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  PKV / Beihilfe und britisches NHS
avatar    *Charly
Status:
schrieb am 19.10.2009 23:41
Hallo

Ich bin etwas verunsichert. Für unsere zweite ICSI im deutschens System habe ich bei der Beihilfe (Landesbeamte) einen Antrag zur Kostenerstattung eingereicht. Aus der ersten ICSI ging unser Sohn hervor, damals war eine andere Stelle für mich zuständig.

Ich hatte die Unterlagen der Klinik (ärztliches Gutachten, Erfolgsprognose, Kostenvoranschlag) eingereicht und bekomme nun ein Formblatt zurück. Außerdem ein Merkblatt unter welchen Umständen übernommen wird. Beim letzten Mal ging das alles formloser über die Bühne. Nun sorge ich mich, dass unsere Konstellation Probleme bereiten wird. Womit können wir denn rechnen?

Es ist so, dass ich über die Beihilfe und PKV versichert bin, mein Mann als Brite über das britische NHS. Mein Mann gilt als Verursacher mit OAT III, ich gelte als gesund, wobei es auch bei mir Ansatzpunkte gibt, die jedoch nicht anerkannt werden. Aus diesem grund wird die PKV für mich nichts zahlen. Sicherlich übernimmt die Beihilfe auch für meinen Mann nichts, aber wird meine Kostenanteil an der ICSI übernommen? Werden 50% übernommen, oder 25%?

Herzlichen Dank.
Mit freundlichen Grüßen,
Charly


  Re: PKV / Beihilfe und britisches NHS
no avatar
   MichaW
schrieb am 20.10.2009 09:30
Die Beihilfe wird vermutlich 25% Deiner Kosten übernehmen, also 50% Deines Beihilfesatzes. Die meisten Beihilfestellen (soweit ich das aus dem Forum weiß - sicher bin ich mir nur bei der für mich zustänidgen bayerischen) haben die Richtlinen für die GKV übvernommen, d.h. es interessiert nicht, wer Verursacher ist, sonder nur das Körperprinzip.

Ob die Beihilfe für Deinen Mann etwas übernimmt hängt davon ab, wieviel er verdient. Wenn er unter eine bestimmte Grenze fällt wäre er theoretisch über Dich beihilfeberechtigt und könnte auf diesem Weg etwas bekommen.
Eine weitere Idee, die ich allerdings erst kürzlich hier gelesen habe und (leider) nicht selbst ausprobiert habe ist es, die ICSI selbst mit dem Argument "extra-korporale Maßnahme", also eigentlich keinem der beiden Partner eindeutig zuordenbar, auch der Beihilfe vorzulegen. Ob´s klappt?? Wir haben die "Männer-Rechnung" nur bei der GKV meines Mannes eingereicht, bzw. vor 4 Jahren als er wenig genug verdient hat als eigenen Beihilfeantrag des Ehemannes...

Hast Du hinsichtlich Deiner PKV schon resigniert?? Wir haben eine ähnliche Situation, aber nach Klagedrohung haben die meine EZ-Reifestörung dann doch anerkannt - näheres gerne per PN. Die PKVs wollen sich gerne aus der Verantwortung ziehen, wenn die eindeutigere Verursachung beim Mann liegt.

Viel Glück!

Micha


  Re: PKV / Beihilfe und britisches NHS
avatar    *Charly
Status:
schrieb am 20.10.2009 19:47
Hallo

Dank Dir für Deine Hilfe.

Nein, die Beihilfe wird für meinen Mann nichts zahlen, er verdient zuviel und wäre auch nicht berechtigt, das habe ich bis ins Finanzministerium durchgefochten LOL. Das ist auch ok so, er zahlt ja auch nichts ein. Naja, und der größere Brocken sind auch die Kosten, die für mich entstehen, da macht so ein bißchen Spermaaufbereitung nicht so viel aus.

Die PKV (Debeka) hat bereits beim letzten Mal abgelehnt, da ich als Verischerte halt gesund bin. Mein Problem ist eine sehr schwammige Angelegenheit im Immunsystem. Nicht einmal Dr Reichelt konnte sich wirklich festlegen, aber geklappt hat's trotzdem erst mit Cortison (was aber auch nicht viel kostet).

An sich rechnen wir mit unserer Konstellation zunächst damit, Selbstzahler zu sein. Jeder Zuschuss ist eine Entlastung, die wir gerne und dankbar annehmen. Trotzdem möchte ich halt gerne rechnen, ob wir die etwa 7000€ selbst tragen müssen, oder doch aus irgendeinem Topf noch was bekommen.

Gruß,
Charly


  Re: PKV / Beihilfe und britisches NHS
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   RA von Langsdorff
schrieb am 03.11.2009 15:53
Hallo Charly,
in der Tat ist es richtig, wie es bisher beschrieben wurde. Die einzige Möglichkeit, dass Sie Kosten erstattet bekommen, ist die, dass Sie den „Topf (wie Sie selbst so schön sagen) der Beihilfe anzapfen“. Hier besteht zumindest die Möglichkeit, dass 50% der Gesamtkosten übernommen werden müssen, da die Beihilfe nach dem Körperprinzip zahlen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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