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  Niedriger AMH = Chance <15% ???
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   Paula27
Status:
schrieb am 07.09.2009 12:40
Hallo zusammen,

wir haben eine Absage der PKV meines Freundes erhalten mit der Begründung, mein niedriger AMH von 0.56 würde die Erfolgsaussichten auf <15% mindern, daher würden sie nix zahlen.
Gibts hierzu Belege?
Es gibt ja im Wiki hier die Veröffentlichung, die eben dem AMH keine Aussage über Eizellqualität oder altersübliche Schwangerschaftsraten nachweist, reicht dies?
Tatsächlich hatte ich in den 2 ICSI-Versuchen nur je 2 Eizellen, aber davon 100% Befruchtungsrate, 50% Blastos und 50% Morulas, also eine prima Qualität und es konnten auch jeweils 1 Blasto + 1 Morula eingesetzt werden, was im 2. Versuch auch zur Schwangerschaft führte. Diskussionen über die mangelnde Wahrscheinlichkeit kommen mir daher müßig vor....
Ich wollte der PKV nun mit Hinweis auf das Paper schreiben, dass es keine Grundlage für die von ihnen zitierten 15% gibt. Gäbs hierzu noch mehr Quellen? Soll ich noch einen Brief vom Doc bzgl Wahrscheinlichkeit dazupacken? Aber dies wird unseren Einspruch verzögern, da sowas ja immer dauert, bis der geschrieben und unterschrieben ist...?

Außerdem wollte die PKV wenn dann überhaupt nur den ICSI Anteil zahlen, da ich ja aufgrund der (sanierten) Endometriose selbst schon IVF Indikation hätte und sie dann nur den ICSI Teil zahlen würden. Dies wollte ich mit Hinweis auf das BGH Urteil von 2004 (Gesamtheit der Maßnahme) kontern. Auch wenn wir durchaus parallel bei meiner PKV einreichen und ich gegen eine 50:50 Beteiligung ja nichts hätte. Aber vom Prinzip her müßten sie ja durchaus alles zahlen? Wurde ja auch vom LG Köln derart bestätigt?

Aufgrund meiner Schwangerschaft hoffe ich auf Einlenken der PKV, ansonsten geht das Ganze an den Anwalt.....

Wer hat noch Tips?

Bin übrigens 37 Jahre, also abgesehen vom AMH und vom LowResonderDasein wären meine Chancen deutlich höher.

liebe Grüße
Paula


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.09 18:21 von Paula27.


  Re: Niedriger AMH = Chance <15% ???
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   Viktoria1
schrieb am 17.09.2009 14:19
Du hast es ja selbst bewiesen, dass deine SS-Wahrscheinlichkeit höher liegt als 15 %....sich nur auf den AMH Wert zu beziehen ist wohl ein bisschen albern.
Von daher würde ich das ganz entspannt sehen und zum Anwalt gehen.
Im übrigen denke ich auch, dass die PKV deines Mannes alles bezahlen müsste. Bei uns ist es so, ich habe aber "nur" eine Hormonstörung, sodass ein bisschen Gonal schon reichen würde.

Alles Gute
V


  Re: Niedriger AMH = Chance <15% ???
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   Paula27
Status:
schrieb am 25.09.2009 10:26
Update von der DKV: Weil ich ja jetzt schwanger wäre, würden sie ausnahmsweise und netterweise mal zahlen, aber nur nach Aufschlüsselung im Anhang. Da steht zB Beschränkung auf 6 Eizellen drin, was ja bekanntlich nicht zulässig ist, aber für uns eh egal ist, wir hatten ja nur je 2. Das weitere müßte ich mal mit der Rechnung vergleichen, aber die Arbeit will ich mir eigetnlich nicht machen, das dürfen die machen.
Jetzt werd ich von der Klinik noch Protokolle und Spermiogramme der ICSIs anfordern und mal einfach alles hinschicken. Der Löwenanteil sollte damit sicherlich gedeckt sein (Medikamente!).
Natürlich haben sie auch ein paper zitiert, nachdem die Wahrscheinlich auf Schwangerschaft bei niedrigem AMH bei 12% läge, daher kündigen sie schonmal an, dass sie keine Kosten von weiteren ICSIs übernehmen, aber das sehen wir dann einfach....

Das ist dochmal soweit erfolgreich!!

viele Grüße
Paula


  Re: Niedriger AMH = Chance <15% ???
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   RA von Langsdorff
schrieb am 28.09.2009 08:47
Hallo Paula27,
es ist in der Tat so, sofern die Erfolgsaussichten nach dem IVF-Register unter 15% liegen, die Kosten von der Privaten Krankenversicherung nicht ersetzt werden. Allein die Erfolgsaussichten auf einen AMH-Wert zu stützen ist nicht richtig. Insoweit hat auch der Arzt, wenn er eine medizinische Indikation stellt, darauf zu achten, dass höhere Erfolgsaussichten gegeben sind. Hier sollten Sie sich nochmals mit dem Kinderwunschzentrum in Verbindung setzen, ob tatsächlich ein höherer Erfolgswert nicht bei Ihnen vorliegt.

Ferner erstatten die Privaten Krankenversicherungen die Kosten nach dem Verursacherprinzip. Sofern sich herausstellen sollte, dass auch Ihre Endometriose verantwortlich für die Kinderlosigkeit ist, ist es in der Tat so, dass die Versicherung Ihres Mannes nicht die kompletten Kosten übernehmen muss.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
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Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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