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  Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  Mone2004
Status:
schrieb am 11.08.2012 09:44
Guten Morgen ihr Lieben,

ich muss euch heute mal was fragen, weiß noch nicht genau wie ich es formulieren soll und es kann lang werden Ich wars nicht

Mich quält seit einiger Zeit das Gefühl, dass ich mich sehr von anderen leiten lasse und die Ansätze/Aktivitäten/Ansichten der anderen MÜTTER auf mich projeziere und das dann MEIN Maßstab ist....

Beispiele: meine Freundin geht mit ihren beiden Kindern (Schulkindern) 2x die Woche schwimmen und versteht es überhaupt nicht, warum ich es mit meinen 3 Kindern nicht auch mache. Eine andere Freundin geht 2x im Monat mit ihren Kindern ins Museum, Zirkus, Rummel, Kino, Freizeitparks, Therme..... Wirklich jedes 2. WE. Ich kann und will das nicht, komme mir dann aber sehr naiv und klein vor, wenn es dann heißt: Unnnnnd, was habt ihr gemacht? Klar machen wir auch was, aber vielleicht 1x am WE.

Eine andere Bekannte meinte letztens zu mir, sie hätte ja viel mehr Sachen für ihre Kinder wie ich Achso!. Was bitte soll das denn? Ich könnte ganze Kindergärten ausstatten, soviele Klamotten haben die Mäuse.

Jetzt ist die Große in der Schule. Auch mit bekannten Kindern zusammen (und deren Eltern). Da meint die eine zu mir: also sie holt ihre Tochter jeden Tag gegen 14.30 ab, immerhin will sie ja noch was vom Kind haben, du (also ich) kannst das deinem Kind ja nicht bieten.... Ich habe abends geweint. Ja, meine muss bis 15.30 oder 16.00 blieben und ja, ich muss dann auch noch die Kleinen aus der Kita holen. Und ja, ich habe momentan überhaupt keinen Plan, wie ich das alles alleine (ohne meinen Mann) schaffen soll.

Ich stehe jede Sekunde unter Spannung, will immer 120 Prozent bringen. Mein Motto ist eigentlich: 90 % reichen auch völlig, um fröhliche Kinder zu haben. Aber dieses Umfeld macht mich kirre.

Auch die Aktivitäten am Nachmittag. Die kutschieren ihre Kinder zu Sportarten, die ich noch nie gehört habe, dazu Schach, Schwimmen, Tanzen, Flötenunterricht uswusw.... Und es sind auch arbeitende Eltern dabei. Wie schaffen die das alles, warum kann ich das nicht leisten?

Ich habe momentan den Eindruck, dass es uns an nichts mangelt. Wir sind gesund, satt, immer schick gekleidet, die Kleinen gehen sehr sehr gerne in die Kita und die Große ist in der Schule auch gut angekommen. Sie sind nicht doof, haben Manieren und werden hin und wieder auch von anderen eingeladen, sprich, soziale Kontakte der Kinder werden auf- bzw ausgebaut.

Also warum bin ich dann so blöd, und kann mich nicht entspannen? Warum sind andere Werte MEINE Werte? Geht es euch ähnlich und wenn nicht, wie baut man sich gezielt einen Panzer auf?

Ich danke euch. LG Mone


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  gelöschter User
schrieb am 11.08.2012 11:20
Hallo,


da sind aber auch echt ein paar fiese Sprüche dabei.
Ich kann diese Vergleiche auch gar nicht verstehen. Was bringt einem das?

Schau mal, meine Kindheit würde ich als glücklich und behütet bezeichnen. Welche Faktoren haben dazu beigetragen?
Das Gefühl einerseits bei meinen Eltern immer wieder den "sichereren Hafen" ansteuern zu können aber andererseits genug Freiraum für mich selbst und/oder mit anderen Kindern zu haben.
Extravagante Aktivitäten mit meinen Eltern gab es eher selten, aber wenn dann waren sie deshalb toll weil sie nicht jedes Wochenende stattfanden.

Sportkurse, Musikunterricht habe ich nie besucht....trotzdem hab ich ein anspruchsvolles Studium mit Staatsexamen abgeschlossen.zwinker

Wenn Du das "Programm" für Deine Kinder so in Ordnung findest, dann ist es das auch!
Lass Dir da von anderen Müttern nichts einreden, dreh den Spiess um...erzähl was von der Relevanz von lapidarer Freiheit für eine gute Kindheitsentwicklung!

LG


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  Whity
schrieb am 11.08.2012 11:21
Liebe Mome,

unsere sind ja noch recht klein, aber ich kann dich gut verstehen, denke aber, dass du es an gar nichts fehlen lässt. Im Gegenteil denke ich, dass eine Komplettverplanung bei Kindern auch ganz schn viel Stress auslöst und es nicht unbedingt ein Zeichen von Qualität ist, wenn man sie ständig durch die Gegend schleppt. Allerdings muss ich mir das selbst auch immer sagen, es fängt ja schon bei den Krabbelgruppen an, die ich alle nicht mitgemacht habe, weil ich gar nicht wusste, wie. Alle machen immer große Augen (ach, keim Pekip, keine Spielgruppe?) - nein, habe ich gesagt, meine dürfen den ganzen Tag so spielen wie sie es selbst wollen und müssen sich nicht gleich in irgendwelche Terminpläne quetschen. Natürlich habe ich mir auch Gedanken gemacht und frage mich immer wieder, ob das richtig ist.
Die arbeitenden Mütter müssen oft funktionieren und sind oftmals kompeltt eingespannt im organisieren. Ich habe bei unseren Freunden auch oft das Gefühl, dass die viel mehr schaffen, aber wenn du dann mal wirklich fragst, sind sie auch oft ausgebrannt und haben ähnliche Gefühle wie du auch. Es läuft zwar alles, aber ohne Ruhe und aus deren Sicht mit zuwenig Herzblut, weil alles so viel Kraft kostet.
Wie du dir einen dickeren Panzer zulegen kannst? Genau weiß ich das auch nicht, aber andere projizieren oft ihr vermeindliches Glück auf die, wo sie meinen Schwächen zu sehen glauben, weil es ihnen selbst an Zuspruch und Selbstwertgefühl fehlt. Schau dir deine Kinder an: Du hast doch selbst alles aufgezählt, was zählt und nur das ist wichtig. Nichts anderes.

Lass dich drücken - mit dreien leistest du eh schon so viel mehr als viele andere in deiner Umgebung.
Whity


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
avatar  Jiri
schrieb am 11.08.2012 11:53
Ich bin Grundschullehrerin und kenne die Eltern, die du meinst, auch von der Schule her.
Diese "hypergeförderten" Kinder sind meist nicht glücklicher als die, wo es etwas gemütlicher hergeht und auch nicht unbedingt schlauer/besser in der Schule.

Ich habe ja nun "nur" Zwillinge und Beruf. Aber ich kann hier mit den Supermamis auch nicht mithalten und denke dass ist auch gut so.
Kinder brauchen gar nicht so viel Abwechslung sondern auch viel Zeit zum Spielen mit anderen (geht sehr gut in Kita oder Betreuung) und auch viel Zeit zum Langweilen.
Lieber wenig machen, aber mit Spaß von allen Beteiligten, also auch den Eltern muss es Spaß machen und nicht in noch mehr Stress ausarten.

Allerdings merke ich auch, dass ich oft ein schlechtes Gewissen habe, weil meine das und das nicht machen oder haben und ich auch wenig Zeit für sie habe.

Wir müssen wohl täglich daran arbeiten: Auch 80 % sind genug, nein sondern sogar besser!

LG


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.12 11:54 von Jiri.


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  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  elbstern
schrieb am 11.08.2012 12:05
Das ist echt ein schwieriges Thema. Letztlich gibt es so viele verschiedene Wege. Wichtig ist doch, dass Ihr zufrieden seit. Vor allem auch Du - Kinder sind unglaublich anpassungsfähig und sind am ehesten zufrieden, wenn die Eltern mit ihrem Leben zufrieden sind. Was man genau macht, ist da meines Erachtens zweitrangig. Ihr müsst Euern Weg für Euch als Familie finden und dann ist es auch egal, was die anderen machen. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.

Ich stehe eher auf dem Standpunkt, dass ich nicht dauernd Bespaßung für unsere Kinder will, auch nicht permanent Termine. Wir waren bislang weder schwimmen (das liegt aber eher an ihren ständigen Erkältungen), noch im Zoo, noch im Zirkus o.ä. Ausflüge machen wir zu den Großeltern, zu Freunden, in den Wald, an den Fluss, auf einen "besonderen" (d.h. größeren) Spielplatz, mal in ein Café. Wir sind aber auch mal ein ganzes Wochende hier zuhause, da passiert dann allenfalls Wald, Fluss, Spielplatz oder Bücherhalle. Ich möchte ja auch erreichen, dass meine Kinder sich selbst beschäftigen können und eigene Ideen entwickeln - wenn man ihnen zuviel "Programm" vorsetzt, untergräbt man das eher, glaube ich. Und Langeweile gehört zur Kindheit auch dazu...
Aber: hin und wieder hinterfrage ich das natürlich auch, z.B. jetzt gerade als wir mit Freunden in Urlaub waren, die für ihre 3 1/2 Jährige sehr viel mehr Programm machen - und ich habe schon auch gesehen, dass manche Anregungen ganz gut sind. Ich versuche aber (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg...), mich davon nicht so sehr verunsichern zu lassen, sondern gucke mehr in Richtung: "Aha, die machen das und das anders. Wäre das auch was für uns?" Manchmal übernehme ich dann Kleinigkeiten und schaue, was davon zu uns passt.

Aber ganz ehrlich: so blöde Sprüche von denen, die Sachen anders machen, habe ich noch nie abbekommen. Das ist schon ganz schön fies. Ich würde dazu aber eher denken, dass die sich vielleicht auch nicht so sicher sind, in dem, was sie tun - denn wenn sie sicher und zufrieden mit sich wären, müssten sie ja andere Leute, die Sachen anders machen, nicht so abqualifizieren, oder???
Ich finde es immer wieder erschreckend, wie sehr sich die Leute in das Leben anderer einmischen, gerade wenn es um die Kinder geht. Es gibt doch zig verschiedene Arten, das zu machen/zu leben, und doch nicht die eine einzige richtige Weise!! Warum wird das gerade in diesem Bereich so wenig akzeptiert?


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  karmaxxl
Status:
schrieb am 11.08.2012 12:29
Oh solche Sprüche und Ratschläge kenne ich auch zu Genüge....
Ne zeitlang ließ ich mich auch schnell leiten aber nun filtere ich mir nur das raus was ich selbe schon blöd bei uns fand...

Aber es gibt auch anderes rum Sprüche!

Ne Freundin von mir erzählte letzen, sie wolle sich mit keine Mutti mehr untehalten! Sie wurde von einer Mami als "Übermutti" bezeichnet!

Weil sie zu viel mit ihre 7 Monaten alten Tochter macht! Zahlen vor Singen und und und....
Und sie würde sie nur auf den Arm haben, nie mal ablegen!!

Ja es gibt es auch anderes rum....


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
avatar  Klippe
schrieb am 11.08.2012 13:26
Also ich merke an mir selbst auch ziemlich deutlich, dass ich die Maßstäbe anderer Leute bei uns anlege. Grundsätzlich ist mir das Problem zwar bewusst, finde es aber echt schwer, dagegen eine Lösung zu finden. Dazu gehört ja auch die Frage, was denn dann meine Maßstäbe sind, also woher stammen sie? Man orientiert sich ja halt an der gesellschaftlichen Umgebung, das ist doch nur menschlich. Und letztlich ist doch auch die Tatsache, dass wir die Meinung des Forums hören wollen, eine Art von fremdem Maßstab....

Das Problem bei euch scheinst mir nicht du, sondern die Leute zu sein, die dich mit Vergleichen kleinreden wollen. Unglaublich. Aber in einem Drillingsbuch steht, dass man von nun an anderen Leuten ein Gefühl der Überlegenheit bescheren wird, weil man für sein vernachlässigtes Heim/Garten/Kinder bemitleidet wird. Gut, dass ich das vorher gelesen habe, ich beobachte das tatsächlich hier bei uns auchirre


Mit diesem Grundgefühl der Unzulänglichkeit lebe ich jedenfalls auch, ich arbeite ja auch und denke auch immer, dass ich mit den Kindern was verpasse. Das ist ja vermutlich auch so. Aber wenn ich nur Mutter wäre, dann könnten wir uns eben so vieles gar nicht leisten, dann hätte ich ganz sicher genau so ein Gefühl der Unzulänglichkeit.

Ich wünsche jedenfalls sowohl dir als auch mir das nötige Selbstvertrauen, aber richtige Tipps habe ich wohl nicht.
Wer ist denn auch schon so cool, dass ihm alles egal ist, was andere sagen?!


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  wundervollesleben
schrieb am 11.08.2012 16:18
Oh weh, die Meinung von anderen... Das kenne ich auch. Als unser erster Sohn gerade geboren war, kamen lauter Tipps und Einschüchterungen, z.B. "Jeden Abend baden! Dann schläft er mit 4 Monaten durch!" oder "So oft in der Nacht stillen und bespaßen, da zieht ihr euch ja schnell einen kleinen Tyrannen groß!" Ja und dann steht man da und weiß nicht, was man darüber denken soll, weil man die Situation ja selbst nicht anders lösen kann und teils ja auch nicht will. Ich habe dann dies und das probiert und gemerkt, viele Dinge lösen sich mit der Zeit in Luft auf und ich habe mich gefragt, warum manches mal ein Problem gewesen war.

Jetzt habe ich in der Zwillingsschwangerschaft die Hälfte erreicht und es beginnt schon wieder. Es zieht mich runter, wenn Leute mich immer mit großen mitleidigen Augen anschauen und sagen: "Oh Gott, das wird ja nicht leicht werden!" Ja, sicherlich wird es nicht leicht werden. Schlafen, Stillen?, alles mit größerem Geschwisterkind arrangieren usw. Das vermute ich ja auch selbst. Aber warum spricht mir gegenüber niemand von den schönen Seiten? Dass wir bestimmt Spaß haben werden, wenn alle drei und wir selbst einmal so lachen wie jetzt mit NUR unserem einen Sohn...

Gerade eben war ich ausprobieren, ob drei Kindersitze und zwei Erwachsene in unsere jetzigen Autos passen. Natürlich NO WAY. Das demotiviert noch zusätzlich...

Aber zum Thema zurück. Nimm es nicht so schwer. Viele äußern die Gedanken dir gegenüber bestimmt unüberlegt. Wenn sie einmal darüber nachdächten, dass dich das belastet, würden sie vielleicht mehr nachdenken. Und wer weiß, wie viel eure drei Kinder daraus ziehen, dass sie überhaupt 2 Geschwister haben- und das ohne Zirkusvorstellung an jedem Wochenende.

Alles Gute dir und Kopf selbstbewusst nach oben!


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  mini27
schrieb am 11.08.2012 18:01
so ähnlich kenne ich das auch. freunde mit nur zwei Kindern fragen mich auch ob ich nicht alleine mit meinen drei Kindern und einer Freundin (mit zwei Kindern) verreisen möchte????? was soll denn der vergleich mit solchen Leuten!??? TOTALER Schwachsinn. ICH habe Zwillinge (drei Jahre alt - TROTZALTER) und noch einen älteren Bruder dazu… DAS SIND DREI KINDER UND NICHT ZWEI ODER EINS!!!
von so jemanden lass ich mir gar nichts sagen.
da unsere Kinder in einen waldorfkindergarten gehen habe ich auch eher diese Einstellung und die heisst weniger ist mehr…nur nicht zu viele Sachen machen…am besten die Kinder spielen miteinander und da sind wir doch wieder im klaren Vorteil…wer hat schon drei Kinder zwinker
also, weghören…die haben doch alle keine Ahnung!!!!!!!!!

mini


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
avatar  redhair
Status:
schrieb am 11.08.2012 19:21
Hallo,

Ja Geschichten höre ich immer zu genüge und bei mir ist es meistens z B eher doch Neid wenn ich ehrlich bin.
Aber dies auch nur beim Thema woanders übernachten.Meine beiden haben noch nie auswärts geschlafen und
so hatten wir auch noch nie einen Elternwochenende ohne Kinder.Das ist megaanstrengend auf die Dauer .
Unternehmungen machen wir eigentlich auch alle 2 WE wobei ich da auch einen Tag im Garten dazuzähle.
Ich bin aber auch eher ein Mensch der sich noch nie an anderen orientiert hat im Gegenteil.
Menschen die mir nicht gut tun mit dem umgebe ich mich nicht .

Hier mal was passendes dazu:

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Grösse unserer Autos zu bestimmen
als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.
(Martin Luther King)

Menschen also auf die der erste Abschnitt zutrifft mit denen unterhalte ich mich kaum .Und wenn sie dann von ihren
tollen Dingen erzählen geht mir das am Arschtritt vorbei.
Ich bin glücklich und meine Kinder sind es auch denke ich .Und diese Tatsache ist das wichtigste der Welt.

Und ich glaube nicht daran das du dir ein dickeres Fell zu ziehen musst sondern schlichtweg ne andere Lebenseinstellung entwickeln solltest.
Viel Erfolg auf diesem Wege .

l g redhair


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
no avatar
  Whity
schrieb am 11.08.2012 20:48
Zitat
wundervollesleben


Jetzt habe ich in der Zwillingsschwangerschaft die Hälfte erreicht und es beginnt schon wieder. Es zieht mich runter, wenn Leute mich immer mit großen mitleidigen Augen anschauen und sagen: "Oh Gott, das wird ja nicht leicht werden!" Ja, sicherlich wird es nicht leicht werden. Schlafen, Stillen?, alles mit größerem Geschwisterkind arrangieren usw. Das vermute ich ja auch selbst. Aber warum spricht mir gegenüber niemand von den schönen Seiten? Dass wir bestimmt Spaß haben werden, wenn alle drei und wir selbst einmal so lachen wie jetzt mit NUR unserem einen Sohn...

!

Liebe wundervollesleben,

gerne: Es wird schön, ja anstrengend, aber sauschön. Es ist wunderbar mit Zwillingen, finde ich weiterhin und immer noch. Ehrlich gesagt war ich fast enttäuscht, dass jetzt "nur" eins kommt. Sehr dankbar, aber gefreut hätte es mich trotzdem mit zweien.
Ich habe sehr sehr früh in der Schwangerschaft den besten Tipp der Welt einer anderen Zwillingsmutter bekommen: Frag niemals Einlingseltern, nur Zwillingseltern. Daran habe ich mich gehalten und es wirklich besser so, denn alle anderen stellen sich was völlig Falsches vor.
LG, Whity


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
no avatar
  Moehrchen
schrieb am 11.08.2012 22:24
Sowas kenn ich leider auch zu gut. Jeder hat Ratschläge und Hinweise und irgendwie nagen die an einem. Einfach weil man seinen Kindern ja nichts vorenthalten möchte.

Ich arbeite 30 Stunden und wir haben Haus und Garten. Meine Familie wohnt weit weg, ist also nicht mal für schnell helfen verfügbar. Unter der Woche ist oft zu wenig Zeit. für Extratouren. Gerade wenn Kinder in der Kita sind, hab ich festgestellt, dass das als Tagesprogramm reicht. Man braucht nicht 5 Termin/Woche. Allerdings gehe ich selber 1x pro Woche zum Sport. Da werde ich immer gefragt, ob sie auch mal gehen dürfen. Ich überlege gerade es einmal zu versuchen, weil die Zwei es oft fordern, suche aber noch was, was für uns passt (wegetechnisch und zeitlich und für mich allein zu stämmen ist).

Wir gehen schon mal in den Zoo, auf den Rummel oder sonst wohin, aber sehr selten. Wenn die Familie (Eltern/Schwiegis jeweils im 4 Wochenrhythmus) einrücken, ist schon mal jedes zweite Wochenende irgendwas los und das andere brauch ich mal für gewöhnliche Tätigkeiten wie Unkraut jäten oder Fenster putzen. Da ist also nicht ständige Animation drin.

Anderes Beispiel als die schon genannten? Ich war bisher nur im Urlaub mit meinen Kindern auf dem Spielplatz, noch nie hier zu Hause. Ich böse Mama enthalte meinen Kindern die Sozialkontakte vor. Ich weigere mich. Ich wars nicht Bisher reicht auch der Garten, wozu soll ich auf einen Spielplatz, auf dem ich viel mehr aufpassen muss und der zudem noch dreckig ist und oft defekte Spielgeräte hat. Nö, da weigere ich mich - egal was andere meinen.

Langeweile gehört dazu und fördert bekanntermaßen die Kreativität. Also meine Zwei sollen auch mal Zeit haben, kreativ zu werden - da muss man nicht ständig den Unterhalter geben.


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  Sonnenkinnd1
schrieb am 12.08.2012 01:30
...also zur Diskussion ;o)
...habe ja auch zwillinge 15 Monate alt..und sehe, dass "druck" von außen aber auch bei Eltern mit einem Kind aufgebaut wird..."na läuft es schon, geht er/sie schon auf den topf..." wir machen das und das mit den Kindern..da antworte ich oft..."bis jetzt hat noch jeder laufen gelernt..."..."gelernt auf Toilette zu gehen"...etc.
ganz am Anfang, da waren die 2 ca 9 wochen alt- bin ich mit einer Bekannten, die eine kleine Tochter hat beim spazierengehen kurz in einen Biergarten eingekehrt und wir wollten da ne Kleinigkeit essen...kaum war die Bestellung aufgenommen, fingen meine 2 vorher selig schlafend an im Duett zu schreien - wahrscheinlich sah ich damals auch nicht so besonders toll aus, weil dicke Augenringe da meine kleinere alle 2 Std rund um die Uhr was zu essen wollte und für jede Mahlzeit 40min brauchte (also 1:20h zwischen den einzelnen Mahlzeiten, nebst Milch abpumpen, Fläschchen reinigen, wickeln Kind 2 versorgen) - da waren halt in der Nacht nur 2,5 Std Schlaf drin und die nicht am stück) ...jedenfalls wurde dann am Nachbartisch geraunt, als ich versuchte die zwei aufgebrachten Kinder zu beruhigen "...ach die arme Frau...Zwillinge" grrrrrr.......da wurde ich echt wütend...als ob das eine Strafe sei...natürlich war es verdammt anstrengend und ich habe mich auch oft am Anfang überfordert gefühlt, aber meine Kinder sind doch keine Strafe!!
Mir hat auch der Austausch mit einer Zwillingsmutter, die ich im KH kennengelernt habe sehr geholfen!! ...denn die Organisations- und Zeitprobleme der Einlingsmütter konnte ich teilweise nicht immer nachvollziehen (nicht steinigen...aber ich dachte dann manchmal...die haben "Luxusprobleme"...)
Ich denke auch zuviel "freizeitprogramm" brauchen die Kinder nicht bzw. tut den Kindern nicht unbedingt besser...
...jetzt spielen meine zwilinge auch öfter miteinander und ich denke jetzthabe ich den "vorteil", dassich nicht einemKind immer ein spielpartner sein muss, da es ja noch eingleichaltriges Geschwisterkind hat. Ich denke da ist es für Mütter mit 1 Kind manchmal anstrengender.
@ wundervollesleben: solltest Du für den Anfang keine nette Oma & opa oder ähnliches für "Notfälle" mal da haben, kann ich wellcome empfehlen Alles Gute! ...genieße es...


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
no avatar
  mini27
schrieb am 12.08.2012 09:21
was ich nicht ganz verstehe… warum wird die aussage "ach, die arme…Zwillinge…" so schlecht aufgefasst. wenigstens sehen die Leute das man sehr sehr viel Arbeit hat. über so eine aussage habe ich mich wirklich niemals geärgert.
es entspricht einfach der Tatsache. Zwillinge machen mehr Arbeit als nur ein kind…und drei Kinder noch mehr.


  Re: Wie "dickes Fell" zulegen und gelassener werden
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  Mone2004
Status:
schrieb am 12.08.2012 09:59
hm, vielleicht ist das auch eine Einstellungssache. Mir gelingt es auch nicht, eine solche Aussage (Ach Zwillinge.... die Arme) positiv zu deuten.

Wenn jemand mit 2 Kinder spazieren geht, dann heißt es ja auch nicht nicht, "oh Gott 2 Kinder, die Arme". 2 Einlings-Kinder machen auch Arbeit, viel Arbeit. Und viele Eltern haben 2 Kinder im Jahresabstand. Was unterscheidet sie von Zwillingen?

Warum maßen sich die anderen immer solche Kommentar an. Das es schwer ist mit dreien, keine Frage. Und das es der Tatsache entspricht, wissen wir alle ganz genau, stimmts? Aber wollen wir das im Quartalsabschnitt immer wieder von fremden Leuten hören?

Ich nicht.

Liebe Grüße Mone




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