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  Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
avatar    lesenatter
schrieb am 15.07.2018 22:22
Hallo,
unser Kleiner ist gerade 4 geworden und von Anfang an sehr anhänglich und gegenüber anderen sehr zurückhaltend, besonders gegenüber Kindern. Das hat sich zwar alles peu a peu gebessert, jedoch macht es die Kiga-Eingewöhnung sehr schwer.
Er war nicht in der Krippe o.ä.
Im September hatten wir bereits einen Versuch, offenes Konzept, 50 Kinder. Nach einer misslungenen Trennung (er weinte, Papa war innerhalb 1 Minute da), wollte er gar nicht mehr hin, krallte sich an der Tür fest... Wenn er doch noch hin ist, ließ er die Hand meines Mannes nicht mehr los.
Versuch abgebrochen, da ungeplanter Umzug.
Seit 2 Monaten jetzt neuer Versuch in kleiner Elterninitiative mit individueller Eingewöhnung. Mein Mann kann manchmal für 30min oder 1h raus in die Küche, jedoch sind seit 4 Wo Erzieherinnen krank, Eingewöhnung zieht sich, wir machen keinerlei Fortschritte mehr. Und immer wieder die Aussage: Ohne Tränen geht es nicht.
Wir haben natürlich Angst, dass wir dann wieder so wie im September dastehen und er gar nicht mehr hin will.
Habt ihr Tipps?
Dank euch!


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
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   estrelle82
Status:
schrieb am 15.07.2018 23:55
Hallo liebe Lesenatter,
bei uns war es ähnlich. Mein Sohn kam mit knapp 3 zur Tagesmutter, da ich ihn mir absolut nicht im Kindergarten vorstellen konnte. Er war klein, ängstlich und konnte sich schlecht trennen. Zur Tagesmutter sind wir schon ca. 3 Monate vor Beginn jeweils 1x in der Woche gegangen, ich konnte nicht mal zur Toilette gehen. Beim ersten "richtigen" Mal abgeben hat er furchtbar geweint, ich auch als ich wieder im Auto saß! Es zerriss mir das Herz und meinem Zwerg auch, und ja, Abschied ist und darf traurig sein. Die Tagesmutter hat mir nach 5 min geschrieben das alles gut ist und er spielt Ohnmacht
Von der Tagesmutter ging es in den Waldorfkindergarten (20 Kinder). Dort bin ich 2x pro Woche mit ihm hingegangen, die Tagesmutter hat zwischendurch auch ganze Kindergartentage mitgemacht. Als wir mit der Eingewöhnung anfingen, kannte er sämtliche Namen, Abläufe und Räumlichkeiten und trotzdem flossen wieder die Tränchen....aber auch da war es so, das es nach einmal kuscheln mit der Erzieherin wieder gut war. Noch heute hat er Tage an denen er im Auto den ganzen Weg weint, sobald wir da sind rennt er glücklich rein und ist zufrieden.
Die Erzieherin sagt immer, auch diese Art von Abschied nehmen kann für Kinder ein Ritual sein - ich hätte mir schöneres vorstellen können, aber nunja.
Ich würde nochmal abwarten bis die Erzieher wieder fit sind, und dann auch klar besprechen wie es weitergehen soll. Es wird wahrscheinlich eben nicht so sein das euer Kind irgendwann sagt "Papa jetzt kannst du gehen". Mit 4 kann er ja auch schon verstehen das Papa zur Arbeit muss, aber zum verabredeten Zeitpunkt wieder da ist (z.B. nach dem Abschlusskreis). Ja, und vermutlich werden Tränen fließen und das ist in Ordnung. Wichtig ist doch das er sich aufgehoben fühlt und trösten lässt.


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
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   Beth81
Status:
schrieb am 16.07.2018 09:18
Hallo ,

mein Sohn ist auch so sehr zurückhaltend besonders Kinder gegenüber ist auch erst mit gerade 3 in die Kita gekommen. Vorher nur von der engen Familie betreut. Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen es wird nicht ohne Tränen gehen. Wir hatten damals gar keine Eingewöhnung nur 2 Stunden zum Schnuppern ca. 4 Monate vor Kitastart. Durfte auch nicht dabei bleiben musste ihn direkt abgeben und habe ihm am Anfang nur ca. 1-2 Stunden da gelassen und dann langsam gesteigert. Geweint hat er viel im ersten Jahr , oft habe ich später angerufen ob alles ok ist. Nach jeder Krankheit ging es wieder von vorne los. Er so ca. 1,5 -2 Jahre gebraucht bis er sich wirklich wohl gefühlt hat. Am Anfang hat er oft nur die Kinder beobachtet und mit den Erzieherinnen gespielt. Im laufe der Zeit wurde das auch immer besser. Heute ist es immer noch so, er hat immer Angst vor neuen Situationen. So wie heute morgen erster Tag Ferienbetreuung OGS er war total nervös was ihn dort heute erwartet. Am liebsten hätte ich ihn wieder mit genommen aber das hilft weder ihm noch mir. Manchmal muss ich ihn einfach ins kalte Wasser werfen damals wie heute. Er halt sehr sensibel daran ändere ich nichts. Was ihm immer geholfen hat das er sicher immer drauf verlassen konnte das ich ihn abhole oder wenn nicht ich einer aus der Familie.

Alles Gute !


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
avatar    Maral
schrieb am 16.07.2018 09:45
Das kann man gar nicht so pauschal sagen, finde ich. Bei uns ging es komplett ohne Tränen. er hat null und nie geweint. Vielleicht mal später nicht ganz so happy den einen oder anderen Tag. Auffälligerweise aber nur bei einer Frühschichterzieherin, die die Kinder nicht so herzlich in Empfang genommen hat.
Ob das jetzt heißt, ohne Tränen ist immer möglich, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es viele Kinder gab wo es ohne Tränen ging, aber auch Kinder mit Tränen, wobei das meist wirklich immer nur 1 bis 2 Minuten war, und die Erzieher sie geknuddelt oder so haben.
Letztlich stellt sich doch eher die Frage, für welche Art von Weinen schätzt du es ein? ist es für dich in Ordnung, sind schon alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
Ich selber habe mir immer gesagt, es muss auch ohne gehen. Das heißt nicht, dass ich eine Minute Abschiedsweinen nicht geschluckt hätte, aber ich hätte sicher sein wollen, dass wirklich alles unternommen wird, damit das nicht eintritt.

Die Haltung, dass gehört dazu und wird nicht ohne gehen hätte ich bei einer Erzieherin nie akzeptiert. Damit macht sie es sich viel zu einfach und außerdem stimmt es nicht. Es geht oft ohne, und ich glaube auch schon, dass es öfter ohne ginge, also weniger Kinder weinen müssten , wenn man da mehr Energie hineinsteckt und das nicht von vornherein als "gehört dazu " mit einkalkuliert.
Was für mich nicht ( ohne Not) in Frage käme, wäre, sie ins kalte Wasser zuwerfen, zu gehen, wenn sie sich festklammern, verzweifelt weinen, dass länger anhält, oder sich Nachmittags auch auf Verhaltensweisen auswirkt. Und für mich wäre auch keine Kita in Frage gekommen, die nicht individuell eingewöhnt, wo man gehen muss oder ähnliches. Also alles , was mehr ist, als ein kleines Abschiedsschluchzen, und ja, ich finde, dass muss bei jedem Kind möglich sein. Im Zweifel passt halt dann irgendetwas auch mal tatsächlich nicht, ist es nicht die richtige Erzieherin, Kita fürs Kind etc. Das zu unterscheiden kannst nur du letztlich.
Sicher gilt auch hier die gerne getätigte Aussage, dass Kind wird keinen Schaden davon tragen, aber diese Begrenzung wäre nicht mein Anspruch.

Also nein, pauschal immer Tränen müssen nicht sein, aber Tränen können unter Umständen vorkommen und bis zu einem gewissen Grad tragbar sein.

Die Frage, die ich mir stellen würde, egal, was andere versuchen, mir als "normal" zu verkaufen, empfinde ich das als normal und für mich und das Kind vertretbar, wurde genug unternommen, damit das Kind sich besser fühlt, und auch, welche Möglichkeiten habe ich. Wenn du jetzt morgen anfangen musst zu arbeiten, und das ist die einzige Kita, dumm gelaufen. Habe ich noch massig Zeit, würde ich mir schon eingehender überlegen, woran kanns liegen, welche Alternativen gibt es, ( vielleicht ist Tagesmutter besser), und unabhängig davon würde ich mich auf einem "das gehört dazu" nicht ausruhen, und auch nicht dulden, dass die Erzieher sich darauf ausruhen, sondern überlegen, was noch helfen könnte. ( Kuscheltier, Oma macht Eingewöhnung, anderes Zugehen auf das Kind seitens der Erzieherin, mehr Eingewöhnungszeit, schnellerer, langsamerer Abschied etc. )


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  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
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   SandraT
schrieb am 16.07.2018 11:48
Kann nicht jemand anders hinbringen? Wenn er von Euch aus mit nem Freund und der Mutter hinfährt oder so?
Oder Tagesmutter bzw. Kinderfrau (gleich, nur Ort anders und rechtlich, einmal selbständig, einmal angestellt).
Oder - hatte ich so gemacht, die Kinder haben ja noch kein Zeitgefühl - Papa muss mal eben Pipi machen, hat was im Auto vergessen und holt das eben schnell rein, Papa muss mal eben vor der Tür telefonieren, muss mal eben nebenan ein Brot kaufen, ... - da eben erstmal ein paar Sekunden noch Käppi aus dem Auto holen oder eben Händy waschen bzw. in Sichtweite telefonieren und dann ab dem zweiten Mal Brot kaufen dauert das eben schon eine Stunde und irgendwann eben einkaufen oder was abholen halt bis kurz vor Ende.


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
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   Joaninha
schrieb am 16.07.2018 13:30
Hallo,

bei uns ging die Eingewöhnung mit 15 Monaten ganz ohne Tränen. Da hatten wir aber alle Vorteile auf unserer Seite: Sie konnte gerade Laufen und fand einfach alles neu und wahnsinnig toll. Ihre Erzieherin war der mütterliche Typ, mit ihr kam sie sofort klar. Mit 27 Monaten hatten wir einen Wechsel der Bezugserzieherin, die neue Erzieherin war eher streng. Da wurde es schwierig und es gab oft Tränen, wenn ich wegging. Allerdings hörte sie auf zu weinen, wenn ich gegangen war, und spielte dann wohl ganz zufrieden. Jetzt steht mit 39 Monaten wieder ein Wechsel an, diesmal in eine neue Einrichtung. Wir hatten schon ein Gespräch mit der Erzieherin, bei dem sie auch dabei war. Sie war jetzt nicht mehr sooo offen wie mit 15 Monaten, aber sie hatte doch sehr schnell einen Draht zu der Erzieherin. Ich bin guter Dinge, dass das etwas wird.

Mein Fazit aus den bisherigen Erfahrungen ist, dass zumindest bei meinem Kind wohl schon die Erzieherin ausschlagebend dafür ist, wie die Eingewöhnung klappt. Es wird ja oft geschrieben, dass eigentlich nicht der KiGa selbst, sondern der Moment der Trennung von den Eltern das Problem sei. Ich denke, das ist schon richtig, aber diese Trennung ist eben mehr oder weniger schlimm, je nachdem, wie gut die Erzieherin das Kind "auffängt".

Wie ist das denn bei Euch, Du schreibst von Krankheitszeiten - gibt es denn "die" Erzieherinnen überhaupt?


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
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   Hamamelis71*
schrieb am 16.07.2018 15:26
Mein Sohn ist ja schon 10 Jahre alt und ein sehr anhängliches Kind. Aber mittlerweile wesentlich eigenständiger als etliche gleichaltrige Freunde und auch sehr kontaktfreudig. Er sucht aber immer noch meine Nähe, auch in der Öffentlichkeit, noch ist es ihm nicht peinlich.

Krippe mit 14 Monaten war schwierig, bis zum letzten Tag. Allerdings war er dort nur max von 8.30 Uhr bis 13 Uhr und das auch nur in letzten Krippenjahr. Er kannte dort viele Kinder, ich glaube, es hat ihm trotzdem gefallen, obwohl es Theater bis zum letzten Tag gab. Wir fanden die Krippe für ihn gut, da klar war, dass er keine Geschwister bekommen wird.

Kindergarten mit 3 Jahren, da war sein bester Freund dabei, er hat sich auf den Kindergarten gefreut. Für die Eingewöhnung habe ich mir 4 Wochen Zeit genommen. Als ich zum ersten Mal dann so richtig morgens gehen durfte, gab es eine Kinderbohrmaschine. Das war es mir wert. Im Kindergarten gab es ein Fenster, da konnte er mir immer noch mal zuwinken. Das war unser Ritual.

Euer Sohn muss sich an die neue Situation gewöhnen. Das dauert bei manchen Kindern ewig und man braucht Geduld. Könnt ihr Euch mit Kindern aus dem Kindergarten verabreden?


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
avatar    lesenatter
schrieb am 17.07.2018 21:06
Vielen Dank für eure Antworten!
Unser Sohn mag zwar gegenüber Fremden schüchtern sein, ist aber bei uns durchaus willensstark. Er würde sich nie weinend zum Kiga fahren lassen, das haben wir ja im Oktober gesehen, da müssten wir ihn physisch zwingen, weil er sich an uns, am Auto,... festkrallt.. Und das ist keine Option für uns..
Wir haben auch schon einige Male Kinder privat getroffen, das werde ich etwas intensivieren.
Seit dieser Woche sind die beiden erkrankten Erzieherinnen wieder da, wir hoffe, dass sie sich jetzt wieder mehr um ihn kümmern können.
Er ist ja auch ein Einzelkind und gerade deshalb finden wir auch, dass er in den Kiga gehen sollte. Wir haben eh nur einen Vormittagsplatz und momentan auch den Mittwoch frei.


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
no avatar
   dojo
schrieb am 18.07.2018 23:07
Zunächst einmal unterschreibe ich zu 100% bei Maral.

Dann: Höre auf dein Bauchgefühl. Welche Art von Weinen ist es? Ist es Abschiedsschmerz (den darf er haben) oder fühlt sich noch nicht sicher in der neuen Umgebung (dann braucht er euch noch)? Hat er noch keine Bindung zu den Erzieherinnen aufgebaut? Du schreibst, dein Mann kann für bis zu 1 h raus gehen. Das geht dann ohne Klammern und Weinen? Was passiert nach den 30-60 min, fängt er plötzlich an nach ihm zu suchen? Abschiedsschmerz kann es dann doch eigentlich nicht mehr geben, der Abschied ist doch dann eigentlich längst gelaufen? Ist es einfacher zu gehen, wenn man eine Zeit lang dabei bleibt bis er Sicherheit aufgebaut hat oder ist das egal und er weint dann genauso wie wenn man gleich geht (dann ist es eher Abschiedsschmerz)? Wenn ihr merkt, dass es ihm leichter fällt nachdem ihr eine halbe Stunde oder so dageblieben seid, dann gebt ihm das, wenn es möglich ist.

Mit 4 Jahren kann man das Ganze ja auch durchaus schon mit ihm besprechen. Gebt ihm das Gefühl, dass ihr seine Sorgen wahrnehmt und ernst nehmt („ich merke, dass das gerade schwer für dich ist“) und dass ihr versucht es leichter für ihn zu machen (nur z.B. „ich kann nicht ändern, dass du zum KiGa musst, aber ich kann dich z.B. früher abholen“). Er sollte aber nicht spüren, dass es die Option gibt, ganz zu Hause zu bleiben, denn natürlich würde er das vorziehen. Vielleicht ist das Teil des Problems? Dass er merkt, dass es nicht wirklich notwendig ist?

Jedenfalls stimmt es nicht das Tränen sein müssen aber ich weiß auch nicht ob sie sich in wirklich jedem Fall vermeiden lassen. Wir hatten zwei Eingewöhnungen (eine mit zwei und eine mit drei Jahren) und bei der ersten haben sie mir das auch erzählt und mir dreimal ein sich festklammerndes Kind förmlich vom Leib gerissen. Danach habe ich mit den Erzieherinnen geredet und zum Glück durfte ich es dann auf meine Art machen (d.h. ich bin über 2-3 Monate lang täglich ca. 30-40 min dabei geblieben) und es gab nie wieder Tränen. „Fröhliche Type“ nannte der KiGa-Leiter mein Kind 🙂. In der zweiten Einrichtung habe ich das gleich von Anfang an so ausgehandelt (da brauchten wir aber nur 2 Wochen). Übrigens hatten wir in der 1. Einrichtung auch das Problem mit ständig erkrankten Erzieherinnen (die anderen dann überlastet), wodurch es einfach länger gedauert hat, bis mein Kind Vertrauen und Sicherheit aufgebaut hatte.

Die Erzieherinnen sind sicherlich Experten für die Abläufe im KiGa, aber du bist die Expertin für dein Kind, lass dich da nicht verunsichern.
Umgekehrt denke ich aber auch, dass er nicht dauerhaft Schaden nehmen wird, wenn es jetzt nicht ohne Tränen klappt. Also setze dich auch nicht unter Druck.


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
no avatar
   Kala1005
schrieb am 19.07.2018 08:34
Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, wollte aber gern unsere Erfahrungen teilen.

Mein Kind ist ja viel jünger und geht, seit er 14 Monate alt ist, in die Kita. Er ist sehr aufgeschlossen anderen Kindern gegenüber und auch sonst recht taff.
Wir waren 3 Wochen lang zum Schnuppern, solange er wollte. Anfangs mit Mama, dann auch mal mit Winkewinke und kurz gehen. Nach ca. 2 Wochen gab's Theater, als ich ihn Mittags holen wollte, er aber lieber mit Mittagessen wollte. Seit dem blieb er dann dort auch zum Schlafen.
Wir hatten, bis auf eine Handvoll Ausnahmen, nie Tränen beim Abgeben. Wo aber manchmal heute noch Tränen kommen, ist beim Abholen, wenn er uns sieht. Er freut sich dann so doll, dass er weinen muss. Nicht lange, aber eben doch ein bisschen.

Vielleicht kannst du deinen Sohn ja auch anfangs begleiten bei allen Aktivitäten im Kiga und wenn er sich wohl fühlt, ihn auch mal allein lassen? Er ist ja viel älter und da kann man doch auch schon ganz anders kommunizieren, als mit so ganz Kleinen.

LG


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
no avatar
   blauesTeufelchen
Status:
schrieb am 19.07.2018 20:44
wichtig ist auch, dass dein Kind weiß, dass du wieder kommst.
unsere Kleine ist schon recht gern geblieben, aber es ist immer eine Unsicherheit entstanden, die beseitigt wurde, wenn gesagt wurde, dass ich nach dem Mittagessen, nach dem Schlafen wieder kommen. geschlafen hat sie am Anfang nicht gern dort. es war nicht ihr Einschlafritual. sie musste da nochmal explizit Vertrauen fassen und darum haben sich die Erzieherinnen auch bemüht.

ich habe einfach gelernt, dass es vom Kind abhängig ist, ob Tränen kommen. die Tränen selbst sind nicht schlimm. wichtig ist, dass erkannt wird, warum und dass die Erzieherinnen entsprechend agieren. dafür müssen sie aber auch Zeit bekommen. und nicht immer ist es so, wie wir als Eltern selbst reagieren, da es einfach andere Umstände sind. anders muss aber nicht schlechter sein.

später hat mein Kind übrigens gerne dort geschlafen, auch wenn ich dachte, das wird nichts.


  Re: Kiga-Eingwöhnung- nur mit Tränen möglich?
avatar    lesenatter
schrieb am 22.07.2018 22:49
Danke euch!
Da jetzt alle Erzieherinnen wieder da sind, läuft es jetzt wesentlich besser. Trotzdem ist jeder Tag anders, aber in jedem Fall ist auch eine kurze Trennung zum Teekochen o.ä. erst nach 15-30 Minuten möglich.
Ich war vorgestern mal dabei und habe mit der Erzieherin gesprochen. Sie meinte, dass es schon wesentlich besser laife, sie aber noch nichts ändern möchte. Ich denke, sie sieht auch, dass es noch nicht stabil ist, umso mehr, als er anderen Kindern gegenübern recht zurückhaltend ist. Da aber auch das langsam besser wird, bin ich ganz optimistisch. Uns rettet in jedem Fall die wirklich individuelle Eingewöhnung, in einem Standard-Kiga hätte das so nie geklappt.




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