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  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
avatar    Fake Mom
schrieb am 25.11.2014 10:19
ich unterschreibe bei Mais und würde durchaus schon den Vorschlag ernst nehmen.

verstehen kann ich Dich pmami. ging mir auch nicht anders und ich war alles andere als betriebsblind. wir haben dann schlussendlich die Einrichtung gewechselt und das war das beste was Maus passieren konnte.


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   Arianchen
Status:
schrieb am 25.11.2014 13:47
Hallo Pmami,
habe gerade Deinen Beitrag gelesen und möchte Dir Mut zusprechen. Habe einen mittlerweile 4jährigen Adoptivsohn, der mit 1 1/2 Jahren zu uns kam. Genau Deinen Beitrag hätte ich vor einem Jahr auch schreiben können. Ich hatte viele Gespräche mit Erziehern, anderen Adoptiveltern und unserer "zuständigen" Betreuerin vom Jugendamt.

Erst einmal dass bei den von Dir angesprochenen Punkten direkt von Verhaltensauffälligkeiten gesprochen wird, finde ich schon ein starkes Stück. Du musst wirklich aufpassen, dass Dein Kind in der Kita nicht in eine bestimmte Ecke gedrängt wird und als "auffällig" oder "problematisch" tituliert wird, das passiert nämlich ganz schnell, wenn ein Kind eben nicht so "spurt" wie die anderen. Ein Kind spürt so etwas zu 100 %, gerade, wenn sie, wie unsere Kinder ein ganz besonderes Gespür dafür haben, ob sie wirklich wirklich angenommen werden oder nicht (lt. Bonus eine der sog. Überlebensstrategien), dann fangen die wirklichen Probleme nämlich erst an. DU musst den Prozzess lenken und ganz klar sagen, dass DU Dein Kind für normal hälst, dass man es natürlich aufgrund der Geschichte mit anderen Augen betrachten darf, es aber keinesfalls von vorneherein abgestempelt werden soll und dass immer wieder versucht werden muss, dass Kind positiv in die Gruppe zu integrieren. Wenn DU keinen Heilpädagogen willst und das auch nicht für nötig hälst, dann mach das auch nicht und wenn, kümmere Dich selber darum und lasse das nicht durch die Kita lenken, wenn Du da kein gutes Gefühl hast.

Ich habe auch so ein kleines "Alphatier" und ich kann nur sagen, habe Geduld mit ihm. Nachdem ich nun den zweiten Sohn durch die ersten 4 Jahre gebracht habe, muss ich sagen, dass das Alter zwischen 2 und 3 wirklich das ist, was wirklich anstrengend ist.

Aber zu Deiner Auflistung

zu a) Meine beiden haben es auch nicht so mit der Kuschelei und sind viel lieber in Bewegung. Solange er sich z.B. gerne auf den Schoß setzt, wenn man ein Buch vorliest oder Emphatie zeigt, wie mit den Kuscheltieren beschrieben, ist alles in Ordnung.
zu b) Dass das eigene Spielzeug nicht gerne geteilt wird, in dem Alter, ist völlig normal. Das "Horten" würde ich so nicht überbewerten, in dem Alter probieren sich Kinder aus und zeigen teils wirklich komische Verhaltensweisen, in die man alles möglich reininterpretieren kann (war beim älteren, leiblichen Sohn auch so). Wenn er das in 1, 2 Jahre noch macht, muss man das näher betrachten, aber nicht mit 3! Mein Kleiner hat vom Anfang das komplette Geschirr vom Tisch gefegt und teils aus den Schränken auf den Boden geschmissen, wenn ihm heute was runterfällt, ist er ganz entsetzt!
zu c) Ganz typisch für Pflege / Adotivkinder, das habe ich schon so oft gehört / gelesen, ist auch bei meinem so. Dann müssen eben die Erzieherinnen die Rand- Rahmenbedingungen schaffen, dass er zur Ruhe findet, dafür braucht man doch keine 1:1 Betreuung! Mein Kleiner ist anfangs auch oft total abgedreht, sie machen jetzt regelmäßig Ruhephasen mit ihm die er auch gerne annimmt. Seine Reiztoleranz ist sei 1,2 Monaten aber viel größer geworden und er ist auch viel kooperativer (kommandiert aber auch gerne andere herum smile)
zu d) Verstehe nicht, wo hier das Problem sein soll. Gibt halt Kinder, die sind durchsetzungsfähiger und wollen was erreichen (so wie meine beiden) und es gibt ruhigere Kinder. Auch wenn das jetzt anstrengend ist, kommt Ihnen das später oft zugute.

Fazit: Lass dich nicht unterkriegen!! Bei meinem Kleinen ist es seit dem 4. Geburtstag wirklich vieeel entspannter und meine Erfahrung nach 2 Jungs ist, dass die Erzieherinnen (und später Lehrerinnen) oft lieber nur nette ruhige Mädchen um sich herum hätten, die schön was basteln und immer "lieb" sind. Aber sorry, es ist halt deren Job, auch mit aktiveren Kindern fertig zu werden.

Beraten lassen (von externen Stellen) kannst und solltest Du Dich vielleicht auch, das ist sicherlich hiflreich und liefert oft neue Impulse. Aber hey, der Kleine ist erst 3, da sollte man ihn wirklich noch nicht in irgend eine "Schublade" stecken.

LG,
Arianchen


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   Milia149
Status:
schrieb am 25.11.2014 17:36
Ich seh da absolut nichts was mich beunruhigen würde.

Klar gibt es zB das kuscheln wo man sagen könnte warum und wieso macht er das nicht gerne?
Oder warum ist er so oder so?
Aber ganz ehrlich nenn mir ein Kind bei dem mannicht solche Dinge rauspicken kann, eben evtl andere...

Ich meine ganz theoretisch schadet es natürlich auch nicht ihn irgendwo mal vorzustellen, auch das ihr beruhigt seid, nur ich würde da zumindest aus deinem Text keinen Grund für sehen. Sicher kann jede Ergo zB an und mit jedem Kind an irgendwas arbeiten wo es nicht so gut ist, aber die Frage ist, ist das nötig?

Und es gibt eben auch einfach bestimmer Kinder und andere die sich nur unterbuttern lassen, ist beides nicht optimal aber ist eben so und das wird sich hoffentlich irgendwann bessern. Anstrengend ist es, na klar, aber wenn ich bei uns in der Kita an manche Kids denke, da wäre ne 1:1 Betreuung wirklich besser Ich wars nicht


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   tweety_is
Status:
schrieb am 25.11.2014 22:01
Zitat
berlink

das habe ich auch nicht behauptet. ich würde nur nicht so viel/zu viel hineininterpretieren. es macht einen unterschied, ob ein kidn seine mutter in dem sinne bewusst (und mit der Fähigkeit zu bewussten Erinnerungen) kennengelernt hat oder nicht. je nachdem, wie die weggabe des kindes stattgefunden hat, ist es möglich, dass das kidn nach der Geburt die mutter gar nicht kennenlernte.

Genau so ist es eben nicht. Du vergisst -im besten Fall- 40 Schwangerschaft. Kinder kennen ihre Mütter von einer Seite, von der sich die Mütter selbst nicht kennen. Tatsächlich von innen. Das Ungeborene hört und fühlt die Mutter von innen, hört die Stimme der Mutter, spürt ihre Empfindungen. In der Gebärmutter war es warm und kuschelig, es wurde mit allem versorgt, was es brauchte. Es kennt bei der Geburt nur die Mutter. Babys erkennen ihre Mütter auch am Geruch/Geschmack. Zum Zeitpunkt der Geburt kann schon eine erste Bindung bestehen.
Nach der Geburt ist alles weg. Sie können nicht reden, nicht richtig sehen, sie können sich nicht fortbewegen. Sie spüren nur, dass alles was sie hatten, weg ist. Sie können sich nicht selbst versorgen und spüren sehr wohl ihre Abhängigkeit von der Mutter. Das wird als existenzbedrohend empfunden (so wird es im Groben im Buch beschrieben). Sie können lernen, das sie auch von anderen Leuten versorgt werden und daraufhin Bindung aufbauen. Je nach Erfahrung hinterlässt es mehr oder weniger tiefe Spuren.

Mein Großer war bei Abgabe wirklich noch klein. Er fragt uns seit Jahren nach einer Person (auch sehr detailliert), die er nicht bewusst erlebt hat und von dem er erst seit einem Jahr wirklich und bewusst weiß, dass es diese Person tatsächlich gibt (nicht die Mutter)


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  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   berlink
Status:
schrieb am 25.11.2014 23:17
nach bisherigen Erkenntnissen kann sich ein kidn aufgrund einer hirnstruktur, Vernetzung frühestens bis zum ca. 3 Lebensjahr erinnern.
das andere sind narrative.
du bist dir rückblickend für die letzten jahre sicher, dass in Gegenwart des jungen NIE - auch außerhalb deiner gegenwart- von dieser Person gesprochen wurde, sie erwähnt wurde usw usf?


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
avatar    Fake Mom
schrieb am 26.11.2014 08:03
Zitat
tweety_is
Zitat
berlink

das habe ich auch nicht behauptet. ich würde nur nicht so viel/zu viel hineininterpretieren. es macht einen unterschied, ob ein kidn seine mutter in dem sinne bewusst (und mit der Fähigkeit zu bewussten Erinnerungen) kennengelernt hat oder nicht. je nachdem, wie die weggabe des kindes stattgefunden hat, ist es möglich, dass das kidn nach der Geburt die mutter gar nicht kennenlernte.

Genau so ist es eben nicht. Du vergisst -im besten Fall- 40 Schwangerschaft. Kinder kennen ihre Mütter von einer Seite, von der sich die Mütter selbst nicht kennen. Tatsächlich von innen. Das Ungeborene hört und fühlt die Mutter von innen, hört die Stimme der Mutter, spürt ihre Empfindungen. In der Gebärmutter war es warm und kuschelig, es wurde mit allem versorgt, was es brauchte. Es kennt bei der Geburt nur die Mutter. Babys erkennen ihre Mütter auch am Geruch/Geschmack. Zum Zeitpunkt der Geburt kann schon eine erste Bindung bestehen.
Nach der Geburt ist alles weg. Sie können nicht reden, nicht richtig sehen, sie können sich nicht fortbewegen. Sie spüren nur, dass alles was sie hatten, weg ist. Sie können sich nicht selbst versorgen und spüren sehr wohl ihre Abhängigkeit von der Mutter. Das wird als existenzbedrohend empfunden (so wird es im Groben im Buch beschrieben). Sie können lernen, das sie auch von anderen Leuten versorgt werden und daraufhin Bindung aufbauen. Je nach Erfahrung hinterlässt es mehr oder weniger tiefe Spuren.

Mein Großer war bei Abgabe wirklich noch klein. Er fragt uns seit Jahren nach einer Person (auch sehr detailliert), die er nicht bewusst erlebt hat und von dem er erst seit einem Jahr wirklich und bewusst weiß, dass es diese Person tatsächlich gibt (nicht die Mutter)

ich kann das bestätigen und unser SB hat uns das gleiche erzählt und wir machen ähnliche Erfahrungen.

was mich irgendwie auch annervt. jeder hat Verständnis für die Mutter von Frühgeborenen die zeitlang im Brutkasten lagen. es gibt diverse kurse, Seminare zu Trauma Bewältigung usw.
bei Adoptionskindern wird das oft runter gespielt. mir war das auch nicht richtig bewusst. ich mag auch nicht drüber nachdenken. das JA hat es erfahren, dass es die Maus gibt als sie 9 Tage alt war. als sie 3 Wochen alt war, durften wir sie zum 1. Mal im Arm halten. zu Verdeutlichung: 3 Wochen lang lag das Kind auf Station ganz alleine bis auf die pflegerischen Massnahmen vom Personal.

sie war und ist extrem anhänglich (in den ersten 3 Jahren schon fast "unnormal" ). sie hat immer noch Angst, dass ich "verloren" gehe, überprüft ständig (auch oft in der Nacht), ob ich da bin. und ja jedes Kind macht das wahrscheinlich aber der Ausmass ist entscheiden. sorry fürs OT.


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
avatar    AnnabelLee*
Status:
schrieb am 26.11.2014 12:02
Google mal nach "autonomes Kind Juul". Nachdem ich darüber gelesen habe verstehe ich meinen Sohn sehr viel besser. Das was du beschreibst klingt für mich auch sehr danach. Ich sehe, ähnlich wie du, die positiven Seiten dieses Verhaltens und würde mich da nicht in die "krank" oder "unnormal" Ecke drängen lassen. Versucht einfach ihm zu Hause so viel Unterstützung wie möglich und Anregungen zu geben, die er im Kiga wohl so nicht bekommt. Ich versuche immer einen Ausgleich zu dem für ihn wohl außergewöhnlich stressigen Betreuungsumfeld zu schaffen.


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 26.11.2014 12:28
Zitat
lisbeth.salander.
Zitat
tweety_is
Zitat
berlink

das habe ich auch nicht behauptet. ich würde nur nicht so viel/zu viel hineininterpretieren. es macht einen unterschied, ob ein kidn seine mutter in dem sinne bewusst (und mit der Fähigkeit zu bewussten Erinnerungen) kennengelernt hat oder nicht. je nachdem, wie die weggabe des kindes stattgefunden hat, ist es möglich, dass das kidn nach der Geburt die mutter gar nicht kennenlernte.

Genau so ist es eben nicht. Du vergisst -im besten Fall- 40 Schwangerschaft. Kinder kennen ihre Mütter von einer Seite, von der sich die Mütter selbst nicht kennen. Tatsächlich von innen. Das Ungeborene hört und fühlt die Mutter von innen, hört die Stimme der Mutter, spürt ihre Empfindungen. In der Gebärmutter war es warm und kuschelig, es wurde mit allem versorgt, was es brauchte. Es kennt bei der Geburt nur die Mutter. Babys erkennen ihre Mütter auch am Geruch/Geschmack. Zum Zeitpunkt der Geburt kann schon eine erste Bindung bestehen.
Nach der Geburt ist alles weg. Sie können nicht reden, nicht richtig sehen, sie können sich nicht fortbewegen. Sie spüren nur, dass alles was sie hatten, weg ist. Sie können sich nicht selbst versorgen und spüren sehr wohl ihre Abhängigkeit von der Mutter. Das wird als existenzbedrohend empfunden (so wird es im Groben im Buch beschrieben). Sie können lernen, das sie auch von anderen Leuten versorgt werden und daraufhin Bindung aufbauen. Je nach Erfahrung hinterlässt es mehr oder weniger tiefe Spuren.

Mein Großer war bei Abgabe wirklich noch klein. Er fragt uns seit Jahren nach einer Person (auch sehr detailliert), die er nicht bewusst erlebt hat und von dem er erst seit einem Jahr wirklich und bewusst weiß, dass es diese Person tatsächlich gibt (nicht die Mutter)

ich kann das bestätigen und unser SB hat uns das gleiche erzählt und wir machen ähnliche Erfahrungen.

was mich irgendwie auch annervt. jeder hat Verständnis für die Mutter von Frühgeborenen die zeitlang im Brutkasten lagen. es gibt diverse kurse, Seminare zu Trauma Bewältigung usw.
bei Adoptionskindern wird das oft runter gespielt. mir war das auch nicht richtig bewusst. ich mag auch nicht drüber nachdenken. das JA hat es erfahren, dass es die Maus gibt als sie 9 Tage alt war. als sie 3 Wochen alt war, durften wir sie zum 1. Mal im Arm halten. zu Verdeutlichung: 3 Wochen lang lag das Kind auf Station ganz alleine bis auf die pflegerischen Massnahmen vom Personal.

sie war und ist extrem anhänglich (in den ersten 3 Jahren schon fast "unnormal" ). sie hat immer noch Angst, dass ich "verloren" gehe, überprüft ständig (auch oft in der Nacht), ob ich da bin. und ja jedes Kind macht das wahrscheinlich aber der Ausmass ist entscheiden. sorry fürs OT.

Ich kann auch diese Beobachtungen bestätigen. Mein Freund ist mit 7 Tagen von seiner Mama adoptiert worden und sie erzählt ähnliche Geschichten aus seiner Kindheit. Er war insgesamt ein fröhlicher Junge, jedoch hatte er zum Teil Verlustängste (sie durfte in den ersten Jahren gar nicht weggehen usw) In der Schule (Kita gab es nicht) reagierte er auf zu viel Lärm und undurchsichtige Situation gereizt und wollte seine Ruhe. Bis zur Pubertät spielte er zwar gerne mit anderen Kindern, aber nicht mit mehreren gleichzeitig und dann forderte er auch schnell seine Ruhe bzw. schickte die anderen weg, wenn es ihm zu viel wurde und spielte stundenlang allein mit seinen Playmobilsachen. Kuscheln und Zärtlichkeiten sind bis heute nicht so seins bzw. nur mit seinen Kindern.
Warum ist das aber für die Kita problematisch? Gerade wegen seines Hintergrundes lassen sich diese Verhaltensweisen begründen, und sie schaden keinem. Wo ist aber das Problem, wenn er nicht kuscheln will oder bestimmen will? Er hat scheinbar Freunde, geht gerne hin, ist integriert....ich würde auch nicht mein Kind in eine bestimmte Ecke drängen lassen


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
avatar    Fake Mom
schrieb am 26.11.2014 12:31
Zitat
tweety_is
Das Ungeborene hört und fühlt die Mutter von innen, hört die Stimme der Mutter, spürt ihre Empfindungen. In der Gebärmutter war es warm und kuschelig, es wurde mit allem versorgt, was es brauchte. Es kennt bei der Geburt nur die Mutter. Babys erkennen ihre Mütter auch am Geruch/Geschmack. Zum Zeitpunkt der Geburt kann schon eine erste Bindung bestehen.
)

ich möchte noch ergänzen, dass es nicht nur die Mutter ist sondern auch der Vater, Geschwister, vertraute Geräusche, Hund etc.
das ist alles weg!


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   katrina
schrieb am 26.11.2014 18:22
Zitat
Petra*Kids

Mit 3 Jahren sind sie meistens noch nicht wirklich kompromissbereit etc.. Viele Kinder in dem Alter spielen noch gar nicht mit anderen Kindern.
Hmm
Das würde ich so voll und ganz unterschreiben! Mein mittlerer Sohn hat mal zu mir gesagt: "ich will kuscheln aber bitte ohne anfassen" grins er möchte einfach, dass jemand bei ihm ist aber er braucht selten richtigen Körperkontakt. Da geht der Impuls von ihm dann aus...


  Re: Sozial-emotionale Entwicklung 3jähriger - Vorsicht lang !
no avatar
   pmami
schrieb am 30.11.2014 23:35
Hallo Ihr Lieben,

leider war mein Kleiner letzte Woche erkältet. Was auf der anderen Seite vielleicht auch gut war, denn wir haben ihn eine Woche zu hause behalten und hoffen, dass es durch diese Auszeit für beide Seiten ab morgen etwas entspannter läuft.

Dadurch komme ich aber erst jetzt dazu, mich bei Euch noch einmal für Eure hilfreichen Antworten zu bedanken.

Vorweg: Ja, alle Erzieherinnen wissen, dass er ein Pflegekind ist. Wir gehen damit sehr offen um. Lediglich die genauen Gründe, warum er ein Pflegekind ist kennen sie nicht.

@mais: Nein, wir sehen kein Problem. Wir sehen sein Verhalten und bestimmte Dinge, die bei anderen Kinder nicht so sind (wie z.B. das bestimmen, das Bedürfnis nach Autonomie, dass er aktiver, lauter, stärker und sturer ist, als die meisten anderen Kinder). Aber das sehen wir nicht als Problem sondern als Teil seiner Persönlichkeit. Es ist anstrengend, aber es verursacht bei uns keinen Leidensdruck.

@sigikids: Ich denke auch, dass es in Eurer Beziehung nicht auf die Summe der positiven Erfahrungen ankommt, die die schwierigen ersten beiden tage mit Leichtigkeit aufwiegen können. Und ich glaube auch, dass auch mein Kind solche positiven Erfahrungen machen kann und diese Erfahrungen etwas "gut machen" können. Sonst hätte ich mir nie zugetraut ein Pflegekind aufzunehmen.

@arianchen: Dein Beitrag hat mir besonders viel Mut gemacht - vielen Dank !

@lisbeth.salander: Hier war es genauso - zwei Wochen alleine auf Station. Ich sage mir immer, dass ich wenigstens sicher sein kann, dass er es warm hatte, dass er satt war und dass er beschützt war. Und ich hoffe, dass er ganz viel herumgetragen wurde. Aber eigentlich sind diese zwei Wochen für uns ein unbekanntes Land....Nur die Reaktion ist halt total gegensätzlich. Statt extrem anhänglich ist er eben extrem autark.

@all: Wir werden definitiv noch mal das Gespräch in der Krippe suchen. Allerdings nicht mit dem Ziel, eine Heilpädagogin in die Krippe kommen zu lassen. Ich tendiere statt dessen dazu ihn im SPZ vorzustellen. Auch wenn es (hoffentlich) nur zu meiner Beruhigung ist zwinker

Viele Grüße pmami




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