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  wann ist Schluss
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  manoh
schrieb am 19.02.2004 20:18
ich habe gerade nach der 5. ICSI einen pipitest zu hause gemacht...negativ am 13. Tag nach dem Transfer.....

ich fühle soviel leere und denke daß die letzten Jahre so schön hätten sein können,wenn das Problem nicht immer wieder bestimmend gewesen wäre...........

ich weiß nicht aber ich habe so sehr Angst vor dem entgültigen Abschied..aber ewig kann man nicht so weiterleben, man verliert die heiterkeit und den Sinn für schöne Dinge...
ich bin sehr traurig.........wie läßt man los ?

mano


  Re: wann ist Schluss
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  Muriel
schrieb am 19.02.2004 23:29
Jaaa - ich weiß ....

Wie man losläßt kann ich Dir allerdings so überhaupt gar nicht sagen.
Ich glaube, ein riesiger Schritt ist es ja schon, mit den Behandlungen aufzuhören - der unüberschaubare "Schwanz" der daraus resultierenden Konsequenzen und Realitäten kommt dann eh hinterher. Aber alleine Behandlungen loslassen...
entweder ein Partner sagt eh von sich aus: nu ist schluss! Oder Ihr solltet zusammen überlegen, ob noch die Hoffnung und die Kraft dafür größer ist, als das Leid, die Schmerzen (seelisch und physisch evtl), die Enttäuschungen...... was überwiegt? Was vermißt ihr vielleicht auch schmerzlich die ganze Zeit? Eben, sowas wie Heiterkeit, Genuss, Du vielleicht Sport, ,. verreisen, in Kneipe sitzen und Bier trinken....

Ich kann Dir nicht wirklich großartige Ratschläge geben, denn ich kann selber noch gar nicht loslassen, obwohl wir keine Behandlungen mehr machen,.

Wünsche dir viele Taschentücher, viele gute sensible Freunde!! und starke Bande zwischen Dir und Deinem Mann.
muriel


  Re: wann ist Schluss
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  Catriona
schrieb am 20.02.2004 15:43
Liebe Mano,

Dein Negativ ist furchtbar. Und schon das fünfte...

Wie lässt man los? Ein Patentrezept gibts da, glaub ich, nicht. Der erste Schritt ist wahrscheinlich, eines Tages zu akzeptieren, dass man kein eigenes Kind haben wird. Ich kann nur für mich sprechen: Bei mir ist der Tag nicht fern.

Warum? Weil ich die Repro-Quälerei leid bin, weil ich mich eben wieder am Leben freuen will, weil mein persönlicher Lebensweg scheinbar in anderer Richtung zum Glück führt als bei anderen. Ich sag mir, ich hab auch nur ein Leben, und nachdem meine Mutter ihr Leben lang an Krankheiten gelitten hat und Freundinnen schon mit Anfang zwanzig gestorben sind, verspüre ich auch eine gewisse Verantwortung für mein Leben, bei all der Verbitterung auch Dankbarkeit dafür, dass ich noch lebe und gesund bin, dass ich einen lieben Partner und wirklich fantastische Freunde habe, dass ich einen Job und Geld genug zum Leben habe.

"Mach was aus Deinem Leben", das gebe ich mir selber auf. Und nachdem ich mich dem KiWu so lange ausgeliefert gefühlt habe, will ich mein Leben endlich wieder selbst in die Hand nehmen. War ich letztes Jahr noch total verzweifelt, bin ich jetzt eher wütend auf diese (im Nachhinein) vergeudeten Jahre, in denen das Leben stillzustehen schien.

Ganz fertig bin ich mit dem Kinderwunsch auch noch nicht, einen Versuch machen wir noch im Frühjahr. Aber wir haben jetzt die ersten Schritte in Richtung Adoption eingeleitet. Und ich muss sagen, seitdem gehts mir besser - auch wenn ich weiß, dass auch da viel schiefgehen kann. Aber mir kann auch morgen ein Stein auf den Kopf fallen...

Jetzt hab ich nur von mir erzählt - leider kann ich Dir nicht raten, ob und wie Du loslassen könntest, dafür kenne ich Dich und Deine Situation zu wenig. Ich hab den Wechsel von der Verzweiflung hin zur (abschiedserleichternden) Wut nicht bewusst vollzogen, es kam halt so. Was sagt Dein Mann dazu?

LG, Catriona


  Re: wann ist Schluss
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  HM
schrieb am 23.02.2004 09:16
Über wann man loslassen soll, kann ich nichts sagen, da bei uns eine KiWu-Behandlung nie in Frage kam. Ich wollte nur etwas über die "vergeudeten" Jahre sagen: Die waren bestimmt nicht vergeudet, Catriona, die hast du gebraucht, um dahin zu kommen, wo du jetzt bist. Die haben dich auch zu der Person gemacht, die du jetzt bist. Du hast in der Zeit bestimmt auch viel gelernt und vieles erlebt, was dich stärker gemacht hat. Nein, du hast sicher keine Zeit vergeudet...

Liebe Grüße,
Hilde




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  Re: wann ist Schluss
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  Catriona
schrieb am 23.02.2004 11:12
Liebe Hilde,

das ist lieb von Dir. Ja, ja, ich weiß, wir haben alle dazugelernt. Das "Alles umsonst"-Gefühl hab ich trotzdem. Macht aber nix. Das Vergangene lässt sich nicht ändern, dafür die Zukunft beeinflussen...

Alles Liebe,
Catriona


  Re: wann ist Schluss
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  Chris 66
schrieb am 25.02.2004 09:11
Hi Mano!
Ich kann dich nur zu gut verstehen wie du dich fühlst.
Es gibt kein Rezept für das "Abschied nehmen".
Ich denke genauso wie du , schade um die verlorenen Jahre, um die viel geweinten Tränen. Es hätte so schön sein können, wenn dieser schmerzende Kinderwunsch nicht gewesen wäre.
Ich hatte Weihnachten nach meiner letzten IVF eine Eileiterschwangerschaft und mußte operiert werden.
Mein linker Eileiter ist raus und ich hatte damals im Krankenhaus gedacht das ich zu Hause durchdrehe.
Jetzt bin ich schon seit ca. 7 Wochen zu Hause und es geht mir relativ ertsaunlich gut.
Dieser ganze Alptraum hat mir geholfen mit dem Kinderwunsch abzuschließen. Der Schmerz ist zwar noch da, doch nicht mehr so schlimm. Ich werde in 2 Wochen 38 Jahre alt und weiß ich muß mich jetzt damit abfinden.
ich wünsche dir viel , viel Kraft und alles Liebe!!!

Sei von mir gedrückt! Viele Crüße Chris




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