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  Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   tindli07
schrieb am 31.01.2016 18:37
Liebe Zwillingmamas

Ich habe vor 2 Wochen meine Zwillinge Lilly und Noé bekommen. Sie sind in der 36 Woche auf die Welt gekommen und beide noch sehr klein und leicht. Noé hatte bei der Geburt 1800 g und Lilly 2300 g.
Mein Wunsch ist/war es sie zu stillen. Nun ist das im Moment jedoch sehr kompliziert... Es hat ca. 4 Tage gedauert bis meine Milchproduktion anfing. Die Kleinen wurden wegen dem tiefen Gewicht mit Aptamil zugefüttert im Spital. Aktuell versuche ich beide regelmässig zu stillen. Sie trinken an der Brust auch gut, haben jedoch sehr lange für kleinste Mengen und sind schnell müde. Nach dem stillen muss ich sie noch zu füttern und danach noch abpumpen, da sie die Brust nicht leer trinken ( sie schlafen vorher ein und sind nicht mehr zu motivieren...).
Mit stillen, abpumpen und zu füttern habe ich das Gefühl, ich mache den ganzen Tag nichts anderes... Aktuell hat mein Mann noch Ferien. So ist dies gut möglich. Aber in zwei Wochen muss er wieder arbeiten und dann ist mir das sicherlich zu viel. Meine Hoffnung ist nach wie vor, dass ich genug Milch habe um beide, am liebsten ausschliesslich zu stillen. Falls das nicht geht würde ich dann lieber auf Schoppennahrung umstellen. Was meint ihr? Ist dies realistisch? Wie habt ihr das mit Zwillingen gemacht?

Freue mich über Erfahrungen.
Liebe Grüsse Martina


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
avatar    Lina+3
Status:
schrieb am 31.01.2016 20:11
Hallo

erstmal herzlichen Glückwunsch zu den Zwillingen.

Meine kamen früher (33+5), hatten aber mehr Gewicht (2.760 g/2.120 g). Wir waren wegen der Frühgeburt noch 2 Wochen im Krankenhaus, aber ich bin mit zwei voll gestillten Kindern entlassen worden. Allerdings hatte ich den Vorteil, dass mir das Stillen von Frühchen schon vertraut war. Mein 1. Sohn war bei 32+1 geboren worden und auch ihn habe ich ab Entlassung aus dem KH voll gestillt.

Ich habe mir von Anfang an eine Milchpumpe geben lassen. Damit habe ich noch am Tag der Entbindung angefangen abzupumpen. Die Milchmengen waren zwar am Anfang nicht groß, haben aber gereicht. Am 4. Tag hatte ich dann den richtigen Milcheinschuss und ab da lief die Milch sowieso. Ich hatte immer mehr als genug Milch. Ich habe wirklich sehr viel Milch produziert und daher nie Angst, dass es nicht reicht. Ich hatte schon beim 1. Kind sehr viel Milch, daher war ich zuversichtlich. Ich habe dann schon im KH sehr viel Milch eingefroren.

Meine Tochter (das schwerere Kind) bekam ich nach 4 Tagen aufs Zimmer und ab da habe ich sie voll gestillt und versorgt. Mein Sohn musste noch länger überwacht werden, aber auch er bekam nur Muttermilch aus der Flasche nachgefüttert. Ich habe mich aber bemüht, ihn möglichst immer zu stillen. Wichtig ist einfach, dass man am Anfang wirklich im gleichen Rhytmus pumpt, wie man stillt, also maximal alle 3 h. Und die Kinder weckt, wenn sie einschlafen. Dabei hilft es z.B. sie nicht zu kuschelig warm zu halten, sondern auch mal was auszuziehen. Dann gibt es Reflexpunkte, die man stimulieren kann, damit die Kinder weitertrinken.

Nach unserer Entlassung ist mein Mann wieder arbeiten gegangen (sofort am nächsten Tag) und ich war ab da mit 3 Kindern allein zuhause. Ich muss gestehen, ich habe die ersten Wochen sehr viel auf der Couch gesessen und gestillt. Der Kleine hatte Abstände von ca. 2 h, das Mädchen kam ca. alle 3 h. Tag und Nacht. Mein Mann hat mir nachts die Kinder angereicht, ich habe gestillt, er hat mir das 2. Kind gegeben, das 1. Kind gewickelt und wieder hingelegt, dann das 2. Kind gewickelt und ich habe da schon wieder geschlafen.

Ja, es ist anstrengend, aber sieh es einfach als zeitlich begrenzten Vollzeitjob. Am Anfang ist es hart, aber da helfen die Hormone, das alles zu bewältigen. Und man gewöhnt sich daran. Ich habe alle Kinder 8 Monate voll gestillt. Das Mädchen habe ich dann mit 12 Monaten abgestillt, weil ich mit dem Bruder ins KH musste, den Kleinen habe ich 20 Monate gestillt, weil er oft krank war und nichts außer der Brust genommen hat. Ich habe sehr gerne gestillt und war immer sicher, dass die Kinder satt werden. Ich habe übrigens jedem Kind eine Brust zugeteilt für den Tag, am nächsten Tag dann gewechselt, damit die Seiten gleich stark beansprucht werden. Sie hat nämlich mehr getrunken als er und war auch schneller fertig. So hatte ich immer gleich viel Milch in beiden Seiten.

Abgepumpt habe ich zuhause dann nur noch 2 Wochen, dann habe ich mit kalten Wickeln und Pfefferminztee die Produktion etwas gedrosselt, weil ich fast geplatzt bin, so hoch hatte ich die Produktion durch stillen und abpumpen gefahren. Mit der abgepumpten eingefrorenen Milch habe ich dann später die ersten Monate alle Milchbreie zubereitet.

Ich fand es nie problematisch, meine Kinder (alle Frühchen, Kaiserschnitt) zu stillen, mir hat es sehr viel gegeben und ich habe sehr gerne gestillt.

LG


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   wunsch_baby
schrieb am 01.02.2016 23:18
Hallo Martina,

ich kann das was du schreibst total nachvollziehen - war bei mir auch genauso.
Bei mir hat es leider nicht geklappt, dass ich voll stille. Um zu Hause alleine klar zu kommen, pumpe ich ausschließlich ab (ist einfach viiiiel schneller als stillen) und was fehlt füttere ich dann mit Aptamil zu.

Anders wäre es auf jeden Fall schöner gewesen, aber es ist alles so viel mit zwei kleinen Würmchen zu Hause, dass man doch gucken muss was am praktikabelsten ist.

LG


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   ash557
Status:
schrieb am 02.02.2016 07:59
Guten Morgen, ich denke Es wird noch eine Weile dauern bis du entlassen wirst. Dann sind deine Mädels stärker und das stillen einfacher.
Meine Jungs waren größer, deswegen keine vergleichbaren Erfahrungen. Hier war es allerdings so, dass Tandemstillen sehr geholfen hat. Der Größere hat aktiv getrunken und für den Milcheinschuss gesorgt, dann könnte der Kleine sich einfach hängen. So hat es bei und gut geklappt und ich konnte beide gut Vollstillen.
Ich wünsche dir viel Erfolg und eine gute Eingewöhnungszeit!


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  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   kleineruebe
Status:
schrieb am 02.02.2016 11:14
Hallo Martina,

herzlichen Glückwunsch zu deinen Zwillingen smile
Ich habe meine Zwillinge bei 36+0 geboren und wollte sie auch stillen und genau wie bei dir hat es vier Tage gedauert bis überhaupt ein bißchen Milch lief. Meine große KLeine musste noch auf die Kinderstation verlegt werden, sodass sie nur abgepumpte Milch oder Fläschennahrung bekommen hat. An der Brust waren beide auch schnell erschöpft. Wir sind nach einer Woche dann entlassen und zu Hause habe ich dann nur noch gestillt - alle 2 Stunden. Am Anfang viel zusammen, nach vier Wochen, als mein Mann wieder arbeiten gegangen ist - fand ich es praktischer sie nacheinander zu stillen , d.h. aber auch ständig ein Kind an der Brust und sobald das fertig war und wieder schlief das andere Kind:stillen, Bäuerchen, Windeln , in den Schlaf wiegen ...anderes Kind.
Abpumpen wollte ich auch , einfach damit mein Mann auch mal füttern kann ABER da war überhaupt keine Reserve für . Bei 24 stillen am Tag KONNTE ich überhaupt nicht noch abpumpen.

Zu Hause wurde es deutlich entspannter al im Krankenhaus und obwohl ich sie im Krankenhaus nicht vollgestillt habe , habe ich es zu Hause einfach gemacht ( Handpumpe und Hipp im Schrank für den "Notfall") - Ich habe aber auch den Vorteil , dass ich schon ein late preterm Frühchen hatte und einfach darauf vertrauen konnte, dass auch ein zugefüttertes Fläschchengestilltes Baby dann vollgestillt werden kann smile

Das man zu nicht viel anderem kommt ausser stillen und für sich selbst das nötigste ( essen , schlafen, duschen ) schafft ist aber glaube ich normal - gerade mit Zwillingen. Solange ich vollgestillt habe (knapp fünf Monate) musste ich 19-24 x in 24 Stunden stillen, wenn ich mir mein Stillprotokoll anschaue, frage ich mich auch wie das überhaupt geklappt hat zwinker
Es hat nachher aber auch so gut geklappt mit stillen, dass ich auch viel unterwegs gestillt habe - half ja auch nichts , konnte das große Kind ja nicht ans Haus fesseln.

Abgestillt hat sich die eine mit zehn Monaten von alleine , das war dann auch total merkwürdig und ich war froh, das sie zweite noch weiter gestillt werdn wollte und nach einem weiteren Monat war auch sie abgestillt.

Ich denke wichtig ist es , entspannt zu bleiben und ggf. vershiedene Varianten auszuprobieren und sich immer ein paar Tage "Eingewöhnungszeit" gibt. UNd ihr musst alle drei den Weg finden, der für euch alle am besten ist.
Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass man als Mama ziemlich schnell verunsichert wird - reicht meine Milch überhaupt???? Gerade wenn im Krankenhaus jeden Tag gewogen wurde und zugefüttert wurde.

Wenn deine beiden so klein waren hast du vielleicht auch eine Waage zu Hause? und wenn du abpumpst weißt du ja auch wieviel Milch da so so pro Sitzung ungfähr fließt oder vielleicht kann dich die Hebamme auch unterstützen oder eine Stillberatung.
Ich glaube die meisten Frauen können ein aber auch zwei KInder vollstillen - werden da aber wenig ermuntert und unterstützt und eher verunsichert.

Die Variante mit stillen, abpumpen und zufüttern ist extrem hart und würde ich auf lange Sicht auch nicht machen. da würde ich auf zwei Sachen reduzieren - vorzugsweise stillen am Tag , Fertignahrung zur und in der Nacht zwinker

Viele Grüße und gutes Gelingen und wer Zwillinge bekommt , der schafft das auch smile

kleinerübe


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   Amiflosi
schrieb am 02.02.2016 21:48
Hallo,
herzlichen Glückwunsch winkewinke Ist ja toll, meine Beiden kamen auch bei 35+6, sie waren zwar auch schwerer als Deine. Aber ich habe sie nicht an die Brust bekommen. Trotz "nur abpumpen" hat die Milch hier zum Vollstillen gereicht.

Aber sie trinken an der Brust. Das ist super!! haltet jetzt am Anfang durch, bis ihr es zum "nur stillen geschafft habt".

Gibt es dort im Krankenhaus etwas Unterstützung beim Stillen? Mir haben sie z.B. gezeigt, wie man die lieben Kleinen etwas wachhält beim Trinken bzw. zum weitermachen motiviert...


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   Frau1967
Status:
schrieb am 08.02.2016 19:29
Liebe Martina,

auch von mir einen herzlichen Glückwunsch! Zwillinge sind einfach etwas besonderes!

Es ist schon viel gesagt worden, daher nur eines: meine Hebamme meinte damals zu mir, dass die ersten 6 Wochen eigentlich nur aus Stillen bestehen und es danach einfacher und zeitsparender ist als Aptamil und Co. Sie hatte Recht! Zu Beginn waren es bis zu 16 Stunden am Tag (!), nach 6 Wochen war es tatsächlich zeitlich gut machbar und ich habe beide voll gestillt, bis sie auf Brei umgestellt waren.
Und dies, obwohl das Mädchen eine Saugschwäche hatte und ich für sie komplett abgepumpt habe. Nebenbei: Ich habe jedem Kind eine Brust zugeordnet, mit dem Ergebnis, dass die rechte Seite sehr viel größer war für 11 Monate, weil sie einfach mehr getrunken hat zwinker

Viel Erfolg und alles Gute!


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   Lina3
schrieb am 10.02.2016 19:53
Ich habe auch jedem Kind eine Brust zugeordnet, aber die habe ich jeden tag wieder getauscht, damit die Belastung gleichmäßig ist.

LG


  Re: Stillen? Bitte um Erfahrungen...
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   tini 82
Status:
schrieb am 26.02.2016 14:14
Hallo,

erstmal auch von mir herzlichen Glückwunsch und alles Liebe für deine MäuseSchnullerSchnuller

Ich kenne leider auch das Problem. Unsere Mädeln kamen bei 31+5 mit 1400 und 1500g zur Welt. Emilia hatte eine ausgeprägte Trinkschwäche, di leider auch noch über ein halbes Jahr andauerte, daher blieb nur abpumpen. Sophie konnte z.T voll gestillt werden. Beide mussten aber mit spezieller Frühchennahrung zugefüttert werden. Ich habe dann zu Hause erst Sophie gestillt, dann für Emilia abgepumpt und ggf. zugefüttert. Ich habe es aber nur bis zur 13 Woche geschafft. Mussten wegen dem geringen Gewicht auch nachts alle 2-3 stunden wecken und füttern. Das war dann irgendwann zuviel und ich war kurz vor dem Abklappen. Meine Hebamme hat dann geraten aufzuhören. Ich war froh, dass sie mir den Tipp gab, denn leider bekommt man ja immer von anderen zu hören, "jeder kann stillen wenn er nur will". Meine Hebi hat dann gemeint: " 13 Wochen sind besser als 5 Wochen und 5 Wochen sind besser als 2 Wochen,...." fand das sehr hilfreich zwinker

Meine kleinen Mäuse entwickeln sich super, haben keine Allergien oder ähnliches. mein Großer wurde lange gestillt und hat viele Allergien und war auch ständig krank, denke sowas kann man auch nicht immer am stillen festmachen.

So wie du es machst, machst du es richtig. Lass dir von niemanden ein schlechtes Gewissen einreden. Die kleinen bekommen ja bissel Muttermilch, also besser als nix smile

Alles Gute




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