mir gedacht, dass das eine Ehe "ab" können muss, schließlich haben wir ja von guten und schlechten Tagen gesprochen vor dem Altar - jetzt sind's halt schlechte! Aber vorgestern bin ich wachgerüttelt worden. Meine Ehe ist in Gefahr, weil ich nciht mehr existent bin - als Frau und mein Mann vermißt mich, obwohl ich ihn jeden Tag sehe. Ich hab sie vergessen die Zärtlichkeiten und die Lust auf's Leben. Hab auch vergessen ihn zu fragen wie's ihm mit mir geht. Ich lese dieses Forum schon lange und wundere mich, dass sich kein Kerl hier reintraut. Haben die alle nichts zu sagen? Ich denke schon, aber sie machen es mit sich selbst aus. Wie auch immer, Emme - denk an heute! Ich versuche es auch - nachdem ich meinen ganzen Frust, Enttäuschung, Angst und Verzweiflung aus mir raus geschrieen und geheult habe, geht's mir im Moment besser. Ich will irgendwas karitatives mit Kindern machen. Vielleicht ein halbes Jahr nach Afrika und den armen Kindern helfen. Oder hier irgendwas. Ich weiss noch nciht, aber es muss etwas Sinnvolles und Befriedigendes sein. Weine und lass Deine Gefühle raus - aber erhole Dich und vergiß nicht, dass die Ärzte nur an ihren Profit denken und die Hoffnung immer wieder nähren. Wenn wir tief fallen, sind sie nciht da, sondern lassen uns ausrichten, dass es wieder nciht geklappt hat.

zwinker gute Nacht!


  Re: krise
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   mariposa
schrieb am 17.07.2004 09:53
Hallo, was isch jetzt schreibe mag sich hart anhören, aber ich traue es mich aml, weil ich auch ohne Kinder bin und ürsprünglich 5 wollte, jetzt krieg ich nicht eines.
AUch ich hatte die Gedanken, ich möchte meine Liebe einem Kind schenken, ich will im Alter nicht alleien sein usw. was immer man noch mit einem Kind verbindet.
Meine Güte weiß ich, ob mein Kind nicht in Südamerika leben würde, wenn ich mit 85 Jahren im Altersheim wohne, vielleicht ist dieses Kind ganz unmöglich zu mir und ich möchte es nichzt um mich haben, weiß ich das?
Natürlich gehe ich davon aus, dass es nicht so wäre, aber ich weiß es nicht.
Was mutet man einem Kind zu, wenn man alle Sehnsüchte aufs Kind projeziert.
Ja, es ist so, dass das Leben jetzt stattfindet, nicht in meinem Kind in der Zukunft. Das würde doch auch dem Kind eine Riesengroße Verantwortung aufbürden.
Jetzt und heute findet das Leben statt, in seiner ganzen Vielfalt und bunten Fülle. Und es gibt viele Menschen auf der Welt und in Deutschland, denen man helfen kann, wenn man will, und denen man einen Teil der Liebe geben kann, die man in sich trägt.
Mir hilft oft das Gedicht von Khalil Gibran "Deine Kinder sind nicht Deine Kinder", wenn ich um das trauere, was isch nie hatte und nie bekommen werde.

Trotz vielleciht harter Worte (?) ich verstehe serh gut was ihr meint, bei mir ist es nur schon viel länger her, dass ich mich verabschiedet habe.
Ich wünsch Euch viele neue kreative Gedanken zum Leben
mariposa


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  Re: krise
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   Kenya
schrieb am 17.07.2004 14:48
Hallo Mariposa, ich finde Deine Worte nicht hart und sicher hast Du genau recht. Ich habe mit meiner Mutter ein sehr besonderes und sehr inniges Verhältnis und genau so wünsche ich es mir auch mit meinem Kind. Keiner weiss wie ein Kind sich entwickelt, aber als Eltern hat man ja doch einen großen Anteil an der Entwicklung. Ich werde mir das Gedicht von dem Du sprichst besorgen, vielleicht hilft's ja. Gerade hab ich die Tochter meiner Freundin gesehen. Sie ist fünf und ich liebe sie so, sie ist so eine wunderbare kleine Zicke mit solch einem Dickkopf, sie rannte auf mich zu als sie mich sah. Mein Herz hüpft vor Freude und es war kein Schmerz da, nur Freude. Ist doch ein guter Anfang...., oder? Was hast Du getan um drüber weg zu kommen? Ist das eine Frage der Zeit? Eine Frage der Reife oder eine Frage der Sinnsuche? Einen schönen Samstag noch - und auch wenn's sich hart anhört - es tröstet mich irgendwie, dass wir so viele sind, die das gleiche Problem haben. Bussi


  Re: krise
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   Kenya
schrieb am 17.07.2004 14:52
Hallo Mariposa,

war gerade bei amazon und sehe, dass dieser Khalil Gibran ja zig Bücher geschrieben hat. In welchem finde ich denn besagtes Gedicht? Liebe Grüße von Kenya


  Re: krise
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   mariposa
schrieb am 18.07.2004 15:07
Liebe Kenya,
das Buch indem du das Gedicht findest heißt "Der Prophet". Vielleicht findest Du es auch frei im Internet.
Leider hab ich grad nicht mehr Zeit zum Schreiben, aber ich werde mich in Kürze nochmal melden.
Übrigens finde ich es klasse, dass Du Dich einfach ao an einem Kind freust. Und ich finde es alles andere als hart, Dich mit den Menschen zu trösten, denen es genauso geht wie Dir. Ich denke, wir tun da alle das gleiche.
Bis bald
Mariposa


  Re: krise
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   Kenya
schrieb am 18.07.2004 15:11
Liebe Mariposa,

hab mir das Buch direkt bei amazon besorgt - es hatte ja auch ziemlich gute Kritiken.... bin sehr gespannt darauf. Vielen Dank und freue mich auf die nächste mail. Kenya


  für kenya
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   mariposa
schrieb am 21.07.2004 07:23
Hallo Kenya,
endlich eine Antwort, ich hab grad so wenig Zeit, weil ich eine Diplomarbeit schreibe. Du fragst, wie ich darüber weggekommen bin? Viele Sachen haben zusammengespielt, ich hatte gerade ein Studium angefangen (mit dem Hintergedanken, wenn ich schwanger würde wieder aufzuhören), das hab ich dann beendet, hab zwei tolle Freundinnen, mit denen ich immer reden konnte, hab ab und zu den Blickwinkel gewechselt. Als ich mal wieder meiner Freundin in den Ohren lag, was für ein hübsches, hochintelligentes und talentiertes Kind ich nicht bekommen werde, meinte sie nur, ich solle doch froh sein, dass mir dieser Klugscheißer erspart bliebe. Das war natürlich Spaß, aber es brachte mich dazu nachzudenken. Außer Frage, wenn ich ein Kind hätte würde ich alle Einschränkungen in Kauf nehmen, da es aber so nicht ist, versuche ich die schönen Sachen zu sehen, die ich habe.
Was mir auch geholfen hat, war eine Fortbildung, in der ich über Trauer was hörte. Da war eine Frau, die ganz viele Fehlgeburten hatte und auch ein Kind wegen einer Krankheit verloren hat. Sie sagte irgendwann, ihre Kinder wären sowieso von ihr gegangen, aber ihr Mann, mit dem würde sie ihre Zukunft planen müssen. Das hat mir auch wieder zu denken gegeben.
Ich hab in einem Hospizverein gearbeitet und viele sterbende menschen betreut, da hab ich auch viel zu denken gekriegt. Als ich eine Mutter begleitete, die so alt war wie ich und ihre Kinder verlassen musste.
Weißt Du es waren lauter solche Begegnungen, die mich zum Denken angeregt haben.
Nicht nach dem Motto, den anderen geht es noch vile schlimmer, sondern, es gibt noch mehr Situationen im Leben, die sehr schlimm sind, ich werde mein Päckchen auch tragen müssen.
Es ist kein zeichen von Reife, aber ich weiß schon seit zehn Jahren, dass wir keine Kinder kriegen, da hab ich mich natürlich schon länger mit auseinandergesetzt.
Ich wünsche dir, dass Du das Leben genießen kannst, dass Du die schönen Dinge irgendwann wieder als solche erkennst, das Leben ist auch ohne Kinder schön.
Mariposa




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