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  Übernimmt eine PKV grundsätzlich nur 50% wegen der 2004'er Änderung?
avatar    tuerki77
Status:
schrieb am 21.08.2009 19:01
Hallo Zusammen,

eine Freundin von mir ist verheiratet, in der PKV (Debeka) und Verursacherin. Ihr PKV steht auf dem Standpunkt, dass bei ihnen die gleichen Regeln wie in der GKV seit 2004 gelten. Sie wollen auch pauschal nicht mehr als drei Versuche genehmigen und bezahlen.
Vertraglich wurde KB bei ihnen nicht explizit ein- oder ausgeschlossen.

Das kann doch schonmal nicht sein, oder? Wenn der Arzt eine bestimmt schwanger Wahrscheinlichkeit attestiert? Habe vorhin in dem Zusammenhang etwas über das Celler Urteil gelesen... Ich hab ne Frage
Vllt. kann mir ja jemand darüber Infos zukommen lassen? Das wär klasse. Ja

Dann noch meine Frage: Ist es grunsdätzlich so, dass jede PKV auch "nur" 50% übernimmt? Wie steht es mit der Beihilfe? Gibt es da besondere Regeln, die ich nachlesen könnte?

Und ist hier jemand, der alle Versuche komplett übernommen bekommen hat?

Wahrscheinlich gibt es schon tausende solcher Postings. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich die Suchfunktion nicht ganz ausgenutzt habe.
Schönes WE allen. winkewinke


  Re: Übernimmt eine PKV grundsätzlich nur 50% wegen der 2004'er Änderung?
avatar    christkindle
Status:
schrieb am 22.08.2009 14:53
Also manche PKV gehören definitiv sofort dem Bafin gemeldet. Ist wohl unglaublich. Die GKV zahlt nach dem Verursacherprinzip. Und zwar in der Höhe welche tariflich vereinbart wurde. Meistens sind das zwischen 80 und 100 % wahlweise mit oder ohne jährliche Selbstbehalte. Diese 50, 30 oder 20 % Übernahmen sind sogenannte Beihilfetarife, hier wird dann der Rest den die Beihilfe nicht trägt über die PKV abgedeckt.

Ganz speziell jetzt zu Deinem Problem: Diese regelung gilt nur für GKV Versicherte, diese unterliegen dem SBG V, für PKV Versicherte gilt das überhaupt gar nicht, hier zählen einzig und allein die vertraglichen Regelungen.

Es wäre sinnvoll die Versicherungsbedingungen noch einmal sehr genau durchzulesen ob das nicht da drin steht. Steht das nicht drin, sofort Widerspruch einlegen und im Falle von keiner anders lautenden Entscheidung sofort den Ombudsmann (Schlichtungsstelle) oder das Bafin (Bundesamt für Finanzen und Versicherungen) einschalten. Diese Stellen kümmern sich umd sowas und das mögen die Versicherungen überhaupt nicht, da gibts nämlich Statistiken und da will keine Versicherung auftauchen.

Rechtens ist es auf keinen Fall auf die GKV zu verweisen. Sofern eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 15 % besteht ist die PKV leistungspfichtig.

Viel Glück und alles Gute für Deine Freundin!


  Re: Übernimmt eine PKV grundsätzlich nur 50% wegen der 2004'er Änderung?
no avatar
   RA von Langsdorff
schrieb am 07.09.2009 17:43
Hallo Tuerki77,
der Antwort von Christkindle ist nichts hinzuzufügen, da wir auch davon ausgehen, dass die Private Krankenversicherung die Kosten voll übernehmen wird, sofern eine 15%ige Erfolgswahrscheinlichkeit nach dem IVF-Register gegeben ist.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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