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  Krankenkassenwechsel GKV in PKV nur mit Leistungsausschluss?
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   katinka24
schrieb am 26.10.2009 17:28
Sehr geehrter Herr von Langsdorff, liebe Forumsmitglieder,

ich bin gesetzlich versichert und gesund, mein Mann ist in der PKV + Beihilfe und alleiniger Verursacher. Einzige Möglichkeit zur Erfüllung unseres Kinderwunsches ist der Rückgriff auf eine ICSI.
Ab Feburar verändert sich meine berufliche Situation und ich werde in den schulichen Vorbereitungsdienst einsteigen.
Somit werde ich Beamtin auf Widerruf und habe ebenfalls "Anspruch" mich bei einer PKV + Beihilfe zu versichern.
Einen ersten (nicht erfolgreichen) ICSI Versuch haben wir hinter uns. Sowohl GKV als auch PKV und Beihilfe waren zahlungsbereit. Trotzdem bleiben wir nach wie vor auf ca. 25% der Kosten sitzen. Der nächste ICSI Versuch startet vermutlich im November/Dezember.
Wir haben nun schon bei der PKV meines Mannes nachgefragt, ob auch ich dort aufgenommen werden könnte.
Prinzipiell wäre eine Aufnahme in die PKV möglich, allerdings sagte diese Versicherung, dass ich nur mit Leistungsausschluss aufgenommen werden würde. Konkreter ist damit gemeint, dass die PKV für eventuelle Komplikationen während der Schwangerschaft sowie während bzw. nach einer Geburt für entstehende "Schäden"/ Kosten nicht aufkommen würde. Ein alles anderer als beruhigener Gedanke, in dieser sensiblen Phase einer evtl. Schwangerschaft!
Nur wenn das Thema Kinderwunsch (sprich erstes Kind + evtl. Geschwisterkinder) abgeschlossen wäre, würde man mich mit vollem Leistungsumfang versichern. Ist das wirklich rechtens???

Zwar wird In jeglichen Informationsbroschüren, selbst beim ersten Gespräch in unserer Kinderwunschklinik die (erwünschte) Schwangerschaft als "Risiko" bezeichnet, aber kann das Grund genug sein den vollen Leistungsumfang zu verweigern, zumal ich zu 100% gesund bin.
Was wäre denn, wenn ich nun auf natürlichem Wege schwanger geworden wäre??? Hätte man mir auch dann den vollen Leistungsumfang vorenthalten?

Zwar gestand auch die PKV zu, dass sie nur mit einem sehr geringen Prozentsatz mit Komplikationen rechne, trotzdem beharren sie auf dem Leistungsauschluss. Bekomme ich somit von allen PKVs ähnliches zu hören? Das kann doch nicht sein, oder?

Uns wurde der Vorschlag gemacht, ich solle bis zum Ende der Familienplanung in der GKV versichert bleiben, die auch bei evtl. Komplikationen mit vollem Leistungsumfang für mich aufkäme. Als Beamtin würde ich jedoch einen Beitrag zahlen müssen, der im Vergleich zum PKV Tarif während und nach dem Vorbereitungsdienstes doppelt so hoch wäre, d.h. ich würde in den nächsten Jahren (!) jährlich mindestens 2000€ "umsonst" zu viel zahlen?!

Befinden wir uns hier in einer juristischen Grauzone? Würde eine Klage Sinn und Erfolg bringen?

Ich bin gespannt und wäre dankbar für eine Antwort!!!


  Re: Krankenkassenwechsel GKV in PKV nur mit Leistungsausschluss?
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   St_Pauli
Status:
schrieb am 26.10.2009 18:25
Hallo Katinka,

wen willst du verklagen, die PKV, damit sie dich aufnimmt? Leider sind das privatwirtschaftliche Unternehmen, die im Gegensatz zur GKV Leistungsausschlüsse aufgrund von Vorerkrankungen machen dürfen.

Ich würde es definitiv bei einer anderen KK versuchen. Fraglich ist, ob du die ICSI auf jeden Fall im Antrag angeben mußt, denn das Problem liegt ja nicht bei dir und Kinderwunsch ist ja erstmal keine Krankheit. Hoffe, hier gibt's einen fachkundigeren Rat.


  Re: Krankenkassenwechsel GKV in PKV nur mit Leistungsausschluss?
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   uschile
schrieb am 27.10.2009 21:14
Eigentlich wird bei dir die Kostendeckung ja schon abgedeckt durch deinen Mann als Verursacher:
25% von der Beihilfe (50% von 50%) und 50% von der PKV. Somit vrbleibt euch der Eigenanteil von 25%, den deine GKK nicht übernimmt.

Was soll das alles mit DEINER Situation zu tun haben?

DEINE PKV würde ja sowieso nie den Rest zahlen, da du nicht Verursacher bist, sondern dein Mann. Hier gilt eben das Verursacherprinzip.
Da du nicht krank bist, dürfte es auch keinen Leistungsausschluss geben.
Versuche es bei mindestens 2-3 anderen PKVs und lass den "Kinderwunsch" und bisher gemachte ICSIs weg. Die haben doch in deinem Antrag nix zu suchen! DEIN MANN ist VERURSACHER!

Uschile


  Re: Krankenkassenwechsel GKV in PKV nur mit Leistungsausschluss?
avatar    Danielle
schrieb am 28.10.2009 21:40
Uschile hat Recht - geh zu einer anderen PKV - Du bist organisch gesund - daher werden die Kinderwunschbehandlungen nicht ausschließen.

Vollkommen unverschämt, was die PKV Deines Mannes da macht *kopfschüttel*.


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  Re: Krankenkassenwechsel GKV in PKV nur mit Leistungsausschluss?
avatar    christkindle
Status:
schrieb am 30.10.2009 18:51
Die PKV kann Dich so aufnehmen wie es ihr passt. Mit allen Ausschlüssen die denen passen. Such Dir ne andere KV. Reiner Kinderwunsch ist keine Krankheit, außerdem bist Du ja gesund.


  Re: Krankenkassenwechsel GKV in PKV nur mit Leistungsausschluss?
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   RA von Langsdorff
schrieb am 03.11.2009 16:00
Hallo Katinka24,
in der privaten Krankenversicherung ist es bedauerlich, dass kein Kontrahierungszwang herrscht. Das heißt, die Verträge dürfen frei ausgehandelt werden und können je nach Privater Krankenversicherung unterschiedlich ausgestaltet werden, sofern die Allgemeinen Geschäftsbedingungen / Versicherungsbedingungen demesntprechende Klauseln enthalten. Insoweit kann dann deshalb jede Private Krankenversicherung Leistungen aus dem Versicherungsportfolio herausnehmen, ohne dass dies gegen juristische Vorschriften verstößt. Ich bedaure, dass ich Ihnen keine günstigere Auskunft geben kann.

Für weitere Nachfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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