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  Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   Mandarine14
schrieb am 28.06.2004 22:23
Hallo ihr Lieben,

eigentlich gehöre ich noch nicht ganz hierher.......
Ich bin gerade im Pausenstadium. Habe innerhalb eines Jahres 1 IVF und 3 ICSI gemacht. Jetzt bin ich 40 sehr treurig
Es gibt für uns nur noch 1-2 Versuche (wenns nach meinem Mann geht, nur noch eins, damit "das Elend bald ein Ende hat").

So allmählich verliere ich den Glauben daran, dass es doch noch klappen wird und die Hoffnung ist zwar noch da, aber wird auch kleiner. Wenn ich im Kiwu-Forum lese, wieviele Negativs nach vielen Versuchen (teilweise noch viel mehr Versuche als ich bisher) die Paare einstecken müssen. Puh !!
Uns bliebt auch nicht mehr die Zeit (Alter und das Geld) für mehr als 1-2 Versuche. Auch psychisch geht das ganz schön an die Substanz. Aber wem sag ich das, ihr kennt das ja alles...

Ich bin irgendwie mit einem Bein noch im Kiwu, und mit dem anderen beim Abschied. Ich habe Angst, wenn das endgültige "Aus" kommt, in ein Loch zu fallen.

Wie habt ihr euer Leben neu geregelt ? Wieviel Zeit braucht ihr für eure Trauer (sprich: wie lange wird der Abschiedsschmerz andauern ? Oder nie aufhören?)
Habt ihr neue Ziele/ Hobbies etc. entdeckt ? Wenn ja, welche ?

Ich weiß, ich sollte meine ganze Kraft und Hoffnung einsetzen in meinen nächsten Versuch. Das werde ich auch tun.
Aber ich möchte auch gerne "gewappnet" sein, wenn es nicht klappen wird. Sozusagen ein "Hoffnungsschimmer am Horizont".

Danke fürs Lesen
Liebe Grüsse
Mandarine


  Re: Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   Robby
schrieb am 28.06.2004 22:53
Hallo Mandarine,

ich hab schon öfter von Dir im KIWU-Forum gelesen und kann ziemlich gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst. Ich bin jetzt auch 40 geworden und der Gedanke, dass es wohl nichts mehr wird mit einem leiblichen Kind, ist sehr präsent. Ich habe auch erst mit 38 mit den Behandlungen begonnen. Nach der 2. ICSI war ich 9 Wochen mit eineiigen Zwillingen schwanger. Dann leider MA.

Letzte Woche haben wir das 4. Negativ kassiert und ich bin wieder sehr tief gefallen. Seit gestern geht es mir wieder etwas besser und die Freude am Leben kehrt so langsam wieder zurück. Eine Behandlung werden wir wahrscheinlich nicht mehr machen, ich seh darin keinen Sinn mehr, aber die Hoffnung, dass es vielleicht so nochmal klappt, gibt man wohl noch nicht so ganz auf (auch wenn es wie ein Sechser im Lotto wäre).

Ich glaube, der Abschied ist ein langer Prozess. Ich versuche, mich an dem, was ich habe, zu freuen und nicht zu sehr zu trauern (hab ich auch schon genug getan). Zudem haben wir uns jetzt der Möglichkeit einer Adoption zugewandt. Das ging uns schon länger durch den Kopf und wird jetzt konkreter. Auch die Entscheidung, ob eine Adoption für einen in Frage kommt, braucht seine Zeit.
Mein Mann war am Anfang eher dagegen, hat aber seine Meinung jetzt schon geändert, nachdem wir uns intensiver informiert haben.

Wir haben ja ein ähnliches Schicksal, das wahrlich nicht so einfach zu ertragen ist (kein Nicht-Betroffener kann das nachvollziehen), aber wir dürfen uns davon nicht unterkriegen lassen. Vielleicht können wir uns ja ein wenig austauschen, obwohl ich nicht so häufig schreibe (aber wenn, dann gleich immer einen Roman).

Viele Grüße und Kopf Hoch

Robby


  Re: Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   Stella38
schrieb am 29.06.2004 13:50
ich werde übermorgen in 6 Monaten 40, mein Mann ist am Freitag entlassen worden, wir haben grad ein Haus gekauft.....ich weiß nciht ob ich meine letzten Versuche noch machen will...Chancen extrem schlecht da wir beide einen Knacks haben (siehe Profil).

Ich werde alles, auf das ich mich gefreut hatte, alles was ich mit meinen Kindern machen wollte, auf einen Zeichenkarton schreiben, und diesen dann im Garten vom neuen Häusle begraben. Ich hoffe dass dieses Begräbnisritual mir den Kopf frei machen wird für eine Zukunft ohne Kiwu. Sicher wird auch Trauer und Bedauern bleiben. Aber ich will mir nicht das ganze Leben vermiesen lassen deswegen. Hoffe dass GG mitmacht bei dieser Aktion, dass es von uns beiden ist.




  Re: Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   Inge67
schrieb am 29.06.2004 22:06
Hallo Mandarine,

ich bin 37 Jahre und habe meinen letzten Versuch im Oktober 03 gemacht. Seitdem nehme ich Abschied vom Kiwu.
Wie lange der Abschiedsschmerz dauert? Keine Ahnung. Es gibt gute Zeiten, dann wieder schlechte. Manchmal werde ich traurig wenn ich Schwangere sehe, dann wiederum macht es mir nichts aus. Ich denke ein Schmerz niemals ein eigenes Kind zu bekommen wird immer zurückbleiben.

Ansonsten leben mein Mann und ich jetzt unsere Wünsche aus. Wir fahren oft in Urlaub, haben uns ein neues Auto gekauft. Nach meinem letzten Versuch habe ich mich endlich im Fitnessstudio angemeldet und seit diesem Jahr versuche ich regelmäßig zu joggen.

Ich drücke dir die Daumen, dass dein nächster Versuch positiv endet und du nicht auf Dauer in diesem Forum landest.

LG Inge


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  Re: Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   Holly
schrieb am 30.06.2004 17:05
Hallooo
Ich binn jetzt 37 und wollte eigendlich nach meinem ´4 IVF versuch aufhören.Ich war im letzten Jahr nach dem 3 Versuch mit drillingen Schwangerschaft die in der 12 Woche verloren habe.Glauben tuhe ich das dieser Schmerz nie vergeht.Ich habe nur noch einen Eilleiter und einen der zu ist lasse jetzt noch einen Refertilisierung machen wenn es geht ansonsten müssen wir auch ohne Kinder Leben.Aber ich glaiúbe das ich diesen Gedanken und diesen Schmerz nie richtig verarbeiten werde.Wir hoffen jeden Monat auf ein Wunder obwohl wir wissen das wir nicht hoffen brauchen.
Also ich wünsche dir viel Glück für den nästen Versuch und immer fest daran glauben.
Alles liebe Holly zwinker


  Re: @ Robby
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   Mandarine14
schrieb am 03.07.2004 17:47
Hallo Robby,

erat mal lieben Dank für deine Antwort.
Es tut mir sehr leid für dich - deine Fehlgeburt und dein letztes Negativ. Welch harte Zeiten du durchlebt hast....

Ich versuche auch, mich an dem zu freuen was ich habe. Das gelingt mir manchmal, aber nicht jedesmal.... Und es hilft nur kurzfristig über den Schmerz hinweg.

Es wäre auch bei uns "ein Sechser im Lotto" wenn es auf natürlichem Wege klappt. Es ist für mich auch schwer zu ertragen, weil ich ja eigentlich ss werden kann, aber nicht auf natürlichem Wege mit meinem Mann.

Ich werde jeden Tag irgendwie mit meiner Kinderlosigkeit konfrontiert - in der Nachbarschaft, auf der Straße, im Verwandten- und Freundeskreis.... - überall Kinder oder Schwangere.

Mit einer Ado kann ich mich nicht so recht anfreunden. Den ganzen Ado- Prozess zu durchlaufen.... Außerdem spielt ja auch das Alter eine Rolle, und soviel ich weiß, würden wir kein Baby/Kleinkind mehr bekommen.

Ich würde mich freuen über einen Austausch mit dir.

Viele Grüsse
Mandarine


  Re: @ Stella
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   Mandarine14
schrieb am 03.07.2004 18:06
Hallo Stella,

danke auch dir für deine Antwort.
Den Jobverlust deines Mannes tut mir für euch sehr leid.
Das Schicksal schlägt ja bei euch sehr hart zu - gerade jetzt wo ihr ein Haus abzahlen müßt und noch im Kiwu steckt.... Ach menno, wie gemein !

Die Idee mit dem Zeichenkartoon finde ich sehr kreativ und gut.
Ich werde dran denken, wenn es bei mir mal so weit sein sollte.

Deinem Mann wünsche ich, dass er bald wieder eine neue Stelle finden wird.
Ich hoffe für dich, dass du doch noch zu deinem Wunschkind kommen wirst.
Euch beiden wünsche ich alles Gute und Liebe

Liebe Grüsse
Mandarine


  Re: @ Inge
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   Mandarine14
schrieb am 03.07.2004 18:27
Hallo Inge,

danke für deine Antwort.
Abschiedsschmerz - gute Zeiten, schlechte Zeiten....ein Schmerz wir immer zurückbleiben. Ja, das glaube ich auch, dass es so ist / sein könnte.

Wünsche ausleben... Danke für deine Beispiele !
Oft in Urlaub fahren und ein neues Auto, dass kann ich mir für mich (uns) auch vorstellen (wenn es mal soweit sein sollte).
Aber Fitnessstudio und joggen - nein. Bewundere dich, dass du das machst und Spass daran hast. Ich sehe zwar sportlich aus, bin es aber nicht. Eine Radtour von 25 km (ab und zu im Sommer) reichen mir schon.

Lieben Dank auch fürs Daumen drücken...

Alles Gute für dich.
Liebe Grüsse
Mandarine


  Re: @ Holly
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   Mandarine14
schrieb am 03.07.2004 18:36
Hallo Holly,

danke fürs Antworten.
Es tut mir sehr leid mit deiner Drillings- Fehlgeburt ! Wie schrecklich !!
Du hörst dich sehr traurig an. Ich drück dich mal
Ich wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deiner Refertilisierung.
Möge dein Wunschkind zu dir kommen !

Danke dir auch fürs Glück wünschen.

Viele liebe Grüsse
Mandarine


  Re: Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   mariposa
schrieb am 06.07.2004 11:23
Hallo Mandarine,
Du fragst, wie man mit dieser Trauer leben kann.
Das geht schon, immer im Leben gibt es Abschiede, die man verkraften muss. Ich bin manchmal auch noch traurig, wenn ich kleine Kinder sehe und denke dass ich das nie erleben werde, aber viel öfter ist es inzwischen so, dass ich mich an den Babys anderer Leute freue, mir sie auch mal "ausleihe" und weiß, dass ich sie zurückgeben kann.
Ich bin auch traurig, wenn ich an meinen Vater denke, der vor 12 Jahren gestorben ist, aber inzwischen kann ich auch dankbar sein, dass ich ihn hatte und zwar so lange bis ich erwachsen war. Aber weg ist er trotzdem. und Kinder krieg ich auch keine.
Hobbys und viele neue Sachen waren es bei mir nicht, aber ich hab viel gelernt, hab mein Studium abgeschlossen und noch ein Aufbaustudium draufgesetzt (schwitze gerade furchtbar im Prüfungsstreß). Ich gestehe mir Sachen zu, die ich vorher mir nur schwer zugestanden hätte, z.B. solange zu studieren, mich zu bilden, neues erfahren. Dabei hat mir geholfen, dass ich mir sagte, ich muss auf so was tolles wie Kinder verzichten, jetzt hab ich dafür das Recht mir Freiheiten rauszunehmen. Und wenn manchmal jemand neidisch ist (neulich musste ich mir sagen lassen, wenn man keine Kinder hat, kann man halt Karriere machen), dann sag ich, dass ich lieber Kinder hätte, aber da es nicht geht nun eben mein Leben anders lebe, und fühle mich gut dabei.
Geholfen haben mir zwei Freundinnen, die erst auch keine Kinder kriegen konnten. Inzwischen hab ich etliche tolle Frauen kennengelernt, die auch keine Kinder haben. Es tut mir gut, mit Ihnen zu reden, und nicht nur, sogar ganz selten über Kinder.
Ich drück Dir die Daumen, glaub mir es geht auch ohne, auch wenn Du dir das noch nicth vorstellen kannst.
Ich wünsch Dir was...
Mariposa


  Re: @ Mariposa
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   Mandarine14
schrieb am 10.07.2004 00:15
Liebe Mariposa,

ich danke dir für deine Antwort.
Ja, es sind kleine "Trostpflaster", die manchmal helfen, um kurzfristig (oder auch mittelfristig) über die Verzweiflung und den Kummer hinwegzutrösten.
Wie du schreibst, die Freiheiten/ Freiräume zu genießen und auszuleben, die Frauen/Paare mit Kindern nicht haben. Obwohl ich lieber auf diese Freiheiten verzichten würde und dafür lieber ein Kind hätte.
Auch Dankbarkeit (und sich dessen auch zwischendurch mal wieder bewußt zu machen) für dass, was man hat, dies zu schätzen wissen, sind auch "Trostpflaster".
Ich habe auch (noch) kinderlose Freundinnen und bin darüber auch ganz froh. Es wäre noch schrecklicher für mich, wenn alle Freundinnen Kinder hätten (jetzt mal egoistisch gedacht).

Ich danke dir für deine Anregungen und "Trostpflaster"
und wünsche dir alles Gute !

Liebe Grüsse
Mandarine

Beitrag geändert am : (Sa, 10.07. 00:16)


  Re: Kiwu und auch Abschiedsgedanken
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   silli5
schrieb am 10.08.2004 20:24
hallo miteinander,
ich bin gerade auf diese Seite gestossen und bin zu tiefst erschüttert! Ich bin 29 Jahre und verhüte seid mehr als 10 Jahren nicht mehr. Damals hat mein FA gesagt ich könnte keine Kinder bekommen. Nach vielen Jahren und etlichen OP´s hat mir mein jetziger FA mitgeteilt das meine Eilleiter nicht mehr funktionstüchtig sind aber dafür meine Gebärmutter. Auf natürlichen Wege könne ich nicht schwanger werden. Bei einer künstl. Befruchtung hätte ich allerdings gute Chancen. Jetzt, nachdem ich im Internet etwas Recheriert habe über dieses Thema, muss ich sagen "Oh mein lieber Gott"! Was ist das für ein irrsinniger und langer Weg bis dorthin! Ich werde aber trotzdem Kämpfen und alleserdenkliche dafür tun ein Baby zu bekommen. Es gibt nichts auf dieser Welt was mein Freund und ich uns mehr wünschen würden!!!




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