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  Ich bin neu hier
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   Gaby_72
schrieb am 17.06.2004 16:58
Hallo,

nachdem ich eine Weile hier gelesen habe, möchte ich mich euch vorstellen.

Ich bin 31, mein Mann 35. Seit 15 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet, seit 4 Jahren ungewollt kinderlos.

Wir haben 3 hormonunterstützte Versuche, 1 IVF, 3 ICSIs, 1 Kryotransfer. Leider hat sich nie eine Schwangerschaft eingestellt. Inzwischen haben wir eine Adoption in unserer Stadt beantragt. Aber das läuft erst seit Anfang diesen Jahres und kann dauern...

Der Weg bis hierher war recht hart für uns. Wir wünschen uns beide sehnlichst Nachwuchs, und keiner kann uns sagen, warum es nicht klappt. Mein natürlicher Zyklus war 1A; regelmäßig mit Eisprung und Mittelschmerz . Eine Laparoskopie ergab auch keine Auffälligkeiten. Nur die Eileiter waren etwas unregelmäßig und auch etwas verklebt, aber das konnte mit Blaulösung durchgespült werden. Zwei SG mit zeitlichem Abstand waren auch ok...

Ich habe während den ICSIs stark stimuliert mit 300 Einheiten Gonal und 70 Menogon. Jeder Versuch hat mich körperlich und psychisch mehr belastet. Ich bin manchmal ganz schön ausgerastet in meiner Verzweiflung. Mein Mann war sehr tapfer. Die Sache hat uns zusammengeschweißt.

Nur... er kommt mit dem psychischen Schmerz besser zurecht als ich. Er kann da eher abschalten und verdrängen. Mir tut es einfach nur wahnsinnig weh, keine Kinder zu bekommen...

Zur Zeit geht es mir gerade wieder besonders schlecht. In unserem Freundes-, Kollegen-, Bekannten- und Verwandtenkreis häufen sich die Schwangerschaften und Geburten. Es ist so wunderbar, dass es bei so vielen problemlos klappt! Wieso bei uns nicht?

Wie soll ich diesen Schmerz nur überwinden??? Wie soll ich damit umgehen?

Wisst ihr Rat? Habt ihr tröstliche Worte?

Ich danke vorab für eure Antworten.

Liebe Grüße

Gaby


  Re: Ich bin neu hier
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   Lolly
schrieb am 18.06.2004 09:17
Du schreibst, dass Ihr eine Adoption beantragt habt. Gleichzeitig trauerst Du aber noch sehr stark bezüglich Deines nicht erfüllten Kinderwunsches - was ja normal ist. Nur halte ich die Kombination starke Trauer und Adoption für sehr ungünstig (ich bin übrigens selbst Adoptivmutter).
Bist Du Dir sicher, dass die Adoption für Dich im Moment der richtige Weg ist? Meinst Du, Du würdest dem Adoptivkind gerecht werden können, ohne ihm das Gefühl zu geben, dass es nur ein "Notstopfen" ist?
Versteh mich nicht falsch, das soll kein Angriff sein. Ganz im Gegenteil. Aber ich finde, wenn man den Weg der Adoption geht, dann sollte es eigentlich keine Rolle mehr spielen, was irgendwann mal nicht geklappt hat und wie irgendwas stimuliert wurde. Du willst ein Kind adoptieren und solltest Dich dann eigentlich mit voller Kraft auf diese Situation vorbereiten. Kannst Du das nicht, solltest Du die Finger davon lassen, denn egal ob es ein von Dir geborenes Kind ist oder ein angenommenes: es ist ein Mensch der Eltern braucht, die IHN bedingungslos lieben können, ohne wenn und aber, und ohne Unterschiede zu machen.

Ich hatte auch zahlreiche ICSI-Versuche hinter mir, bevor wir uns für die Ado entschieden haben. Um Dir ein bißchen Mut zu machen möchte ich Dir sagen, dass ich, wenn ich früher gewusst hätte, wie schön es mit einem Adoptivkind ist, ich nie im Leben all die vielen Behandlungen gemacht hätte. Einen Wunsch nach einem leiblichen Kind habe ich nicht mehr. Natürlich hat es seine Zeit gedauert, bis ich das so sagen konnte, und sicher waren auch gerade die Behandlungen wichtig, um eben Abschied nehmen zu können. Aber das Thema war abgeschlossen, bevor ich den neuen Weg eingeschlagen habe. Heute sind wir eine absolut glückliche Familie!


Alles Gute!


  Re: Ich bin neu hier
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   Saskia
schrieb am 20.06.2004 13:39
Hallo Gaby,

ich kann mich nur Lollys Worten anschließen, versuche bitte erst die trauer um ein leibliches Kind abzuschließen, bevor Ihr den neuen Weg der Adoption einschlagt. Ihr braucht dazu Eurem JA nur um ein wenig Aufschub zu bitten. Ich bin froh, dass unsere trauerphase abgschlossen war, denn ich kann Dir sagen der Ado-Weg ist auch sehr sehr steinig, und wenn man da nicht zu Zweit voll und ganz dahinter steht, und das kann man meist nicht während man noch trauert, dann geht es in die Hose.
Nehmt Euch einfach die Zeit, auch wenn Du den Eindruck hast, sie haut Euch ab, aber glaube mir, emotionla wird es einfacher!!

liebe Grüße

Saskia, mit Cristian Camilo (geb.02/03, Ado 09/03 in Kolumbien)


  Re: Ich bin neu hier
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   Robby
schrieb am 20.06.2004 22:12
Hallo Gaby,

im Gegensatz zu meinen "Vorschreiberinnen" bin ich nicht der Meinung, dass man komplett mit dem leiblichen Kinderwunsch abgeschlossen haben muss, um sich mit dem Thema Adoption schon einmal auseinanderzusetzen. Es soll keine Notlösung sein, aber ich finde, der Gedanke an einen möglicherweise anderen Weg, kann einen auch während der KIWU-Behandlung etwas trösten. Die ersten Schritte kann man meiner Meinung nach auch parallel machen. Ich glaube, dass man dann irgendwann innerlich weiß, welchen Weg man einschlagen will.

Ich kann dich in deinem Schmerz nur allzu gut verstehen, und die Frage "warum alle anderen scheinbar problemlos schwanger werden, nur wir nicht" stellt man sich ja immer wieder. Es ist ja aber nicht ganz so. Wir sind sehr viele (leider).

Mein Mann kann im übrigen auch viel besser verdrängen als ich. Wir haben am Freitag unser 3. Negativ nach ICSI bekommen und haben noch ganz schön daran zu knabbern. Nach dem 2. Versuch war ich kurz ss, leider FG in der 10. Woche.
Aber ich versuche den Kinderwunsch nicht zum Lebensmittelpunkt werden zu lassen (ist schwer, weiß ich), denn sonst kann man es ja gar nicht mehr aushalten.
Du bist noch viel jünger als ich und hast vielleicht die Möglichkeit, vom Fortschritt der Medizin noch zu profitieren. Ich weiß, dass tröstet dich im Moment sehr wenig aber es ist numal so. Vielleicht hast Du nach einer Zeit nochmal die Kraft, Versuche zu starten, wobei ich auch total verstehen kann, dass man einfach nicht mehr will. Mir geht es im Moment so.
Auf jeden Fall, stehst Du nicht alleine da. Vielleicht hast du ja Lust, nochmal zu antworten.

Viele Grüße

Robby


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  Re: Ich bin neu hier
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   Mandarine14
schrieb am 21.06.2004 12:33
Hallo Gaby,

ich schließe mich Robby an.
Wenn man die Kraft hat eine Ado anzugehen und noch in der Kiwu steckt, ist das durchaus ein möglicher Weg.

Ich erzähl dir mal ein Beispiel aus meinem entfernten Verwandtenkreis(vom Hören-Sagen):
Bei der Frau waren hormonelle Ursachen für unerfüllten Kiwu.
Sie hatten einige IVF (oder IUI ?? wieviele weiß ich nicht) hinter sich. Hatten keine / kaum noch Hoffnung mehr und haben eine Adoption angestrebt und auch in Gang gesetzt (wie weit das Verfahren schon war, weiß ich nicht). Dann haben sie noch einen IVF Versuch gemacht mit wenig Hoffnung (nach dem Motto, wird wohl doch nix) und siehe da, sie wurde Schwangerschaft mit Zwillingen und demnächst ist Entbindung. Den Adoantrag haben sie rückgängig gemacht.

Ich will dir damit keine falschen Hoffnungen machen, denn es ist natürlich keine Garantie, dass es bei einem selber genauso verläuft.
Bei diesem Paar ging beides - Ado und Kiwu-Behandlung.

Alles Gute !!!

Viele Grüsse
Mandarine


  Re: Ich bin neu hier
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   Saskia
schrieb am 21.06.2004 13:11
Hallo Ihr,

ich denke, meine Mail wurde etwas falsch vesrtanden. Ich meinte, dass man möglichst nicht beide Wege gleichzeitig gehen sollte. Wird auch von manchen Jugendämtern nicht akzeptiert. Und natürlich kann und soll man sich ruhig schon während der KIWU-Behandlung mit dem Thema Adoption auseinandersetzen, denn nur so kann man feststellen, ob dieser Weg eine Möglichkeit für einen ist. Denn es gibt da einfach soooooo viele gedanken, die man sich machen sollte, und dazu braucht man halt auch etwas Zeit.

Wir selber hatten uns gegen eine KIWU-Behandlung für uns entschieden, brauchten aber auch erst einige Zeit, um die Trauer um ein leibliches Kind zu verarbeiten. Und dann standen wir voll und ganz hinter unserem Weg der Adoption. Wenn man einen Adoptionsantrag stellt, sollte man einfach auch gleich bereit sein, ein Kind aufnehmen zu können, denn es kann ja auch schnell gehen. Und was macht Ihr dann, wenn Ihr gerade mitten im nächsten Zyklus seid???????

liebe Grüße
Saskia mit Cristian Camilo (geb.02/03, Ado 09/03 in Kolumbien)


  Ihr solltet einmal ...
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   Lolly
schrieb am 21.06.2004 13:32
... weniger an Euch, als an das Kind denken. Es geht zwar bei einer Adoption nebenbei auch darum, dass Ihr ein Kind bekommt. Aber das ist nicht das Ziel Nr. 1. Es geht viel mehr darum, einem Kind ohne Eltern ein Elternhaus zu geben, Eltern zu finden, die es lieben und annehmen wie es ist.

Wenn ich mich für eine Adoption bewerbe, dann sollte ich mich ausgiebig und ausführlich mit dieser Situation vertraut machen und mich damit identifizieren können. Für das Kind MUSS es egal sein, ob es von Dir geboren oder angenommen wurde. Es ist DAS Kind der Familie, und deshalb kann es einfach nicht im Sinne des Kindes sein, wenn Du noch derart trauerst (was ja wie gesagt völlig normal ist). Wie soll sich denn das Kind fühlen????? "Mama hat den Antrag auf meine Ado schon gestellt, aber hat es dann doch lieber nochmal mit künstlicher Befruchtung probiert? Hat nicht geklappt, und jetzt bin ich da!"
Ich weiss ich weiss, das ist bewusst etwas überzogen! Ich möchte nur deutlich machen, dass das ein ganz sensibles Thema ist, und das man eben auch einmal "andersherum" denken muss. In Deiner Situation kann das schon mal schwierig sein, ich spreche da aus Erfahrung.

Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass manche Paare noch einmal einen Versuch wagen, obwohl schon das Jugendamt bzgl. Ado eingeschaltet ist - zumindest bei einer angehenden Inlandsado, denn dabei sind die Chancen auf Erfolg nicht immer gut und die Wartezeiten extrem lang. Bei einer Auslandsado, die eigentlich fast immer Erfolg verspricht, sehe ich das allerdings ganz anders.
Aber wie gesagt, es kommt immer darauf an, wie sehr man noch trauert. Zu viel ist nicht gesund - meine Meinung!

Grüsse


  Re: Ich bin neu hier
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   mato
schrieb am 22.06.2004 06:32
Hallo,

meine Meinung: um so mehr Gedanken um alles um so schlimmer,
ich weiss was es heisst, wenn man sich seit 20 Jahren ein Kind
wünscht, ich würde Ado. und IVF auch kombienieren, weil leider
die Zeit zu schnell vergeht und es dann für beides zu spät ist, weil
man evt. erst Jahre damit verbringt so erst alles zu versuchen, und
ein paar Jahre sind schnell vorbei, und dann erst anfängt über Ado.
ein paar Jahre nachzudenken, also ich kann es auch nicht mehr
hören ( ihr müsst erst frei werden im Kopf, die Trauer verarbeiten.
u.s.w.), dies ist nur Meinung, jeder hat eine andere. Ich spreche
nur aus meiner 2Ojährigen Kinderwunscherfahrung mehr nicht.


Viele Grüsse

mato


  Re: Ich bin neu hier
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   fania38
schrieb am 22.06.2004 10:04
hallo mandarine,

diese "hören-sagen"-geschichten kann ich nicht mehr hören, tut mir leid.
nach dem motto: "probiert's doch mit 'ner adoption, dann klappts auch mit dem schwangerwerden!"
das adoptivkind als therapie für kinderlose???

für sowas habe ich absolut KEIN verständnis und ich glaube auch nicht, dass dieser rat irgendjemanden aus seiner verzweiflung bringt.

eine adoption erfordert sehr viel einfühlungsvermögen und ist ein ständiger lernprozess. das geht nicht so "nebenbei". wie lolly sagte: es geht in erster linie darum, einem elternlosen kind liebe und geborgenheit, ein neues zuhause zu geben. es werden ELTERN FÜR KINDER gesucht und nicht kinder für eltern. solange ich um "mein ungeborenes kind" trauere, wird kein platz für ein adoptivkind sein.

viele grüße von fania
(inlandsadoptiert und überglücklich, denn demnächst mit 2 traumhaften kindern aus haiti)


  Re: Ich bin neu hier
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   blue
schrieb am 22.06.2004 14:25
wir wurden bei unserem termin gleich gefragt, ob wir noch 'nebenher' was laufen hätten. wie schon mehrmals erwähnt, wird das vom JA nicht gerne gesehen.

mal abgesehen davon, ist adoption keinesfalls leichter zu bewältigen als eine künstl. befruchtung (wie manche immer annehmen). ich persönlich hätte es wahrscheinlich psychisch gar nicht verkraftet, beides zu machen.

du solltest die trauer über das eigene nicht vorhandene kind mehr oder weniger hinter dir haben, bevor du dich richtig ins adoptionsverfahren reinkniest.


  Re: Ich bin neu hier
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   Claudia
schrieb am 22.06.2004 14:56
Hallo Gaby,
ich hoffe Du kommst wieder auf die Beine, evtl. solltest Du Dir mal
Bücher zu diesem Thema besorgen. Ich würde jetzt erstmal "Pause" machen und evtl. nach einiger Zeit nochmal probieren? Ich habe mir auch "Rescue-Tropfen"(Bachblüten) besorgt zur Unterstützung. Ich bin jetzt 39 Jahre und mitten drin in meiner ersten ICSI-Behandlung, d.h. am Donnerstag findet der Transfer statt. Ich habe mich aber schon jetzt mit Lesematerial
z.B. "Leben ohne Kind" eingedeckt um auf alles vorbereitet zu sein.
Ich denke es ist dann auch Schiksal und wer weiß für was es gut ist. Liebe Grüsse und alles Gute Claudia


  Re: Ich bin neu hier
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   Claudine(39)
schrieb am 22.06.2004 16:19
Liebe Gaby,
hallo ihr anderen!

Manche Antworten an Gaby finde ich ehrenwert, aber auch unehrlich. Kinderwunsch kann man eben nicht unemotional erklŠren.
Ob leiblich oder Ÿber Adoption, wer sich so sehr ein Kind wŸnscht, sehnt sich danach, eine Familie zu grŸnden und Liebe und Geborgenheit zu geben und zu spŸren. Seid doch endlich mal ehrlich!Wenn man schwanger ist, wei§ man oft auch nicht, ob man das eigene Kind lieben kann. Der Schmerz darŸber, da§ man nicht schwanger wird, hat eben NICHTS und NIEMALS etwas damit zu tun, da§ man ein Adoptivkind nicht mit der gleichen Freude und Liebe empfangen kann. Sondern damit, da§ man nicht das erfŸllt, was die Norm von einem erwartet, und wovon man selbst immer ausgegangen ist, nŠmlich da§ man fruchtbar ist und Kinder kriegen kann, wann immer man mšchte. Die Trauer und den Schmerz darŸber kšnnen sehr lange anhalten. Vielleicht ein ganzes Leben.
Sollen wir REPRO-Kandidatinnen deshalb auf einen Adoptionsantrag verzichten?
Ungewollte Kinderlosigkeit gab es immer schon. Es ist keine Behinderung und keine Krankheit. In anderen Kulturen (und frŸher auch bei uns) wird sie anders angenommen und empfunden, denn da Ÿbernehmen die kinderlosen Verwandten automatisch einen Teil der Erziehung der Kinder innerhalb der Familie. Aber bei uns gibt es das kaum noch. Wem sollen wir also unsere ganze Liebe schenken, wenn unsere Herzen davon so Ÿberquillen?
Liebe Gaby, ich glaube daran, da§ jedem Menschen eine Lebensaufgabe mitgegeben wird. Wenn wir keine leiblichen Kinder bekommen kšnnen, dann ist unsere Aufgabe vielleicht, unsere Liebe und WŠrme denen zu schenken, die verlassen wurden?
Dieser Gedanke hilft mir sehr. Und vielleicht hilft er euch auch.
Alles Gute - Claudine

PS. Ich wei§ genau, was Du fŸhlst. Ich bin nach 3jŠhriger Hormontortur schwanger geworden, unser Kind ist jetzt 2 1/2. Wir wŸnschen uns aber sehnlichst ein zweites Kind, aber es scheint fŸr mich zu spŠt. Jetzt denken auch wir Ÿber Adoption nach. Ich stimuliere nicht mehr. Ich habe Angst vor den SpŠtfolgen.


  Re: Ich bin neu hier
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   mariposa
schrieb am 23.06.2004 08:05
Liebe Gaby,
ich werde Dir nichts zu Adoptionen und künstlicher Befruchtung schreiben, weil ich zu beiden Themen keine Erfahrungen habe. Ich hatte auch gar nicht den Eindruck, dass es Dir darum geht Hilfe zu finde, ob Du schon Adoptieren kannst, obwohl noch Kinderwunsch usw.
Hab aus Deiner Mai eher den Schrez und die Ratlosigkeit rausgelesen, wie es denn in der Zukunft weitergehen soll. Wie Du die Trauer und den Schmerz verkraften sollst. Ich hab den Eindruck, dass Du noch lange nicht abgeschlossen hast, schreibst Du ja auch, ist auch ganz schön schwer, wenn man eigetnlich könnte und es trotzdem nicht klappt.
Frag Dich wieviel Du Dir und Deinem Mann zumuten willst. Wenn es klappt und ihr werdet schwanger, ist es sicherlich alle Mühe wert gewesen, wenn es nicht klappt, geht das Leben weiter ohne Kind und es kann trotzdem schön sein.
Das ist die Erfahrung, die ich gemacht habe, keine Kinder, obwohl ich viele wollte, keine künstliche Befruchtung, weil in Aussicht stand, dass es eh nicht klappt und keine Adoption, weil wir uns dazu noch nicht entschließen konnten. Und das jetzt schon seit zehn Jahren. Inzwischen muss ich nicht mehr heulen wenn andere schwanger werden, inzwischen genieße ich es Kinder rumzuschleppen und wenn sie weinen oder sprucken oder ausgepackt werden müssen wieder abzugeben.
Es war ein Loslassen, wie ihn Eltern Jahre später auch durch machen müssen, wenn die Kinder gehen. Wir hatten es einfach viel früher.
So, genug jetzt - ich wünsche Dir noch viel Kraft auf Deinem Weg und ich wünsche Dir, dass Du den richtigen Weg für Euch findest.
Mariposa


  Re: Ich bin neu hier
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   Gaby_72
schrieb am 26.06.2004 08:02
Hallo,

ich hätte euch schon viel früher geantwortet, aber leider hatte ich Probleme, mich einzuloggen. Entschuldigung!

Vielen Dank für eure Antworten. Einige davon haben mich sehr bewegt und einige haben mir viel Mut gegeben.

Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mir tut es weh, kein Kind zu haben. Dabei ist es für mich zweitrangig, ob es ein leibliches oder ein adoptiertes Kind ist. Ich möchte so einen kleinen Menschen umsorgen und lieb haben. Da wir uns ja nun auch schon seit einer ganzen Weile mit dem Gedanken der Adoption beschäftigt haben, ist der versteifte Wunsch nach einem leiblichen Kind immer mehr in den Hintergrund getreten. So sehe ich das zumindest... Aber dennoch bin ich euch dankbar für eure Denkanstöße. Das hilft mir für meine gedankliche und gefühlsmäßige Reifung.

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich mir selbst hab klar machen können, dass es bei uns mit leiblichen Kindern nicht klappt. Medizinischer Fortschritt hin oder her. Ich war während all der Versuche NICHT EIN MAL schwanger. Wenn ich wenigstens einmal einen postitiven Schwangerschaftstest gehabt hätte, dann wäre ja noch Hoffnung da. Aber es hat nie irgendetwas "angeschlagen". Daher haben wir das aufgegeben. Dabei wäre es für uns recht leicht gewesen weiter zu machen, da wir noch eingefrorene Zygoten haben.
Ich wünsche euch allen viel Kraft, das erlebte zu verarbeiten und neuen Mut für weitere Versuche.

LG

Gaby


  Kinderwunsch
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   Anke083
schrieb am 03.07.2004 14:45
Hallo
habe dein Problem gelesen ist ja echt hart, hast du es schon mit einer Samenspende versucht???
Bei meiner Freundin hat diese Methode geklappt.
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