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  Bitte um Hilfe!!
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   Johannes35
schrieb am 06.06.2004 10:53
Hallo,

meine Frau (41) und ich (35) sind völlig verzweifelt.
Nach langen Jahren bei unzähligen, unfähigen Ärzten, hatten wir es zuletzt mit einer ICSI versucht, die allerdings nicht erfolgreich war. Hinzu kam, dass durch die tolle Gesundheitsreform die bereits von der Kasse genehmigten Kosten für weiteren Versuche nachträglich gestrichen hat.

Wir haben dann eine Adoption in Betracht gezogen, sind aber beim Jugendat nur gegen Betonwände gelaufen.
Eine Frau ab 40 könne gar keine gute Mutter mehr sein und das Kind leide dann ja so sehr in der Schule.
Wir haben mal in Südamerikda gelebt und kennen im Gegensatz zu den Leuten im Jugendamt echtes menschliches Elend, was aber diese Bürokraten nicht interessiert. Ich kann meinen Hass auf diese Behörden kaum in Worte fassen.

Als nächstes bin ich in einer deutschen Botschaft in Südamerika persönlich vorstellig geworden, was wohl auch ein Fehler war.
Auch hier wurde sofort abgeblockt und mit zahlreichen Gesetzen vor strafbarem Kinderhandel gewarnt. Das scheint ein echtes Tabuthema zu sein.

20000 bis 50000 USD für ein Kind von einem dubiosen Vermittler aus eine Land, in dem das Haagener Abkommen nicht ratifiziert ist, scheint zu gehen - das wollen wir aber nicht, auch wenn wir das Geld zusammen bekämen. Wir wollen doch kein Kind kaufen und diese Krimellen Kinderhändler auch nicht unterstützen.

Wer kennt einen Weg ? Meine Frau ist selbst Südamerikanerin. Ist da nicht irgendwie in ihrem Heimatland eine "private" Adoption möglich, die dann irgendwie später hier in Deutschland rechtlich anerkannt wird ?

Ansonsten belibt noch der Eizellentransfer, z.B. im Spanien.
Auch hier wird die Verzweifung der Paare skupellos ausgenutzt und Preise verlangt, die jenseits von Gut und Böse sind.

Meine Frau und ich sind verzweifelt und unsere bisher glückliche 13-jährige Ehe steht auf der Kippe.
Wir sind für jeden noch so kleinen Tipp dankbar!!

Johannes_1969@gmx.de


  Lieber Johannes, setz dein Posting doch auch mal ins Adoptions-Forum
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   Ramona & Julian
schrieb am 06.06.2004 21:06
die Mädels dort können dir sicher besser weiterhelfen ...

dass ihr doch noch zu eurem Glück findet ...



Beitrag geändert am : (So, 06.06. 21:07)


  Re: Bitte um Hilfe!!
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   Tina8
schrieb am 07.06.2004 11:52
Hallo Johannes,

ich weiss genau wovon du schreibst. Ich habe bisher etliche Versuche hinter mir, entweder waren sie negativ, oder ich habe das Kind verloren.

Wir wollten/wollen auch den Weg der Adoption gehen. Aber die Wartezeit ist ungeheuerlich. Auf 15 Paare in unserem Kreis kommt ein Kind. Wieviele Paare vor uns auf der Warteliste stehen, weiss ich nicht, aber es werden eine Menge sein.

Auslandsadoptionen sind verdammt teuer. Man muss so mit 20.000 EUR rechnen. Da wir derzeit am Bauen sind, sind dieses Kosten für uns nicht tragbar. Jetzt haben wir die Möglichkeit weitere Versuche zu starten oder ein Leben ohne Kind zu "leben"

Solltest du einen legalen Weg mitgeteilt bekommen, bitte schreib mir per PN oder Mail




  Re: Bitte um Hilfe!!
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   Lolly
schrieb am 07.06.2004 13:45
Hallo Johannes,

ich bin selbst Mutter eines ausländischen Adoptivkindes und 37 Jahre alt. Mein Mann ist bereits über 40, aber bei uns gab es keine Probleme. Wir beantragen gerade die Adoption des 2. Kindes.

Wir haben glücklicherweise ein sehr fähiges Jugendamt bei uns. Aber ich habe schon sehr oft gehört, dass eine gute Zusammenarbeit eher selten ist. Viele Jugendämter sind auch einfach zu schwach besetzt.
Ich kann Euch nur den Tip geben, Euch nicht unterkriegen zu lassen. Für eine Ado braucht man Nerven wie Drahtseile. Bezüglich einer Inlandsado werdet Ihr aber wahrscheinlich tatsächlich chancenlos sein, denke ich. Aber wenn Deine Frau Südamerikanerin ist, wäre eine Auslandsado nicht abwägig.

Wenn Ihr mit Eurem Jugendamt nicht klar kommt, besteht noch die legale Möglichkeit (alles was illegal ist, finde ich persönlich absolut indiskutabel) die Adoptionseignungsprüfung über eine der Adoptionsvermittlungsstellen machen zu lassen. Die Adoptionseignungsprüfung, bzw. den Sozialbericht, der über Euch erstellt wird, müsst Ihr haben, sonst wird Euch im Ausland kein Kind zugewiesen. D. h.also, wenn Ihr beispielsweise (!) ein Kind aus Südamerika adoptieren wollt, wäre die Ada eine Organisation, die Euch ein Kind vermitteln könnte. Das ist eine in Deutschland anerkannte und geprüfte Einrichtung. Diese Organisation beschäftigt Sozialarbeiter, die nomalerweise diesen Sozialbericht erstellen können, genau wie Eure Jugendamtsfritzen. Zumindest ist das bei unserer Vermittlungsorganisation so, ich kenne die Ada nicht näher. Es gibt meines Erachtens nur 2 Nachteile, wenn Ihr diesen Weg wählt: 1. es kostet (Jugendamt ist kostenlos) und 2. Ihr bindet Euch frühzeitig an eine Organisation. Aber letzteres muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Ist der Sozialbericht erstellt, werdet Ihr Dokumente sammeln müssen und diese über die Vermittlungsorganisation an die Behörden des jeweiligen Landes schicken. Nach einer Wartezeit bekommt Ihr dann einen Kindervorschlag.

Ansonsten gibt es keinen anderen Weg einer legalen Ado. Entweder über eine anerkannte Organisation, oder den Weg über die Landesjugendämter (sofern diese in dem entsprechenden Land vermitteln).

Schau mal unter www.bveaa.de nach. Irgendwo ist eine Liste mit anerkannten Adoptionsvermittlungsstellen und den jeweiligen Ländern, aus denen sie Kinder vermitteln. Ruf einfach mal bei so einer Organisation an und informiere Dich.

Immer cool bleiben und Gas geben!
Wenn Du noch Fragen hast, komm einfach in die Adoptionsabteilung hier im Wunschkinderforum.

Liebe Grüsse


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  Re: Bitte um Hilfe!!
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   mariposa
schrieb am 08.06.2004 20:01
Hallo Johannes,
leider bin ich rechtlich nicht mehr auf dem neuesten Stand, da gibt es in diesem Forum sicher fittere, aber es gibt rechtliche Bestimmungen zur Adoptionsvermittlung. Wäre sicher interessant herauszufinden, ob es bei Euch noch extra Verordnungen gibt.
ich kenne es so, dass Paare über 35 jahren keine Säuglinge mehr bekommen, aber Kinder die schon etwas älter sind ( 3 Jahre oder älter).
Es ist die frage, ob ihr damit leben könntet.
Wir haben Bekannte, die über eine Adoptionsvermittlung (legal natürlich) zwei Kinder aus Südamerika bekommen haben. Sie waren 4 und 6 Jahre alt. Ich glaube, die Vermittlung war ADA, weiß ich nicht genau. Das hat aber relativ gut geklappt und ein Partner war auch schon 41 der andere 40 Jahre.
Ich würde an Eurer Stelle nicht aufgeben, nach Gutdünken alleine kann keine Adoptionsstelle walten.
Ich drück Euch die Daumen, dass es klappt.
Viele Grüße
Mariposa


  Re: Bitte um Hilfe!!
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   Hummelbienchen
schrieb am 09.06.2004 10:33
hallo Johannes!
tut mir leid, was ihr durchmacht streichel
aber nur so als Hinweis: einmal genehmigte Kostenübernahmen können eigentlich nicht einfach so von der KK gestrichen werden, auch wenn das die Mitarbeiter/innen das meinen... es ist ein Verwaltungsakt, der nicht "einfach so mal" wieder aufgehoben werden kann.
wir hatten einen Zusagestreit VOR der Reform, weil sie an eine aus 2001 gemachte Zusage für 4 Versuche im Herbst 2002 (nach der "kleinen" Reform zum 1.7.) plötzlich nicht mehr halten wollten. nach Widerspruch kamen sie zu dem peinlichen Ergebnis, dass sie uns das alles hätten ersparen können u. es ihnen Leid tue! denn wenn es einmal genehmigt worden sei... NACH der Reform fragte ich sicherheitshalber wieder an. da wurde mir bestätigt, dass die Zusage auch weiterhin Gültigkeit hätte. Demnach habe ich noch einen Versuch, der von der KK voll übernommen wird smile

aber vielleicht ist bei euch ja alles anders gelaufen?

ich wünsche euch, dass ihr zu eurem Kind kommt

alles Gute!
aus dem KiwuForum winken




  Re: Bitte um Hilfe!!
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   Purzel
schrieb am 09.06.2004 20:01
Wow, du schreibst, dass deine bisherige glückliche Ehe wegen des Kiwu auf der Kippe steht. Ich kann zwar verstehen, dass man einen ausgeprägten Kiwu hat und alles dafür tun würde, diesen zu erfüllen, aber die Ehe dabei aufs Spiel setzen? Das war für mich immer ein Tabu. Wollt ihr wirklich eure Beziehung wegen des Kiwu kaputtmachen? Könnt ihr euch gar kein Leben zu zweit ohne Kinder vorstellen? Was habt ihr dann vorher gemacht? Gibt es noch ein anderes Thema als Kiwu bei euch?
Wie wärs, wenn ihr mal ein Wochenende spontan verreist, euch auf eure Partnerschaft besinnt und euch einfach freut, sollte es mit einer Adoption klappen, aber auch glücklich ohne werden würdet? Sonst steht ihr am Ende ohne Kind und ohne Partner da und das habt ihr euch doch so sicher nicht vorgestellt, oder?




  Re: Bitte um Hilfe!!
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   Catriona
schrieb am 11.06.2004 14:38
Lieber Johannes,

Lolly hat einmal mehr sehr kompetent geantwortet. Kleine Korrektur bzw. Ergänzung: Unser JA (Frankfurt am Main) sucht Eltern für Inlandsadoptionen - allerdings für ältere Kinder (Kindergartenalter). Wartezeit ca. 2-3 Jahre, es gibt ca. 120 anerkannte Bewerberpaare, im vergangenen Jahr wurden 30 Kinder vermittelt. Das Verhältnis von 1:4 finde ich gar nicht so schlecht. Und es kommt wohl sehr auf die Gegend bzw. die Stadt an, in der Ihr adoptieren wollt.

Wenn Ihr aber solche Schwierigkeiten mit dem für Euch zuständigen JA habt, gibt es zwei Möglichkeiten: Umziehen (etwas aufwändig) oder, wie Lolly vorgeschlagen hat, Ihr wendet Euch tatsächlich gleich an eine Auslandsvermittlungsstelle, die selbst Sozialberichte erstellt.

Ada hat einen guten Ruf, allerdings sind sie mit dem Alter recht streng. Völliger Quatsch ist, dass man mit 40 keine gute Mutter sein kann, aber wenn ich mich recht erinnere, sagen sie, dass sie ab 40 keine Babys oder Kleinkinder vermitteln - aber vielleicht könntet Ihr Euch ja auch mit einem älteren Kind anfreunden. Zumal es, da Deine Frau Südamerikanerin ist, keine Sprachprobleme geben dürfte. Insgesamt scheint Südamerika jüngere Eltern zu bevorzugen. In Asien ist das wieder anders, da steht man eher älteren Eltern positiv gegenüber.

Ein sehr gutes Buch über Auslandsadoptionen hat Gesine Lange geschrieben. Auch sehr hilfreich: Ratgeber Auslandsadoption. Wege, Verfahren, Chancen. Von Barbara Gillig-Riedle und Herbert Riedle. Rat könntet Ihr Euch auch bei den deutschen Adoptions-Verbänden holen, beispielsweise bei Pfad (http://pfad-bv.de/).

Fazit: Ihr habt keinen Grund, zu verzweifeln. Ehrlich!

LG, Catriona


  Re: Bitte um Hilfe!!
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   June
schrieb am 25.06.2004 21:34
Hallo Johannes,
ich bin wohl etwas spät mit meiner Antwort, das liegt daran, dass ich nur noch sehr selten diese Seite besuche.
Zu Deinen Fragen fällt mir viel ein. Einerseits, weil für mich die Pallette ivf & Co. nie in Frage kam und wir uns daher recht ausgiebig mit der Thematik "Kind annehmen" befasst haben. Außerdem komme ich beruflich in gewisser Weise aus der Branche.

Hier ein paar "Stichworte":

Pflege- und Adoptiveltern müssen "geeignet" sein, es gibt nach meinem Kenntisstand keine gesetzliche Festschreibung eines Höchstalters.
Ihr habt die Möglichkeit, einen Antrag bei jedem beliebigen Jugendamt zu stellen, das heißt, wenn Ihr mit Eurem Sachbearbeiter nicht klarkommt oder Ihr die kommunalen Vorschriften nicht nachvollziehbar findet, könnt Ihr es in einer anderen Stadt versuchen.
Viele Jugendämter haben aber eine interne Altershöchstgrenze, die sich auf Säuglinge bezieht. Kommt drauf an, was Ihr wollt.

Ich rate Euch, Euch mit dem Thema Adoption intensiv auseinanderzusetzen. Je kleiner das Kind desto mehr "kauft Ihr die Katze im Sack". Egal ob Pflege oder Adoption - die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind in der einen oder anderen Weise traumatisiert ist, ist hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich irgentwann auf den Weg macht, um seine Herkunft zu erfahren ist höher.
Das Buch von Nienstedt und Westermann über Kinder in "Ersatzfamilien" befasst sich sehr ausführlich mit der Thematik. Seht auch mal bei www.moses-online.de nach.
Nicht zuletzt gibt es leider unter den Organisationen, die Adoptionen aus dem Ausland vermitteln seriöse und nicht seriöse. Echtes Elend betrifft nicht nur Kinder, sondern auch Frauen, die Kinder gebären, um sie zu verkaufen, um zu überleben.

Ich wünsche Euch, dass Ihr es schafft, Eure Ehe zu pflegen. Bei uns war es ähnlich, alles drehte sich nur noch um dieses Thema. Über eine jahrelange Therapie und Selbsterfahrung habe ich sehr viel Bereicherung erfahren. Mein Mann hat sich beruflich stark weiterentwickelt . Sicher gibt es kein Patentrezept. Aber vieles zum Probieren, viele, was nicht schadet.

Alles gute für Euch. Wenn Du noch Fragen hast, schreib doch nochmal.
Gruß, June


  Re: Bitte um Hilfe!!
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   Anke083
schrieb am 03.07.2004 14:48
Hallo

habt ihr es schon mit einer Samenspende versucht, vieleicht wird deine Frau dadurch Schwanger.
Ansonsten gebe ich dir recht, wenn es um die Adoption geht.
Erstens es dauert Jahre bis eine Adoption über die Bühne geht, und der Stress für die Kinder erst.
Da sagen die Adoptieren sie doch ein Kind und dann ist man stein alt wenn es klappt.


Anke




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