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  Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   sharp_4
schrieb am 08.10.2009 14:53
Hallo,
wir haben unsere Behandlungskosten, Medikamente usw. in der Steuererklärung unter außergewöhnliche Belastungen angeben.
Wir sind seit Jahren 100 % Selbstzahler.
Da wir auch noch Aufwendungen wie Zahnbehandlungen hatten, ist es ein richtig dicker Betrag und wir würden auf jeden Fall dafür eine Rückerstattung erhalten.

Uns hat nun das Finanzamt geschrieben und bittet um Beantwortung:
Das Finanzamt fordert einen Nachweis, ob es sich hierbei um einen homologe künstliche Befruchtung (Ehefrau unfruchtbar) oder um eine heterologe künstliche Befruchtung (Eheman unfruchtbar) handelt.

Soweit das Finanzamt.

Nun meine Frage, warum will das Finanzamt den Unterschied wissen?
Gibt es Unterschiede in der Absetzbarkeit der Aufwendungen?
Was wäre, wenn beide das Problem sind ? Und beim Mann z.B. eine Befruchtung nur noch mittels ICSI erfolgt?

Gibt es dazu Literatur (/entsprechende Urteile) Musterverfahren oder Richtlinien der Finanzämter.


Wir machen diese Behandlungen bereits einige Jahre und bisher wollte dies das FA niemals wissen.

Wir werden steuerlich zusammenveranlagt (also das normale)


Danke für jede Art von Antwort.

Sharp_4


  Re: Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   Steffiline
Status:
schrieb am 08.10.2009 15:25
Also so weit ich weiß wollen die da nur wissen ob die ISCI mit Fremdsperma gemacht worden ist!!

In dem fall ist nämlich nicht absetzbar!! Soweit wie ich das weiß!!

LG Steffi


  Re: Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   St_Pauli
Status:
schrieb am 08.10.2009 17:12
  Re: Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   Zuckerschnute1408
schrieb am 19.10.2009 10:15
Heterolog ist nicht absetzbar - aber eigentlich erscheint das auch auf der Rechnung nicht.


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  Re: Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   RA von Langsdorff
schrieb am 19.10.2009 14:36
Hallo Sharp4,
es ist insoweit richtig, dass nur die homonologische Stimulation absetzbar ist.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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  Re: Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   Milka2212
schrieb am 20.10.2009 18:51
Hallo Sharp_4 ,

uns hat das Finanzamt für 2008 auch nach dem "Verursacher" gefragt.

Auch wir sind 100% Selbststzahler und bis dahin lag außer relativ schlechter Spermienqualität kein eindeutiger Befund vor.
Netterweise hat unser Doc uns aber fürs Finanzamt eine Bescheinigung ausgestellt, dass bei uns beiden Probleme vorliegen, und damit haben wir einen Großteil der Kosten anerkannt bekommen.

Hat mich auch sehr verwundert und ehrlich gesagt auch sehr geärgert, dass das eine Rolle spielt.
Und wenn der Mann unfruchtbar ist??? Ist die Belastung dann für das Paar geringer???
Gerade auf der ICSI ist noch rumgeritten worden, da dies - soweit hatten sich die Beamten informiert - bei der unfruchtbarkeit des Mannes u.ä. angewendet wird.
Den Sinn hinter dieser Regelung verstehe ich nicht, aber vielleicht habt ihr ja auch die Möglichkeit das Attest möglichst "günstig" - sprich auf jeden Fall mit der Frau als (Mit-) Versacher ausstellen zu lassen, damit die Kosten anerkannt werden.

Ich drück die Daumen, dass ihr eine satte Rückzahlung bekommt........ kann bei der auch finanziell so hohen Belastung nicht schaden :o)

Milka


  Re: Anerkennung der Aufwendungen durch Finanzamt
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   evi73
schrieb am 28.10.2009 19:46
Hallo,

es ist völlig irrelevant, wer der Verursacher ist.
Wir hatten bei der letzten LSt-Erklärung das gleiche Problem, woraufhin unser Steuerberater zwei Gerichtsurteile zitiert hat (habe sie auf die schnelle jetzt nicht gefunden, kann aber gerne nochmal genauer suchen...). Danach wurde es problemlos anerkannt.

Viel Erfolg

Evi




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