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  Probleme mit Kostenübernahme durch PKV
avatar    sandfrau75
schrieb am 17.08.2009 16:45
Hallo zusammen,
hatte den Beitrag vor lauter doof ins KiWu-Forum gepostet, jetzt versuch ichs besser mal hier. zwinker
die PKV meines Mannes hat nach anfänglicher mündlicher Zusage der Kostenübernahme wieder einen Rückzieher gemacht. Ich bin sehr sauer Sie möchten jetzt erst ein Attest, dass bei mir wirklich alles in Ordnung ist. Nu isses aber so dass bei mir außer Folli-Kontrolle und Hormonwerte bestimmen, nie eine Bauchspiegelung oder Eileiteruntersuchung gemacht wurde, da ja die Ursache "eindeutig" bei meinem Mann lag (2 Schlechte SG).
Können die das verlangen? Das würde uns wieder um Monate zurückwerfen... Gute Nacht
Darüber hinaus wollen die eine Bestätigung meiner GKV dass die 50% der Kosten übernehmen. (Bräuchten die in dem Fall überhaupt noch das Attest?)
Von der KiWuKlinik habe ich außerdem die Empfehlung bekommen es bei meiner GKV ablehnen zu lassen. Es ist allerdings so dass die PKV gesagt hat sie würden bei GKV-Kostenübernahme die restlichen 50% drauflegen, im Falle einer Ablehnung und eines vorliegenden Attests übernähmen sie zwar dann die vollen Kosten, aber mein Mann hat dort 10% Selbstbehalt.
Also was tun?
GKV 50% + PKV 50% = 0% selber zahlen, oder GKV Ablehnung und PKV 90% = 10 % selbst berappen?

Bin voll am Ende, wollte doch unbedingt diesen Zyklus loslegen und jetzt hängt wieder alles am bescheuerten Geld...schnapp zu

Liebe Grüße


  Re: Probleme mit Kostenübernahme durch PKV
avatar    christkindle
Status:
schrieb am 17.08.2009 21:29
Nö, die dürfen von Dir nicht verlangen das Du eine Bachspiegelung machst. Es darf nicht verlangt werden das sich jemand einer OP unterzieht die nicht notwendig ist. Nur sofern eine gemacht wurde dann wollen die gerne die Ergebnise haben. Auch das ist nict zulässig, den Mann ist versicherte person, um ihn geht es, nicht um Dich!

Liebe Grüße und alles Gute! Katja


  Re: Probleme mit Kostenübernahme durch PKV
no avatar
   Stolbist n.a.
schrieb am 18.08.2009 15:05
Hallo Sandfrau,

ist leider die übliche Taktik von PKV. Von uns hatten sie auch meine weitere Atteste gefordert, obwohl mein Mann Azoospermie hat. Drohung mit dem Anwalt, die Briefe mit dem Zitieren von BGH-Urteile - nichts hat geholfen. PKV hat übrigens auch von meiner GKK gefordert, dass sei 50% übernehmen...

Ende vom Lied: wir haben unsere Ersparnisse für 2 ICSIs geplundert, wir haben einen guten Anwalt beaftragt, die Klage eingereicht, 3 Tage vor Gerichtverhandlung (und 9 Monate Wartezeit seit dem wir die Absage von PKv bekommen haben) bekamen wir einen Anruf - "bitte ziehen sie ihre Klage zurück, wir bezahlen 6 ICSI komplett+unzählige EZ"! Party

SIe können von Dir nicht verlangen, dass Du BS machst. Dein Kiwu-Doc. kann einen Brief schreiben und bestätigen, dass bei Dir alles i.O ist und die Erfolgschande weit über 15% ist! Wenn das nicht hilft - müsst ihr Anwalt nehmen (mit Rechtschutzversicherung müsst ihr nichts bezahlen!)

Viele Erfolg!


  Re: Probleme mit Kostenübernahme durch PKV
no avatar
   RA von Langsdorff
schrieb am 02.09.2009 12:42
Hallo sandfrau75,
ich möchte mich zunächst entschuldigen, dass ich erst jetzt zur Beantwortung Ihrer Frage komme, da ich urlaubsabwesend war. Insoweit ist es richtig, dass die Private Krankenversicherung Ihres Mannes, nach dem Verursacherprinzip die Kosten übernehmen muss. Selbstverständlich sind Sie nicht verpflichtet, alle Untersuchungsmaßnahmen durchführen zu lassen, damit Sie nachweisen, dass bei Ihnen keine Störung vorliegt. Sofern Ihr Arzt ein dementsprechendes Attest vorlegt, dass bei Ihnen keine Fertilitätsstörung vorliegt, muss aus unserer Sicht die Private Krankenversicherung die Kosten übernehmen. Desweiten sind Sie nicht verpflichtet, einen Antrag bei der Gesetzlichen Krankenkasse zu stellen, damit Ihre Kosten nach dem Körperprinzip übernommen werden. Dies ist übliche Praxis der Privaten Krankenversicherungen um Kosten einzusparen.

Selbstverständlich können Sie uns gerne nochmals persönlich bezüglich dieser Fragen kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen
Udo von Langsdorff
Fachanwalt für Medizinrecht
www.lw-recht.de
Telefon: 0 30 / 5 05 65 95 70

  Signatur   Udo von Langsdorff

Fachanwalt für Medizinrecht
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Tel.: 030/505659570
E- Mail: udo.langsdorff@medizinrecht.de


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