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  Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
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   Sedativa
schrieb am 02.10.2009 00:46
Hallo,
mein (Bald-)Mann hat sich leider vor 11 Jahren nach seiner Scheidung sterilisieren lassen, was kein Thema war, bis wir zusammen ein Paar wurden. Von meiner Seite aus bestand immer (noch) Kinderwunsch, von seiner Seite aus, mit mir, jetzt definitiv auch.

Wir werden also als Erstes eine Refertilisierung bei ihm vornehmen lassen, sollte dies erfolglos bleiben, den Weg über IVF/Icsi gehen müssen.

Jetzt stellt sich die Frage nach den, nicht unerheblichen, Kosten.

Die Refertilisierung werden wir rein privat zahlen müssen, "selbst schuld", aber wie sieht es aus, sollten wir andere Methoden anwenden müssen? Zahlt meine Kasse, auch wenn ich "nicht schuld" bin?

Was uns beschäftigt, jatzt da wir uns mit dem Thema Sterilisation auseinander setzen (müssen), wird kalr, daß die Aufklärung des Urogologen meinem Mann gegenüber damals extremst mangelhaft war. Es war quasi ein 5-Minuten-Gespräch, keine "ausführliche Beratung". Kein Wort über mögliche Refertilisierung und die Kosten ect. Auch wurde nicht genau über die OP-Methode aufgeklärt, es hieß man würde nur "veröden", letztlich wurden 2cm Samenstrang entfernt....
Wir haben bei unserem Termin dort eine Kopie des OP Berichtes angefordert, das ist nur eine halbe Seite handschriftlich.... kaum aussagekräftig.
Hat es irgendwelche Chancen, in diese Richtung vorzugehen? Gab es sowas schon einmal? Kann man da was machen/versuchen? Oder ist das Quatsch?

Wir haben wirklich nur ein kleines Einkommen, und allein die Refertilisierung wird 3500Euro kosten... Und irgendwo trifft diesen Uro ja doch eine (gefühlte) Mitschuld. Entschuldigung.

Danke für Eure Meinungen.


  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
avatar    Danielle
schrieb am 02.10.2009 09:59
Liebe Sedativa,

ich kann grundsätzlich schon nachvollziehen, wie Du die Situation empfindest. Aber einen Urologen zu verklagen, weil der gewünschte Behandlungserfolg eingetreten ist, dürfte schwierig werden. So eine Sterilisation ist ein sehr endgültiger Schritt, der wohl überlegt sein will - ich vermute nicht, dass eine Aufklärung über eine Refertilisierung da vorgeschrieben ist bzw. deren Fehlen Ansprüche rechtfertigt. Selbst wenn aufgeklärt worden wäre, hätte Dein Freund den Eingriff sicher trotzdem vornehmen lassen.

Ihr seid damit jetzt auch grundsätzlich Selbstzahler - sowohl für die Refertilisierung als auch für eventuell erforderliche Maßnahmen der künstlichen Befruchtung - da ist die Rechtslage leider eindeutig. Dass Du dafür nichts kannst, ist dabei unerheblich (ist ja in 80% der Fälle so, dass ein Partner an der Unfruchtbarkeit schuldlos ist).

Tut mir leid für Euch traurig.


  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
avatar    christkindle
Status:
schrieb am 02.10.2009 10:24
Da werdet ihr wenig Chancen haben, der Arzt hat sich damals wohl unterschreiben lassen das Dein Mann diesen Eingriff mit all seinen Folgen möchte. Sofern die Kiwu erfoderlich werden sollte aufgrund der vorangegangenen OP Deines Mannes und nicht durch Dich verschuldet wurde, müsst ihr auch diese Kosten privat bezahlen.

Viel Glück! Liebe Grüße, Katja


  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
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   Manulein
schrieb am 03.10.2009 23:02
Hallo

ich denke das es keinen Unterschied macht, ob verödet wurde oder ein stück rausgenommen wurde, eine Refertilisierung hätte man so oder so machen müssen und die dann auch selbst bezahlen.

Es ist in meinen Augen die frage ob es sinnvoll ist eine Refertilisierung zu machen, ich kenn mich da nicht aus, aber ist es denn 100 % sicher das wieder Spermien kommen ? Das es wieder durchgänging ist ?
Denn wenn nicht geht keine ICSI, sondern man muss TESE / ICSI machen, und das kostet zusätzlich auch ordentlich Geld
Denn auch für ICSI müssen spermien im Ejakulat sein.

Ich würde mich da richtig beim Urologen,Kiwu Zentrum informieren was sinnvoll ist.

Hmmm, ob dein Freund damals richtig aufgeklärt wurde oder nicht, ist schwer zu beurteilen.
Das Problem wird sein, das er unterschrieben hat, er hätte sich ja nicht abspeisen lassen müssen mit 5 Minuten, das könnte der Anwalt des Arztes sagen.
Oder sich noch eine zweite Meinung einholen können.Denn der Arzt geht davon aus, das wenn sich jemand zu dem schritt entscheidet dann entgültig.

Ganz liebe Grüße
Manu


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  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
avatar    melli73
Status:
schrieb am 05.10.2009 10:29
Hallo winken
ich habe mich auch steri lassen vor 11 Jahren. Klar ist es bei ner Frau anders ,als beim Mann. Aber, ich hatte damals auch abgeschlossen und mit meinem jetzigen Partner (seit 3 Jahren) wieder den Wunsch nach einem Zwerg.
Wir konnten wählne , zwischen Refi oder IVF. Wir haben uns für eine IVF entschieden.
1.) weil man nie sicher sein kann, das alles wieder so hergstellt wird, wie es sein soll
2.) Weil wir nur eins wollen
Zu den Kosten muss ich sagen, wir müssen auch selbst zahlen. Wenn wir eine Refi machen ca. 1200 € udn wenn es dann nicht klappen sollte , trotzdem noch eine IVF. Alos doppelt Kosten!!!
Ihr solltet Euch überlegen ob Ihr doppelt Kosten ahben wolltoder nur halt die IVF Kosten, auch wenn sich hoch sind.

Die Aussicht den Arzt zu verklagen, ist sehr gering, Dein Mann ist ja nicht gezwungen worden , ne Steri machen zu lassen.
Bei uns verhält es sich wie bei EUch nur das ich steri bin und nicht mein mann :
Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
Wenn noch Fragen sind, frga ruhig, habe ja einiges hinter mir mit KK usw.

LG Melli


  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
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   Sedativa
schrieb am 06.10.2009 23:41
Hallo, und danke für Eure Antworten.

Wir werden die refertilisierung bei einem Spezialisten nahe München durchführen lassen, der, im Gegensatz zum hiesigen Klinikum, eine fortschrittlichere Methode anwendet, so daß die dauer der Sterilisation keine Konsequenz für den erfolg der ref. hat.
Nach seiner Methode hatten 75% der Männer anschließend normale oder nur verminderte Spermienanzahl, im Vergleich dazu hat man mit der herkömmlichen Methode kaum Aussicht auf Erfolg nach 11 jahren.
Das ist zwar teurer, aber ich denke, wir sollten das auf jedenfall so optimal wie möglich machen lassen.
Denn immerhin ist bei mir bis auf leichte zyklusunregelmäßigkeiten alle in ordnung, es wäre schade, so viel Geld in IVF/ICSI/TESA investieren zu müssen.
Drückt uns die Daumen, Termin für die OP ist im Dezember.

Liebe Grüße und danke, Seda


  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
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   Sedativa
schrieb am 08.10.2009 08:04
Hallo Melli,
wenn es geht, würden wir mehr als ein Kind wollen; außedem ist die refi bei Mann ja einfahcer und aussichtsreicher als bei der Frau, und nicht so medikamentenlastig wie IVF, daher werden wir erstmal die refi versuchen.

danke dir für deine antwort.

lg Josepha


  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
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   RA von Langsdorff
schrieb am 19.10.2009 14:33
Hallo Sedativa,
sofern Sie Ihren damaligen Urologen, der die Operation auch durchgeführt hat, schadenersatzpflichtig machen wollen, hätten Sie nur dann eine Möglichkeit, wenn Sie nachweisen können, dass Sie bezüglich der Operation nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurden, was eine Zurückführung kostet. Ferner kommt das Problem dazu, dass die Frist zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gegenüber dem Arzt nach drei Jahren erlischt, die Frist beginnt aber erst nach Kenntnis der gesamten Umstände zu laufen. Hier gilt es deshalb nachzuweisen, dass Sie erst jetzt davon Kenntnis erhalten haben, dass Ihnen ein Schaden entstanden ist, bzw. ein Behandlungsfehler vorliegt.

Dies dürfte sehr schwer nachzuweisen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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   Anonymer Benutzer
schrieb am 21.10.2009 13:59
  
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   Anonymer Benutzer
schrieb am 21.10.2009 15:19
  
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   Anonymer Benutzer
schrieb am 23.10.2009 02:22
  Re: Urogologe verklagen nach Steri? Aussicht auf Erfolg?
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   Aufreger
schrieb am 24.02.2010 01:11
Hallo,

tut mir leid wenn ich das jetzt so sage, aber wegen Klappstühlen wie euch, haben leute die sich über das Thema Gedanken gemacht haben probleme sich sterilisieren zu lassen und müssen sich zum teil mit weit über 30 noch vor Ihrem Arzt dafür rechtfertigen warum sie das tun wollen, weil der Arzt angst hat verklagt zu werden. Schämen solltet ihr euch!!! Pfeui!!!

Gruß Aufreger




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