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  Wie hättet ihr das gelöst?
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   Fiorenna
Status:
schrieb am 26.01.2015 09:46
Ich muss jetzt mal fragen, vielleicht gibt es ja doch eine bessere Idee als meine...

Wir haben jeweils ein "Kind des Tages", das an seinem Tag z.B. als erste beim Zähneputzen dran ist, und eben auch als erste die Wahl unter den Klamotten hat, die ich rauslege.
Nun haben wir - leider - eine pinke und eine türkise Schneehose (die nächsten haben wieder die gleiche Farbe!) und daran entzündete sich auch heute Morgen wieder das Theater.

Bhörnchen hat sich heute Morgen die türkise Hose ausgesucht und Ahörnchen wollte sie auch anziehen. Um nichts in der Welt wollte sie die Rosane anziehen. Großes Geheule!
Als Trösten kurzfristig nichts brachte, habe ich zunächst mal die Schwester runter zu den Großeltern gehen lassen, damit ich Ruhe für Ahörnchen hatte.

Auf meinem Schoß hat sie sich dann beruhigt und ich habe ihr nochmal erklärt, dass heute Bhörnchen-Tag ist, dass Bhörnchen sich die türkise Hose ausgesucht hat und dass sie, wenn sie in den Kindergarten gehen möchte, sie die rosane anziehen muss. Wenn sie die nicht anzieht, kann/muss sie hierbleiben.
Keine Frage, meine Argumente haben nicht wirklich zur Einsicht geführt, aber irgendwann konnte ich ihr die Hose unter nur noch geringem Protest anziehen. Halleluja! Sie dann fertig angezogen, ihr die Stofftasche mit dem Windelnachschub für den KiGa zum Tragen gegeben, mit ihr runtergegangen, Schwester fertig angezogen, los gegangen.
So richtig aufgehört mit dem Schniefen hat sie erst nach vielleicht dreißig Metern.

Zusätzlich habe ich noch mit meinen Schwiegereltern rumzackern können, die es einfach nicht verstehen, dass es prinzipiell kontraproduktiv ist, wenn sie auch noch an einem (welchem auch immer) motzenden Kind rumreden, dass es jetzt aufhören soll zu weinen und endlich das tun soll, was Mama will... Ohnmacht

So, habt ihr noch Ideen, wie ich die Situation mit dem Kind besser hätte auffangen können? (Ich bin nebenbei bemerkt, ganz stolz auf mich, dass ich NICHT laut geworden bin!)


  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
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   Dida
Status:
schrieb am 26.01.2015 12:00
Ich finde du hast das doch ganz gut gelöst, dass du das eine Kind mal aus der Situation wegschickst und dich dem anderen widmest. Es ist ja oft auch wirklich herzzerreißend wie schlimm manche Sachen für so ein kleines Würmchen sind.
Und das Problem mit den Omas kenne ich auch... Je mehr Leute dann aufs Kind einreden, desto schrecklicher wird's bei uns.
Allerdings muss ich dazu sagen dass mir das mit dem 'Kind des Tages' zu anstrengend wäre. Im Kindergarten oder bei anderen Betreuungspersonen können die Kinder ja auch nicht erwarten dass man eines jeweils 'bevorzugt'. Ich hab meine Jungs anfangs immer farblich unterschiedlich angezogen, oft einen blau und einen grün. In etwa in dem Alter von deinen hat es bei uns auch angefangen mit dem Theater morgens beim Anziehen, seitdem kaufe ich alles doppelt und aus. Ist eindeutig nervenschonender und im Moment die beste Lösung... mal schaun wie lange.

Alles Liebe und schönen Tag noch!


  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
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   Loewentier
schrieb am 26.01.2015 13:14
Hallo, hier nochmal meine Antwort aus dem Elternforum...
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Hallo,
wir haben auch täglich einige Kämpfe, die in dieselbe Richtung laufen und ich kann berichten, wie wir es lösen.

An sich finde ich die Idee, abwechselnd das Kind des Tages auszurufen, gut. Ich kann mir vorstellen, dass es für so kleine Kinder es schwierig ist, einen kompletten Tag als "zweites" Kind auszuhalten.

Bei uns hat es sich bewährt, überall feste "Regeln" einzuführen. Wahrscheinlich schreien nun wieder einige, dass wir unseren Kindern die Entscheidungsfreiheit nehmen, aber der Zeitanteil, den wir damit verbracht haben, die unzufriedenen Kindern zu trösten, hat echt überhand genommen und uns alle 5 sehr viel Nerven gekostet.

Es gibt morgens feste Regeln, in welcher Reihenfolge angezogen wird. Die Reihenfolge wird beibehalten. Der erste beim Anziehen ist dafür der zweite beim Zähneputzen und der dritte beim Autoeinladen. Das klingt albern, aber es war kaum anders zu lösen.
Es gibt auch beim Brotzeit machen immer abwechselnd ein Kind, dass sich zuerst nehmen darf.
Bücher zum Vorlesen am Abend werden reihum ausgesucht. Oder wir lesen drei Geschichten - je nachdem.
Inzwischen achten wir Kinder auch drauf und wissen immer schon genau, wer dran ist (was jetzt aber nicht heißt, dass es ohne Tränen funktioniert...)

Als unsere Kinder ca. 2 waren, bekamen sie feste eigene Kleidung. Seither wird nur in Ausnahmesituationen getauscht (Windelunfall etc.) und das klappt sehr gut. Ich muss aber sagen, dass sie noch kein Interesse haben, sich die eigene Kleidung auszusuchen. Noch ziehen sie das an, was wir ihnen raussuchen. (Also außer unser Sohn A., der gerade unbedingt eine pinke Prinzessinen-Strumpfhose in pink tag und nacht tragen möchte). Ich habe auch schon mitbekommen, dass sie im Kindergarten anhand ihrer unterschiedlich farbigen Handschuhe unterschieden werden, da würde ich den anderen Kindern und Erzieherinnen gegenüber auch nur ungern tauschen.

Generell gehen wir folgendermaßen (und überaus pragmatisch) vor: Alle Sachen, bei denen wir wissen, dass es Streitereien gibt und wo der Wert der Gegenstandes geringer als meine Streit-Schlicht-Toleranz ist, werden 3x angeschafft. Bei Spielsachen versuchen wir langsam zu trennen und neben gemeinsamen Spielsachen (Lego, Bücher, Küche etc.) eigene einzuführen, die auch selbst zu "pflegen" und aufzuräumen sind. Diese Sachen müssen sie mit niemanden teilen - und das machen sie auch nicht.

Ich wünsche dir weiter viel Geduld, vermutlich werden solche Situationen dich noch eine Weile begleiten...
LG, Löwentier


  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
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   Fiorenna
Status:
schrieb am 26.01.2015 22:01
Danke, ihr Zwei. Heute wird es mir jetzt zu spät, vielleicht schaffe ich es morgen ja, euch zu schreiben. Gute Nacht!


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  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
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   gelöschter User
schrieb am 29.01.2015 10:27
ich finde es auch auf den 1.Blick ne gute Idee, hätte dann aber jeden 2. Tag keine Lust auf meinen blöden Tag und würde als Kind an den schönen erst recht der Schwester aufs Brot schmieren, dass heute sie ihren blöden Tag hat zwinker.

Ich würde auch letztendlich doppelt kaufen!


  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
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   elbstern
schrieb am 04.02.2015 20:54
Ich finde, Du hast das ziemlich super gelöst.

Ich kaufe nicht alles doppelt, weil ich es eher nicht so mag, wenn die Kinder gleich angezogen sind. Und ja, obwohl wir Junge und Mädchen haben, gibt es auch hier Streit um Anziehsachen, weil beide gerne Glitzer und Rosa mögen.... Wir haben nur einen Kleiderschrank und meistens funktioniert es.

Bei uns gibt es einen "Zuerst-Tag", d.h. ein Kind ist immer zuerst dran den ganzen Tag - und zwar sowohl mit den Sachen, die sie gerne mögen als auch mit den Sachen, die nicht so beliebt sind. Von daher habe ich nicht das Gefühl, dass sich eines generell benachteiligt fühlt. Für uns war das die Rettung bei endlosen Streitereien... Inzwischen hat es sich massiv gebessert und wir greifen auf das "Zuerst-Tag"-Prinzip fast nur noch beim abendlichen Vorlesen zurück - da darf sich nämlich jeder ein Buch auslesen und es wird gestritten, wessen Buch zuerst gelesen wird.


  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
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   *Jane*
schrieb am 20.02.2015 14:50
Hallo Fiorenna,

ich finde auch, dass du das gut gelöst hast!

Vermutlich gibt es keine optimale Lösung, die bei allen Zwillingen oder Geschwisterkindern (und Eltern) gleich gut funktioniert. Bei den Sachen habe ich zum Beispiel eine feste Zuordnung, selbst wenn es nach Geschlecht nicht so eindeutig zu trennen wäre (wie bei den Schneeanzügen zum Beispiel). Einen eventuellen Streit gibt es daher nur bei der ersten Zuteilung, aber die wird meist so akzeptiert, wie ich sie vornehme. Auch im sonstigen Alltag ist immer mal der Eine und mal die Andere zuerst dran, je nachdem wie es gerade passt. Ich komme mit dieser flexiblen Lösung am besten zurecht und habe nicht den Eindruck, dass sich ein Kind benachteiligt fühlt (zumal das Mädchen sowieso immer alles allein machen will und selbständiger ist als der Junge - im besten Fall bekommen also beide ihren Willen smile). Wenn die Regelung mit dem "Kind des Tages" bei euch funktioniert und ihr damit anderen Streitereien oder Benachteiligungen aus dem Wege geht, dann ist es wunderbar.

LG Jane


  Re: Wie hättet ihr das gelöst?
avatar    pfingstrosenliebe
Status:
schrieb am 05.03.2015 10:33
Ich finde Deine Lösung auch gut.
Ehrlich gesagt gehe ich bei meinen zwei Jungs oft den Weg des geringsten Widerstands, aber so, dass sie es nicht mitkriegen. Man weiß ja meist um die Reaktion, die auf gewisse Dinge folgen wird zwinker Also nehme ich sie oft vorweg...
Bei Klamotten haben wir bei Schuhen, Jacken, Taschen feste Zuordnungen (M blau, S grün, weil ganz am Anfang so gewünscht). Gibt es andere Farben, dürfe sie einmal aussuchen (und ich beeinflusse da ziemlich, so dass jeder ein anderes nimmt), dann bleibt das so.

Spielzeug: ganz übel. Toll die ganzen wissenden Menschen auf der Welt (mit einem einzelnen Kind oder Geschwisterkindern), die mir mitteilen, man könne aber nicht von allem zwei kaufen - man kann, weil man muss...
hier gibt es eher zweimal Polizei als Polizei und Feuerwehr, das zieht sich durch alles. Also entweder wirklich identisch, ohne geringste Abweichung (Probleme entstehen dann durch Defekte, z.B. abgebrochener Heckspoiler am Auto) oder gar nicht kaufen.
Furchtbar aber mit den zweien gerade nicht anders machbar.

Ich finde generell toll, wenn möglich, Kinder aus Konfliktsituationen zu entfernen. Bei uns muss dann oft leider die stille Türe herhalten, weil ich keinen hab, der mir einen abnimmt. Es bringt ja nix, wenn der eine traurig oder stinkwütend ist und der andere dann mit dem Objekt der Begierde drumrumspringt zwinker

Achja. Ich habe meinen Eltern die klare Ansage gemacht, dass wenn ich zugegen bin NUR ICH die Kinder erziehe. Mein Mann instruiert seine Eltern leider nicht entsprechend und ich kriege dann echt auch zuviel. Raushalten wäre echt angebracht, es sei denn es ist natürlich Gefahr im Verzug.
Bei solchen Situationen ist es eh kompliziert genug, da müssen nicht noch "dritte" mitmischen.




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