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  idiopathische Sterilität, beide PKV, keine Kostenübernahme
avatar    kamia
Status:
schrieb am 04.10.2014 14:50
Hallo!
Ich hätte ein paar Fragen bezüglich Kostenübernahme bei PKV, zu denen ich auch nach längerem Googlen keine wirklich helfende Antwort finden konnte.

Zu unserem Problem:
Kinderwunsch seit 5,5 Jahren. Wirkliche Gründe, warum es nicht klappt, wurden nicht gefunden, weshalb die PKVs sich auch nicht in der Verpflichtung sehen.

Bei mir liegt eine leichte Schilddrüsenunterfunktion vor (gut eingestellt, dürfte kein Problem sein) und eine Blutgerinnungsstörung (könnte durchaus zu Einnistungsschwierigkeiten o.ä. führen, hatte unter Pilleneinnahme auch schon eine Thrombose), daher bei Stimulation und den IUIs bisher mit Clexane und ASS100 behandelt.
Echovist, Gebärmutter-und Bauchraumspiegelung waren ohne Befund. Manchmal waren bei der Zykluskontrolle die männlichen Hormone erhöht, manchmal auch nicht.

Mein Mann hat immer ein normal-gutes Spermiogramm. Postcoitaltest war aber negativ (keine Spermien im Zervixschleim gefunden). DNA-Fragmentierung läuft gerade.

Bisher hofften wir immer, dass es doch noch auf normalem Wege klappt und haben außer 5 IUIs (Hälfte zahlte die Beihilfe) noch nichts unternommen. Ein wesentlicher Grund mit einer Ivf zu warten war bisher auch meine Angst vor der Stimunlation. Aufgrund meiner Thrombosevorgeschichte (hatte eine Thrombose in einer Hirnvene) war das Ganze bei mir bisher ziemlich angstbesetzt.

Im Januar 2014 nach 5 Jahren Kinderwunsch reichte es uns und wir wollten eine IVf versuchen. Sowohl die PKV meines Mannes (DKV) und meine (Debeka) sahen sich nicht in der Verpflichtung, da keiner von uns beiden der nachgewiesene Verursacher ist.

Ende Februar 2014 war ich aber plötzlich spontan schwanger. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Genauso tief war der Fall, als in der 9.SSW plötzlich kein Herzschlag mehr da war (Ausschabung 10. SSW).

Das Ganze ist jetzt ein halbes Jahr her. Unsere 5. negative IUI haben wir gerade hinter uns und ich kann und will einfach nicht mehr warten, ob es nochmal klappt oder eventuell wieder 5 Jahre dauert oder es vielleicht auch ein einmaliger Glückstreffer war. Aber wahrscheinlich zahlen die PKVs nach einer Spontanschwangerschaft jetzt erstrecht nicht?

Wie sind eure Erfahrungen mit Debeka und Co.? Was können wir unternehmen, damit sie vielleicht doch zahlen? Nur 1 Schwangerschaft in 5,5 Jahren ist doch nicht normal! Also so langsam ist doch klar, dass irgendwas vorliegt, auch wenn wirs leider nicht schwarz auf weiß beweisen können!

Hat bei euch zumindest die Beihilfe (bei uns Baden-Württemberg) ihren Teil bei Ivf übernommen? Das wär ja auch schonmal ein ganzer Batzen. Oder wollen die auch einen "Verursacher-Nachweis"?

Bin heute Zyklustag 2 und dieser Zyklus nach der letzten neg. IUI soll der Vorbehandlungszyklus für die Ivf werden, die dann hoffentlich Mitte November mit Punktion etc. stattfindet.
Möchte daher nächste Woche so schnell wie möglich Kontakt mit den PKVs aufnehmen und alles abklären und brauche dafür noch dringend ein paar Ratschläge!!! (Sorry, ist lang gewordden!)

Bin wirklich für jeden kleinen Tipp sehr dankbar!!

Liebe Grüße


  Re: idiopathische Sterilität, beide PKV, keine Kostenübernahme
avatar    Luzie***
Status:
schrieb am 04.10.2014 17:45
HI,
so blöd es ist, aber die PKV zahlt leider nur bei organisch bedingter Sterilität. Also entweder schlechtes Spermiogramm oder undurchlässige Eileiter.

Bei der der Beihilfe BW bin ich mir nicht ganz sicher, die verweisen auch auf das Verursacherprinzip [www.lbv.bwl.de], bezüglich idiopathischer Sterilität steht da nichts, insofern würde ich nachfragen.

Grundsätzlich würde ich aber überall einen Antrag stellen und auf Kulanz hoffen. Schließlich sind die Kosten bei GVnP ggf. mit Stimulation und Heparin auch nicht unerheblich.

Vg, Luzie

P.S. Wenn definitiv die PKV und die Beihilfe nix übernehmen, unbedingt noch mal die Abrechnungssätze mit der KiWu verhandeln! Meine nimmt bei Selbstzahlern in diesem Fall statt dem 2,3 fachen nur den 1,7 fachen Satz (in der Summe ca. 2600,-€ statt ca. 3600,-€ ohne Medis).


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.10.14 17:53 von Luzie***.


  Re: idiopathische Sterilität, beide PKV, keine Kostenübernahme
avatar    kamia
Status:
schrieb am 04.10.2014 19:30
Hallo Luzie,

vielen Dank fürs Antworten!!!
Tja, sieht ja nicht gerade optimal aus was die Kostenübernahme angeht. Find ich irgendwie echt ne Sauerei. Freunde von uns haben zur selben Zeit mit dem Kiwu angefangen wie wir (er hat ein sehr schlechtes SG) und sie werden dank Icsi voraussichtlich nächste Woche mittlerweile 3fache Eltern sein. Es ist klar, wo das Problem liegt, das kann man umschiffen und dann klappts auch. Krankenkasse zahlt, alles prima. Ganz sicher auch kein leichter Weg, aber man weiß, wo man ansetzen muss.

Anträge stellen und probieren werden wirs natürlich trotzdem bei den PKVs.

Habe dein Profil gelesen. traurig Mir hats echt den Magen zusammengezogen, was du schon durchhast. Letzte MA ist ja noch gar nicht lange her. Tut mir sehr leid. Ich hoffe, es klappt nochmal spontan und es bleibt dann auch. Komisch, dass es plötzlich bei euch so spontan klappt, wo ihr doch schon diese Nullbefruchtugen hattet. Hoffentlich trotz allem ein gutes Zeichen.

Hoffe, es liegt nicht an der PAI-Mutation. traurig Dachte, mit Clexane könne man die ganz gut "aushebeln"?
Habe dieselbe Gerinnungsstörung (auch homozygot) und hoffe, dass ich vor weiteren MAs verschont bleibe.

Danke nochmal und alles Gute!

Kamia


  Re: idiopathische Sterilität, beide PKV, keine Kostenübernahme
no avatar
   Madmax282
schrieb am 09.10.2014 12:50
Hallo zusammen,
da WIr ebenfalls danke unserer PKV DebeKa aus alles Wolken gefallen sind, als diese mal pauschal jegliche Kostenübernahme ablehnte, brauchen wir jetzt einen Anwalt. Hat irgendwer schon gute Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank
VG
Jörg


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  Re: idiopathische Sterilität, beide PKV, keine Kostenübernahme
avatar    Mel1977
Status:
schrieb am 01.11.2014 15:35
Hallo Kamia,

ich befinde mich mitten im Antragsverfahren bei der Debeka.
Mir ist schon bald übel geworden, als ich sah, was die alles haben wollen. Jetzt dürfte aber alles zusammen sein.
Ich bin Debeka und Beihilfe Bund, mein Mann AOK.
Bis auf einen negativen Postkoitaltest wurde bei uns auch noch nichts gefunden.
Übermorgen erhalten wir das Ergebnis des Kontrollspermiogramms. Das erste war ok.

Die Debeka hat vor zwei Wochen bei mir nochmals den Befund des Postkoitaltests angefordert und deren übliche Schweigepflichtsentbindung.

Gerne kann ich dich auf dem Laufenden halten, wenn du magst.

Dir viel Erfolg!

LG Mel

P.S.: mit der Debeka hänge ich zurzeit noch wegen der Abrechnung der GOÄ 801 (Psychiatrische Untersuchung) im Streit, vermutlich habe ich da schon nen schwarzen Reiter in meiner Akte und gehe davon aus, dass die die Kiwu ablehnen werden. Ich suche jetzt schon mal vorsorglich nach einem guten RA...


  Re: idiopathische Sterilität, beide PKV, keine Kostenübernahme
no avatar
   RA von Langsdorff
schrieb am 13.11.2014 15:27
Sehr geehrte kamina,

in Fällen der idiopahtischen Sterilität ist es immer schwer seinen Anspruch gegenüber der PKV durchzusetzen, da dort das Verursacherpinzip gilt und die Versicherung Ihnen mit der Argumentation begegnet, dass Sie kein Verursacher sind und deshalb eine Leistungspflicht nicht besteht. Nach unserer Erfahrung ist es jedoch nicht selten der Fall, dass einem der Versicherer im Wege der Kulanz entgegenkommt und ein Vergleich auf freiwilliger Basis anbietet. Vor diesem Hintergrund lohnt es sich in jedem Fall in außergerichtliche Gespräche mit Ihrer PKV einzutreten. Ich wünsche Ihnen bei den Verhandlungen viel Erfolg. Sollten Sie rechtliche Unterstützung benötigen, dann können Sie sich gerne jederzeit an unsere Kanzlei wenden. Unter www.lw-recht.de finden Sie im Internet unseren Mandantenbogen. Füllen Sie diesen einfach aus und schicken ihn per Fax oder Mail an uns. Alles weitere können wir dann in einem kostenlosen Erstberatungsgespräch erörtern.

Für die weitere Behandlung wünsche ich Ihnen viel Glück und Erfolg,

mit freundlichen Grüßen

Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht

Email:udo.langsdorff@lw-recht.de
Tel. 030/505659570
Fax.030/505659575

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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