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  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
avatar    Schlumpfi2003
Status:
schrieb am 16.06.2010 20:43
@micke: Nee, ist bei uns auch so... Ich krieg dann immer gesagt: Die sind verwöhnt... hahaha!!! Echt witzig, wie bitte sollte ich beide gleichzeitig mit Rumschleppen verwöhnt haben !?!?!
Meine sind leider auch oft dauerknatschig. Luis wird am Liebsten den ganzen Tag nur rumgetragen, mit Luca geht es. Ist mal so, mal so...

Ja, es stimmt schon. Freunde sind es keine, die sich da zurückziehen... manchmal frag ich mich, wie die selbst mit ihren Kindern umgegangen sind... auch so lose Versprechungen am Anfang: "Ich hole sie mal zum spazieren gehen!" Hier war NIE jemand um sie abzuholen... Ich beneide schon oft die Frauen, die die Schwiegermutter oder Mutter im haus haben, und ihnen die Kinder "mal eben" überlassen können... denen fällt doch vieles einfacher.

Nein, ich trauere nicht meinem alten Leben hinterher. Um Gottes Willen! Ich WOLLTE ja diese Kinder und bin unendlich froh, sie zu haben. Vor allem, weil ich es noch erleben darf, wie sie aufwachsen. Denn fast hätte ich das nicht mehr erlebt... traurig
Aber ich stoße doch oft an meine körperlichen Grenzen...

Ich versuche auch, mich nicht hier zu hause "einzusperren" und so viel wie möglich mit ihnen zu machen. Sonst ginge ich ja nicht zum Frühstücken wie heute oder gestern auch. Aber wenn ich früh morgens schon diesem "Termindruck" ausgesetzt bin, und das zwei Tage hintereinander, bin ich einfach platt Ohnmacht. Zudem kommt mein Großer immer schon um 11.15 Uhr aus der Schule, dann muß ich schnell wieder daheim sein... das lohnt den Aufwand manchmal gar nicht. Da überlegt man doch dreimal, ob man solche Dinge (wie frühstücken) macht. Aber ich mache es trotzdem, um den Kontakt zu den anderen Müttern nicht zu verlieren.
Trotzdem bekomme ich ja mit, daß die anderen auch "außhalb der Kinder" viel unternehmen, weil sie ihrem Mann das Kind problemlos abends mal übergeben können. Bei mir geht das aber so einfach nicht, mein mann hat auch abends noch oft Termine. Versteht ihr, was ich meine??


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
avatar    Kaasie
Status:
schrieb am 16.06.2010 22:23
Zitat
mini27
genau! ich gehöre zu denen die auch niemanden hier haben. ich mache alle termine mit kindern. wenn eins krank ist muss ich im notfall alle drei mit zum kia schleppen. das erste dreiviertel jahr bin immer nur ich mit den mädels spazieren gegangen oder im notfall mal der bezahlte babysitter. meine eltern leben in einem anderen land und die schwiegereltern sind nicht so motiviert. und da kann das leben mit drei kindern schon sehr anstrengend sein.
Zitat
sophie m.
@Kaasie :

Ich glaube jeder hier findet Zwillinge toll , ich ebenso Ja! zwinker !

Aber nicht jeder hier hat die Möglichkeit die Zwillinge einfach mal abzugeben und was für sich zu machen. Mein Mann z.B. ist die Woche über geschäftlich immer unterwegs. Ich habe zum Glück noch meine Eltern hier, aber viele haben niemand in ihrer Nähe der helfen könnte.

...klar, ich gebe die Kinder der Einfachheit halber gern zu den Schwiegereltern, weil sie vor Ort sind. Meine Freundin hat auch 3 Kinder (keine Zwillinge, aber auch kein grosser Altersunterschied) und da findet sich bei uns im Freundeskreis immer jemand, der die Kinder nimmt, wenn es noetig ist. Mir fallen spontan 3 Freundinnen ein, denen ich Tag und Nach die Kinder aufs Auge druecken koennte und wuerde. Und Freunde kann man sich ja suchen (im Gegensatz zur FAmilie), oder nicht?


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
avatar    Kaasie
Status:
schrieb am 16.06.2010 22:26
Zitat
Samyeli
Also ich trau mich ja eigentlich gar nicht zu schreiben aber...

Ich mache alles mit meinen Kindern. Wir gehen allein zum Kinderarzt, wir gehen allein ins Bad oder in den Zoo, Vergnügungspark, Spielplatz und auch das Einkaufen muss ich zumeist allein erledigen. Das ist eigentlich auch alles kein Thema weil die Kinder es eben so gewohnt sind. Klar muss ich im Bad oder auf dem Spielplatz mal jemanden zurückholen aber dann sitzt das eine Kind eben mal kurz allein oder ich nehme es auf den Arm und wir gehen gemeinsam zum Zweiten. Ich kenne es ja auch nicht anders. Ich habe es schon voriges Jahr so gemacht als die Zwei wirklich noch klein waren.

Dadurch, dass sie immer und überall dabei sind, wir haben weder Omis noch einen Babysitter und mein Mann arbeitet viel, sind sie auch sehr brav, wenn wir unterwegs sind. Ich kann mit meinen Kleinen auch essen gehen oder mich mit einer Freundin auf einen Kaffee treffen. Anders käme ich ja gar nicht mehr aus dem Haus.

Voriges Jahr war alles ein bissi aufwändiger weil ich ja immer alles mitnehmen musste aber auch da haben wir unsere Tage im Freibad verbracht. Das geht schon, man muss sich halt mit der Situation abfinden. Klar, ich bin nicht so flexibel wie man das vielleicht mit einem Kind ist und auf manches muss man eben verzichten. In der Kabbelgruppe war ich mit meinen immer. Babyschwimmen war halt nicht drin. Da musste ich Abstriche machen. Schon allein weil ich mir die Kursgebühren für zwei nicht leisten konnte. Da wären wir auf ca. 600 EUR pro Kurs gekommen weil ich einen bezahlten Babysitter gebraucht hätte der mitgeht. Das war nicht drin. Dafür können sie heuer im Bad schwimmen was das Zeug hält. Noch halten wir uns meist im knietiefen Wasser auf aber wenn Roman so weitermacht und immer sicherer wird können wie auch mal ins tiefere Wasser gehen und ich mich intensiver um Marion kümmern.

Ich wünsche dir, dass du es bald in den Griff kriegst und mutiger wirst was deine Aktivitäten anlangt. Das tut nämlich auch dir gut.

Also bevor mich jetzt jemand falsch versteht: ich mach das auch alles mit meinen Kindern allein - aber ich schaffe mir eben AUCH Freiraeume....


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   Margarethe2
schrieb am 16.06.2010 22:51
will nur noch ein Wort zu den Freunden sagen, weil das hier so kategorisch rüberkommt:

Ein Baby zu haben, noch mehr zwei bringt, denke ich, ein Stück Isolation mit sich, es sei denn, dass es viele Bekannte gibt, die wirklich im gleichen Alter auch Kinder haben. Habe das von beiden Seiten erlebt und sehe das mittlerweile nicht mehr ganz so eng. Wenn man ein Baby oder Kleinkind hat und sich mit Freunden trifft, die selbst keine oder keine Kinder im gleichen Alter haben, gehen die Bedürfnisse auseinander. Während man damit beschäftigt ist, sein Kind von der Fensterbank runterzuholen, davon abzuhalten, anderen Kindern Sand in die Augen zu werfen, die stinkende Windel zu überprüfen, will einem die beste Freundin vielleicht ihren Herzschmerz erzählen, ihre aufregende Berufsgeschichte etc. Die Aufmerksamkeit von Kleinkindmüttern ist in der Regel eingeschränkt, sei es aus aktuellem Anlass wegen gleichzeitiger Betreuung der Kinder oder wegen Unausgeschlafenheit, Energieverlust oder weil einfach so schnell wenig den Horizont des Mutterseins übersteigt. Als Freundin geht man dann vielleicht einmal dann lieber zu einer anderen Freundin, die nicht über Schnuller reden möchte und vier mal gähnt, während man sich seinen Kummer von der Seele spricht. Im Vergleich zu einer Frühgeburt, KISS Syndrom, dem ersten hohen Fieber, Sturz, den ersten schritten, Worten etc. mag das für eine frischgebackene Mutter vielleicht auch wirklich relativ sein, was man(frau) vor einem Jahr noch mit dem gleichen Enthusiasmus miterleben konnte.

Bei guten Freundschaften kann man sich dann, wenn die Lebensphasen wieder mehr konvergieren auch wieder treffen. Hab das erlebt als ich selber Babies hatte. Konnte mir damals gar nicht vorstellen,dass es Menschen gibt, die in ihren Terminkalender sehen müssen, um ein privates Treffen in drei Wochen zu vereinbaren und war brusquiert über die vermeintliche Ablehnung, mittlerweile bin ich selbst wieder voll berufsstätig und unter Termindruck, versuche Kinder, Mann und Beruf unter einen Hut zu bekommen und die damals so beschäftigten Freundinnen haben ihre ersten Kinder bekommen und sind in Karenz...
Würde also das Zurückziehen von Freunden nicht so eng nehmen. Es kann sein, dass Freundschaften dauerhaft auseinandergehen, muss aber nicht


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  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   Murmel08
Status:
schrieb am 17.06.2010 00:24
Zitat
Schlumpfi2003
Zitat
murmel08
Am meisten kämpfe ich damit so isoliert zu sein und kaum an irgendwelchen schönen Dingen die man mit Baby so machen kann teilzunehmen (von einem Besuch im Cafè ganz zu schweigen). Selbst wenn wir es langfristig planen, genügend Personen wären kommt doch wieder etwas dazwischen.

Es verletzt mich wie sich Menschen die ich gut kenne sich immer mehr und mehr zurück ziehen, aber nach der zehnten Absage kann ich das auch aus ihrer Sicht gut verstehen.

Ich bin sehr dankbar nach unserer Kinderwunschzeit, dieser bescheidenen Schwangerschaft und Frühgeburt drei fitte und fröhliche Kinder zu haben und würde immer wieder so entscheiden. Aber manchmal wäre es auch schön etwas „Normalität“ zu kennen und zu erleben.

Du sprichst mir aus der Seele....

Aber was ich mich schon lange frage: Warum ziehen sich gute Bekannte auf einmal so zurück?? Sind Babys so nervig?? Ich hör auch oft den Satz: "Wie gut, daß meine groß sind. Dafür hätt ich ja keine Nerven mehr..." Warum ist das so? Sind Kinder so unerwünscht in unserer Gesellschaft?? Fakt ist doch: In südlichen Ländern gäbe es SOWAS nicht...
Man merkt auch ganz oft, daß Ausländer oder auch ältere Leute immer lächelnd die Kinder beäugen , aber die meisten schauen doch eher mitleidig... Geht es Euch auch so?

Klar sollte man das nicht überbewerten wenn solche Menschen sich zurück ziehen, aber mich macht es trotzdem traurig. Ich denke in einer Welt in der immer alles perfekt, planbar und 100% sein soll da stellen Kinder ein Kontrast dar der nicht immer für alle (vermutlich unbewusst) vereinbar ist. Bei einem Kind kann man als Eltern noch eher eingreifen und die „Anforderungen“ erfüllen, bei zweien wird es da schon schwieriger (ich denke das bezieht sich nicht ausschließlich auf Mehrlingseltern sondern auch auf Eltern die Kinder recht schnell aufeinander bekommen haben).

In andern Ländern ist man auch in anderen Bereichen gelassener und ich denke das spiegelt sich dann auch in Bezug auf die Kinder- "Freundlichkeit/Offenheit/Akzeptanz“ wieder.

Einmal wurde ich von einem netten Afrikaner angesprochen, er hat sich gar nicht mehr eingekriegt, hat sich irre gefreut, fand es einfach nur gigantisch und wollte wissen wann das Nächste kommt… öhmmm welches Nächste? Da meinte er, na ja darüber kann ich mir ja auch noch in ein paar Monaten Gedanken machen Ohnmacht.

Leider gehöre ich auch zu den Personen die keine Unterstützung durch die Familie hat. Dazu haben wir drei recht aufgeweckte Kinder die wenig und schlecht schlafen, was zu Folge hat das ich ziemlich ausgebrannt bin und mir oft schlicht weg die Kraft fehlt um gewisse Dinge anzupacken.

Ich bin aber unheimlich dankbar, dass unser Au-Pair vor kurzem endlich gekommen ist und ich so wenigstens wieder 6 h schlafen darf – was für ein Luxus. Einen Stammtisch gibt es bei uns nicht aber wir haben eine Art ehem. „KinderwunschlerKrabbelgruppe“ alle zwei Wochen geründet. Dort fühle ich mich sehr wohl, da alle diesen schweren Weg hinter sich haben und dankbar sind für jedes Kind das da ist. Und dann ist da ja noch das Mehrlingsforum...smile


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.06.10 01:52 von Murmel08.


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   Margarethe2
schrieb am 17.06.2010 10:06
Liebe Murmel,
wünsch Dir ganz ganz viel Kraft für die nächste Zeit. Mit dreien ist es sicher ein ordentlicher Grenzgang an der totalen Erschöpfung. Mir hat damals leid getan, dass ich selten so "Schwelgminuten" hatte, so lange Augenblicke voller Ruhe, in denen Mütter voller Rührung ihr Neugeborenes betrachten und im Muttersein schwelgen. Unsere beiden haben tagsüber (zumindest gefühlt) so gut wie gar nicht geschlafen und wenn dann nie gleichzeitig, da war Funktionieren angesagt und nicht Schwelgen. Aber man holt sich die Dankbarkeitsaugenblicke irgendwie zwischendurch und insgesamt, das kennst Du sicher.
Und ja, das mit der Planbarkeit, die man in großem Maße aufgeben muss, wenn Kinder kommen, ist wirklich ein Trennfaktor in der Gesellschaft. Damit lebt man, denke ich lange als Eltern und muss lernen mit dieser Diskrepanz umzugehen. Das ist nicht leicht und damit kämpfe ich doch auch immer wieder (habe nun aber einen neuen Chef, der selbst vier Kinder hat und das ist toll!)
Ich bin mir aber sicher, dass es leichter werden wird für Dich. Du bist noch mitten drin in der allerschwierigsten Phase, aber irgendwann kommen Deine drei Schätze in den Kiga und zwar alle gleichzeitig und langsam wirst Du Zeit für Dich und Deine Pläne etwas zurückerobern können. Bis dahin wünsch ich viel, viel Durchhaltevermögen und kraftschenkende Augenblicke zwischendurch! Das mit dem Aupair-mädchen ist übrigens toll.
Alles Liebe
m.


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   itzchen
schrieb am 17.06.2010 10:22
Ich möchte gern nochmal mit einem Gedanken aufräumen, der immer wieder - teils unterschwellig - unterwegs ist, nämlich dass mit nur einem Baby ja alles ganz anders und viel leichter ist.
Ich habe ja beides erlebt meine Erfahrung ist wie folgt: auch mit einem Kind gibt es Tage, an denen Pekip, einkaufen oder ein Besuch im Café schlicht unmöglich sind. Auch ein Kind kann die Nacht zum Tage machen, vor allem wenn es viel krank ist oder heftige Probleme beim Zahnen hat. Auch mit einem Kind erlebt man in der Öffentlichkeit mal Unverständnis oder blöde Kommentare. Wenn oben jemand schreibt "Ein Kind könnte man ja in den Schlaf geschaukelt bekommen", da kann ich nur sagen, kann sein, muss nicht. Wenn Margarethe "Schwelgeminuten" vermisst, dann gibt es Phasen bei meinem Großen, da hatte ich die leider auch so gar nicht. Bin stattdessen nachts um 3 spazieren gegangen, weil er arme Kerl vor Husten fast gewürgt hat...

Bitte denkt nicht, dass Einlings-Mütter ihr Leben soooo viel einfacher gewuppt bekommen! Die ersten Monate mit Zwillis sind natürlich hart, vor allem wenn man allein ist und beide gleichzeitig tragen oder trösten möchte. Aber wenn sie mal so groß sind, dass sie mit am Tisch sitzen und sich gleichzeitig auf den Schoß oder mal ein Stückchen tragen lassen, dann ist es nicht mehr so viel anders als mit 2 Kids, die relativ dicht beieinander sind.

Ich sage das nicht, weil ich Eure Leistung abwerten will oder Eure Probleme nicht ernst nehme. Ich sage es, weil ich glaube, es sieht von außen oft anders aus, als es tatsächlich ist und das sollte Euch Mut machen! Alle Mamas gehen durch solche Höhen und Tiefen und bei allen wird es dann irgendwann besser!

Versucht Euch Freiräume zu schaffen, auch mit wenig Mitteln. Es tut gut, mal Zeit für sich zu haben, und wenn es nur eine Stunde im Fitness-Studio ist (mit Kinderbetreuung, klar) oder man ein nettes Mädel findet, die Spaß hat, mit Zwillis zu spielen (ein Aushang im Kindergarten ergibt da oft erstaunliche Resonanz), während man selbst mal in Ruhe die Post liest und einen Kaffee trinkt.

LG
itzchen


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   sophie m.
Status:
schrieb am 17.06.2010 11:03
Zitat
itzchen
Ich möchte gern nochmal mit einem Gedanken aufräumen, der immer wieder - teils unterschwellig - unterwegs ist, nämlich dass mit nur einem Baby ja alles ganz anders und viel leichter ist.
Ich habe ja beides erlebt meine Erfahrung ist wie folgt: auch mit einem Kind gibt es Tage, an denen Pekip, einkaufen oder ein Besuch im Café schlicht unmöglich sind. Auch ein Kind kann die Nacht zum Tage machen, vor allem wenn es viel krank ist oder heftige Probleme beim Zahnen hat. Auch mit einem Kind erlebt man in der Öffentlichkeit mal Unverständnis oder blöde Kommentare. Wenn oben jemand schreibt "Ein Kind könnte man ja in den Schlaf geschaukelt bekommen", da kann ich nur sagen, kann sein, muss nicht. Wenn Margarethe "Schwelgeminuten" vermisst, dann gibt es Phasen bei meinem Großen, da hatte ich die leider auch so gar nicht. Bin stattdessen nachts um 3 spazieren gegangen, weil er arme Kerl vor Husten fast gewürgt hat...

Bitte denkt nicht, dass Einlings-Mütter ihr Leben soooo viel einfacher gewuppt bekommen! Die ersten Monate mit Zwillis sind natürlich hart, vor allem wenn man allein ist und beide gleichzeitig tragen oder trösten möchte. Aber wenn sie mal so groß sind, dass sie mit am Tisch sitzen und sich gleichzeitig auf den Schoß oder mal ein Stückchen tragen lassen, dann ist es nicht mehr so viel anders als mit 2 Kids, die relativ dicht beieinander sind.

Ich sage das nicht, weil ich Eure Leistung abwerten will oder Eure Probleme nicht ernst nehme. Ich sage es, weil ich glaube, es sieht von außen oft anders aus, als es tatsächlich ist und das sollte Euch Mut machen! Alle Mamas gehen durch solche Höhen und Tiefen und bei allen wird es dann irgendwann besser!

Versucht Euch Freiräume zu schaffen, auch mit wenig Mitteln. Es tut gut, mal Zeit für sich zu haben, und wenn es nur eine Stunde im Fitness-Studio ist (mit Kinderbetreuung, klar) oder man ein nettes Mädel findet, die Spaß hat, mit Zwillis zu spielen (ein Aushang im Kindergarten ergibt da oft erstaunliche Resonanz), während man selbst mal in Ruhe die Post liest und einen Kaffee trinkt.

LG
itzchen

Da gebe ich Dir recht ! Mein Neffe z.B. war ein absolutes Schreikind und das ein ganzes Jahr lang. Ich habe damals mit meiner Schwester im Haus gewohnt und alles hautnah miterlebt und wage zu behaupten, dass er anstrengender war, als unsere beiden Mäuse und auch die waren und sind keinesfalls "einfach".

Aber ich pers. finde, dass das Handling und die Organisation mit Mehrlingen, doch oft einiges mehr abverlangt ,als mit einem Einling.

@Kaasie : Ja, mit den Freunden hast Du recht, die könnte man sicher mehr mit einbeziehen, wenn sie es denn möchten Ja.
Und es ist auch völlig richtig, sich als Mama auch Freiräume zu schaffen und sich diese zu nehmen. Leider bin ich oft so eine Glucke und tu mich schwer sie anderen Menschen, als meinen Eltern zu geben (die sind absolute Bezugspersonen), da ich weiß, wie lebhaft und auch unberechenbar meine beiden Lümmel sein können zwinker. Aber das liegt ja an mir selbst Hammer und ich muß noch lernen loszulassen zwinker.


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   Enita
schrieb am 17.06.2010 11:25
Klar können Einlinge auch anstrengend sein. Ich habe im ersten Jahr immer gesagt, "Ich glaube, wenn ich nur eines hätte, das ein Schreikind ist, hätte ich mehr Stress", ABER der Transport, die Organisation ist eben mit zweien (geschweige denn dreien) aufwändiger, mit Zwillingswagen kommt man nicht überallhin etc.

Und es ist schon ein Unterschied, ob man einen abenteuerlustigen Laufanfänger auf dem Spielplatz beaufsichtigen muss oder zwei. Aber ich fand's nicht so schlimm, anstrengend ja, aber nicht schlimm.

Ich finde den größten Unterschied machen Großeltern vor Ort (und das egal ob man Einlinge oder Zwillinge hat). Es ist einfach nicht zu vergleichen, wenn man jemanden direkt vor Ort hat, der die Kinder mal schnell nimmt, wenn man selbst zum Arzt muss, zum Friseur, zur Steuerberaterin oder auch mal mit Freundinnen weg gehen will. Wir haben das nicht und müssen immer wild organisieren, Babysitter ist uns meistens zu teuer. Gerade am Anfang musste alles immer umständlich geplant werden, wer da einfach sagen kann, "Oma, komm morgen um 4, ich geh zum Friseur" ist unglaublich viel besser dran. Dieses Gefühl, dass da noch jemand ist, auf den man immer zurückgreifen kann, wenn Not am Mann ist, muss den Alltag insgesamt lockerer machen.

Ach und natürlich geht alles auch mit zweien, aber es ist eben viel umständlicher. Eine Zwillingsfreundin hier hat weder Familie vor Ort, noch ein Auto zur Verfügung. Ihre Kinder waren im ersten Jahr sehr oft krank (auch schwer) und sie ist öfter mit dem Taxi zum Krankenhaus, weil es anders nicht ging. Sie war mit beiden Kindern bei ihren eigenen Arztterminen und hatte sie halt immer dabei, auch wenn die starken Speikinder dann schon mal Kotzspuren überall hinterlassen haben. Klar, es ging, aber schön war es nicht, sie hat selbst gesagt, sie und ihr Mann haben in den ersten anderthalb Jahren eigentlich vor allem funktioniert.

Noch zur Isolation, wir haben durch die Kinder sehr viele neue Leute kennengelernt, so dass der Isolation der ersten Wochen das Gegenteil folgte, viele neue Bekanntschaften, mit denen wir auch oft was unternehmen. Das kann also auch sehr viel besser werden! Allerdings überlasse ich die Kinder nur sehr selten Freunden. Nicht, weil ich das meinen Kindern nicht zumuten wollte (die amüsieren sich prächtig bei anderen), sondern weil ich mir diese Gefallen nur für echte Notfälle aufheben möchte und meine Freunde nicht ausnutzen will. Auch deswegen, weil deren Kinder sich nicht so leicht abgeben lassen, so dass ich die Gefallen auch kaum zurückzahlen kann.



Spannende Diskussion!

Enita


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   Moehrchen
schrieb am 18.06.2010 21:33
Spontan, nein spontan geht bei uns auch nichts mehr. Zu viele Dinge, an die man denken muss (Wechselwäsche, Essen,....) Ich brauch nun mal eine gewisse Grundausstattung, wenn ich irgendwohin will. Aber ich hab mir angewöhnt, die Tasche fertig zu haben, wenn wir gehen, muss ich die nur noch schnappen. Und für die Runde in den Park nehm ich nie was mit außer Wasser. Vollgekackt - die 10 min bis nach Hause muss es auch ohne neue Windel gehen. Ich nehm das Sturmgepäck dafür nicht mehr mit. zwinker

Wie bei vielen von Euch hab ich hier auch niemanden, dem wir die Zwei mal für ein paar Stunden anvertrauen können. Wegen Stillen und schlecht Schlafen ist Babysitter noch ein No-Go. Also mal als Paar weggehen - ein Traum. Wir waren vor ein paar Wochen bei meinen Eltern, die haben uns einen Nachmittag frei gegeben. Kaffeetrinken und eine Kinonachmittagsvorstellung.

Die Mädels vom GVK schwänze ich seit geraumer Zeit, da die mit Ihren Einlingen nicht verstehen wollen, dass ich meinen Tagsrhythmus nicht für eine Stunde Treffen aufgebe (die Treffen finden immer dann statt, wenn bei uns Mittagsschlaf stattfindet. Und gibt es den nicht, ist hier Terror.) Zudem wurden die jetzt auch in Straßencafes verlegt, wo ich meine zwei Krabbelkinder nicht allein beaufsichtigen kann, wenn die Einlingsmamas die Hochstühle beschlagnahmen. Nein, Einlingsmamas haben selten eine Vorstellung, was man leistet, wenn man 2 Kinder zur gleichen Zeit, satt und sauber einige Etagen nach unten ins Auto schleppen muss. Ich wars nicht Ich fühl mich in einer Zwillingsmamagruppe auch wohler.

ABER, ich versuche mir Freiräume zu erkämpfen und mich in normalen Dingen nicht allzusehr einschränken zu lassen. Ich habe bei uns in der Stadt Still-und Wickelplätze gesucht, damit ich allein mit Kindern mal bummeln kann. Beim Babyturnen hab ich die Betreuerin gefragt, ob sie mein 2. Kind beturnt. Und siehe da, es ging. Wir hatten viel Spaß beim Babyturnen. Eine Nachbarin hat meine Zwei jetzt mal eine Stunde um den Block gefahren, damit ich zum Arzt konnte. Ich war vorige Woche das erste Mal mit beiden Kindern ALLEIN ein Eis essen. Hab eben die Kellnerin die Hochstühle ranschleppen lassen. Man muss manchmal fragen, viele Leute sagen nicht nein, wenn man Dinge von Ihnen verlangt, die nicht unmöglich sind. Es ist nervig, gegen Windmühlen zu kämpfen (keine 2 Hochstühle in der Kneipe, Lift nicht für Zwilliwagen geeignet), zu planen, aber ich hoffe darauf, dass es irgendwann einfacher wird.....

Ach so, ich achte übrigens drauf, dass ich möglichst nicht Termine an aufeinanderfolgenden Tagen hab. Denn für mich ist es immer einfacher, zu gehen, wenn wir fertig sind und nicht auf die Uhr zu achten. Oder wenn schon jeden Tag einen Termin, dann wenigstens so, dass ich weiß, es passt zu unseren üblichen Zeiten.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.06.10 21:39 von Moehrchen.


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   luckylu
schrieb am 19.06.2010 22:57
Was jammert ihhr denn soooooo?????LOL

Ich habe 2x Zwillinge im Abstand von 19 Monaten und noch ein 5 jahriges Kind

habe zwar ein Au-Pair aber trotzdem, NUR ein Zwillingspaar, das ist für MICH Erholung, alles ist relativ, wenn es euch mal wieder zu viel wird, denkt an mich

Prinzipiell komme ich gut zurecht, aber wenn ich die Blicke unserer schwangereren Nachbarin sehe, die mich am leibsten töten würden, dann könnte ich , denn sie wird nie, nur auch annähernd nachvollziehen lönnen wie unser Leben ist, übervoll mit Liebe und Wunder, aber auch oft an der Grenze

LG lucklu,


  Re: Mit zwei Babys ist alles soooo schwierig, wie macht ihr das?
no avatar
   SandraPandra
Status:
schrieb am 20.06.2010 14:31
Mit viel Spannung habe ich Eure Beiträge gelesen... und ich empfinde das mittlerweile ganz anders als ihr.
Wir haben auch keine Familie hier, und alle Freunde selbst kleine Kinder. Wir waren bisher zwei mal weg, aber mir fehlt das auch nicht wirklich. Ich gebe meine Kinder sehr ungern in fremde Hände, auch nicht in die unserer Familien - die ja im Grunde auch Fremde für sie sind (was schade ist). Babysitter hatten wir zwei mal und bisher ein paar Mal eine Betreuung, während dessen ich etwas fürs Studium gemacht habe (war also auch mit in der Wohnung).
ABER: ich beneide die Einlingseltern überhaupt nicht. Natürlich empfindet man eines als entspannt, wenn man immer zwei hat - und ich genieße die Individualzeit sehr, wir versuchen die Kinder ab und an auf uns aufzuteilen. Aber ich bin froh, dass ich zwei habe. Sie sind zwar später gelaufen und haben später gesprochen - aber ich kann dafür meistens in Ruhe Mittag essen kochen, weil sie miteinander in der Spielküche spielen. Ich habe mich nie kaputt sorgen müssen (das gibt es bei uns viel im Freundeskreis), weil ich schlicht keine Zeit dafür hatte. Ich habe Kurse besucht, und natürlich keinen Anschluss gefunden - aber ich war stolz auf mich. Wir waren beim Babyschwimmen - haben es eben als Familie gemacht und auch für uns genutzt. Ich kenne wirklich keinen Vater, der so eine wunderbare und enge Bindung zu seinen Kindern hat, wie mein Mann. Unsere Kinder bevorzugen auch weder Mama und Papa - und sie sind offen anderen Kindern gegenüber. Trotz des eigenen Ichs teilen sie freiwillig miteinander, geben sich Sachen ab, teilen auch Süßigkeiten, geben sich Küsschen...
Sie wachsen wunderbar zusammen smile Und es ist spannend, zu sehen wie unterschiedlich sie sind und wie ähnlich. Ich glaube, wenn man zwei Kinder nacheinander hat, hat man vom ersten sicher viel vergessen. Und für das erste stelle ich mir das auch nicht leicht vor.
Was das rausgehen angeht: wir haben uns auf dem Balkon (3x3 m) einen schönen Sandkasten gebaut, ein Pool steht da im Sommer - und das ist eine schöne kleine Auszeit. Ansonsten geht es ab in den Wald, da können die beiden sich frei bewegen. Ich finde, es ist nicht schwer, beide zu tragen und den Rest in der Wickeltasche zu haben. Unten geht es in den Kiwa und dann bin ich genauso flexibel wie eine Einlingsmama. Und mittlerweile gehen sie die Treppe schon an der Hand allein.

Ich nehme den Stress als Herausforderung - und alles Schöne als Belohnung. Ich war nie in meinem Leben so glücklich wie jetzt. Da ist es mir egal, was ich eben sonst so nicht schaffe. Hauptsache wir alles zusammen haben eine wunderschöne Zeit.
Das braucht ein dickes Fell, und manchmal habe ich natürlich auch harte Tage und fühle mich einsam (vor allem auf Spielplätzen, wo man nur blöd angeschaut wird). Aber ansonsten bin ich so froh, dass alles gut klappt. Wir haben sogar eine tolle Tagesmutti gefunden ab August, und da wird es wieder einen Schritt leichter...

Und wenn's gar nimmer geht, denke ich einfach an die liebe Klippe smile Ehrlich, ich finde, Drillinge und mehr - das ist so eine Leistung, da komme ich mir als Zwillimama dann immer ganz belohnt vor. Und wie gesagt, die Einlinge um uns rum sind wirklich alle weitaus anstrengender als unsere Kinder. Ich beneide die Muttis gar nicht.

LG!

PS: meine Freunde haben sich durch die Kinder auch gut sortiert - und erstaunlicherweise sind die geblieben, die mir wirklich gut tun. Auf die anderen konnte ich dann gut verzichten....

PPS: Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wer es war - aber eine hatte doch die kleinen Mäuse an die Schwiegereltern abgegeben - war das nicht unheimlich schwer? Ohne Kinder zu sein für eine Woche? Ich sage das im Scherz auch manchmal, dass Urlaub mit Kindern nicht wirklich Entspannung ist, aber ich kann mir das gar nicht vorstellen, sie ohne uns zu lassen. Sie kennen es nur, dass einer von uns weggeht, aber niemals beide.




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