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  Sinn des Lebens
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  HM
schrieb am 18.02.2004 10:49
Als wir gestern vor dem Fernseher saßen, streifte mich auf einmal wieder die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir arbeiten, kommen müde nach Hause, essen etwas, schauen fern, besuchen Freunde, gehen aus. Wozu?
Der Gedanke: "Ja, wenn wir Kinder hätten..." drängt sich dann auf. Ist aber auch zu einfach, den Sinn des Lebens nur auf die Kinder zu verlagern. So wie: Den Sinn meines eigenen Lebens kenne ich nicht, aber ich habe Kinder und vielliecht haben die ein "sinn-volles Leben..."
Hierüber würde ich gern mal filosofieren, hat jemand Lust? Ich denke, wenn wir Kinder hätten, würden mich diese Fragen gar nicht beschäftigen!

Hilde




  Re: Sinn des Lebens
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  blue
schrieb am 18.02.2004 13:50
ich denke, die „sinn-frage“ stellt sich jeder irgendwann mal, ob mit oder ohne kind.

ich frage mich auch oft, ob es mir mit kind wirklich besser gehen würde. vielleicht machen wir uns auch nur was vor? was man nicht kennt, vermißt man eigentlich auch nicht. warum ist das beim kinderwunsch anders?

wenn ich ein kind hätte, würden mich wahrscheinlich andere fragen beschäftigen. aber ich behaupte mal, darauf würde ich eher antworten wissen bzw. bekommen.




  Re: Sinn des Lebens
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  Lolly
schrieb am 18.02.2004 14:53
Ich würde sagen, dass was man nicht erreichen kann, ist immer besonders begehrenswert. Das ist so im Leben, auch mit anderen Dingen.

Ich finde auch, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht von Kindern abhängt. Natürlich, wenn man ungewollt kinderlos ist, projiziert man vieles darauf. Wenn man aber ein Kind hat, kommen tatsächlich andere Fragen und Sichtweisen auf. Man ist nicht unbedingt ausgeglichener und auch nicht automatisch glücklicher.

Es ist nicht einfach, mit eigenen Schicksalen fertig zu werden und neue Wege zu suchen. Ich finde es wichtig, mit sich selbst "im Reinen" zu sein, denn sonst wird man nie glücklich - ob mit oder ohne Kind.


  Re: Sinn des Lebens
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  Birgit~
schrieb am 18.02.2004 17:30
Hallo Hilde,

dies habe ich mir vor einem Jahr überlegt, als schon mal in einem Forum darüber gesprochen wurde,

für mich ist es
die lebenslang anhaltende Suche nach Glück
die Erlangung des Glücks oft nur für einen Augenblick oder für kurze Zeit
je nach Schicksal und eigener Anstrengung immer wieder neu erfahrbar ... fast wie ein "Lebensspiel"



Viele Grüsse,

Birgit



Beitrag geändert am : (Mi, 18.02. 23:25)


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  Re: Sinn des Lebens
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  Catriona
schrieb am 18.02.2004 18:00
Liebe Hilde,

kennst Du - als Film oder als Buch - "It's a Wonderful Life"? Sehr kitschig und doch sehr wahr. Ein Mann sieht keinen Ausweg mehr und will sich umbringen. Ein Engel rettet ihn und zeigt ihm das Leben, wie es wäre, wenn er nie existiert hätte. Erst dann fällt ihm auf, wo er überall Spuren hinterlassen und Sinnvolles getan hat...

Lesen oder gucken!

LG, Catriona


  Re: Sinn des Lebens
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  HM
schrieb am 19.02.2004 08:59
Hallo alle,

danke für eure Reaktionen. Ich versuche schon meistens, in kleinen Dingen zu "wirken": wie einen Kollegen aufmuntern, für eine Freundin da zu sein, so ähnlich. Und hoffe, dass ich einen kleinen Unterschied mache in diesem Leben.

Heute stehe ich auch wieder mehr mit beiden Beinen auf dem Boden und finde die Frage nach dem Sinn des Lebens (falls es den überhaupt gibt) eigentlich viel zu groß. Aber es war trotzdem nett, sich darüber mal auszutauschen!

Einen schönen Tag!

Hilde




  Re: oder ... >> 42 << (o.T.)
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  Birgit~
schrieb am 20.02.2004 00:04
  Sinn des Lebens - ist das Leben
avatar  ernie69
schrieb am 20.02.2004 07:51
Morgen,

dies ist zu meinem Motto geworden.

Wir bestimmen jeden Tag neu. Wir stehen am Anfang jeden Tages vor einer neuen Herausforderung und müssen uns dieser stellen. Jedem neuen Tag können wir unseren Stempel aufdrücken und jeden Tag sinnig verleben, sofern wir es wollen.

Bei ungewollter Kinderlosigkeit wird einem eine Entscheidung für ein Für oder Wider aus der Hand genommen. Mir hat dies einen besonders tiefen Schlaf versetzt, da ich nicht mehr entscheiden konnte, ob ich Kinder will oder nicht will.

Nachdem ich abgeschlossen hatte mit dem Trauerprozess habe ich nicht mehr den Sinn des Lebens in einem Leben mit Kindern gesucht. Kinder können nicht Sinn des Lebens sein, sondern sie bereichern das Leben nur auf eine andere Art.

Es kann ja auch keiner behaupten, dass Maria Theresa keinen Sinn in ihrem Leben gefunden hat.

Nachdem ich im Dezember 2003 Mutter eines Pflegekindes geworden bin (nach 15 Jahren ohne Kind) - war dies eine so gravierende Umstellung. Ich kann zum heutigen Zeipunkt nicht behaupten, dass sich meine Einstellung geändert hat. Ich denke weiterhin, dass dieses Kind mein Leben auf eine wunderware Weise bereichert - es hat jedoch nicht den Sinn meines Lebens ersetzt.

Liebe Grüße
und Kopf hoch, der Abschiedsprozess ist schwierig und dauert oft lange lange Jahre (weiß wovon ich spreche)
ernie


  Re: Sinn des Lebens - was andere meinen..
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  Birgit~
schrieb am 20.02.2004 12:30
schaut mal hier - >

[de].wikipedia.org/wiki/Sinn_des_Lebens Ich werd rot

Grüsse,
Birgit




  Re: oder ... >> 42 << (o.T.)
avatar  purzelduo
schrieb am 20.02.2004 13:11
hi, hi, hi, liebe birgit,

das ist eines meiner lieblingsbücher!!!! (bzw. sind ja mehrere...)

lg,




  Re: Sinn des Lebens
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  nomi
schrieb am 20.02.2004 19:24
Liebe Marie,

ich für meinen Teil habe noch keinen eindeutigen Sinn des Lebens gefunden. Kinder sind es bestimmt nicht, auch wenn sie ganz sicher in den ersten Jahren das Aufkeimen dieser Frage total unterdrücken. Kinder machen auch nicht unbedingt glücklich, auch wenn keine Kinder zu haben sehr wohl unglücklich machen kann. Ich denke das wissen wir alle.

Ich beschäftige mich seit langem mit dem Kinderwunsch, seit 2 Jahren sehr konkret, und kurz bevor wir uns endlich getraut haben (bei meinem Alter von damals 36 eh schon reichlich spät), wurde mein Freund sehr schwer krank und eine Operation hat dafür gesorgt dass er auf alle Fälle auf natürlichem Weg keine Kinder mehr kriegen kann. Das ist jetzt ein gutes halbes Jahr her. Wir diskutieren die KiWu-Behandlung, ich mehr pro, er recht con im Moment.

Unsere ganze Situation ist recht schwierig, aber was mir im letzten halben Jahr klar geworden ist, auch durch das Lesen in diesem Forum, ich will keine Zeit mehr verschwenden. Ich will leben im hier und jetzt, das Leben ist kurz und der Sinn des Lebens ist auch, ein bisschen Spass daran zu haben. Der Kinderwunsch darf einen nicht auffressen, uns nicht die Zeit und die Energie klauen.

Das hört sich so abgedroschen an, was ich sage, aber ich musste das wirklich verinnerlichen, den Worthülsen einen Sinn geben. Man muss lernen in sich zu ruhen, und sich gleichzeitig nach außen mehr öffnen, bis zu einem gewissen Grad egoistischer werden, nach vorne schauen und ganz wichtig, was aus dem Leben machen (nicht so viel vor der Glotze hängen...). Ich habe auch immer den Fehler gemacht, viel zu langfristig zu denken und zu planen, und dann wunderte ich mich wenn mir dabei immer der Sinn des Lebens verloren gegangen war.

Alles Liebe, Nomi


  Re: Sinn des Lebens
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  marie1
schrieb am 21.02.2004 12:19
sorry, wollte mit meinem posting sicher niemanden verletzten. mag sein, dass im moment für mich der sinn des lebens darin besteht, mein kind auf den richtigen weg zu bringen. außerdem bin ich schwanger und das steht für mich natürlich zur zeit im vordergrund. natürlich will ich versuchen, andere dinge nicht außer acht zu lassen. ihr habt recht, es gibt auch andere wichtige dinge im leben. kinder sind ein nur ein teil davon. ich gehöre nicht hierher und war sehr unsensibel. sorry nochmal.

liebe grüße marie


  Re: Sinn des Lebens
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  henriette
schrieb am 21.02.2004 13:42
ich finde, dass diese diskussion die wichtigste im ganzen abschiedsprozess ist und melde michdeshalb seit laaaaanger zeit doch noch zu wort.
maries posting war voellig daneben, keine frage, so nach dem motto: wie ueberlebe ich, obwohl ich blind bin? und dann gibts zur antwort: also ohne farben koennte ich nicht leben. mal zugespitzt das ganze. aber das sich dran reiben an ihren worten hat doch sehr gut gezeigt, dass kinder eben nicht der sinn des lebens sein koennen. und deshalb war maries posting zur feststellung der eigenen position dann doch noch mal ganz hilfreich.
in einem der links, danke dafuer, wobei ich auch manchmal zu 42 tendiere, steht drin, dass man zwischen zweck und sinn unterscheiden muss. finde ich einen klugen denkansatz.
wenn man sich von morgens bis morgens um einen schreienden wurm kuemmern muss und um jede minute schlaf kaempft, stellt sich die frage nach dem eigentlichen sinn des lebens wohl kaum. es geht nur noch um's ueberleben.
viele menschen koennen sich garnicht den luxus erlauben, ueber die sinnhaftigheit ihres daseins nachzudenken. da geht es wirklich nur ums ueberleben.
also freuen wir uns doch darueber, dass wir uns mit diesen themen beschaeftigen koennen.
und, ist der sinn des lebens nicht vielleicht einfach nur zu leben?
und ich sag euch eins: viel, viel kluegere, belesenere, weisere menschen als wir hier alle zusammen haben sich viel viel laenger mit dem thema auseinandergesetzt und irgendwie ist die frage noch nicht wirklich abschliessend und allgemeingueltig beantwortet worden, laesst man 42 mal ausser acht.
also, machen wir doch einfach das beste draus. fuer uns und fuer die menschen, die uns wichtig sind.



Beitrag geändert am : (Sa, 21.02. 13:44)




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