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  Zahlt PKV vom Ehemann?
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   annny
schrieb am 09.09.2009 12:53
Hallo!

Wir haben das Problem, dass wir mit der Behandlung bereits begonnen haben, als mein Mann zur PKV gewechselt ist. Durch die Angabe auf dem Befragungsbogen hat die PKV davon erfahren und Kinderwunsch ausgeschlossen. Aber: Hätte die PKV überhaupt viel gezahlt? Nach den Richtlinien über künstliche Befruchtung wird der Löwenanteil doch der Frau zugerechnet und ihre Kasse ist entscheidend. Damit hat die Behilfestelle meines Mannes bei der Ablehnung nämlich auch argumentiert.

Oder gibt es da Spielräume seitens der PKV? Und würde ein andere PKV das vielleicht nicht ausschließen oder müsste man es beim Wechsel nicht zwingend auf dem Befragungsbogen angeben?

Danke!
Annny

PS: Verursacher sind wir beide: PCO + grenzwertiges Spermiogramm aufgrund einer Hoden-OP als Kind


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.09.09 13:04 von annny.


  Re: Zahlt PKV vom Ehemann?
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   Paula27
Status:
schrieb am 09.09.2009 14:16
Also wenn dein Mann als Verursacher anerkannt wird, dh sein SG ist so schlecht, dass es nur mittels ICSI geht ("grenzwertig" klingt, als würde IUI auch gehen?), dann muß die PKV den gesamten Betrag, auch deinen, zahlen, denn seine "Heilung" von der "Krankheit" Sterilität schließt nun mal deine Behandlung mit ein. Gibts netterweise ein Urteil vom BGH zu.

ABER: wenn die PKV das ausgeschlossen hat, dann kann sie das natürlich und dann muß sie nix zahlen. Wenn dein Mann von seinem SG weiß und auf dem Antrag das verschweigt, muß sie auch nix zahlen, dazu machen die ja den Fragebogen. Insofern kommt der Wechsel grad etwas ungünstig.... denke jede PKV wird das ausschliessen, wenn sie vom SG erfährt und das wird wohl auf jedem Fragebogen draufstehen....

Weiß nicht, welche Richtlinien da meinst, aber die PKV hat andere Gesetze, als die GKV und was für letztere entscheidend ist (Körperschaftsprinzip), gilt nicht für die PKV (Verursacherprinzip)!

Mit Beihilfe kenn ich mich allerdings nicht aus......

viele Grüße
Paula


  Re: Zahlt PKV vom Ehemann?
avatar    Danielle
schrieb am 10.09.2009 13:10
Hallo Annny,

die PKV muss nichts zahlen - wenn ihr wechseln würdet, müsstet ihr die Vorerkrankung angeben und jede PKV wird solche Leistungen dann auch ausschließen.

Ansonsten hätte sie alles bezahlt... Die Beihilfe orientiert sich übrigens am Körperprinzip der GKV.


  Re: Zahlt PKV vom Ehemann?
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   RA von Langsdorff
schrieb am 28.09.2009 08:54
Hallo anny,
es ist richtig, wenn die Vorerkrankung einer Kinderwunschbehandlung bekannt ist, müssen Sie beim Wechsel der Krankenversicherung diese angegeben. Dies ergibt sich aus Ihrer Obliegenheit gegenüber Ihrem neuen Versicherungsgeber. Ferner ist es bei Ihnen so, dass nicht die kompletten Kosten von der Privaten Krankenversicherung Ihres Mannes übernommen werden, da Sie beide Verursacher der Kinderlosigkeit sind.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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