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  Mann Verursacher: GKV oder PKV?
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   rahel79
schrieb am 02.10.2009 17:21
Oje, ich weiß gerade gar nicht wo mir der Kopf steht. Ich hoffe mir kann hier jemand helfen!

Wahrscheinlich sind wir beide Verursacher unserer Kinderlosgikeit. Ich ggf. auf Grund von PCO (nicht eindeutig diagnostiziert), mein Mann hatte ein schlechtes Spremiogramm, so dass uns bereits ISCI (oder IVF) nahegelegt wurde.

Jetzt zur Versicherungsfrage:
ich bin seit Sommer Beamtin (NRW) mit 50% Beihilfeanspruch und 50% Privatversicherung (die war vorher ruhend, also keine erneute Gesundheitsprüfung bei mir). Da mein Mann zuvor familienversichert war, haben wir jetzt die Wahl: entweder freiwillig in die GKV oder zu 30% privat versichern mit 70% Beihilfe. Auf Grund seines schlechten Spermiogramms wird die PKV KiWu-Behandlungen bei ihm ausschließen - haben die uns schon schriflich mitgeteilt, ebenso den Risikozuschlag von 30 % auf Grund der "Infertilität".. Die PKV (Debeka) will in 4 Wochen Rückmeldung, ob wir meinem Mann unter den Bedingungen dort versichern wollen.
Was ist nun günstiger? Die PKV zahlt ja nach Verursacherprinzip. Heißt: bei ISCI würde sie gar nichts zahlen. Was zahlt dann die Beihilfe? Trotzdem 70% der Gesamtkosten? Oder 70% seiner Kosten und 50% meiner Kosten? Ich bin ja in gewisserweise auch Verursacher, zahlt meine PKV dann vielleicht doch?

Schon die Diagnose hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen, jetzt auch das noch!
Ich hoffe, mir kann jemand helfen! Wie sollen wir meinen Mann versichern? Trotzdem privat oder freiwillig in der GKV?


  Re: Mann Verursacher: GKV oder PKV?
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   MichaW
schrieb am 07.10.2009 10:23
Schwierige Frage.
Du mußt folgendes bedenken: Die Beihilfe - genauso wie die GKV - zahlen die 3 Versuche KiWu-behandlung zu 50%, d.h. bei einem Beihilfe-Satz von 70% bekommst Du von der ICSI-Rechnung von der Beihilfe nur 35% erstattet (genauso wie Du von Deiner bei einem Beihi-Satz von 50% nur 25 % bekommen wirst - Rest PKV). Allerdings zählt Dein Mann bei der KiWu-Praxis wenn Du Pech hast damit trotzdem als Privatpatient - mit entsprechend höherem Verrechnungssatz - da solltet hr - falls Ihr Euch so entscheidet unbedingt auf eine Selbstzahler-rechnung drängen (meine KiWu berechnet dann nur den 1,0 GOÄ-Satz).
Als GKV-Patient bekäme Dein Mann auf jeden Fall 50% der ICSI erstattet. Evtl - abhängig von den Beihilfe-Richtlinien in NRW - käme dazu noch ein Anteil der Beihilfe an dem nicht erstatteten Teil (wurde leider in Bayern vor kurzem abgeschafft...) Nur vor dem Hintergrund KiWU-Behandlung wäre also eine GKV-Versicherung vermutlich besser...

Weiterer Problempunkt wird aber immer sein, dass Du Deine PKV davon übverzeugen musst, Mitverursacher zu sein. Pass auf dass Du hier keinen Zweifel aufkommen läßt.

Viel Glück!

Micha


  Re: Mann Verursacher: GKV oder PKV?
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   rahel79
schrieb am 07.10.2009 19:34
Danke für die Antwort!
Ich habe gestern mal bei der Beihilfestelle angerufen und nachgefragt, was die übernehmen würden. Die Mitarbeiterin hat mir gesagt, dass sie im Falle einer künstlichen Befruchtung zunächst mal eine gesplittete Rechnung benötigen: also eine mit den Kosten, die bei meinem Mann entstehen und eine mit durch mich verursachten Kosten. Entsprechend des Beihhilfesatzes würden sie 70% der Gesamtkosten meines Mannes übernehmen und 50% meiner Gesamtkosten. Ich hab extra nochmal nachgefragt, weil ich dass mit en 50% von 50% der Gesamtkosten (also dann 25%) auch mal gelesen hatte... Wollen mal hoffen, dass die Mitarbeiterin mir nichts falsches erzählt hat.
Und mit dem Ausschluss der KiWuBehandlung hab ich mich vertan: die PKV erhebt einen Risikozuschlag von 30%, würde die Kosten aber übernehmen. smile Der Ausschluss bezog sich auf den Beihilfeergänzungstarif - ist in dem Zusammenhang unerheblich. Und dafür hab ich mir jetzt eine Woche den Kopf zerbrochen... traurig


  Re: Mann Verursacher: GKV oder PKV?
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   MichaW
schrieb am 08.10.2009 10:49
Les das bitte nochmal genau nach - soweit ich weiß sind alle Bundesländer außer Ba-Wü bei KiWu-Bahndalungen den regelungen der GKV gefolgt, d.h. es werden nur 50% des Rechnungsbetrages als beihilfefähig anerkannt. Bei uns gibt es vom Landesamt für Finanzen, Besoldungsstelle, eine recht gute Internetseite, wo auch die Beihilferichtlinien zu finden sind.

Super dass die PKV die KiWu-Behandlung nicht aussschließt. Je nachdem was der Risikozuschlag ausmacht (und ob er irgendwaqnn wegfällt!) ist das sicher die beste Lösung.

Micha


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  Re: Mann Verursacher: GKV oder PKV?
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   Dr.Snugggles
schrieb am 08.10.2009 14:44
Bei uns zahlt die Debeka 100% der Kosten (Mann und Frau) bei ICSI obwohl meine Frau auch PCO hat. Wenn also die Debeka mit 30% Risikozuschlag die Behandlung nicht ausschließt, müsste das die beste Lösung sein. Die Debeka zahlt aber nur die Kosten der Frau, wenn die "andere" Versicherung nichts bezahlt. In unsreem Fall hat die GKV meiner Frau nun sich bereit erklärt 50% der Kosten der Frau zu erstatten, die andreen 50% übernimmt jetzt die Debeka. Alles nur auf unseren Fall bezogen. Ob das immer für alle Fälle gilt kann ich nicht garantieren. Viele Grüße.


  Re: Mann Verursacher: GKV oder PKV?
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   RA von Langsdorff
schrieb am 19.10.2009 14:34
Hallo Rahel79,
Sie gehören zu der Gruppe der sogenannten Mischversicherten, die im Übrigen System noch Mann- und Frau-/beihilfeberechtigt sind. Hier ist es insbesondere notwendig, sowohl mit den Krankenversicherungen, dem Kinderwunschzentrum und Ihnen zusammenzuarbeiten, um eine optimale Lösung zu finden. Es spielt nämlich bei der Kostenerstattung, wenn die Private Krankenversicherung und die Gesetzliche Krankenversicherung koalieren, sowohl das Verursacherprinzip als auch das Körperschaftsprinzip eine Rolle. Ihnen ist daher zu empfehlen, nochmals ein Beratungsgespräch z. B. bei einem Kinderwunschanwalt zu führen.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

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